Mobiler Trainer / Einfahren am Hof

  • Hallo,

    wir möchten unser Pony gerne irgendwann einfahren lassen. Knackpunkt 1 ist bei mir aber leider aus bereits vorangegangen schlechten Erfahrungen: Ich will sie dafür nicht vom hof geben!
    Das hat uns damals schon das einreiten versaut und neben ner Menge Geld ein angsterfülltes Pony zurückgebracht was uns dann fast 1 Jahr gebraucht hat das ganze wieder rauszubekommen.


    Knackpunkt 2 ist das wir ausschliesslich einspännig fahren werden und selbst nur eine Gig haben - alle mit denen wir aber gesprochen haben sagten sie Fahren nur im 2-achser ein.


    Knackpunkt 3 ist: Ich will sie ohne Scheuklappen eingefahren haben - macht aber auch keiner derer mit denen ich geredet habe. Die halten diese wohl für zwingend notwenig.

    Gibt es denn auch sowas wie "mobile" Trainer? Die an den Hof kommen und hier mit dem Pony arbeiten?

    Ich hab hier schon ein paar der offiziellen "Fahrlehrer / Trainer" angeschrieben und mal nachgefragt. Der Tenor war: entweder du vertraust uns oder das wid nix. Wir kommen nicht an den Hof.

    Leider haben wir an unserem letzten Pensionsstall der auch "professionell" Pferde einfährt live gesehen wie das dann aussehen kann. Das Pferd geht bis heute nicht vor der Kutsche (kenne die Besitzerin) weil es Panik an. Wurde einfach angehängt und los gehts mit Steigen und Konsorten.

    Wenn man sowas gesehen hat und dann selbst schon schlechte Erfahrungen gemacht hat ist das natürlich leicht gesagt mit "vertrau uns". ;(

    Gibt es jemanden der sein Pferd auch am heimischen Stall hat ausbilden lassen und ein Trainer kam an den Hof?

    Danke euch.

  • Aus ähnliche Gründen hab ich bisher hier ~8 Pös selber und teilweis ohne 2. Hilfsperson eingefahren, unfallfrei übrigens. ich fahre im Grundsatz einachsig und Bremsenlos und ohne Klappen ein.....hier im Forum bin ich die Tante mit dem Flickengeschirr (Sieltec) und dem schlechten deutsch….meine Tochter fährt unsere Pös mittlerweile 1. Saison Tunier recht erfolgreich und ich arbeite grad an meinem 3. Fünfspänner.

    Wo lebst du? und von was für einem Pony schreiben wir da?

    [Blocked Image: https://up.picr.de/35957745yl.jpg][Blocked Image: https://up.picr.de/35355152va.jpg][Blocked Image: https://up.picr.de/34764578bu.jpg][Blocked Image: https://up.picr.de/34261598bd.jpg] Fünfer noch hier mit atypischer Leinenführung (jetzt normal, damals der 1. Fünfer hatte Gaumensegel vorn mitte und war dementsprechend langsam unterwegs, da paßte innere Leinenführung besser) mfg Kirsten

  • Ich habe das auch selbst gemacht. Aus den gleichen Gründen. Gerade die bekannteren Fahrlehrer müssen und wollen sich in den meisten Fällen den erhöhten Zeitaufwand nicht aufhalsen um in fremden Ställen zu unterrichten oder Pferde einzufahren.

    Wir haben uns viel Zeit gelassen. Unser Pony hat sich aber schnell und problemlos an Geschirr, Zugstränge die auch mal an den Hinterbeinen scheuern (natürlich nur zur Desensibilisierung), den zu ziehenden Reifen und auch an die Scheere des Sulkys gewöhnt. Ich hatte den Eindruck, dass es ihm richtig Spaß gemacht hat.

    Wir haben uns Schritt für Schriit voran gearbeitet. Es war aber immer klar: wenn wir an einem Punkt nicht weiter kommen muss ein Profi her.

    Da wir unser Pony auch nicht in fremde Hände geben wollten, habe ich im Internet gesucht und einen Hof gefunden die sich auf das Einfahren von Shettys spezialisiert haben. Zur Not würden wir dort mit Pony in den Urlaub fahren und zusammen mit den Leuten arbeiten. So würden wir auch was lernen und könnten das Gelernte auch zuhause weiter führen...

    Meine Fahrlehrerin würde allerdings auch zu uns kommen, allerdings ist das zeitlich recht schwer zu managen.


