Französisches oder englisches Kumt? Zugleistung?

  • Meine Ponystute hat keine sehr hohe Zugleistung. Aktuell läuft sie mit einem Brustblatt, aber ich möchte sie durch das Equipment bestmöglich unterstützen. Deshalb meine Frage:

    Marathonkumt oder englisches Kumt?

    Ich möchte mit ihr hauptsächlich Dressur-, Kegel- und durch die Natur spazieren fahren.

    Ab und an schleppe oder egge ich auch mal, dafür nehme ich dann idR ein Arbeitskumt.

    Sie macht das alles superlieb mit, kommt aber schnell in Stress wenn’s mal bisschen anstrengender wird....


    Freue mich auf eure Erfahrungen!!!

  • Auch bei den Marathonkumten ist die gute Verarbeitung und Passform wichtig. Gerade wenns mal schwerer geht, hab ich schon beobachtet, wie sich manche Marathonkumte in Falten gelegt haben und im Grunde nur als Brustblatt wirkten.

    Ich würde einem gut passenden Kumt stets den Vorzug geben.

    Grüße Florian

  • Ich bin da auch bei Florian, einfach weil ich im K-pony-Bereich noch nichts wirklich real passendes als franz. Kummt gesehen hab....wenn man richtig sucht findet man Leut, die einem den Kummtsitz kontrollieren können, aber bei franz.Kummt wird es sehr eng mit den Profi für Anspannung. mfg Kirsten

  • Bei vielen französischen Kumten mit integrierten Strangstutzen ist mir aufgefallen, dass bauartbedingt oft die Zuglinie gebrochen ist. vielleicht ist da die Ausführung der Kombikumte mit Ring und separaten Strangstutzen besser?

  • Ein gut passendes engl. Kumt ist auf Turnieren sicherlich eleganter als ein Marathonkumt .

    Die Frage ist halt auch ;woher bekommen und was darf es kosten .

  • Ja das weiß ich, aber ich bin dabei mir das Equipment für Turnierteilnahme zusammen zu sammeln und das muss dann ja schick sein...

    Wenn du die Dressur-Prüfung vergeigst nützt dir auch das schönste Equipement nichts ... :wacko:


    Aber sachlich: Die meisten Turniere werden hier mit normalem Brustblatt gefahren (geschätzte 90%). Ein paar wenige Ausnahmen sehe ich mit anatomischem Brustblatt, Marathon-Kumt oder englischem Kumt. Für die Bewertung hat das aber in der Regel wenig Einfluss.

    Etwas anders sieht die Lage aus, wenn du an Traditionsturnieren teilnehmen willst.


    renatus

  • Momentmal, in der Dressur ist doch gar kein Mindestgewicht vorgeschrieben? Also wenn das Pony bereits einen 130-kg-Buggy mit Klotzbremse nicht vernünftig verzogen bekommt, dann muss aber was ganz arg daneben sein? Ein Tunierbuggy kostet zwischen 500-1000,-€ also nicht die großanschaffung im Verhältnis zu einem engl. Kummt. Und ein zugschwaches Tier durch eine Geländeprüfung zu jagen macht wohl an sich keinen Sinn....

    mfg Kirsten

  • Hallo,


    es gibt Pferde (oft Ponys/Robuste) die haben aufgrund ihres Gebäudes kein Platz für ein Brustblatt und ziehen deswegen sehr ungern mit einem solchen.


    Wenn es sich um ein solches Pferd handelt, würde ich tatsächlich in ein gutes Kumt investieren. Marathonkummete sind mE für "normal gebaute" Pferde gebaut und helfen Kandidaten ohne Platz auf der Brust wenig.


    Wenn schon ein Arbeitskumt vorhanden ist: Zieht das Pferd damit besser und lieber? Stress beim Ziehen kann auch aus anderen Mängeln in Geschirr und Ausbildung resultieren..


    Gruß Tina

  • Momentmal, in der Dressur ist doch gar kein Mindestgewicht vorgeschrieben? Also wenn das Pony bereits einen 130-kg-Buggy .........

