Pferd dreht um beim fahren vom Boden, was tun?

  • Hätte mal eine (hoffentlich nicht zu dämliche) Frage an die "älteren Hasen"...


    Momentan bereite ich mein Pony auf das Einfahren im Herbst vor (lasse ihn einfahren, aber die Vorarbeit mache ich selber).

    Derzeitiger Stand: an Blendklappen und restliche Ausrüstung gewöhnt, wir sind jetzt schon 4x im Gelände vom Boden aus gefahren. Das macht er eigentlich prima, nur gibts mit schöner Regelmässigkeit (genau 1x pro Ausflug X/) die Situation, das er blitzschnell umdreht und dann stehen bleibt. Sicherlich auch aus Unsicherheit, wenn irgendwas vermeintlich gruseliges auflauert, allerdings wird er dann nicht panisch und will davon rennen, sondern ich habe eher den Eindruck, er will sich zu mir umschauen und "muss" sich dazu umdrehen, weil er halt die Scheuklappen auf hat. Nach den ersten Überraschungsmomenten hab ich mir vorgenommen, das zu verhindern und ihn energisch vorwärts zu treiben, allerdings ist er soo fix, das ich immer zu spät reagiere :wacko:


    Daher meine Frage: soll ich übergangsweise ohne Blendklappen arbeiten, bis er mehr Sicherheit hat, oder muss er da halt durch und ich versuche ihn besser "zu lesen" und greife energisch durch beim nächsten Versuch? Hat jemand nen Tip für uns? Nochmal, er versucht NICHT wegzurennen, sondern will sich wohl nach mir umschauen oder ist evtl auch durch die mangelnde Sicht nach hinten verunsichert...

  • Daher meine Frage: soll ich übergangsweise ohne Blendklappen arbeiten, bis er mehr Sicherheit hat, ot...

    Sicherlich mal probieren.


    Generell ist es gut, in der Ausbildung sein Pferd MIT und OHNE Scheuklappen zu fahren.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Meiner hat das vor über 30 Jahren nicht beim Fahren vom Boden, sondern erst vor der Schleppe gemacht - ohne Scheuklappen. die Folgen waren für ihn so traumatisch, dass die Fahrpferdkarriere beendet war, bevor sie begann. Eine Reihe Fehler meinerseits bzw. fehlende Sicherheitsvorkehrungen hatten ihren Anteil.
    Also Scheuklappen weglassen muss auch nicht helfen. Probieren würde ich es dennoch.
    Wenn möglich würde ich einen Helfer vorn nebenher gehen lassen, vorläufig.
    Geht er denn an der Longe vorwärts, one stehenzubleiben oder sich zu dir zu drehen?
    Heute sind ja Monty-Roberts-Methoden beliebt: Frei scheuchen im Round Pen. Dabei ist sogar erwünscht, dass das Pferd abdreht und mit dem Kopf wie eine Kompassnadel dem Menschen folgt. Seht kontraproduktiv für ein künftiges Fahrpferd.
    Also wenn das nicht gefestigt ist, würde ich erst noch mal an der Longe unbedingtes Vorwärtsgehen im Schritt festigen

  • Hihi, hast du mal Zeiten gestoppt, ist mir immer sehr hilfreich gewesen bzw mach ich automatisch sobald X passiert, zb Flitz lief von Anfang an Top bei FvB, absolut perfekt um bei Minute 20 sich plötzlich und richtig endgültig komplett via 360° Drehung mit Speed einzuknäulen = längeres Ausknoten benötigt, dann ging wieder perfekt um nach weiteren 5 Minuten wieder peng zu machen. ich hab die leinen sofort runterauf ellbogenhöhe geführt (mach ich eh bei jedem Frischling bis dieser mind. 30 Minuten ohne X unterwegs ist). Pferde haben alle bestimmt Knackpunkt, genauso wie ein Schritt je nach Intelligenz/typ 3-5-10mal gemacht werden muss um endgültig akzeptiert zu werden, genauso haben viele Lektionen bestimmte Zeitabschnitte wo es kracht 3-7-12 und 20 Minuten sind bei mir so die Knackpunkte. 4mal ist nichts was plötzliche Drehungen wegen Psyche betrifft: flitz brauchte 3 Monate bei 2-3*/Woche wandern damit das anspannbar wurd. meiner rein persönlichen Meinung nach sind Scheuklappen zum Einfahren murks, ich will dass das Tier genau sieht+akzeptiert was los ist und sich die Sicherheit aus direkt aus meinem Gesicht hohlen kann. hier gibt es Scheuklappen erst nach dem ersten Fahrjahr für unsichere Typen. Scheuklappen im Einspänner sind Trick, wodurch ich deutlich früher und sicherer unterwegs bin, aaaaber genau deshalb ist die Gefahr das ich Viech überlaste vergrößert. lieber länger mit scheu, bauchklatsch, vereisen unterwegs sein als mit Klappen drüberwegfahren und dann halt eben diese plötzlichen 180° Drehungen kassieren. mfg kirsten

  • Lernt erstmal richtig Deutsch. Das ist ja grauenvoll was manche hier so von sich geben.Grammatisch wie Inhaltlich.Das Fachwissen noch dazu zum heulen.