    Inzwischen geht unser Kleiner auf dem Platz und in der Halle brav und anständig vor Kutsche und Sulky. Scheuklappen fand er total blöde, deshalb geht er auch ohne. Draußen ist er oft recht schissrig. Da arbeiten wir jetzt dran indem wir ihn als Handpferd mit meinem sehr entspannten Großen mitnehmen. Da ist er DEUTLICH cooler.

  • Es gibt auch mobile Fahrtrainer. Ist aber glaube ich recht selten. Aber ohne eine Standort- Angabe kann dir keiner Vorschläge machen.

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • Hier im Kreis wäre das möglich - es gibt sowohl "offizielle Trainer", die zu Hause einfahren als auch andere Einfahrer, die solche Wünsche wie die Deinen erfüllen könnten. Um die nötigen Kontakte zu knüpfen - bist Du Mitglied in einem Verein? Ggfs. kann auch der FN-Kreisverband oder der VFD weiterhelfen oder Du schaust einmal, wer Ausfahrten organisiert. Die Fahrer untereinander kennen sich in der Regel recht gut und sind nett, wenn man um Hilfe bittet.


    Laß hören, wie Du weiterkommst.


    PS. Hast Du Dir denn Gedanken gemacht, wo das Einfahr-Zubehör wie Geschirr, Schleppe, Wagen, etc. herkommen soll? Die Frage ist nicht ganz trivial. Du brauchst passendes Material und hast vielleicht noch nicht die Erfahrung, um das Richtige auszuwählen. Ich schränke insofern ein - hier hättest Du eine Auswahl an Leuten, vorausgesetzt, alles ist vor Ort vorhanden.

  • Beim Einfahren ist leider das Problem: WENN es Schwierigkeiten gibt, dann kracht es so, dass das Thema Fahre hernach sich erledigt hat. es hängt aber viel vom konkreten Pferd ab. in meinem Umfeld wurden Shetties z.B. einfach eingespannt und es lief. Mit meinen Eseln habe ich auch nie viel Fehlerlesen gemacht. Aber viele Pferde haben spezielle Empfindlichkeiten.
    Mit dem Weggeben zum Einreiten habe ich ringsum auch nur Dramen gesehen und absolut tierschutzwidriges vorgehen. Meine Pferde habe ich alle ohne jede fremde Hilfe eingeritten. Ob es beim Einfahren anders ist.? DAS ist bei mir vor 30 Jahren mal gründlich schief gegangen.
    Der Schein und der Titel macht es jedenfalls nicht. Vielleicht gibt es in eurem Umfeld noch Bauern, die unterstützen würden.

  • Die Minishettys einer Freundin haben wir vor Jahren auch mit der Hilfe und Anleitung unseren damaligen Bauerns gemacht. Dessen Hobby waren seine Norweger die er selbst auch gefahren hat. Der hatte richtig Spaß an den Zwergen. Kaidans Idee finde ich also gar nicht so schlecht ...

  • Hallo,

    wir haben uns lange nicht mehr gemeldet, sorry dafür. Leider "knallte" es bei uns und das trotz Profi der bei uns vorbeikam und nun deshalb auch wieder Geschichte ist - und das Pony ungefähr 500 Jahre zurückgesetzt wurde ||

    Was ist geschehen? Auf einen Aufruf meldete sich ein Trainer der zu uns an den Hof kam. Er sah mir beim Arbeit zu. Grundsätzlich konnte das Pony schon ziemlich viel, hatte auch im Winter vor 2 Jahren uns schon mal auf dem Schlitten durch die Wälder gezogen mit viel Elan und Spaß bei der Sache.. da gibts auch Videos zu das eist einfach schön anzusehen wie entspannt und ruhig und gelassen sie da war.

    Er sah mir zu wie ich mit ihr arbeite aufgeschirrt mit der Doppellonge, am langen Zügel draussen etc. Kannte sie ja alles schon aus dem FF. Dann übernahm er.. fing irgendwann an Reifen erst neben dann hinter ihr herzuziehen alles kein problem. Hat zwar mal komisch gekuckt das POny aber war völlig in Ordnung.
    Dann lies er sie erst nen Ortscheid ziehen mit Ketten dran auch kein Problem und hat dann den REifen eingehängt.

