Gig mit Beifahrer?

  • Dann hilft dann nur ein Karrensattel, der extra für diese Zwecke gebaut wurde.

    Das stimmt! Nur weder hier im Forum noch bei mir in der Realität sehe ich jemand damit fahren.

  • Ich glaube auch nicht, daß es Karrensättel in Ponygröße gibt, die waren für schwere Kaltblüter gebaut. Da ging es um Kippkarren, die vielleicht 500 kg oder mehr geladen hatten und die nicht gut austariert werden konnten. Überhaupt nicht vergleichbar mit den hier diskutierten Problemen. Ich wundere mich immer, daß man andererseits anscheinend keine Probleme damit hat, sich als Reiter auf ein Pony zu setzen.

    Gruß FRITZ

  • Generell empfind ich Sieltec als sehr gute Alternative, wobei ja idr mit K-Pony eh schnell und mit dementsprechender Schwebe gefahren wird. Schwerlast fahr ich seit eh und je mit altem Voltigiergurt und Steigbügelriemen als Tragaugen, so also ohne diesen wahnsinnig wichtigen gleitenden Trageriemen, der bei Shetty sich eventuell mal grad 2 cm bewegt. Schwerlast führe ich eh und dies idr befestigter Untergrund. ich stell davon doch keine Bilder rein wozu? um mich von leuten zerreißen zu lassen die mal grad ihr 5er Abzeichen mit Großpferden gemacht haben? Karrensattel für Shetty hab ich bisher auch noch nicht gefunden....ich nehm dazu Billigkinderplastikmolle+normales selett oder halt eben Voltigurt drüber, fertig. beim Sulky (und auch Sulky cavaletti) hab ich egal wie falsch tariert maximalen kurzzeitigen Druck von 7 kg am Selett, eher aber permanent 5 kg da tut es lederselett ohne Druck zu geben, da man ja wie Affe auf Schleifstein eh nur 1-2 Stunden fährt....mfg Kirsten

  • ... die waren für schwere Kaltblüter gebaut. Da ging es um Kippkarren, die vielleicht 500 kg oder mehr geladen hatten und die nicht gut austariert werden konnten. Überhaupt nicht vergleichbar mit den hier diskutierten Problemen.


    Bei Kippkarren wurde nicht einmal der Versuch unternommen, sie auszutarieren, denn einer ihrer hauptsächlichen Bestimmungen war es, damit aufs Feld zu fahren und die zum Transport vorbereitete Feldfrucht nach und nach aufzuladen. Das führte dazu, daß die Tiere über längere Zeit mit der Last im Rücken gingen oder auch warteten. In der Regel waren die Karren aber mit Anzen-Stützvorrichtungen ausgestattet, die während längerer Wartezeit den Rücken Last abnahm. Allerdings wurden diese Karren meines Wissens nicht kutschiert, sondern zu Fuß begleitet.


    Was das Gewicht auf dem Selett anlangt, mag jeder seinen eigenen Vorstellungen folgen. Ich habe es immer als sehr angenehm empfunden, einen austarierten Wagen zu fahren - Pferd lief unbeschwert und Fahrerin bekam keine üblen Stöße ab. Die paar Stunden lohnen sich:-)

  • Ich glaube auch nicht, daß es Karrensättel in Ponygröße gibt, die waren für schwere Kaltblüter gebaut. Da ging es um Kippkarren, die vielleicht 500 kg oder mehr geladen hatten und die nicht gut austariert werden konnten. Überhaupt nicht vergleichbar mit den hier diskutierten Problemen. Ich wundere mich immer, daß man andererseits anscheinend keine Probleme damit hat, sich als Reiter auf ein Pony zu setzen.

    Gruß FRITZ

    Naja 1. kommt es beim Reiter auf das Gewicht drauf an, es gibt genügend Reiter die in meinen Augen auch nicht auf ein Grosspferd gehören. 2. wenn man schaut wie das Reitergewicht auf welcher Fläche verteilt wird, im Gegensatz zu einer Selette, gehört einfach nicht 10kg Gewicht auf eine Selette, vorallem wenn ich mir anschaue wie hart gewisse Selett Kissen sind.