  • Lernt erstmal richtig Deutsch. Das ist ja grauenvoll was manche hier so von sich geben.Grammatisch wie Inhaltlich.Das Fachwissen noch dazu zum heulen.

    Na ,echt, den Kommentar braucht es ja auch nicht .

    Was wunder das hier immer weniger schreiben .

    Du brauchst das ja nicht zu lesen.

    Kirsten hat vermutlich mehr Fahrpraxis mit " Spezialponys " als manch anderer hier .

  • Das hat mein Kleiner anfangs auch gemacht. Mit Scheuklappen ging er gar nicht vorwärts, deswegen haben wir die ziemlich schnell weg gelassen. Wir haben Stimmkommandos für rechts und links, das haben wir fleißig geübt und jetzt kann ich sofort mit Stimme korrigieren. Vorher hab ich mir ne lange Fahrpeitsche genommen und korrigiert. Zu Beginn war ich meist zu spät und er hatte sich schon gedreht, dann bin ich aber stehen geblieben und hab ihn Schritt für Schritt zurück in die richtige Position geschickt. Hier hat mir auch Kirstens Tipp sehr geholfen, mit dem Pony einzelne Schritte zum Abwenden zu üben. Mittlerweile zeige ich mit dem Finger in die Richtung und sage "Einen", dann geht er mit Hinterhand oder Vorhand (je nachdem wo ich hinzeige) einen einzigen Schritt rum.

    Bodenarbeit mache ich nach Honza Blaha, auch hier soll der Kopf des Ponys zum Menschen zeigen, Elvis kann aber sehr gut unterscheiden, was wir gerade machen. Das ist beim Kutschieren überhaupt kein Problem.

  • Wenn es einen Mal langweilig wird und man hat nichts weiter zu tun dann geht man auf Pferdekutscher.de und man kann sich wunderbar amüsieren.

  • Kutscher1: Sie sind einfach nur unverschämt....nur weil Sie langjährige Pferdeerfahrung haben, sind Sie nichts Besseres! Sie können hier gerne wieder gehen, Ihre Kommentare können Sie sich sparen. Auch die Arbeit und Ausbildung mit/von Pferden hat Fortschritte gemacht. Allerdings ist das leider bei manchen noch nicht angekommen.


    Admin, ich erwarte, dass Sie hier durchgreifen! Ansonsten wird es wieder so weit kommen, dass langjährige Forumsmitglieder gehen.

  • Man sieht es mit den vielen Unfällen,das sind alles nur möchte gern Fahrer.Schon die unnötigen und blödsinnigen Diskussionen hier, lassen einen die Haare zu Berge stehen.Es gibt einen einzigen hier der was von Fahren versteht das ist Herr A.N.aus Pähl(Kerschlach)inObb.

  • Warum muss man eigentlich, wenn man denn Können hat, gleichzeitig derart arrogant werden? Logisch im Alter wird man generell eher unsozial usw, aber muss man sich dann zwangsläufig grob im Ton vergreifen? Natürlich startet zb Clea auf den Deutschen Meisterschaften, weil man sie als Anfänger dazu eingeladen hat?



    Das tolle am Fahren ist ja, dass man nicht unbedingt ein Meister an den Leinen sein muss um es zu praktizieren. Logisch ist es hilfreich, aber die Befriedigung, wenn es Pferd zum erstenmal paar Kegel rein auf Stimme oder Pitsch gelaufen ist hat auch was.


    Bitte, welche Diskussion ist unnötig? Keine, weil es offensichtlich mind. 2 differierende Meinung dazu gibt.....


    Wenn man sich zuviel übers Netz ärgert, geht man halt mehr zum Pferdle, fertig.

    mfg Kirsten

  • OT:

    Sabine, das ist genau mein Gedanke!!! Wäre ja zu schön, wenn man hier einfach nur mal locker diskutieren könnte ;) Es lebe das anonyme Internet!