    Was ich da gesehen hab da ist mir bis heute einfach nur schlecht. Just in dem moment als sie los zog und sie das Geräusch vom Reifen (das sie ja auch vorher schon hinter sich gehört hatte, deshalb versteh ichs nicht) ist sie durchgedreht! So richtig! In Panik ... ich weiß nicht wie viele Runden sie da völlig blind vor Angst gerast ist incl. Hinfallen etc, völlig verhedert in den Strängen ist sie auch gefallen und ich dachte entweder stirbt sie jetzt oder bricht sich was oder er! Zum Glück ist sie irgendwann "erstarrt" und ich bin hin und konnte sie dann ausspannen. Er hatte gebrüllt wie am Spieß und an den Leinen gezogen und das hatte das ganze natürlich nur noch schlimmer gemacht..

    Seither ging gar nichts mehr. Es hat mich jetzt 3 Monate gebraucht das sie das Geschirr wieder entspannt trägt und ruhig mit mir am langen Zügel hinter sich raus geht ins GElände, mehr geht nicht mehr. Ich kann die Stränge anhängen und mich selbst hinten etwas reinhängen lassen das ist okay.. auch kann ich an die Stränge Ketten hängen und sie damit longieren oder auch mal rausgehen aber mehr geht nicht.. Ortscheit dranhängen etc - vergiss es, da friert sie schon ein wenn sie das nur sieht..!

    KLar ist die Überlegung jetzt - lassen was bleiben! Aber was mach ich mit nem 7-jährigen Pony dann wenn die Kinder nun größentechnisch rausgewachsen sind? Wie fixt man das jetzt, ist das noch zu fixen oder soll sie den Rest des Lebens auf der Weide verbringen? Sie will ja arbeiten, ist ja auch gelehrig und eben so ein richtiger "Blüter"-Typ, die wenn nix tut wird se fad.

    Gibt es irgendwelche wirklich versierten Experten die wirklich erfahrung mit solch ja - nun ja leider total hysterischen - Ponys haben und das wieder hinbekommen, wenn ja wo und wen? Mir ist wichtig das ich mein pony lebend und unversert wieder zurückbekomme!




  • Also ich betreue im Winter hier im Nahumkreis Leut, funzt so, dass ich 1*/Woche einen tag hilfe bekomm beim Mehrspänner fahren und bei den Leuten 1*/Woche erschein um Hausaufgaben abzufragen und neue zu verteilen. Heut geht auch sehr viel über zunehmende Technik einfacher. mal grad Video schicken und als Reaktion darauf Training ändern war früher einfach umständlicher.

    Beim Schritt mit dem Ortscheid dranhängen hatte ich bisher noch nie ein Problem, kann aber einfach auch vielen kleine Gründen liegen, zb arbeite ich ohne "sicheren" platz/halle. meine Leut müssen jeden Trainingsschritt notieren, keine Veränderung bis der 10mal geklappt hat usw usf ich find jetzt auch das ziehen von lasten nicht besonders wichtig als Vorbereitung zum Einspännerfahren, mir sind völlig andere Sachen wichtig: schere stehen, drücken von lasten, Hinterradwendung, leineneinwirkung...natürlich je nach Kandidat (also die mit der lockeren hinterkiste) gehört auch viel viel arbeit mit Schleppe dazu. Solche Hysteriker fahre ich auch prinzipiell nur ohne Klappen ein, weil ich es wichtig find, dass die erstens genau sehen können was gemacht wird und zweitens beizeiten lernen zu dulden und für mich heißt ohne Klappen im 1. Fahrjahr einfach ein viel besseres Wahrnehmen Psyche Pferd und die Gefahr das hysterische Tier zu überlasten zu verringern.

    Ob und was und wie das mit dienem pö Sinn machen kann ist via netz Glaskugel, aber mein Weg wäre spontan erstmal Kilometer und Umwelt ins Pony zu bringen um den "hysterischen" Grundzustand zu mildern, dh ich würd das mal ein Vierteljahr neben/hinter Kutsch herlaufen lassen, dann mal beim Dreispänner außen beinehmen und gucken was die nervis sagen, parallel dazu natürlich immer weiter einspännig versuchen. hier würd ich (natürlich erst nachdem ich vor ort gecheckt hab was da mM nach los sein könnt) das ortscheidthema zuerst mal ruhen lassen und HG drücken ausbilden, Hinterhandwendung und sonstigen Bodenkram (Doppellonge mach ich fast gar nicht mangels halle/platz, mehr FvB) hier wär Schwerpunkt erklären der peitsche (also hinterhandwendung zb am halfter aber schritt für schritt abrufbar, seitliches "springen" über ein hindernisss (anheben und positionieren jedes einzelenen hufes auf Kommando), erst wenn ich da zufrieden wäre würd ich wieder anfange mit last an jedem zugstrang (kmweise draußen im gelände bevorzugt "schwere" last, so dass hysteriki mal mit einem bein über den zugstrang gerät, dann mal eine Last ohne ortscheid mit beiden zugsträngen gleichzeitig (von 20m leichte last ohne ortscheid wird keine pferdsbrust blutig). ist alles Glaskugel, muss man zuerst vor ort genau sehen um sein Vorgehen abzustimmen.

