Bayerns Agrarministerin

  • Bisher war man solche Bilder in Bayern von Seehofer und anderen Protagonisten gewohnt.


    In dem Fall ist es das Bild unter der Überschrift, das mit dem darunterstehenden Punkt, den Eindruck hinterläßt, Bayerns Agrarministerin kenne denn Unterschied zwischen Pferde und Landwirten nicht. Jedenfalls wenn man auf das Bild blickend liest, die CSU Agrarministerin „stellt sich vor die Landwirte“.


    Wenn sie sich wirklich vor die Landwirte stellen würde, müßte sie sich dafür einsetzen, daß die Landwirtschaft generell auf biologisch umgestellt wird. Anders geht ernsthafter Artenschutz nicht. Bienen und Bauern können nur zusammen gerettet werden. Hat die Ministerin schon die Frage beantwortet, ob sie den Unterschied zwischen Industrie und Landwirtschaft kennt?

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Weder bayrische, noch bundesdeutsche Agrarministerinnen besitzen diesen Job wegen irgendwelcher Nachweise von Sachkompetenzen.

    Der parteilichen Funktionärin ist, wie auch ihrem männlichen Gspusi, keinerlei verwegene Vorspiegelung von Sachverstand zuwider.......

    reitwax

  • Sachkompetenz mag ja noch vorhanden sein; die politische Ausrichtung jedoch folgt der Agrarindustrie, dort liegt der Einfluß und die Garantie, demnächst wieder Landwirtschaftsministerin zu werden (oder in einen entsprechenden Aufsichtsrat der Chemie- oder Landmaschinenindusrie zu wechseln).


    Im Verkerhsministerium ist es ja nicht anders. Sachlich wüßte man ja, was zu machen ist, um die Gesundheit der Bürger zu verbessern: doch es mag sich keiner mit der Autoindustrie anlegen, auch wenn dort nachweislich große Betrügereien geschehen sind, oder gar den Bürger, sobald er Autofahrer ist ("frei Fahrt für freie Bürger") einzuzschränken.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Das „Volksbegehren Artenvielfalt - Rettet die Bienen“ hat genug Unterschriften. Weitere Unterschriften werden bis zum 13. Feber gesammelt.

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Es ist dem konventionellen Bayrischen Bauernverband zunächst gelungen, auch die Bio-Bauern als "Geschädigte" durch das Volkbegehren hinzustellen. Nun machen die deutlich, dass dem nicht so ist. Das war gut so.


    Söder beeiltsich schon, schnell einen "Runden Tisch" einzuberufen, um dannw ohl zu versuchen, die Inhalte und Forderungen des erfolgreichen Volksbegehrens zu verwässern.


    Mal sehen, was da heraus kommt.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Eine „Entrettung“ der Bienen, wobei die Bienen hier als Synonym für Artenvielfalt stehen, durch Ministerpräsident Söders streben ist naheliegend. Wenn man beobachtet wie der Ministerpräsident mit Menschen umgeht, beziehungsweise umgehen läßt, — er selber hat freilich eine schneeweiße Weste —, kann man es sich nur schwer vorstellen, daß er es bei der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen anders hält.

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Gestern endete die Eintragungsmöglichkeit für das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“. Das Quorum war schon am Anfang der Woche erreicht. Wie geht es weiter. Wenn der Landtag den Gesetzesentwurf annimmt, wird es zum Gesetz. Wenn die mehrheit des Landtags gegen den Gesetzesentwurf ist, kommt es binnen drei Monaten zu einem Volksentscheid, da haben alle Wahlberechtigten Möglichkeit darüber abzustimmen. Allerdings kann dann der Landtag für den Volksentscheid einen alternativen Gesetzesentwurf vorlegen.


    So wie es momentan aussieht, wird es zu einem Volksentscheid kommen. Denn es ist bei den Mehrheitsverhältnissen im Landtag unwahrscheinlich, daß das Volksbegehren eins zu eins angenommen wird. Was nichts Negatives ist, denn es ist von Anfang an notwendig verbesserungswürdig. Ministerpräsident Söder hat bereits ein Runden Tisch angekündigt, damit greift er dem Landtag vor. Zu befürchten bei den Mehrheitsverhältnissen ist, daß es bei der Umsetzung des Gesetzesentwurfes zu einer nicht mehr erkennbaren Verstümmelungen der eigentlichen Ziele des Volksbegehrens „der Artenvielfalt“ kommt. So daß, dann beim Volksentscheid nur zwischen Pest und Cholera gewählt werden kann.


    Ein konstruktiver Umgang ist möglich. Indem darauf hingearbeitet wird, daß die Landwirtschaft generell auf ökologisch umgestellt wird, die Lichtverschmutzung verringert wird, usw. Das Land Bayern den Auftrag erhält im Bund und dieser in der EU darauf hinzuwirken.
    Daß eine solche Landwirtschaft funktioniert steht außer Frage, Ökoverbände wie Bioland, Naturland, Demeter und wie sie alle heißen, gehen seit Jahren mit Beispiel voran. Man darf nicht vergessen, Bienen und Bauern können nur zusammen gerettet werden.

