Fahren mit Airbagweste

  • Hallo,

    ich war bislang nur immer HML und habe nun, aufgrund eines aktuellen Vorkommnisses, die Frage ob hier Jemand mit Airbagweste fährt.


    Leider hatten mein Mann und ich am Wochenende einen Unfall mit Pferd und Wagen. Dabei wurde mein Mann vom Bock heruntergeschleudert und hat sich 9 Rippen gebrochen und die Lunge wurde verletzt.

    Da ich selber viele Jahre mit Airbagweste auf meinem Pferd unterwegs war, und ich im Falle eines Falles wirklich gute Erfahrung damit gemacht habe, würde es mich interessieren ob es Fahrer gibt, die eine Airbagweste nutzen. Und wenn ja welches Modell.

    Ich selber hatte jahrelang die von HitAir und bin mir sicher, sie hätte am Wochenende Einiges verhindern können....

  • Es gibt hier Fahrer welche mit Airbag unterwegs sind. Zu den Modellen kann ich allerdings nicht viel sagen. Für den Turniersport ist eigentlich nur wichtig bzw. vorgeschrieben, dass die Dinger der Norm CE EN 13158 (Niveau 3 / violette Etikette) entsprechen, d.h. ausreichend Rücken-, Seiten- und Unterleibsschutz sowie Hufschlagfest.


    renatus

  • Hallo Renatus,

    vielen Dank für Deine Rückmeldung.

    vielleicht meldet sich ja noch der eine oder andere Nutzer einer entsprechenden Weste.

    Wir sind reine Freizeitfahrer ohne jegliche Turnierambitionen.

    Spezielle Westen für Fahrer wird es bestimmt nicht geben. Sind mir bislang auch noch nicht unter gekommen. Mich würde nur interessieren mit welchen Modellen man so unterwegs ist und welche sich als praktikabel und welche als unpraktisch erwiesen haben.

  • Hallo Maga und willkommen, :-]


    gib doch mal in der Forumssuche "Sicherheitsweste" oder "Schutzweste" ein, da findest du bereits einige Beiträge. ;)


    Gruß

    Walter

    Der wahre Pferdemann ist derjenige, der seine Pferde entsprechend den jeweiligen Anforderungen richtig anspannt, fährt und einsetzt

    A. Nemitz

  • @RD26

    Herzlichen Dank. Habe sogleich die Suchfunktion bemüht. Leider nur Infos zu den "normalen" Schutzwesten gefunden. So eine hatte ich auch mal und als total unkomfortabel empfunden. Das ist nun auch schon ein paar Jahre her, so dass e hier sicherlich auch Verbesserungen gab.

    Allerdings interessiert mich nun eher die Erfahrung speziell mit Aibagwesten.

    Vielleicht hab ich ja Glück und es outet sich noch Jemand.

  • Gute Besserung erst mal für Deinen Mann. Meinen hat es am 6.7. erwischt...Knie, Schienbein und Knöchel 2x gebrochen.

    Er will wieder fahren, aber auch mit entsprechender Sicherheitsausrüstung von daher lese ich hier auch mal mit. An eine Airbagweste hatte ich noch gar nicht gedacht. Gute Idee. Ich hab eine "normale" zum Reiten, bin aber aus der rausgewachsen und will mir wegen meinem Jungspund auch ne neue Weste zulegen.

    Zum Fahren kenne ich auch nur die "normalen" Westen.

  • Illefons

    Danke richte ich aus.

    Ihn hat es richtig erwischt. Zu seiner Rippen- und Lungenverletzung sind jetzt noch ein gebrochenes Schulterblatt und die linke Hand gekommen. Inzwischen musste er auch noch an der Lunge operiert werden. Er liegt immer noch auf der Intensivstation.

    Einen Helm hatte er übrigens auf.

    Er will auch wieder fahren, bis dahin wird aber sicherlich noch einige Zeit vergehen....

  • Puuh, das ist ja noch schlimmer als bei uns. Ich drück die Daumen, dass die Heilung schnell verläuft und Dein Mann wieder fit wird. Weißt Du, was bei Euch die Ursache für den Unfall war?

    Helm hatte mein Mann auch auf...an dem Helm ist absolut nichts zu sehen, der war noch nicht mal dreckig...und mein Mann ist in die Wiese geschleudert worden und sah dementsprechend aus. Und sein Handy war in der Tasche am Kutschbock...wir haben eine Dreiviertelstunde gesucht, bis wir ihn gefunden hatten.

  • Gute Besserung erst mal für Deinen Mann. Meinen hat es am 6.7. erwischt...Knie, Schienbein und Knöchel 2x gebrochen.

    Er will wieder fahren, aber auch mit entsprechender Sicherheitsausrüstung von daher lese ich hier auch mal mit. An eine Airbagweste hatte ich noch gar nicht gedacht. Gute Idee. Ich hab eine "normale" zum Reiten, bin aber aus der rausgewachsen und will mir wegen meinem Jungspund auch ne neue Weste zulegen.

    Zum Fahren kenne ich auch nur die "normalen" Westen.

    Knie, Schienbein, Knöchel .... Da würde dann ja nur eine EishockeyspielerAusrüstung schützen.

  • Kaidan, da hast Du recht. Wir vermuten, dass mein Mann von der Kante des Schutzblechs getroffen wurde. Ist einfach sau dumm gelaufen. Der ganze Unfall passiert so vermutlich nur alle 100 Jahre 1 x.

  • Ja, Unfälle passieren.

    Unser Hobby Fahren/Reiten ist ja auch kein Spielkram...


    Ja, ich weiß was die Ursache war.

    Wir sind auf einem Feldweg unterwegs gewesen, vorher hatten wir noch Kontakt mit einem Oltimer-Traktor der uns mit Höllenalarm entgegen gekommen ist und das Pferd (übrigens ein Haflinger) hat nicht ansatzweise ein Problem damit gehabt.