    Wir machen am 28.12. in 89613 einen tag für K-pony-leut Bodenarbeit/holzrücken usw wär vielleicht was für dich um eine Ahnung über deine weiter Vorgehensweise zubekommen? man kann übrigens auch feine Sachen am Langzügel/Doppellonge mit nichtreitbar anstellen....

  • Wie wäre es mit auslappen? Das heisst Geschirr mit Hintergeschirr drauf und soweit verzurren, dass nichts rutschen kann. Dann an dieses "Gestell" nach und nach immer mehr und immer längere und unangenehmere Dinge dran machen und je nach Gegebenheiten (Halle, Platz oder Ecke auf Weide) Pony an der Linge oder besser frei laufen lassen, bis es ganz ruhig die Situation akzeptiert. Anfangen mit kurzen Lappen über lange bis zuletzt Dinge die lang sind und Krach machen. Ansonsten viel Zeit lassen, wie oben schon gesagt.

  • Soweit ich das les ist Pony im Grundtyp "hysterisch" und wahrscheinlich noch lockere Hinterkiste bei....ich vermut mal stark, dass du zu flott vorgegangen bist, weil bei uns gleicher Grundtyp mehrere Jahre gebraucht hat bis der ins geschirr geschlafen wurd...das Tier lauft heut recht erfolgreich Tunier. ich müsst nachlesen wie oft ich das Viecherl ausgelappt hab aber ~2 Jahre hatte die das mind. auf dem Stundenplan stehen und am End hat es bei die Kombi gebracht: viele viele Kilometer mitlaufend seitlich am Ein/Zweispänner dran und gleichzeitg allein "Boden" unendlich (auslappen, bei Weg auf kopple Trupp Kinder mit Säcken gefüllt mit kette Konservendosen bei undundund), bei lockerer Hinterkiste sind Fernlenkauto (die Winzdinger zu 7,-€) sehr bildend.

    Mach dir doch als erstes mal einen Stundenplan für Viecherl: zb ich hab 6*/Woche Zeit mal nur 10 Minuten mal 1,5 stunden, und dann füllst die Zeit und lässt dich 1. Woche filmen bei den einzelnen Lektionen, mal 6 Wochen gleiches Programm und danach machst nächstes Video (also ich bin idr allein und aus der vor handygeneration bei mir funzt über Aufschiebe genaue und ich lass Kind/pot. BF zu beginn zu gucken un dnach der zeit wieder). Mir helfen Aufschriebe sehr und ich forder das von meinen leuten ebenfalls, weil das bringt Sicherheit und vermindert fehler! da steht dann nämlich, dass das Pony den Job reel erst 3mal gemacht hat und nicht wie vermutet bereits 6mal.

    ich kann dir ortscheidstory sehr nachfühlen und hab die schon mehrfach gehört und ich frag mich warum die mir noch nie passiert ist. Wahrscheinlich weil ich schisser die in dem fall bestimmt erst getrickst hätt also ohne ortscheid woanders dran gearbeitet. mein jetzt-Frischling ist maulig, also arbeiten wir zb an der verkehrsicherheitundundund aber das Gebiß und den kopf lass ich sozusagen in ruhe bis mein gefühl sagt, dass das jetzt besser klappt, zu einem braucht das pö zuerst ein stabileres nervenkostüm und zum anderen eine gewisse Abhärtung Maul sonst neigts zum spulen und sich in die brust beißen, was ich bei einem verfettetem Mini-KB absolut nicht brauchen kann. So ein Kappzaum kann auch gut zum tricksen genommen werden. Jedes Pö hat andere Sorgen, aber wenn man seinen Grips anstrengt finden sich idr auch Lösungen dazu.

  • Wie wäre e s das Pony mit einen routinierten Pferd zweispännig einzufahren ? Gibt ihm mehr Sicherheit. Natürlich vorausgesetzt dass die Lektionen bis zum Ortscheid alle zu 100% sicher sitzen. Und nur in einigermaßen sicheren Umgebung, genügend Helfern sowie stabilem und trotzdem schnell lösbarem Equipment (Sicherheitsverschlüsse etc.).