    Aber doch, ich habe sehr wohl Mühe mit zu schweren Reitern und unpassenden Sätteln auf Pferden oder Ponys! Geauso tun mir Ponys leid, die mit billig Kutschen und unpassendem Material durch die Gegend zuckeln und auch noch das Gig oder der Sulky so dermassen nicht austariert ist, dass alles rumhoppelt, zwickt und auch noch voll in den Rücken drückt!

  • Und wenn man bedenkt wie schmal ein Selett ist, also wie wenig Auflagefläche es hat, je klarer dürfte sein, dass da möglichst kein Gewicht drauf gehört. Was nicht heisst, dass da nicht ein paar Gramm drauf sein dürfen. Mein Sulky schwebt auch nicht, kann ein Sulky auch nicht. Aber es sind keine Kilos!


    Na, wenn's bei Mikado nicht klappt mit der Schwebe, darf ich mich vielleicht auch outen.


    Hier ist ein neuer für uns gebauter Maier Sulky eingezogen. Und die Einstellung und das Tarieren machen mir noch Probleme.


    Davon abgesehen, daß es mich fast zur Verzweiflung gebracht hat, die Scheren symmetrisch aufzubiegen, so daß am Anspannpunkt etwa 50 cm Platz sind, schwingt das Sulky im Trab wie ein Schaukelstuhl horizontal. Das "Dotzen", also die Abwärtsbewegungen, ins Selett habe ich fast im Griff, aber ich wäre froh um Tips, wie ich das Ganze grundsätzlich noch verbessern könnte.


    Derzeit habe ich so wenig Gewicht auf den Anzen, daß sie manchmal hochzuschlagen versuchen, z. B. beim Anhalten.


    Das beste Fahrgefühl hatte ich komischerweise auf der frischen Grubberspur im Stoppelfeld.

    Pony trabte, Wagen lag, kein Schlagen, kein Schwanken - bestens. Straße - Schwanken, Pony möchte nicht recht und ich bin unsicher, was ich nun am besten tun soll. Die 50 cm sind doch etwas gut gemeint, es dürften ein paar weniger sein.

  • Zuerst würd ich gern wissen, was für ein Gefährt du da hast, also wirklich Sulky oder doch Gig? Ich hätt gern ein Foto mit dir drauf von der Seite und eins aus deiner Position, also der typische Arschblick des Kutschers. wenn dein Pony kleiner Stm 1,20m sei dann sind die 50 auf alle fälle reichlich, selbst mein Walzi ist bei 45 cm...aber mich würd auch die Art der Schere interessieren, Maier und aufbiegen? Normalerweise baut der doch nur diese modernen geteilten Dinger?

    ich vermute, dass dein Problem geigen ist und nicht die Tarierung an sich.

  • Hä? Du sprichst in Rätseln, Kirsten - geigen? Die Horizontalbewegungen?


    Also - Sulky ist wirklich Sulky und nicht Gig. Das berühmte Modell F016. Mit Fotos kann ich nicht dienen, weil ich niemand dafür abstellen kann. Tatsächlich werden wohl 45 cm ausreichen, ich muß dann halt das Ganze wieder neu versuchen einzustellen. Sulky ist auf Sondermaß gebaut - 80/5 cm "Bockhöhe" bestellt, aber noch nicht gemessen und 1,20 m Spur. Pony ist ca. 1,08 m.


    Es sind ganz normale, gebogene Anzen, die in die Stummel am Wagen eingesteckt und mit je zwei Schrauben fixiert werden. Um alles passend zu machen, muß man sie in der richtigen Weise aufstecken oder aber aus der Nullposition "aufbiegen", wodurch sich die Anspannhöhe verändert - die Anzen kommen umso höher, je weiter sie aufgebogen werden. War das verständlich?

  • Du meinst "drehen", denke ich doch. Biegen ist ein materialverformendes Verfahren. Das wirst du ja nicht machen?
    Nullposition wäre die Biegung außen und die Anzen komplett nach innen gedreht. Das ist die engste Position für den kleinstmöglichen Anzenabstand.
    Wenn du einen größeren Abstand brauchst, mußt du die Anzen nach oben drehen. Damit der Sulky die selbe waagerechte Position hält, müssen die Tragaugen dann höher - falls man nicht auch die Waage ändern möchte.
    Ich finde, der Anzenabstand muss stimmen, sonst zerrt es hier und spannt da. Danach richte ich alles andere aus und versuche evtl. nötigen Ausgleich für halbwegs Schweben mit der Tragaugenhöhe und der Sitzposition. Ein bisschen auf und ab sind im Sulky glaube ich unvermeidlich, es sei denn, man hat einen Passgänger davor.

