Vidos aus dem Netz

  • Hier mal ein video vom Holzrücken




    LG Manuel

    Zitat Ralf Zauner: " Kannst Du schon mit Pferden arbeiten?



    Oder musst Du noch Traktor fahren?"

    (11.09.1965-22.10.2015)


    Unsere HP : ....kochertaler-fuhrhalterei.de


  • Hallo Doktor Big,

    dieser Holzrücker ist ein Profi:thumbsup:

    Allerdings mit dem Pferd eine steile Steigung hochrücken, ist eine Schinderei.

    Ich habe das vor ca 25 Jahren in Bayern auch mal gemacht.

    Wurde damals vom Forstamt gefördert,

    wenn ich für einen Holzrücker vorgeliefert habe,

    bekam dieser für den Pferdeeinsatz einen Zuschlag je Fm.

    Ich wurde vom Holzrücker nach Stunden bezahlt.

    Allerdings nur Bergab.

    Sonntag den 11.11. war ich Nähe Lohr(Bayern) auf vom Staatsforst durchgeführten Waldtag

    Hier war auch ein Holzrücker der hatte 4 Kaltblutpferde,

    dieser hat mit einem Pferd Buchenholz vorgeliefert,

    ein Förster hat dann den Zuschauern dazu erklärt.

    Ich habe währenddessen mit dem Pferderücker gesprochen,

    dieser hatte zuletzt 2017 mit den Pferden Holz gerückt,

    2018 hat er nur mit Forstschleppern gerückt.

    Der Förster gab dann auch zu das der Staatsforst Pferde nicht mehr unterstützt.

  • ein gut eingespieltes Team, welches gut harmoniert. Was mich wundert, er spricht von einem dreijährigen Hengst. Dies halte ich für die schwere Arbeit im Wald für zu jung, wenn er voll arbeiten soll. Meiner hat mit 5 Jahren erst noch einen großen Entwicklungsschub gemacht.

    christophB . Auch hier hatte ein Waldbesitzer zeitweise mit Pferden rücken lassen, leider gibt's das nicht mehr , weil die Kosten immer mehr eine Rolle spielen

    :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen


    HeiBo

  • Es ist zwar "nur ein Video" - und man sollte da nicht immer mehr hineininterpretieren wollen, als Tatsache ist.

    Aber für ein "angeblich" erst dreijähriges Pferd, ob nun Hengst oder sonst was ... absolut ruhig, weitgehend routiniert und vor allem: er bleibt "unangebunden" - mehrere Meter weit von seinem Fuhrmann entfernt ruhig stehen als ginge ihn das sonstige geschehen alles gar nichts an ...

    So sollte das sein. Das macht schon mal allen Beteiligten das Leben einfacher ...

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • ich finde den Mensch sehr sympathisch.

    Bei ein paar Sachen habe ich jedoch die Luft angehalten. Da hätte ich ein anderes Sicherheitsempfinden.

    Die Vorbereitung des Pferdes muss sehr gut gewesen sein.

  • Zwar soll man , aber mann muss ja nicht gleicher Meinung wie die Gelehrten hier sein .


    Sowas ist Kinderarbeit , ganz einfach . Wenn ein Pferd mit 3 Jahren schon so eine Routine an den Tag legt , dann kann man sich ausmalen wann mit dem angefangen wurde . Aber gerade bei den Kalten ist ja das Anfahren mit 2 Jahren eher die Regel als die Ausnahme .

    Ist ja auch ok wenn er dreijährig anfängt , hat er aber nicht denn dann wäre er nicht so sicher und so schwer muss ein Pferd sicher auch nicht arbeiten müssen , dass es in diesem Alter vor Lasten gestellt wird die es gar nicht schafft . Wie soll ich so ein Pferd motivieren ? Es ergibt sich einfach .


    Dann fragt man sich warum der die Stämme aufwärts zieht ? Er zieht die sogar gegen den Berg um , obwohl unten ein Weg zu sein scheint ( wie man sieht ) , die werden dann scheinbar zopfabwärts ??? hinunter gezogen .


