Gig vs. Sulky - Einspännig einfahren oder Zweispännig?

  • Was bezeichnet den Unterschied zwischen Gig und Sulky , gibts noch ne Bezeichnung in Sachen Einachser ?


    Was haltet ihr von dem Cremer Sulky (oder sowas ähnlichem ) , speziell zum Einfahren von Pferden ? Welchen Vorteil hat es einspännig Einzufahren ?

  • Huhu,

    deine Frage ist bißle unklar gestellt, genauer gesagt sind es 3 Fragen gemischt...


    Thema Einfahren:

    1.) Einspännig oder zweispännig?

    2.) Einachsig oder zweiachsig?

    3. ) Welche Pferdsgröße?


    Frage wäre, was willst genau? Die beste und mit Abstand gründlichste Ausbildung hat ein Pferd, welches allein einspännig einachsig unterwegs ist. Weil Einachser am Selett vom Pferd anders zuplet als eine Zweiachsschere und weil der idr bremsenlos gefahren wird, dh das Pferd korrekt aufhalten können muss.


    Ein Großpferd im EInachser ist nochmal was ganz anders als ein K-Pony, weil die Tragösenhöhendifferenz zum Boden ungleich größer ist bei so einem Pferdsschiff im Verhältnis zum 90cm Zwockel, wo wir von 2 cm reden.


    Sicherheit: Während ich bei K-Pony problemlos vernünftige Maße einhalten kann: Spurbreite ungefähr Wiederist beim Gig, beim Sulky 10 cm mehr, Sitzhöhe 30 cm tiefer als Spur...wird das beim Großpferd unmöglich....dh die Sache wird kippeliger und Fahrerischer Weitblick ist oft nur bedingt seitwärts Pferdshintern gegeben. Nu sind Großpferd halt eben ganz anders gestrickt, die warnen vor Aktionen viel deutlicher, haben wesentlich gedämpfteren Individualismus usw will sagen die schlagen idr nicht derart blitzschnell Haken zum Zeitvertreib einfach weil grad Shettywetter ist und es sowieso mal wieder zu wenig Arbeit gegeben hat... Pferd sind viel bräver, die schieben nicht 20-30 m mal grad den Wagen zurück, weil Furz quer. Die berechnen nicht zielgenau jegliche Grabenlage zwecks Kutschversenken. Der ganz große Vorteil eines Einachsers beim Einfahren liegt darin, dass der bei Widersetzlichkeit beliebig unfallfrei zurückschiebbar ist und halt eben jegliche Unfälle wegen Wagkranzüberbeanspruchung wegfallen....dafür kippt eine Kutsch nicht bzw deutlich seltener wegen Maulwurfshügel einseitig. Zweiachsig ist mir bisher noch sehr wenig passiert und wenn war es eher weniger erschreckend (hab ja hauptsächlich Ponyerfahrung, wo die kraft endlich ist, dh man mit Aussitzen/ruhe bewahren weit kommt, sieht beim durchgehendem KB schon anders aus). Zweiachsig mit Streikepferd im Berg, weil nicht zugfest ist ne Nummer die einachsig bedeutend harmloser ist. Sulky scheidet einfahrtechnisch generell eigentlich aus, da ich wegen X im ersten Fahrjahr öfter mal an den Kopf hechten muss und da komm ich beim Sulky nicht schnell genug runter. Ferner zischt bei X der Boden doch sehr nah an einem vorbei (tiefer Sitz kein Fußraum), ist psychisch für den Mensch eine ziemliche Nummer, da man nicht allzuoft braucht.


    Ein-oder zweispännig: Also fast 50% aller Pferd kann ich mit extrem wenig Vorarbeit sofort neben den "Lehrer" zweispännig einspannen unfallfrei und lauft obB. Es ist allerdings möglich, dass besagtes Pferd eventuell jahrelang im Zweispänner lauft ohne seinen Job im Grundsatz zu kapieren.....(aber nicht die regel), einspännig mit wenig Vorarbeit geht idr immer schief ("normal" bei Shetty). Zweispännig einachsig ist was für Profi Fahrer+Pferd, fehler hier sind am besten zweiachsig zu korrigieren.

