Fahren mit Airbagweste

  • Er ist dann quasi durch den Richtungswechsel und oder Rumpler der Kutsche von dieser gefallen , so würde ich es jetzt verstehen . Aber irgendwo muss er ja dazwischengekommen sein , sonst wären ja nicht so derart schwere Verletzungen .

    Auf den Geländestrecken haben die Fahrer Gurte um , ob das immer ein Segen ist , ich weiss es nicht .


    Ich hatte je erst einen ähnlichen Zwischenfall, mit gespannten Leinen, da war auch nix mehr zu machen , aber es war eben nur eine Böschung die wir gerade runter sind und dann ins Maisfeld .


    Bei den meisten Pferden und bei manchen im Besonderen steigt die innere Anspannung mit den "Zug" auf der Leine . Pferd regt sich mehr auf , ist spannungsgeladener . Annehmen und nachgeben wird zur Gratwanderung . So eine hab ich auch ---> Halbblut F1 . Das sind oftmals recht schwierige Individuen .


    An das Raubtier PKW glaube ich nicht , das können unsere heutigen Pferde schon auseinanderhalten . Der Hund könnte sich im Auto bewegt haben , das hat möglicherweise die Flucht ausgelöst .

  • So ist es gewesen.

    Ich hatte den Eindruck, dass das Pferd einfach einen größeren Sicherheitsabstand zum geparkten Auto brauchte und er deswegen das Ausweichmanöver nach Links gemacht hat. Wenn da kein Graben gewesen wäre wäre wohl auch nix passiert. Wobei wir dann wieder bei der Fahrradkette wären :whistling:

    Er hat dann auch einen Moment ganz ruhig im Graben gestanden, wie als wenn er überlegt hätte wie er aus der Situation wieder herauskommen sollte. Hat sich dann dazu entschlossen auf der anderen Seite rauszuspringen.

    Wenn er auf der gleichen Seite wieder rausgekrabbelt wäre, wäre der Wagen wohl in den Graben gekippt. So können wir wohl noch froh sein.


    Mein Mann ist nirgends draufgefallen und auch nirgends dazwischen gekommen. Er ist auf der linken Seite aufgeprallt.


    Anschnallen ist keine Option.


    Das mit dem Steigen der inneren Anspannung bei Zug kenne ich aus meiner Erfahrung als Reiter.

    Mein Oldenburger ist ein "sehr umweltorientiertes" Pferd. Wenn ich den mit ständigen Zügelzug reiten würde er sich so richtig aufspulen.

    Damit er sich nicht in bestimmten Situation fest beißt hilft mir ein tiefes gleichmässiges Durchatmen und "loslassen"....

  • Auf den Geländestrecken haben die Fahrer Gurte um

    Das ist mir neu. Im Fahrsport sind feste Anschnallungen nicht erlaubt, es sei denn, dass der Groom den "Gurt" in der Hand hält.

    Eine Ausnahme wird es nächstes Jahr geben für die Para-Fahrer (Behinderten-Sport).

    Anschnallen ist keine Option.

    Richtig! Das Risiko dann nicht rechtzeitig vom Wagen wegzukommen ist hier zu gross.


    renatus

  • Unfall beim Anspannen


    Lies den Beitrag 163 , das ist fast das Gleiche . Der Auslöser war anders , und statt des Grabens war eine Böschung die wir zum Glück gerade aus runter sind , schräg wären wir auch gekentert .

    Wir waren auch gestanden , ich habe überlegt und auf mein Kommando ging es die Böschung vollens runter .

    War sicher Glück , hätte auch anders ausgehen können.

  • Das ist mir neu. Im Fahrsport sind feste Anschnallungen nicht erlaubt, es sei denn, dass der Groom den "Gurt" in der Hand hält.


    renatus

    Ich habe es gesehen, kann aber nicht sagen ob es fest war oder vom Groom festgehalten wurde .


    Ein ehemaliger Bayr Meister im Viererzugfahren hat mir selbst erzählt dass die das so gemacht haben , aber ja mit dem Zusatz dass der Gurt einmal um ein Eisen und dann vom Groom gehalten wird .


    Ein führerloses Gespann auf einem Turnier mit vielen Zuschauern ( ja das gab es schon ) ist auch nicht unbedingt das was man haben möchte .