    Dreijährig braucht er eine Kandare die auf scharf gestellt ist , was braucht der erst mit 10 Jahren ? Eine Beizäumung (in einer Szene ) die man im Pferdesport als Rollkur bezeichnen würde .


    Dann überhaupt mit so einem grünen jungen Pferd einen Baum umziehen , man sieht ja das nachschnellen des Baumes , da ist ein Pferd schnell verschellt !


    Ok soll er Profi sein , was sagt das ? Profi sagt eigentlich nur das er davon lebt bzw diese Tätigkeit beruflich ausübt . Ich gehe davon aus dass das "Profi " im Sinn von -- sehr gut, ausgezeichnet , mustergültig ---- gemeint war , und das ist es wenn man alles sieht und die Augen öffnet , sicherlich überhaupt nicht .


    Da hat dieses Video viel mehr den Titel --Profi--- verdient , aber das wird ihr Pferdeleute sicherlich widerlegen .

    Oder anders , wenn der oben Profi im Sinn ausgezeichent -mustergültig ist , was bitte ist der dann im unteren Video ??? Anfänger ?


    Edited once, last by Kasparow ().

  • Also ich fand im ersten Video den Mann als recht tollkühn, hab nur gedacht: Manderl, ob du in 10 jahren immer noch so hopsen magst und auch dann noch flott genug bist? Bei zweiten find ich sieht man gut, dass sowas mit der Zupfleine unkomplizierter funzt als mit 2 Leinen. Auch hier ist der Mann flink, aber deutlich vorsichtiger. ich mag ja die Leut mit Walderfahrung, sind meistens stolz und umsichtig und ruhige Typen, leider bleibens hier nie lang, der Umstieg von Wald auf Betrieb ist denen zu heftig, sobald die wieder Chance auf Wald bekommen sinds idr weg. mfg Kirsten

  • Hai Leute,


    Video ist echt Klasse. So was von ein ruhiger Kerl (die zwei und die vierbeinige), sehr schön zu sehen. Über den drei-jährigen Hengst: da sind meiner Meinung nach, zwei Pferden die Arbeiten. Mann sieht sie nicht zusammen im Bild, aber ich glaube es schon.


    Mir ist immer gesagt das mann keine schwere lasst zieht vor ihr 5 Jahr, hängt vielleicht auch von der Rasse ab, früh oder spät reif?

  • Mir ist immer gesagt das mann keine schwere lasst zieht vor ihr 5 Jahr, hängt vielleicht auch von der Rasse ab, früh oder spät reif?

    Das ist schon richtig und nicht rasse-abhängig.


    Neben der physischen Belastung gibt es auch noch eine mentale Belastung, vielleicht nicht beim Pflügen, sicherlich aber bei langen Reisen, wo es keine vertrauten Landmarken mehr gibt und jeden Tag ein anderer Stall wartet. Für solche Belastung halte ich sogar ein Mindestalter von 6 Jahren für sinnvoll.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)


    Es ist keine Option, den Nazis und Völkischen nun einfach das Feld zu überlassen, weil sie gewaltvoller sind. Es ist auch keine Option, sie zu umwerben und zu verharmlosen und dann jedes Mal wieder überrascht zu sein, wenn sie schießen. Max Czollek 2019

  • Ich bin diesem Holzrücker auf meinen Toskanareisen mehrmals begegnet. Wenn ich es recht verstanden habe, lädt er bis zu 150 Kg auf jedes Tier. Meist arbeitet er mit 7 Tragtieren.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

    Edited 2 times, last by A. Nemitz ().

  • Ich meine mich zu erinnern, daß die Höchstlast bei den Freibergern der Schweizer Armee beim "Basten" (so nennt man dort wohl das Tragen von Lasten) deutlich darunter liegt - ohne Gewähr: 90 kg in besonderen Situationen, im Normalfall darunter. Bitte korrigieren, wer es besser weiß.