    Allein unterwegs sich da vorn vom dem Löwen/der Umwelt zu stellen erfordert eine enge Beziehung zum Mensch auf dem Bock. Ich find es fürs Pferd viel einfacher zuerst einen Mitläufers vorn mit bei, den dann nach hintere rutschen zu lassen und nochmal 1 Jahr als Nachläufer mit, senkt die Unfallquote massiv. Hier hat auch der mitziehende Hund viel gebracht in punkto Seelenfrieden Pferd.

    Bisher hab ich bis 1,50 m einachsig eingefahren, Nachbars 1,70 m lauft zweiachsig, hat aber auch schon eine Schere komplett geschrottet wegen Scheuen.

    Rein vom Gefühl her, würd ich bis Haffi immer einachsig einfahren wollen und größer zweiachsig wählen. mal einen Frischling paar touren zweispännig mitlaufen zu lassen ist je nach pferdstyp sehr einfache sichere Methode zum einfahren. Zweispännig richtig fahren ist für mich vom Können her noch keine Option, Probleme zweispännig lös ich immer einspännig. zweispännig Dressur Sorgen zu beheben, dafür fehlt mir es Können. ist wohl persönliche Sache, Töchting bevorzugt klar den Zweispänner.


    Einachser unterscheide ich 3 Typen:


    Sulky -->Einsitzer mit Schwerpunkt hinter der Achs, hoher Spaßfaktor, aber saugefährlich am besten in gruppe zu fahren.


    Fohlenwagen--> im Prinzip Sulky mit Sitzbank ohne Lehne, geringes Eigengewicht, Schwerpunkt auf der Achse, dh Beifahrer möglich ohne groß umtarieren


    Gig--> Sitzbank, 2 untertypen idr bis Stm 1,50 m Schwerpunkt auf der Achs, >1,50 Stm Pferd meistens mit Schwerpunkt hinter der Achs, dh Pferd hat unbeladene Gig bis 20 kg im kreuz hängen, aufgrund von Schwerpunkt hinter der Achs zwingend Achsverstellung, Wagkastenverstellung, Sitzverstellung benötigt....


    mfg Kirsten

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  • Ein Sulky ist ein zweirädriges Gefährt das im Trabrennsport eingesetzt wird. Er unterscheidet sich von allen ander Wagen, die zum Fahren mit Pferden verwendet werden, dass er mit den Landen gezogen wird und nicht wie alle andern mit Zugstrangen.


    Ein Gig ist die Bezeichnung eines bestimmten Typs eines zweirädrigen Wagens, daneben gibt es noch eine ganze Anzahl von andern Typen von zweirädrigen Wagen.

  • Hallo,


    eine Ergänzung zu Kirsten: Auch für Großpferde kann man vom Fahrverhalten sehr sichere Einachser bauen (niedriger Schwerpunkt, breite Spur). Ich bin mal auf einem Ritt ein paar km gemeinsam mit einer Fahrerin mit ca. 160 cm vor dem Sulky über diverse Baumstämme, Spurrillen, schräge Wege usw. gefahren. Ging alles genausogut wie bei mir mit Stm. 90 cm.


    Bei mir wäre bei der Ausgangsfrage immer die Hauptfrage, was langfristig das Ziel der Pferdeausbildung ist. Will ich nur oder überwiegend einspännig fahren, werde ich nicht umhin kommen, das auch auszubilden. 2-spännig kann hier Vorbereitung sein, vieles lernt das zukünftige Einspännerpferd so aber nicht. Hier wäre insbesondere die Gewöhnung an die Schere zu nennen und das sichere Laufen alleine (auch an pferdefressenden Monstern vorbei).


    Gig vs. Sulky: Meines Wissens ist ein Sulky idR einsitzig (außer "Fohlenwagen" aus dem Trabsport, die haben eine Bank), sehr leicht und minimalistisch und hat den Sitz deutlich hinter der Achse. Der Fahrer sitzt breitbeinig hinter dem Pferd. Im Trabrennsport zieht das Pferd über die Anzen, aber auch eine Brustblattanspannung ist möglich (z.B. im Distanzsport, als Wagen für Ponys). Ein Gig ist idR mehrsitzig, größer und massiver gebaut und hat die Sitzbank in etwa über der Achse. Der Fahrer sitzt auf dem Kutschbock wie bei einer zweiachsigen Kutsche.