  • Danke, kaidan!


    Ja, natürlich meine ich drehen und nicht biegen!

    Die Folgen der Drehung für Pferd, Anspannhöhe, etc. glaube ich zu verstehen:-; Das Problem bei mir liegt schlicht in der technischen Ausführung, ob man's glaubt oder nicht. Ich möchte, daß beide Anzen den gleichen Abstand zu einer gedachten Mittelachse haben. Dann wären sie automatisch in gleicher Höhe und das Pferd würde mittig laufen, sofern es gleichen Abstand zu beiden Anzen hätte. Soweit die Theorie - in der Praxis ist hier alles uneben, der Sulky selber hat auch kaum rechte Winkel - ich weiß nicht, ob ihr verstehen könnt, was ich meine. Augenmaß ist auch nicht ausreichend.


    Wahrscheinlich hilft nichts, als den Sulky selbst mithilfe der Wasserwaage waagerecht hinzustellen (Räder unterlegen), die Mittelachse zu markieren und dann den gewünschten Abstand herzustellen. Diesen ersten Schritt hatte ich bisher verschludert.


    Das Tarieren selber mit der Anpassung der Sitzposition, der Scherenlänge und der Länge der Tragaugen (Sieltec) ist bisher noch nie ein unlösbares Problem gewesen und auch jetzt bin ich schon fast da, wo ich hinwill.


    Aber dieses seitliche Schwingen ist ein neues Problem, die Anzen lenken wirklich deutlich aus - ich werde zuerst den Abstand der Anzen zueinander verringern (und natürlich neu tarieren). Ob das dem Problem abhilft?

  • Ähm, jetzt ists grad spät und mein deutsch ja auch nicht gut, aber wenn dein Problem darin liegt, dass du eine Anze exakt soviel ausdrehen wie die andere willst, dann versuch es mal so: zuerst Anzenlänge gewünschte bestimmen, dann genau in dieser Anspannlänge weißes tesa auf Anze und das Anzenendstück, Anzenvorderstück maximal bis waagerecht eindrehen, fixieren mit einer Schraube leicht, jetzt außen an den tesa mit Edding durchgehenden Strich malen, also sowohl Anzenvorderstück als auch Wagkastenstück. Und nun zb 2-3 mm Anzenvorderstück aufdrehen--->bringt beim maier grobes maß vorn doppelt soviel cm Zuwachs, also 4-6cm wird es nun vorn breiter.

    Im grundsatz müsste dein pony aber 40-45 haben/benötigen. (war bei meinem F016 exakt komplett eingedreht)

    Anspannhöhe mit Sieltec bei dem Stm variabel zwischen 80-90cm wählbar. Sitzposition um ~15 cm variabel bei 70 kg mittig bis knapp hintere bei 85 am Selett. Nichtelfen können beim F016 auch die federbeinposition um 5cm komplett weiter hintere schieben.

  • Vielen Dank für die Tips, Kirsten.

    Ich bin ein bischen in Eile und muß deshalb das Ganze später besser zu verstehen versuchen. Liegt nicht an Deinem Deutsch, sondern an meinem etwas verlangsamten Verständnis:-;

  • Ich glaube, Du machst dir unnötig einen Knoten ins Gehirn. Ich hab einfach den Sulky am hinteren, festen Teil der Anzen aufgebockt, vorn, wo die Tragaugen hin kommen, ein Brett über beide Anzen gelegt, Wasserwage drauf. Dann gedreht und dabei den Abstand immer kontrolliert. Die Mittelachse mußt du nicht markieren. Wenn der Abstand stimmt und das Brett in der Waage ist, ist auch alles mittig ausgerichtet. Voraussetzung ist ein ebener Stellplatz.
    Also zuerst Brett und Wasserwaage auf die festen Anzen-Stummel am Sulky. Notfalls ein Brett zum Ausgleich unter ein Rad.