  • In dem Punkt bin ich etwas skeptisch bei Hysteriker, weil das nur bei einigermassen "hart" im Nehmen und relativ gesehen mitdenkend nach meiner Erfahrung her klappt. Wenn nämlich der Hysteriki sich wegen Y oder X mal grad wieder erschrickt (zb Pinguin ist ja da beliebt), dann hängt der zurück im Hintergeschirr oder noch besser auf seinem Ortscheid/Halsriemen (grad Frischling lieben es das Geschirr massiv nach vorn weggezogen zu bekommen), also Panik und Flucht nach vorn, wo das BB die Aktion bremst. Bei dem 0815 Tier passiert sowas 2-3mal und dann ruhe, also im Vorspringen dämpft das Tier in Erinnerung ans gelernte bereits kraft und Tempo, heißt aber auch das der Stresspegel Tier nicht zu hoch sein darf im Vorspringen. Nicht jedoch beim Hysteriker, der hat nämlich durchs Vorspringen nun Brustaua und haut brems rein und das Spiel wiederhohlt sich bzw steigert sich bis nicht mehr fahrbar. ich nehm solche Typen gern ohne Last vorn neben den sicheren Einspänner und hab damit mich ums Problem rumgetrickst bzw es entsteht gar nicht erst.

  • Ich würd mit dem Tier anfangen mit Holzrücken. Ist nicht dasselbe wie Fahren und so kann er wieder Vertrauen fassen. Dies aber wirklich mit einer erfahrenen Person resp. Unterricht.

  • Hallo,


    es kann vorkommen, dass ein Pferd, wenn man zu schnell neue Anforderungen stellt, nach außen hin recht "ruhig" wirkt, innerlich aber kurz vor der Panik ist. Ein kleiner Zusatzreiz oder auch nur eine längere Dauer führen dann zur Panikattake, bei der das Pferd völlig kopflos durchgeht.


    Die Erfahrung des Durchgehens ist für ein Pferd wohl traumatisch (panische Angst, Erfahrung der Hilflosigkeit - man versetze sich mal in das Pferd hinein - so anders als unsere Emotionen werden die des Pferdes nicht funktionieren).


    Ich würde daher raten, in ganz kleinen Schritten wieder positive Erfahrungen zu vermitteln. Gerne auch, indem man (erstmal) andere Sachen macht als Schleppen.

    Und: Die Last und/oder das Ortscheid beim Schleppen zum Einfahren nie fest verbinden! Hätte man Ortscheid und Last einfach mit einem durchgeschlauften Seil fest gehalten, wäre nichts passiert.


    Gruß Tina

    Edited once, last by greenorest ().

  • Problem ist nun, dass wir es mit einem Korrekturpony zu tun haben und die Anforderungen nicht einfach sind!


    Der "Ausbilder" hatte wohl kein Sicherheitsortsscheid an der Schleppe, was nun dein Tier ein richtiges Trauma gebracht hat.

    Ob dein Pony wirklich ein Fahrpferd werden kann, lässt sich aus der Ferne schlecht beurteilen.

    Es gibt Pferd, die nicht dazu geboren sind.... manchmal muss man das akzeptieren.

    Andere sind wiederum nur in Profihände zu "gebrauchen", da reichen kleine Fehler um dann in eine gefährliche Situation zu gelangen.


    Ein wichtiger Punkt ist die Zeit. Kleine Schritte mit dem Pony machen. Wieder vom Boden aus alles beginnen! Wieder in Richtung Schlepparbeit gehen.

    Einen Schlitten mit richtigen ziehen zu vergleichen, zeigt eigentlich nur, dass du nicht wirklich Ahnung hast von der ganzen Materie. Da hätte schon mega viel passieren können.

    Außerdem ist da keine Last auf der Brust.

    Schleppen ist, wenn es gerade ein Einspänner Pony werden soll, fast unerläßlich, da das Tier ziehen lernen muss und auch erst mal die Kondition aufbauen muss.


    Es ist natürlich nett wenn man ein 2 Pferd daneben hat. Aber das ist ja nicht immer der Fall. Gerade wenn man nur große Pferde zur Verfügung hat und dann ein K Pony daneben soll....


    Versuche jemanden zu finden, der dir mit einem guten Lehrpony zur Seite stehen kann! Der auch dementsprechend gutes Equipment hat und Zeit mitbringt. Dann habt ihr eine gute Chance es hinzubekommen.

    "Willst du vom Bock und sonst gut fahren, musst "Kühnheit" du mit "Können" paaren. Doch vor der Kühnheit "Können" wahren, wird manches Unheil dir ersparen!"

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