Düngeverordnung Baden-Württemberg

  • Die Sperrfrist für Festmist zwischen 15. Dez. und Januar ist halt lästig, daman über Weihnachten keinen Mist fahren kann. Zu der Zeit ists meistens gefroren, so dass man auch gut fahren kann und man hat Zeit.

    Dieses Jahr wird die Befahrbarkeit aufgrund der Trockenheit jedoch kein Problem darstellen.


    Die DüVo gilt bundesweit. Die Auslegung kann in jedem Land etwas variieren.

  • Hallo Florian,

    danke.

    Könnte ein gutes Thema werden.

    Habe bis jetzt auch gezögert auszubringen. Bei direkter Sonneneinstrahlung war mir die Verdunstung und Austrocknung noch zu groß. Für diese Woche ist bedeckter Himmel angesagt. Da mache ich das lieber. Wenn dann noch leichter Regen dazu kommt, passt das.

  • Die Ausbringungsverordnung differiert bereits von Kreis zu Kreis erheblich, zum Glück liegen unsere Felder in 2 Kreisen, so dass man besser ausbringen kann, aber ist schon heftig, wenn man links des Weges noch 2-3 Wochen darf und rechts bereits verboten ist!!

  • Meiner Meinug nach machen wir mit unserem Festmist oder Kompost, der bei mir eh immer zu wenig ist, nichts kaputt.

    Ich habs auch von meinen Vorfahren gelernt, den Mist im Winter bei Frost und Schneedecke auszubringen. Aber damals sagte mir schon ein Bauer, du sollst dem Gras ins Gesicht düngen. Damit nimmt die Pflanze zu Beginn der Vegetation möglichst viel Nährstoff vom Dung auf und die Gefahr einer oberflächlichen Abschwemmung oder Eintrag in tiefere Bodenschichten wo es mehr schadet als nützt wird verringert. Ich habe heuer nach dem letzten Schnitt bzw. Weidegang erstmalig nicht gedüngt sondern probiere es wirklich mal im Frühjahr.

  • ich hab mal gelernt, daß von Festmist nicht viel Stickstoff abgeschwemmt werden kann, er düngt ja auch bis zu 3 Jahre lang

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)

  • Wenn der gute Mist aber nicht eingeackert, sondern oberflächlich verteilt, im schlechtesten Fall noch auf einer Schneedecke und hanglagiger Flur verteilt liegt, dann wird mit dem (Schmelz- oder Regen)-Wasser auch ein teil der Nährstoffe u.a. eben auch der in der organischen Oberflächenmasse (Mist) gebundene Stickstoff hangabwärts ausgeschwemmt.

    Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen
    :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • weiß jemand was zum Thema: Pferdemist ist "heiß" , Rindermist ist "kalt" im Sinne von: Pferdemist muß ich ablagern bevor ich ihn aufs Feld bringe, sonst verbrennt er die Pflanzen, während ich das mit Rindermist auch gleich machen kann, ohne Nachteile fürs Grünzeug? wohlgemerkt Mist ...

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  • Diese alte Ausdrucksweise von heißem oder kaltem Mist bezieht sich auf den Feuchtigkeitsgehalt der Mistmasse.

    Da Pferde- und Schafs- / Ziegenmist - im Verhältnis zu Rindern und Schweinen - eher trocken ist und nur wenig Harn in der Einstreu enthält, sich dieser Mist dadurch schneller - zur Verrottung - erwärmt, nannte man solchen Mist eben heißen- oder kalten Mist.

    Ein guter Mist - egal für welchen Zweck und welche Kultur ist "immer" derjenige, welcher eine ausreichend Zeit zur Verrottung ordentlich auf einer Miete aufgesetzt und durchgerottet ist, so daß nur noch geringe Spuren der Einstreu (vor allem bei Langstroh und dergleichen) erkennbar sind.

    Einen frischen Pferdehaufen oder einen Kuhfladen kann man aber auch bedenkenlos im Gartenland einarbeiten. Man muß halt auf die entsprechende Kultur Rücksicht nehmen (nicht alle mögen frischen Mist - z.B. Kohlarten nicht ....). Oder man Kompostiert das ganze ... Aber auch guter Kompost benötigt seine Zeit zur Reife.

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  • Das ist auch sicher kein guter, verrotteter Mist !

    Das ganze sieht eher aus wie Bachschlamm oder frischer, nasser Grabenaushub. Ich möchte nicht wissen, welchen Geruch das Zeug von sich gibt. Wenn der so ist, wie's aussieht, dann wohl eher faulig ... :thumbdown:

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  • mit den vielen Regenwürmern? kann ich mir ned vorstellen ...

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  • Warum nicht ?


    Wo es etwas zu "verwurmen" , als abbaubare, organische Biomasse gibt, da finden sich meist auch Würmer. Und man kann auch Bach- oder Teichschlamm gut zum Düngen von Ackerflächen oder Grünland verwenden. Aber es ist eben kein Mist, sondern Matsch !

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