    Zurück zum Thema:
    Mein Zwerg hat das beim Fahren vom Boden auch gemacht. Habe es einfach irgnoriert, ihn direkt wieder gerade gestellt und bin weiter gegangen. Bei ihm war es einfach Unsicherheit, weil er mich nicht sehen konnte mit den Blendkappen. Habe ihn trotzdem weiter damit gearbeitet, heute neun Jahre später fahre ich hauptsachlich ohne Blendkappen, aber wenn sie drauf sind, stören sie ihn auch nicht. Das allerdings, weil ich hauptsächlich im Gelände unterwegs bin und der Meinung bin, Herr Pony soll ruhig alles um ihn herum sehen dürfen.

    Lass Deinem Pferdchen einfach Zeit, sich an die neue Arbeitsweise zu gewöhnen und versuche es ruhig auch mal ohne Kappen.

    Suns always shine :)

  • Sorry das ich erst jetzt antworte, war übers Wochenende weg und hatte kein Internet.


    Vielen Dank für Eure Tips :thumbup: über die Zeitdauer bis zum Umdrehen hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, es war jedenfalls immer eher am Anfang, einmal hat er eine Pferdebremse zum Anlass genommen, ansonsten für mich eigtl ohne erkennbaren Grund..


    Er war am Anfang sehr unsicher mit Blendklappen, wollte gar keinen Schritt laufen, hatte dann paarmal jemand vorne mitlaufen und er hat schnell gut mitgemacht. Vielleicht muss ich langsamer und in kleineren Schritten arbeiten, weil er sich eigtl richtig gut anbietet.

    Werde jetzt mal ohne Scheuklappen ins Gelände gehen, mal sehen ob es dann besser klappt. Und evtl. auf dem Platz parallel mit Klappen arbeiten, dort fühlt er sich offensichtlich sicherer und hat noch nie den Ansatz zum Umdrehen gezeigt.


    Solange er versucht umzudrehen, werde ich mich hüten was hinten dran zu hängen, hätte viel zuviel Angst in zu versauen, wie Kaidan auch schreibt.


    Kirsten, evtl kannst du noch ganz kurz bissl was schreiben zum Abwenden in einzelnen Schritten, das interessiert mich auch.


    Genau Gentille, das Gefühl hab ich auch, das er einfach noch unsicher ist, und sich evtl auch zu mir orientieren möchte. Arbeiten im Round Pen tu ich nicht mit ihm, aber er ist sehr fixiert auf mich. Ist übrigends ein Welsh A :)


    VG Kathrin

  • Ich hatte bei Flitz jemand mit extremer Platzangst und Schere war völliges No go, Scheuklappen natürlich ebenso. Die Dame hat fast 1 jahr beim putzen immer mit Klappen rumgestanden, bevor die damit den ersten Meter gelaufen ist, war knapp 2 jahre angespannt als wir beim fahren auf Klappe gewechselt haben, die ist absolut hysterischer Grundtyp und erschrak stark vor ihrem eigenem Schatten bzw ihren selbst aufgewirbelten Matschklumpen. Seitdem die mit Klappen unterwegs ist das hysterische stark reduziert. Gleichzeitig war mir bei der ganz wichtig, dass die jeden Schritt beim Einfahren zu akzeptieren hat, weil gegen deren Willen machste nix, Schmierseifli ist ihr Spitzname, die konnte/kann sich bei Bedarf selber ausspannen (und Sattelgurte/Schweifriemen durchkeilen) und da hockste dann dümmlich auf der Kutsch, während Pony dich anguckt (halfter hatten wir nach dem 1. Jahr was unausziehbares gefunden).

    Da Flitz so extrem war, hab ich versucht ihr die Sache mit der Hinterradwendung im Einachser vorher beizubringen indem ich in der Garage 2 Halbkreise mit kreide für Vorder- und Hinterbein gezeichnet hab (spann dich selber vor Kutsch und mal in den Dreck deine Fußspur bei engstmöglicher Wendung) und dann von hinten via Pitsch und leine versucht hab das tier auf diesen kreisen zu bewegen (zb Einachser mit Führstrick übern Rücken legen = null Risiko Unfall aber extrem bildend), zu beginn waren die leinen im halfter, so kann man auch sehr gut Peitschenangst korrigieren, und bewegt am End das Tier Schritt für Schritt sehr kontrolliert.

    mfg Kirsten

    Schöne Winteraufgabe ist auch: man "springe" ein Hindernis seitlich, also Pony mit pitsche da Schritt für Schritt seitlich drüberbekommen….ähnlich wie der 4.Huf bei "Fuß in Eimer" was für leut mit Geduld.