    Meine ich das nur, oder ist der Schimmel ungleich beladen? Die Lastverteilung ist bestimmt nicht einfach.

  • Beim Abladevorgang habe ich mir auch etwas Gedanken gemacht über die Beine .Anscheinend ist da wohl eine Verletzung selten .Angenehm fürs Tragtier ist sicher was anderes ! Wenn das Tier am nächsten Tag lahm ginge würde er sich sicher eine Alternative überlegen . Schließlich fällt sonst eine Transporteinheit aus dem Umsatz !!

    Vier schräge Stangen am Sattel unten angelehnt ,ähnlich wie beim Beladen ,würden sicher dafür sorgen dass das Holz weiter seitlich abrollt .Die Tiere hätten ja die Ruhe und das "Standvermögen" hierzu !

  • Danke im Übrigen für die konstruktiven Überlegungen und positiven Einschätzungen bezügl. des Holzrücke -Videos . Ich hatte gar nicht mitbekommen dass es eingestellt worden ist .

    Es sind tatsächlich 4 verschiedene Pferde im Einsatz zu sehen . Die höchsten Lasten ( Buchenbestand) in diesem Video zieht ein damals 13 jähriger Noriker - Wallach .

    Also durch aus ein routinierter Arbeitskollege .

    Die Arbeiten welche Heiner zu verrichten hatte sind eher leichterer Natur gewesen . Der angelehnte Stamm war schon längere Zeit im Bestand abgestorben gewesen und war vom Wind an einem Anderen angelehnt worden . Ein " Abziehen" in eine andere Richtung war bzgl. der Unfallgefahr für Mensch und Tier nur nach oben möglich.

    Es freut mich dass meine Pferdeauswahl so gut getroffen ist dass 4 Pferde für den Betrachter als Eines erscheinen .

    Zur Zeit habe ich 9 solche Braunen auf dem Hof . 6 davon sind im Arbeitseinsatz und weitere 3 " Fohlen" ( 4 jährig ! ) in Ausbildung .

    In der Tat ist es bei mir so dass im Herbst des 2. Jahres die Fohlen / Jungpferde bereits ans Geschirr gewöhnt sind und auch alle notwendigen Kommandos und Sitten kennen um dann auch das erste Mal am leeren Wagen an der Deichsel mit zu laufen . Dies klappt nahezu ausnahmslos unauffällig und ohne Extras . Die jungen Hengste lassen sich in diesem Alter noch sehr gerne von einem Älteren führen und haben somit eine angenehme Erinnerung ans 1.Mal .

    Bei Jungpferde welche bereits ein Jahr älter sind beobachte ich schon deutlich mehr Eigen -initiative und -charakter und dies führt meist zu deutlich aufwändigeren " Diskussionen" .

  • Hallo Joba,

    Danke für deine Erklärung hier.

    Ich selbst habe mal ein Warmblutfohlen gezüchtet.

    Das ging mit 4 Jahren 1 - 4 spännig, war ein 100 % Verlasspferd.

    Ich kenne auch und kannte einige Arbeitspferdezüchter,

    Die Züchter welche "Nutzbare" Arbeitspferde züchteten, spannten diese mit 2 Jahren mit Lehrpferd ein.

    Natürlich zuerst nur leichte Arbeiten.

    Je älter desto Eigensinniger sind die Pferde?

    Hatte vor Jahre 10 jährige Haflingerstute gekauft, der Züchter war bekannter Fahrer.

    Der Verkäufer allerdings nur Züchter, hatte zuviele Pferde im Nebenerwerb.

    Diese Stute hat mir mehrmals die Deichsel abgebrochen.

    Dann Eisendeichsel in alter Holzkutsche, diese hält bis heute.

    Diese Stute brauchte fast ein Jahr bis Sie wieder Einspännig lief.


    Allseits Unfallfreies Arbeiten und besinnliche Adventszeit.

    MfG