An einem Spätsommertag in Bad Kötzting

  • Siebenspännig Langholzwagen


    Langholzwagen, siebenspännig, 7-spännig

    Bad Kötzting an eimem heißen Spätsommertag.

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Man darf halt nicht auf die Gebiße und deren Verschnallung schauen.



    Die Abbiegung ist geschafft ;-))

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • gedrehtes Knebelgebiss, wie Standard mäßig überall zu kaufen, wenn´s dann nicht richtig passt ist es nicht schön. Wobei bei mir immer die Frage bei diesen Anspannungen auftaucht, machen die das zur Show ( sieh her ich kann mehrspännig fahren, mit den entsprechenden Folgen) oder brauch ich die Zugkraft wirklich. Wir sind früher immer nur zweispännig gefahren, egal ob Holz oder Erntegut und es kam ganz selten mal vor, dass ein Vorspann ( meist nur zum anziehen) nötig war. Und die alten Kastenwagen und Gümmiwagen mit Kartoffeln oder Rüben auf losem Acker waren sicher nicht leicht zu ziehen.

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • . Wobei bei mir immer die Frage bei diesen Anspannungen auftaucht, machen die das zur Show ( sieh her ich kann mehrspännig fahren, mit den entsprechenden Folgen) oder brauch ich die Zugkraft wirklich.

    Natürlich ist da auch viel Show dabei. Gönnen wir's ihnen.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • natürlich gönn ich es Ihnen, zeigt es doch auch das vielfach Anspannung geht.

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • Wie nennt man das, Hecklenkung? Am Bug ist ja die Deichsel :-]


    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Bei uns in Oberbayern nennt man die "Hecklenkung" bei Langholzfuhrwerken das "Starzen". (Ob das vom Sterz = hinteres Ende, Schwanz kommt, weiß ich nicht). Der Mann, der das machte, meist mit dem umgedrehten Langwied als Hebel, den nannte man den "Starzer".


    Bevor bei den LKW-Langholzfuhrwerken die (hydraulische) Hinterachslenkung aufkam, saß der Starzer auf einem Schalensitz neben der Hinterachse und lenkte über ein Rad diese Hinterachse. Kein besonders gesunder Arbeitsplatz !


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Um "da hinten" was lenken zu können, müsste der Hinterwagen aber auch mit einem Drehschemel ausgestattet sein ... !?

    Dahingehend kann ich auf diesem Bild aber nichts erkennen ... ???

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen
    :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • Um "da hinten" was lenken zu können, müsste der Hinterwagen aber auch mit einem Drehschemel ausgestattet sein ... !?

    Dahingehend kann ich auf diesem Bild aber nichts erkennen ... ???

    Das ist richtig, bei einem wirklichen Langholzfuhrwerk ist auch auf dem hinteren Achsstock noch ein Reibholz mit Kipfen (=Rungen) angebracht, das dadurch drehbar ist. Nachdem das Photo doch wohl eher eine Schauvorführung, möglicherweise im Rahmen eines Festzuges, darstellt, sollte man vielleicht nicht zu hohe Ansprüche an die Authentizität des Fuhrwerks stellen.


    A. Nemitz

    A. Nemitz


  • Das Reibholz ist nicht Original, die Beschläge fehlen, es sieht aus als hätten sie es arretiert. Für den jährlichen Umzug eingespannt, dabei nicht schwer beladen, mag es irgendwie gehen. Im Beitrag 6 kann man es von der anderen Seiten sehen.

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Na ja: Es ist ein Festzug, man will auch zeigen, was man hat.


    Eher als kritikwürdig sehe ich, dass die Vorderpferde (noch halb in der Wendung) voll im Zug sind, während die Stangenstränge lose herumbaumeln. Da hat einer seine Vorderpferde nicht aus dem Zug genommen, wohl schlicht, deswegen, weil sein "Fahrsystem" das gar nicht möglich macht.


    A. Nemitz

    A. Nemitz