    Kein 10 Minuten später sind wir auf ein am rechten Fahrbahnrand geparkten Auto drauf zu gekommen. Heckklappe war offen und eine Frau wollte ihren Hund rauslassen. Wollte aber noch damit warten bis wir vorbei waren. Sie hat also alles richtig gemacht und war sehr rücksichtsvoll. Obwohl ich in dem Hund keine Gefahr gesehen hätte. Wir haben selbst 3 Hunde und unsere Pferde kennen das.

    Irgendetwas an diesem Auto fand das Pferd gruselig und ist nach links ausgewichen. Leider war da ein Graben. Erst stand nur das Pferd im Graben und der Trainingswagen noch oben auf der Grabenkante. Da hat das Pferd aber leider eine riesen Satz aus dem Graben raus auf die andere Seite gemacht. Da hat es dann erst mich hinten vom Wagen gehauen und mein Mann hat dann 20 Meter später den Abflug gemacht.

    Pferd ist dann noch führerlos durch mehrere Gräben und mit Umweg über eine Bundesstraße (falsche Seite) nach Hause gelaufen.

    Dem Pferd ist im Übrigen nix passiert. Der Wagen ist offensichtlich ohne Beschädigungen. Wir werden ihn aber auf jeden Fall noch mal checken lassen bevor der wieder in Betrieb geht.


    Mein Mann ist seit vorgestern wieder zu Hause und wir werden jetzt sicherheitstechnisch aufrüsten. Aber bis er wieder auf dem Wagen sitzen wird, werden sicherlich noch mehrere Woche vergehen.

  • Keine Ahnung ob man da nachbohren darf , mich würde es interessieren : Warum fiel er von der kutsche ? Ich meine 20 Meter nach dem Graben da könnte das Gespann sich ja wieder gefangen haben ?

    Waren neue Probleme ? Durchgegangen ? Kutsche umgefallen ? Abrupte Wendung ? Schlagloch ?


    Du hast ja wahrscheinlich zugesehen ?


    Gute Besserung weiterhin !

  • Bei uns war es eine Ringelnatter auf dem Weg zwischen Fischteichen. Die kam vermutlich aufgrund der frischen Temperaturen am Morgen nicht schnell genug weg und entschloss sich, das Pony zu beißen. Elvis hat daraufhin einen Kickstart hingelegt und ne 90 Grad Wende hingelegt, bei welcher mein Mann aus der Gig geschleudert wurde. Gig war kurz umgekippt. Pony lief auf der richtigen Straßenseite nach Hause. Außer dem Biss ist dem Pony nix passiert. Die Stelle sieht man allerdings nach knapp vier Wochen immer noch.


    Straßengräben sind ne doofe Sache beim Kutschieren. Gute Besserung weiterhin an Deinen Mann!

  • Als Reiter ist man oft froh, wenn man sich in den Straßengraben retten kann.
    Bei Maga würde ich mal vermuten, dass die offen Heckklappe dem Pferd wie ein offenes Raubtiermaul erschien. Das Pferd scheint ja sonst recht gelassen zu sein, muss also wirklich ein Ungeheuer gesehen haben.
    Frage an die Profis: Hat man überhaupt eine Chance, einen Einspänner daran zu hindern, einen Haken zu schlagen?
    Mich hat neulich sogar mein Esel wegen eines knapp überholenden Motorrads auf den Acker geschafft. Zum Glück gab es keinen Graben.

  • ja, hat man


    wenn man mit nicht durchhängenden leinen fährt, die pitsch in der hand hat und jegliches zögern sofort unterbindet und das pferd im zweifel, wenn es unsicher wird, sofort nach vorne schickt

  • Klar darf nachgebohrt werden...;)


    Ich glaube hier kamen einige Faktoren zusammen.

    Das Pferd wurde vor einem Jahr vom Profi eingefahren, mein Mann hat natürlich Fahrabzeichen und auch eine gewisse Fahrpraxis, die allerdings schon ein paar Jahre zurück liegt. Daher hat er im Anschluss an die Fahrausbildung des Pferdes dort vor Ort auch einige Fahrstunden absolviert.

    Hier zu Hause ist auch die ersten Wochen eine Fahrtrainerin mitgefahren. Dabei hat es keine nennenswerten Probleme gegeben.


    Das Pferd ist aus dem Graben auf die andere Seite gesprungen und der Wagen wurde nicht gerade sanft auf die andere Grabenseite befördert. Das Pferd fand das auch nicht besonders entspannend und hat ordentlich Fahrt aufgenommen und gleichzeitig eine Wendung nach rechts gemacht. Mein Mann wird bei der unsanften Durchquerung den Halt verloren haben und die Fliehkräfte der Rechtwendung werden ihm den Rest gegeben haben.

    Ob er nun nach 10 oder 20 Metern abgeflogen ist? Keine Ahnung. 20 Meter war eine reine Schätzung von mir.

    Er hat die Situation wohl falsch eingeschätzt und dann reagiert vielleicht auch ein Mü zu spät. Ist eben so.

    Man kommt in eine Situation und reagiert. Und wenn einem dann doch eben ein wenig die Routine fehlt eben auch mal falsch. Ist so wie es ist. Hätte hätte Fahrradkette....X/

    Er stellt sich selbst die meisten Fragen macht sich selbst Vorwürfe. Wir sind am Ende froh, dass nix Schlimmeres passiert ist und das ich mir nicht auch noch die Knochen gebrochen hab geschweige denn noch Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind.


    Illefons

    Ringelnatter hat man ja auch nicht alle Tage...

    Gute Besserung auch für Deinen Mann!:-]

    Edited once, last by Maga ().