    Gruß Tina

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  • Der große Vorteil des Einspännigen ist, dass man halt keinen Passer braucht. Passer sind in der Regel schwer zu finden, es ist alles teurer, weil du halt alles doppelt brauchst und wegen des Unterhalts für zwei Pferde. Dazu kommt dann noch das ständige "Aufpassen". (Das Thema hattest du ja in einem anderen Thread). Laufen beide gleichmäßig oder macht einer die Arbeit...? Dann musst du eingreifen. Ein perfekt abgestimmtes Gespann ist toll, aber aufwändig in Kosten und Arbeit.

    Ein Einachser ist sehr wendig. Den kann ich auf einem schmalen Waldweg wenden, falls da mal ein Hindernis sein sollte. Ich kann daher viel besser alleine fahren, was ein großer Vorteil ist. Bei uns macht der hiesige Jäger schon mal einfach den Schlagbaum runter, dann steht man da, beim Zweispänner kommt man dann teilweise ins Schwitzen. Nicht auf allen Wegen ist es hier möglich, einen Zweispänner zu wenden.

    Es gibt definitiv sichere Einachser. Ich habe eine Delvos mit 150er Spur, die wirft nichts um, da liegt jeder Marathon Wagen oder jede Wagonette eher auf der Seite, als dieses Fahrzeug. Und dazu braucht es dann nicht einmal einen Beifahrer, der auf dem Marathon- Tritt steht und sein Gewicht einsetzt, um den Wagen in Balance zu halten. Mit einem entsprechenden Einachser kann man auch alleine flott unterwegs sein.

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • Danke für eure Ausführungen :


    Mir geht es nicht ums einspännig Fahren an sich , wenn dann NUR zum Anfahren UND evtl Korrektur von Pferden , nicht Ponys . Einfach mal gezielt am Wagen auf das Problem EINES Pferdes eingehen zu können .

    Ziel ist immer zwei und mehrspännig zu fahren .

    War nur so ein Gedanke als ich den Cremer "Sulky " sah .


    http://fahrsport-cremer.de/Sulky/body_fahrerlehrgange.html


    Mir scheint mit den Begriffen wird wild um sich geworfen , Cremer nennt sein Ding auch Sulky , obwohl mit Strängen gezogen .


    Fohlenwagen hab ich auch oft gehört : Werden damit Fohlen transportiert ? ;-) Oder spannt man gar Fohlen vor ? (das wäre dann in meinen Augen Tierquälerei . )


    Mit dem Schwerpunkt vor oder hinter Achse ist immer das Gewicht am Selett "gemeint" oder besser gewollt ? ?

  • Es gibt genug Literatur was zeigt was eine Gig und was ein Sulky ist. Heute wird aber vor allem im Pony Bereich ein Mischmasch aus Sulky-Gig hergestellt, das oftmals in Billigform und somit muss man sich das ganze schon genauer anschauen und kann nicht einfach mal blind was kaufen.


    Wichtig ist, dass man die Dinger gescheit austarieren kann und genau da ist die Krux. Da gibt es Tiere die mit Druck auf dem Rücken klar kommen und dann gibt es die TIere wie mein eines Classic, dass sofort streikt, wenn ihm irgendwas nicht ganz pässlich ist.

  • Hallo,


    die Arbeit einspännig kann für Pferd und Fahrer sehr bildend sein, ich sehe dies als zusätzliche und vielleicht umfassendere Ausbildung. Hier kann man z.B. an Zugfestigkeit, Biegsamkeit, Vertrauen zum Fahrer etc. ggf. besser arbeiten als im Mehrspänner. Dies hängt auch sicher von den eigenen Fahrkenntnissen ab, wieviel kann man im Mehrspänner lösen, was besser mit einem Pferd alleine.


    Zum Einfahren finde ich einen leichten, einachsigen Wagen mit sicherer Straßenlage ideal, weil sehr sicher. Man kann das Pferd leicht an den Wagen gewöhnen ohne fest anzuspannen (weil man den Wagen einfach selbst ziehen kann), mal rückwärts rennen ist kein Problem, ebenso mangelnde Zugfestigkeit am Berg.