  • Danke Kirsten, das werd ich mal in Angriff nehmen, hab zwar grad keine Kutsche zur Verfügung, aber vom Boden aus lässt sich sowas ja auch üben :)

  • War gestern mal ne kurze Runde ohne Scheuklappen vom Boden aus fahrend draussen,

    das lief absolut nicht so wie ich es gern gehabt hätte :rolleyes:

    Pony war total guckig und spannig und wollte, als ich so unverschämt war, in einen "fremden" Weg einzubiegen (den wir schon 100mal gelaufen sind) gar nimmer weiter. Als ich dann dezent mit der Peitsche nachgeholfen habe ist er paar Schritte gelaufen, um sich dann - zack - wieder umzudrehen. Dabei hat er sich dann so aufgeregt, das er auch noch in den Graben neben der Strasse geplumpst ist :wacko:

    Hab uns dann sortiert und bin noch zweimal an der Stelle vorbei "gefahren", aber die erhoffte Verbesserung ohne Scheuklappe ist eindeutig ausgeblieben.

    Werd wohl erst mal bloss auf dem Platz weitermachen und auch ein bombensicheres "Steh" trainieren, in der Hoffnung ihn mit diesem Kommando von Umdrehversuchen in kritischen Situationen abzuhalten, damit ich Zeit gewinne und vorne an den Kopf komme... wenn sich das blöd Umdrehen weiter einschleift ist niemand geholften :(

    Hat jemand sonst noch nen Tip für uns?

  • Hoffentlich hast Du die Leine nicht durch die Leinenringe am Selett geführt.

    Besser ist es die Leine durch die Scherenträger laufen zu lassen .
    Die halten auch mal Gegenzug aus und Du hast durch die tiefere Leinenführung

    mehr Kontrolle über die Hinterhand .

    Da kann es sich nicht einfach mal umdrehen .

    Der Rest ist halt Üben und einfach mal stehen lassen dabei .

    Wenn Du es richtig in Ruhe machst und die Hinterhand unter Kontrolle hast ist es leichter.

    ich schreibe jetzt von Arbeit an der Hand ,ohne Kutsche dran.

    Kann es sein das Dein Pony nicht alleine vom Stall weg will ? Klebt ?


    Bei mir ist auch schon ein Pony in den Graben gelandet ,das ist auch bildend fürs Pony .

    Da waren Brombeeren drin ,das ist mir nie mehr zur Seite gesprungen .

  • Aaah danke für den guten Tipp :thumbup::thumbup: ich hatte die Leinen durch die Leinenringe am Selett geführt. Werde ich ändern :)


    Kleben würd ich eigtl ausschliessen, hatte noch kein Pferd, das so wenig an Artgenossen interessiert ist, aber er ist generell der guckige, hochblütige Typ. Beim "normalen" Spazieren gehen kommt er mittlerweile überall mit. Aber selbst wenn auf der Hausrunde ein Mensch auf der Leiter steht, der gestern noch nicht da war ist das erst Mal Anlass für ihn, grosse Augen zu machen =O:P


  • Hihi, hatte ich oben auch bereits geschrieben, Leinenringe geht bei FvB zu Ausbildungszwecken gar nicht, bzw mach ich ganz konkret zum üben vor Prüfung, aber im Alltag immer tief, diese kleinen Biester wissen einfach zu genau wie sie dem Mensch überlegen sind. Husch hatte es gezielt drauf angelegt die Leinenaugen zu schrotten, so besonders stabil sind diese Metallringe nämlich nicht. große Pferd sind langsam im kopf und langsam indem was sie ausführen, aber so ein Zwockel von 90 in Kombination mit großem mensch zb 180 cm hat alle Chancen auf Bockmist in Vollendung, weil ja hier die leinen sozusagen in den Leinenringen bereits relativ steil aufwärts knicken bei einem Wb mit 1,65 m Stm werden die Leinen idr immer li+re Kruppabwärtslaufen und so gewissermassen Pferd dezent rahmen. Ansonstne würd ich dir stark geduld empfehlen, du davon nur mehr als Pony und dann wird das. mir hilft Buchhaltung immer: genau aufschrieben was du wann wie mit Pferd gemacht hast und dann halt eben auch genau zusammenrechnen, ob wirklich 20 mal neulern gemacht wurd ohne irgendeine Verbesserung. man denkt immer es tut sich null und ganz plötzlich ist die Lektion so im Alltag eingebunden, dass die völlig normal ist.mfg kirsten