Wie man früher Gülle aufs Feld brachte

  • Heutzutage würde man sie direkt in dem Boden einbringen-



    Hinweis vom Drehteam: We received permission to fly and video. As you can see, the Amish children were working very hard and having fun, too!

    :) Fahren ja: aber mit Verstand :)

  • Heutzutage hätte man sofort diverse Anzeigen hängen, wenn man es wagen würde sich mit einem derart dreckigen Faßwagen blicken zu lassen!!! bei uns wird die Gülle mittlerweile ausschließlich in Molkereifahrzeugen oder Dieseltankfaßwagen, Schrotwägen oder ähnlichem transportiert, halt eben alles wo der normale Bürger und Polizist nicht die Ladung ahnt und insofern "normal" kontrolliert und nicht extra scharf....

  • auf Privatgrund dürfte relativ egal sein, wie der Güllewagen aussieht, noch dazu das vermutlich nicht das erste Fass an dem Tag war


    schön zu sehen, daß auch Amische Technologie einen großen Familienbetrieb ermöglicht

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)

  • Ein Beispiel, dass manche Amishen-Gemeinden eben doch zumindest stationäre Traktoren (hier als Pumpe an der Güllegrube) benutzen dürfen.


    A. Nemitz

    Diese hier sind bestimmt nicht so fundamentalistisch, die Amish gibt es ja "von bis", soweit ich weiß... (der Hof scheint nicht ganz so unmodern zu sein)

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Hallo


    Die Religion ist ja das eine, aber für Pferdearbeit interesierte zeigen die Armisch was mit Pferden möglich ist.

    Sie enwikeln die Pferdegeräte weiter und auch Sozial haben sie einiges zu biten.


    LG Manuel

    Zitat Ralf Zauner: " Kannst Du schon mit Pferden arbeiten?



    Oder musst Du noch Traktor fahren?"

    (11.09.1965-22.10.2015)


    Unsere HP : ....kochertaler-fuhrhalterei.de


  • Ich kenne die Amish ja nur aus zweiter und dritter Hand, also Berichte im Film oder was es zu lesen gibt, also darf ich dazu eigehtlich nichts sagen.

    Ich kenne allerdings einige Mennoniten, die hier in der Gegend reichlich vertreten sind...

    Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

  • Hallo,

    die Überschrift ist ein bisschen verwirrend. Früher gab es bei uns keine Gülle, sondern nur Jauche oder Mist.

    Das Video zeigt ja wie es heute bei den Amishen ist, und nicht wie es früher war.

    Ein schönes Video, und wie jeverson sagt gibt es ja unterschiedliche Formen bei den Amishen, und immer abhängig davon

    wie offen oder liberal der Bishop ist.

    Ich war mal 2 Wochen in Pensylvania und werde diese Zeit bei den Amish nie vergessen.


    Grüße Götz

    Jeder Bayer braucht en Shire.....Und mancher Hesse auch!!!

  • Wäre es ein viel grösserer Kraftbedarf, wenn die Pferde an einer Verschlauchung ‚angehängt‘ wären? Also wenn sie einen Schlauch übers Feld ziehen müssten und nur einen Prallteller direkt hinter ihnen. Der Traktor pumpt ja eh schon.

  • Früher gab es bei uns keine Gülle, sondern nur Jauche oder Mist.

    Das kommt auch immer ein bisschen darauf an, wie man "früher" definiert, meint, auslegt ... ???


    Ich habe da eine kleine Schrift, einen Düngungsratgeber für Landwirtschaft und Gartenbau in der 5.ten Auflage von 1957.

    Darin heißt es zum Thema Jauche und Gülle, welches thematisch in Jauche + Gülle getrennt ist wie folgt:


    Allgemein: Die Sachgemäße Aufbewahrung und Anwendung der im Betrieb anfallenden Jauche und Gülle ist notwendig, um Nährstoffverluste weitgehend zu vermeiden.

    Solche allgemeinen Grundsätze lassen sich aber auch schon in der landwirtschaftlichen Fachliteratur des 19. Jahrhunderts wieder finden.


    Die Gülle

    wird in den Grünlandbetrieben Süddeutschlands gern verwendet.

    Sie besteht aus den flüssigen und festen Ausscheidungen der Tiere sowie dem Einstreumaterial (kurzes Stroh, Laub, Torfmull, Sägemehl usw.).

    Vor der Verwendung setzt man Wasser zu, z.B. bei der Dünngülle auf ein Teil Jauche und Kot 10 bis 20 Teile Wasser, oder bei der Dickgülle 2 bis 3 Teile Wasser. .....

    Die Gülle wird am besten durch Rohrleitungen ausgebracht und durch ein besonderes Strahlrohr verteilt (Gülleregner, Güllewerfer).

    .....

    Diese Technik, welche ja auch im gezeigten Film eine gewisse Rolle spielt (Rohrleitung / Verschlauchung als Transportmittel zur Ausbringungsstelle) kenne ich so als Beispiel nur aus der Almwirtschaft aus Südtirol, wo von der Güllegrube am Stall mittels Pumpe - Verschlauchung - Gülleregner die angefallene Gülle auf das umliegende Weidegrünland (einige hundert Meter im Umkreis ...) ausgebracht wurde.


    Über das Wort Gülle, seine Herkunft usw.habe ich jetzt nichts näheres gefunden, aber es könnte durchaus sein, daß dessen Herkunft auf den südlicheren Raum (Süddeutschland, Österreich, Schweiz, .....) zurückzuführen sein könnte ... ?


    Heute wird wohl kein Landwirt auf die Idee kommen, diesem Dünger Wasser beizumischen ...

    "Früher" war dies wohl nötig, um die Flieseigenschaft dieser breiigen Masse zu verbessern und um deren Ausbringung "ohne" -> Traktor - Zapfwelle - Druckpumpe überhaupt möglich zu machen.


    Gülle ist ein natürlich anfallender Wirtschaftsdünger, der hauptsächlich aus Urin und Kot landwirtschaftlicher Nutztiere besteht. Je nach Beigabe von Einstreu und Wasser spricht man von Dick- oder Dünngülle


    In den alemannischen Gebieten des deutschen Sprachraums (Südwestdeutschland, Schweiz) wird Gülle auch als Synonym für Jauche verwendet. Fachsprachlich bezeichnet Jauche jedoch einen Wirtschaftsdünger, der hauptsächlich aus flüssigen Exkrementen besteht.

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen
    :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • von der Güllegrube am Stall mittels Pumpe - Verschlauchung - Gülleregner die angefallene Gülle auf das umliegende Weidegrünland (einige hundert Meter im Umkreis ...) ausgebracht wurde.

    Und hier der passende Film dazu : > Gülle - oder hier vielleicht doch eher mehr Jauche ... ab etwa 13min.15sec. ...

    Aber auch der ganze Film ist ein Zeitdokument, wie sich die Menschen mancher Orts abgeschuftet haben, um dem Erdboden das tägliche (über)Leben abzuringen ...



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    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


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