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Man darf nicht vergessen, Bienen und Bauern können nur zusammen gerettet werden.

    "Das" hat in der Bauernschaft aber noch längst nicht jeder begriffen, wie ich gestern bei einem Gespräch zwischen einem Vollerwerbs-Milchviehbauern und einem ..., na, ich sage mal: "möchtegern-kleinlandbewirtschaftendem" erkennen konnte.


    In der Gemarkung eines Nachbarortes wird von Seiten der Jägerschaft bzw. ganz besonders vom Jagdpächter, der übrigens im vergangenen Jahr den Kreis-Umweltschutzpreis verliehen bekommen hat, so einiges in Sachen Blühpflanzen, Blühstreifen usw. in die Wege gebracht. Da werden z.B. noch vorhandene !, aber nicht (viel) gebrauchte Graswege mit derzeit Monotonem Pflanzenbewuchs Gefräst bzw. umgebrochen und mit einer speziell ausgearbeiteten (Saten Zeller) Pflanzenmischung (Kräuter, Blühpflanzen u.a.) eingesät, die übers Jahr hin Nahrung und Deckung für viele Arten, von Insekten über Vögel bis hin zu Kleinsäugetieren bieten sollen. Und weil dieser "Möchtegern..." nun diesen Grasweg nicht mehr ganzjährig uneingeschränkt befahren kann, muß er sich künstlich aufregen und diese Maßnahmen, welche bei ihm weitgehend auf Unverständnis stoßen in Frage stellen ...

    Es wäre sicher interessant gewesen, diesen, und solch ähnliche Leute mal zu befragen, was "sie" denn so zum Artenschutz und zum Artenerhalt, zur Artenvielfalt beitragen ?

    Bulldogfahren und ein bisschen auf einer Wiese rummachen wird dahingehend vielleicht nicht gar so viel bringen ... ?


    Und da gibt es noch viele, viele-, die nur ihre "Hektar" sehen, nur ihren Ertrag (klar, davon Existieren sie ja schließlich). Aber nicht das "ganze" als System erkennen (wollen oder können).

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • Die Sudetendeutsche Zeitung berichtet wieder über das Volksbegehren Artenvielfalt, interessant in dieser Berichterstattung ist, zu erfahren in welchen Regionen besonders viel unterschrieben haben.


    Ob der Bayerische Ministerpräsident meint aus „Stuttgart 21“ gelernt zu haben, weil er, für die Moderation des geplanten Runden Tischs, den altgedienten 79.-jährigen Alois Glück (CSU) bestellt? Bei Stuttgart 21 war es der 80.-jährige Heiner Geißler. Nichts gegen Alois Glück, aber als Moderator stellt man sich doch eine neutrale Person vor, die Glück allein aufgrund seiner Parteizugehörigkeit nicht sein kann.

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • FritzS:


    Glücklicherweise nein; ich bin auch zuerst auf diesen neuen Namen vom admin hereingefallen. Unter dem Titel "Sudetendeutsche Zeitung", so es diese überhaupt gibt, wäre der Bericht/Kommentar wohl anders ausgefallen.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Das kommt davon, wenn man der Autovervollständigung der Schreibanwendung vertraut.

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Ich verstehe nicht weshalb hier so wenig mitdiskutieren. Das Thema Artenvielfalt beschränkt sich nicht auf Landesgrenzen. Der südliche Nachbar Bayerns, Österreich, hat rund 25% der landwirtschaftlich genutzten Flächen bereits in biologischer Bewirtschaftung.


    Ob die IG-Zugpferde, an Söders Runden Tisch die Arbeit der Pferde in der Landschaftspflege promotet?

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Jetzt, nach dem erfolgreichen Volksbegehren, liegt es zunächst am Bayrischen Landtag, hier aktiv zu werden. Sollte da nichts passieren, kommt der Volksentscheid.


    Ich plädiere dafür, erstmal für etwas Gelassenheit. natürlich auch Wachsamkeit, damit hier nicht durch "Runde Tische" etwas durch das erfolgeiche Volksbegehen Erreichte verwässert wird .


    Die bundesdeutsche Umweltministerin, Frau Schulz, ist ja schon aktiv geworden. Das ist doch durchaus ein Erfolg.


    Und die Strategie des konventionellen Bayrischen Bauernverbandes, auch die Ökobauern in deren Boot zu holen, ist ja krachend gescheitert, wie auch das Video dokumentiert.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Das ist doch die Tante, die immunokastriertes Schweinefleisch als Hormonfleisch titulierte??? Echt peinlich, sowas als Minister zu haben.

    yep, dafür propagiert Frau Minister das Isoflo, die Berufsgenossenschaft wird sich freuen; das ist so leberschädlich, daß es von uns nur im geschlossenen System benutzt werden darf - die wollen die Landwirte ernsthaft zum Aussterben bringen

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    "Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt."

    Jehuda Bacon, *1929, Auschwitz-Überlebender

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