Anspannen sehr schwerer Einachser

  • Angeregt von dem Thema "Deichsellänge", wo das Thema Anhängen einer schweren Deichsel diskutiert wird, bitte ich um Rat für das Anhängen eines schweren Einachsers.

    Es handelt sich um einen Kaltblutgig unbekannten Gewichts - wahrscheinlich jenseits der 250 kg, den ich zwar auf befestigter ebener Fläche ziehen kann, aber eben nur mit Mühe und sicher nur langsam.


    Das Zugtier, ein Kaltblut, das bisher meist an der Deichsel lief und die Einengung durch die Londen scheut, sieht meinem Treiben nicht ruhig zu und ich habe deshalb sehr Mühe mit dem alleinigen Anspannen. Bisher ist mir das nur pro forma geglückt - das Gewicht ruhte noch nicht in den Tragaugen. Gerade auch für die Phase, wo eine Anze bereits im Tragauge hängt und das Selett sehr belastet ist, könnte ich guten Rat brauchen.


    Welche Tips - außer der Arbeit mit dem Pferd, die ich parallel mit einem leicht hantierbaren Traberwagen geleistet habe - könntet ihr mir noch geben? Das Ding ist wirklich mörderisch schwer und ein Verkauf deshalb durchaus eine Option. Eine zweite Person ist nicht zuverlässig vorhanden - so hat es der Vorbesitzer gemacht.

  • Ich hatte Pferde, die Schwierigkeiten mit Anzen/Landen/Gabeldeichseln hatten, in einen Ständer gestellt und ihnen eine leichte, weite Gabel umgehängt (natürlich im Einspännergeschirr), die Gabel hinten am Querholz an der Decke aufgehängt, auch in verschiedenen Höhen, und sie so längere Zeit stehen lassen. Wenn sie einmal die Gabel akzeptiert hatten, habe ich die Gabel leicht hin- und herbewegt. Später auch mal stärker schwingen lassen. So habe ich bisher alle Pferde zum Einspännigfahren eingewöhnt.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Ich bedanke mich für diesen Tip, Herr Nemitz.

    Sobald ich die nötigen baulichen Voraussetzungen geschaffen habe, werde ich das versuchen - das scheint ein für Mensch und Tier erträgliches Vorgehen zu sein.

  • Ich hänge bei meiner GIG (ca.250kg) beim "fahren" zum Pferd (Hannoveraner) eine Betonplatte ca.15kg an der Rückseite ein. Nach dem einhängen in die Tragösen wird die Platte zur Seite gestellt, vor dem ausspannen wieder eingehängt

    mfg

    HA

  • Das ist ja raffiniert - darauf muß man erst einmal kommen!

    Ich muß schauen, wie und ob ich das hier brauchen kann. Jede Erleichterung beim Hantieren ist hochwillkommen. Danke, handorf !


    Ich hatte mich schon abgemüht mit allerlei Stützkonstruktionen, aber die erwiesen sich alle als nur bedingt praxistauglich. Ein Ausgleichsgewicht...

  • was ist das denn für ein tolles gefährt ?

    das du das auf dich nimmst?

    hast du ein foto?


    grüsse von einer überzeugten einachserfahrerin :love:

    und ich bin keine "karteileiche" ;-) nur manchmal länger beim shetty


    Mit Tieren kann man reden,sind ja keine Menschen (Adriano Celentano).

  • Das war wohl die ursprüngliche Idee des Erbauers. Es gibt sogar gummibezogene Stahlräder dafür.

    ABER: lt. Vorbesitzer wurde das Fahrzeug auf Turnieren nicht zugelassen. Ausser für Groom`s ist der Tritt für Lastentransport. Tarierung durch Verschieben des Aufbaus. Federungskomfort durch Mopedfederbeine angepasst.

    Antinicksystem mit Mountainbike Federn

  • Bei einem meiner Ponys sind mögliche Probleme durch die Enge einer Gabel zu befürchten, vor allem, wenn diese sich beim Laufen bewegt. In den tiefen des Internets bin ich per Zufall auf eine Amerikanerin gestossen, die ihre Ponys mit recht einfachen Gestellen dran gewöhnt. Travois oder Stangenschleife ist da das Stichwort, momentan habe ich die schwebende Minivariante. Später wird es in grösser nachgezogen werden und so dem Pony hoffentlich beibringen, dass da was ist, dass es davon berührt wird, dass es einen aber nicht umbringt und kein Grund für Panik ist. Für jetzt läuft es besser als erwartet, ich warte gespannt, ob noch etwas passieren wird.