    Bei jedem zweirädrigen Wagen gilt, dass er sehr gut ausbalanciert sein muss (d.h. schweben sollte) und ein passendes Geschirr mit beweglichen Tragaugen verwendet werden soll. Ansonsten ist es für Pferd wie Fahrer sehr unangenehm. Echte Trabersulkys aus dem Rennsport sind hier Ausnahmen, da dort nicht auf Komfort, sondern auf maximale Geschwindigkeit für einen kurzen Zeitraum

    optimiert wurde. Sowas wird aber auch wirklich nur auf der Rennbahn gefahren.


    Gruß Tina

    3 Mal editiert, zuletzt von greenorest () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Fohlenwagen heißen sie tatsächlich, weil die trabären oftmals sehr sehr jung eingefahren werden. sind dann zweisitzig, damit man noch nen helfer transportieren kann.


    Sulky wird nciht grds mit Wickelgeschirr an den Anzen gezogen, auch wenn das im Trabsport gebräuchlich ist. Und die Unterscheidung Einsitzer = Sulky / zweisitzer = Gig passt auch oft genug nicht (meine "Gig" lässt sich problemlos von Zweiersitzbank auf Einsitzer umrüsten, in beiden Varianten kann ich Bank oder Sitz via Sitzverstellschiene vor oder hinter die Achse justieren :D - Identitätskrise! )

  • ok


    also wenn es ums korrektur fahren geht, ist natürlich einspännig das beste da kann man stellung, biegung und versammlung ab besten erarbeiten......


    aber das geht in meinen augen am besten vor einem zweiachser


    und gerade wenn es nachher ums vierspännig fahren geht...da fahre ich alle meistens am tag der prüfung vorher noch mal einspännig alle....

  • Zum Einfahren finde ich einen leichten, zweiachsigen Wagen mit sicherer Straßenlage ideal, weil sehr sicher.

    Damit bin ich sehr einverstanden, ich würde sogar sagen, dass der Wagen durchaus ein wenig Gewicht haben darf, sicher über 250 kg. Wobei einspännig Einfahren für mich heisst, dass das Pferd bereits zweispännig ans Anspannen und Ziehen angewöhnt worden ist.

  • Nochmals , es geht um Korrekturfahren UND um EINFAHREN . Wollte eben wissen ob das vielleicht schneller / einfacher / leichter geht .

    Mit der Vorarbeit am Laufband geht das ja rel gut , weil die dann schon an Geschirr und Zug gewöhnt sind . Ich lasse da so bis so ca 20 Kilo über eine Umlenkrolle hochziehen .

    Was dann am Fahren dazu kommt , sind halt die Geräusche und ich glaube auch dass manche etwas irritiert sind durch die Scheuklappen .

    Den Wagen (ein eher zu kleiner Trainingswagen ) finde ich für die , die das erste mal in der Kutsche sind , zu schwer , obwohl der sicher leicht ist . Einem Kaltblüter mag das egal sein , der ist dafür gezüchtet . Aber meine stellen sich ganz schön an am Anfang -- fast alle bis jetzt .

    So kam mal eben der Gedankengang mit dem "Sulky" . Ob ich das umsetze steht noch in den Sternen , ich mag ungern was kaufen was hernach rumsteht und oder sehr schwer wieder verkäuflich ist .

    Cremer würde mir den auch mit noch größeren Rädern verkaufen .


    Sicherheit mag für den Trainigswagen sprechen , ich hab und kann meinen auch einspännig fahren , aber mir ist das Umgebaue viel zu umständlich . Wenn ich da ein Pferd das Erste mal in so einem Sulky drin hab , dann schon so dass ich außer mir niemanden gefährde .

  • Unter einem Fohlenwagen verstehe ich in etwa das, was heute auf dem Billig-Sektor als "Gig" angeboten wird, nur stabiler gebaut:

    Ein eher niedriger, leichter Einachser ohne Schnickschnack, der einen tiefen Schwerpunkt hat und von dem man schnell runter kommt, wenns sein muss.