  • ein gurt darf nach neuster lpo nirgendwo rumgewickelt werden.....nicht um die hand( erklärt sich bei logischem menschenverstand von selbst) noch um irgendein teil der kutsche


    aber ja vor etlichen jahren war es noch erlaubt

  • Clea : §759 B.9. ...zulässig ist lediglich das Fixieren des Fahrers mittels Gurt o.ä., dessen freies Ende ohne jegliche Umschlingungen am Wagen nur durch den Beifahrer in der Hand gehalten werden darf...

    Also ein Ende fest, anderes in der Hand des Beifahrers...dann erlaubt und auch nicht unsinnvoll...

    LG

    Nur Narren und Jecken reiten (fahren) Schecken!! :tongue:

  • das ist so sinnlos wie en loch im kopf.....und schon klar das der beifahrer nur ein ende festhalten kann.....weil ansonsten der sinn des beifahrers ja noch mehr verloren gehen würde

  • Ganz abgesehen davon, dass in den meisten Fällen der Beifahrer schon vor dem Fahrer den Abflug gemacht hat.


    renatus

    Auf was genau stützt sich diese Aussage ?

  • erfahrung.....es ist einfach so, in der regel verliert man zuerst den beifahrer (und ich spreche nun ausschließlich von turniersport)

  • so ist es wohl. Ich habe jedoch auch schon Bilder vom einsamen Beifahrer auf dem Bock mit weit aufgerissenen Augen gesehen, die Leinen lagen irgendwo auf der Deichsel....


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Also subjektive Wahrnehmung , das kann dann tatsächlich alles sein .

    Wahrscheinlich gibt es mehr Beifahrer die vor dem Antlitz der Strecke einfach ganz von selbst und völlig freiwillig abgestiegen sind , oder aber auch solche die beim nächsten mal gar nicht mehr aufsteigen ;-)

  • nein, es ist keine subjektive Wahrnehmung.

    Es ist eine Tatsache, das passiert in der Hauptsache beim Einspänner ( Unterschätzung was die Schnelligkeit der Richtungswechsel angeht) und dann wieder beim Vierspänner ( zu wenig Platz für zwei Beifahrer und dann wieder wenn vier Pferde mal ordentlich anrücken wenn es irgendwo klemmt)

  • dann muss man schreiben " in meinem Umfeld " oder was ich so sehe " ..fällt eher der Beifahrer .


    vielleicht hab ich eine falsche Auffassung von subjektiv .


    ich dachte eher es kommt eine Erhebung der FN oder eben andere belastbare offizielle Zahlen . Oder sind die Behaupter auf jedem deutschen Turner und dort in jeder Prüfung und jedem Hindernis anwesend ?


    Dann Hut ab !


    Ähm wie sagte der letzte Lehrgangsleiter : Die besten Fahrer sind alle von Beruf Sohn ( eben keine Leute die sonst noch anderen Beschäftigen ( gar Arbeit ? jösas ) nachgehen ) .


    Aber ich denke das hier , wird wie alles schon gehabt, auf ganz was anders raus laufen , warten wir den nächsten Post ab . Feuer frei

  • du kannst ja mal die Ergebnislisten der fn auswerten, wo überall Strafpunkte für verlassen der Kutsche vom Beifahrer aufgeführt werden.


    Und nein, ich kann es mir auch leisten keiner Arbeit nachgehen zu müssen ? ist ein schönes Leben. Und nein, von Beruf Tochter bin ich auch nicht.

  • Ich denk, ist doch logisch, dass der Fahrer bißle länger obenbleibt als der Beifahrer, weil die Leinen ja auch stabilisieren, bei unserem Unfall hab ich mit dem Rücken 2 hölzerne Lehnen durchgedrückt und bin ziemlich heftig mit dem Oberkörper/Reitkappengeschützem Kopf im Passagierraum angekommen, ohne Leine wäre das gewiß eine komplette Rolle geworden, so konnte ich mich trotz zusammenbrechenden Bocksitz wieder fürre ziehen und doch noch bißle was retten. Also Beifahrer hab ich in den letzten Jahrzehnten schon öfter mal verloren, aber selber runter vom Bock bin ich noch nie, einmal Töchting, aber die hat eh noch das Problem, dass sie noch auf die diversen Bocksitz wachsen muss, war Zweispänner Kegel scharfe Kurve und sie ist nicht runter von Kutsch, sondern im Fußraum gelandet, eher durch den Leinenzug +Maulwurfshügel+ Buggy. mfg kirsten

    äh, Kaspi wie deutlich soll Clea denn noch schreiben: steht doch "im Tuniersport" und akut dürfte Clea von uns hier die mit Abstand größte Tuniererfahrung haben bzw wer fährt hier noch alles M/S national?

    Edited once, last by Bennyblue ().