    Es schlagen wirklich die Anzen seitlich aus? Oder hat dein Pony einen schwankenden Gang?
    Sonnst sollte eigentlich bei passendem Anzenabstand nichts auspendeln. Ich fahre allerdings mit einer Art Wickelgeschirr. Ich will aber noch probieren, ob große Tragaugen angenehmer sind. Aber mein Eselchen läuft auch mit dem Wickel mit dem Sulky viel flotter als vor Gig oder Kutsch

    Edited once, last by kaidan ().

  • Das hört sich nach Unbedingt-Ausprobieren an! Mit dem Knoten hast Du Recht - ist meine Art:-; Ich komme einfach nicht auf die praktikablen Lösungen.


    Und - nein, nicht die Anzen schlagen aus, der ganze Wagen ruckelt hin und her. Hab Pony heute am Zweiachser gehabt zur Erholung. Der Anzenabstand dort ist weit und ich konnte tatsächlich sehen, wie ihr Leib seitlich ausschwenkte. Bei langen Tragaugen hat das den Zweiachser nicht aus der Ruhe gebracht. Ich schaue mal wie es wird mit besserem Anzenabstand vor dem Sulky.


    Dein Eselchen läuft gut vor dem Sulky? Priima! Der Gig war auch schwer, nicht?

  • Ver der Gig läuft sie auch, aber im Sand bergauf wird es eng. Die ist ja auch eigentlich für den Rocker.

  • Ein passender Anzenabstand wird sicherlich schon Verbesserung bringen.

    Wenn aber zusätzlich dein Pferd im Trab schwankt, musst Du versuchen, das mit dem passenden Training zu kompensieren: Verbessserung der Tragkraft und Balance!

    Drossle das Tempo im Trab so weit runter, dass das Schwanken verschwindet und das Pony gut an die Anlehnung herantritt. Das kann zu Anfang fast ein Jog sein ;-)

    Aus diesem ruhigen Grundtempo kannst Du immer mal wieder ein paar Tritte zulegen und zurück führen, Leinen aus der Hand kauen lassen und wieder aufnehmen. Das Ganze gerne auf gebogenen Linien!

  • Danke für die handfesten Trainingstips.


    Wir sind - realistisch - in unserer ersten Fahrsaison. Pony war vorher in der Zucht und hat nach dem Einfahren nichts mehr getan und voriges Jahr bin ich zu nichts Gescheitem gekommen. Ich habe eine weiche und eigentlich dauernde Anlehnung ans Gebiß, worauf ich wirklich stolz bin. Das heißt aber nicht wirklich, daß ich sie genau steuern kann, manchmal funktioniert es wirklich nicht gut, da müssen wir eindeutig ran. Seit ein paar Tagen hat sie ihre Vorliebe für Stoppelfelder entdeckt und ich mußte wahrhaftig gestern fünf große Volten fahren, ehe ich sie sanft, aber bestimmt dort hatte, wo ich sie haben wollte. Ursache unklar. Liegt weder am Wagentyp, noch an der Entfernung zum Stall und auch nicht an mir - zumindest nicht, daß ich das wüßte. Sah fast so aus, als würde sie die bekannte Straße schrecken, weil sie auf dem viel schwereren Untergrund ganz brav lief.


    Laienhaft bilde ich mir auch ein, daß sie "über den Rücken läuft", d. h. ich beobachte eine verlängerte Oberlinie mit gesenktem Hals, aber kein "Verkriechen hinter der Leine". Höchster Punkt vom Pferd ist also nicht das Genick - wie das zu bewerten ist, weiß ich nicht. Zumindest aber hebt sie sich in der Regel nicht heraus und läuft mit durchgedrücktem Rücken und erhobenem Hals in der Gegend herum. Auf mich wirkt es eigentlich schon ziemlich harmonisch und ich bekomme auch solche Rückmeldungen.


    So ist der Stand der Dinge - ich werde jetzt also nach dem Einstellen des Anzenabstandes noch einmal genau das Schwanken beobachten und entsprechend Deiner Vorschläge versuchen vorzugehen. Bis jetzt hatte ich mich vermehrt der Straßen- und Geländetauglichkeit gewidmet, nun also der nächste Schritt.

  • Wenn die GIG kein Ortscheid hat(dasOrtscheidt gleicht die wechselnde Strangspannung aus), sollten die Anzen sehr eng stehen, sonst "geigt" die GIG.

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