    Das mag vielleicht auf "Feld-, Wald- und Wiesenturnieren" so sein; auf offiziellen Wettkämpfen für Einspänner beträgt das Mindestgewicht 150 kg. Üblicherweise wird eine Dressur wenn schon, dann mit einem Spider gefahren (einen Buggy habe ich hier noch nie auf einem Turnier gesehen, auch nicht in A- oder E-Klasse). Spätestens beim Kegel- oder Marathonfahren würde ich einen solchen Kandidaten aus dem Rennen nehmen (Unfallgefahr!).


    renatus

  • Ich habe auch Kandidaten, welche fast kein Platz auf der Brust habe. Muss die Brustblätter jeweils sehr hoch schnallen und eines meiner Ponys zieht etwas ungern bzw. ich hab fast das Gefühl, dass es ihm die Luft etwas nimmt. Deshalb habe ich mir kürzlich ein "Zwischending" aus Marathonkumt und Brustblatt angeschafft: Ein anatomisch geschwungenes Brustblatt. Damit ziehen nun alle drei Ponys besser als mit Brustblatt. Es sieht fast ein bisschen aus wie ein abgespecktes Marathonkumt, und da beim Marathonkumt der Druck sowieso nicht auf auf den Schultern, sondern auf der Brust lastet, kommts wohl aufs Gleiche raus. Was mir halt sehr gefällt, ist, dass weniger Material dran ist und das Pony nicht so überladen wirkt.

    Mit englischem Kumt fehlt mir die Erfahrung, ich möchte das aber zum Vergleich noch nachholen, da ich jetzt eine gute Adresse hab, die auch solche Kumte auf Mass (für XXS-Ponys) herstellt.

  • Hi Rainy, die Adresse wo man gute englische Kumte in XXS kriegt würd mich interessieren. Kannst die einstellen? (oder PN wenn keine Homepage).

    Danke

  • ein buggy ist im marathon ja gar nicht erlaubt....


    und ich wunder mich gerade wie man bei einer dressur und kegel von zugleistung sprechen muss?

    in der regel sind dressurplätze topfeben, selbst eine internationale s dressur geht max.10 min.


    plus vielleicht mal 2 min kegel (alles sehr großzügig gerechnet)


    wenn das schon zu problemen führt stimmt die kondition nicht.


    mein spider hat z.b. gute 80 kilo mehr als meine marathon......

  • Danke für die superinteressanten Beiträge!!!!!!

    Sie läuft brav mit brustblatt und gibt ihr bestes aber wenn es zwischendurch etwas anstrengend wird, zb boden sandig, oder dressurtechnisch einfach bisschen anstrengender oä kommt sie einfach schnell in Stress. Das ist in erster Linie im Trab so, da ich das arbeitskumt nur zum eggen drauf habe, kann ich das nicht vergleichen.

    Sie hat generell Probleme mit der Atmung (Verdacht auf irgendwas fieses chronisches und ich bin -in Absprache mit dem TA- am austesten inwieweit sie sich durch Training lungentechnisch verbessert und sie hat sich auch schon toll gemacht) insofern denke ich dass franz und engl Kumt eh netter sind um auszuschließen dass die Atmung eingeengt wird. Es reicht ja wenn sie das Gefühl hat nicht genug Luft zu bekommen, auch wenn der Körper eigentlich noch genug Leistung bringt...


    Und ja Clea die Kondition stimmt definitiv noch nicht, aber ich möchte sie einfach so gut es geht unterstützen, dass sie die wenige kraft die sie hat optimal nutzen kann.

    Ist irgendwie eine Gefühlssache die schwer zu beschreiben ist, und sie ist auch von den Pferden die ich bisher gefahren habe das erste wo ich dieses Gefühl habe.... bin noch ein Neuling bei diesen sportlichen Sachen, deshalb sehr froh über die Erfahrungen der routinierteren Fahrer hier.

    ♥️


    Auf die Frage ob franz oder engl Kumt mehr zugkraftentwicklung ermöglicht, bzw aushält (hab mal von einem Fahrlehrer gehört dass engl kumte bei krasser beanspruchungkaputt gehen?!) scheint es keine so richtig klare Antwort zu geben. Klar ist: wenn man richtig viel Zugleistung braucht, braucht man Arbeitsgeschirre. Da bin ich aus dem landwirtschaftlichen fahren komme ist das vielleicht auch eine Denkweise die ich gelernt habe, eben dass das Geschirr vor allem optimale Kraftentfaltung ermöglichen muss. Beim sportlichen fahren und den superleichten kutschen ist das natürlich irgendwie nicht so ein krasses Thema. Und trotzdem interessiert es mich eben auch da einfach was preisunabhängig für das Pferd die beste Möglichkeit ist seine Kraft zu nutzen...

  • hab mal von einem Fahrlehrer gehört dass engl kumte bei krasser beanspruchungkaputt gehen?!)

    Gute Qualität geht nicht so schnell kaputt .

    Ich hatte schon eng. Kumte in Benutzung die gute 70 Jahre alt( oder noch älter ) waren .

    Noch richtig mit gebundenem Stroh drin .

    Gab keine Probleme damit .