    Und ja, er wird tatsächlich zum Einfahren sehr junger Pferde genommen, nicht nur im Trabsport!

    Auch in Norwegen :P( das gehört nun mal zu meinem Erfahrungshorizont) werden Jungpferde oft schon mit 1,5 Jahren das erste Mal eingespannt, vor genau diese Fohlenwagen. Als Tierquälerei würde ich das nicht unbedingt bezeichnen: die Pferde sind in diesem Alter sehr neugierig und aufgeschlossen, und es es ist ja nicht wirklich Arbeit - aber ich mache das nicht so.


    Eine "richtige" Gig ist nach meinem Verständnis ein Einachser mit Bank, der an die Größe des Pferdes angepasst ist- also durchaus sehr große Räder haben kann! Sie ist ein tolles Instrument, um bereits gut gefahrene Pferde einzeln zu korrigieren, weil man einachsig ( mit einer wirklich guten Gig) noch direkter am Pferd ist.

    Im K- und vielleicht M-Pony-Bereich können die Ansprüche an "Fohlenwagen zum Einfahren" und "Gig zum Korrekturfahren" noch von ein und dem selben Wagen erfüllt werden, bei G-Ponys und Großpferden sind die unterschiedlichen Ansprüche nicht mehr unter einen Hut zu bringen ( einerseits tiefer Schwerpunkt und schnelles Absteigen, andererseits angepasste Bockhöhe und feine Austarierung).


    Meine Jungpferde kommen mit 3 für ein Jahr in den Zweispänner: dort sollen sie erst mal- ohne Blendklappen- die Welt kennen lernen und müssen darüber hinaus nichts leisten außer brav mitlaufen ( meistens sind sie aber sogar fleißig und ziehen nach kurzer Zeit mit).

    Erst mit 4 beginne ich mit der einspännigen Ausbildung ( dann mit Blendklappen), dafür habe ich einen 2-Achser.

    Ziehen haben sie im ersten Jahr schon gelernt, die groben Hilfen im Vorbeigehen auch - jetzt wird es ernst ;)


    Natürlich hat nicht jeder den Luxus eines guten Lehrpferdes. Ich bin mit den Jahren auch eine " Bangbüx" geworden ( früher war ich mutiger- oder leichtsinniger?!) Mein erstes Fahr- und später Lehrpferd war 9 beim ( einspännigen) Einfahren und kannte die Welt schon.

    Ich würde ein unerfahrenes Jungpferd nicht gleich einspännig fahren...Wenn ich kein Lehrpferd hätte, würde ich erst über Reiten die Welt entdecken lassen.

    Ich stehe im kommenden Jahr vor dem Problem, einen 3 jährigen Hengst einfahren zu wollen, aber nur Stuten als Lehrpferde zur Verfügung zu haben - ich lasse es mal auch mich zu kommen:tongue:

  • Ich verstehe das Problem der Geräusche nicht! Man kann das junge Pferd zuerst als Handpferd mitnehmen, später dann vorne mitlaufen lassen ohne es anzuspannen. Machen wir mit meinem Jüngling auch. Die Blendeklappen kann man auch ohne anzusappen üben, nämlich mit Fahren vom Boden aus. Bin überrascht, dass Kasparow überhaupt solche Fragen stellt, wo man doch allwissend ist und bei diversen Themen andere Leute sehr grosszügig blöd kommt.


    Und ja es gibt doch Marathonwagen etc. die sehr leicht sind. Meine SB fährt alle ihre Turnierpferde regelmässig im 1 Spänner auch für die Verfeinerung. Sie hat kein Kaltblüter und der Wagen ist genug leicht!


    Ich fahre mein Ponyckel mit grosser Wahrscheinlichkeit am Sulky ein, dies aber aus Gründen von seiner Art und Charakter und weil meine Wagonette bei seinen lustigen Ideen nicht alles mimachen wird.

  • Blos das Feuer , oder war es nur noch ein Glutnest ??? ------ nicht ausgehen lassen , und weiter anfachen ........ ich hab verstanden !

    Hier hat offensichtlich wieder mal wer meinen Text nicht gelesen , nicht richtig gelesen oder einfach nicht verstanden . Scheinbar kommt es so an als ob ich die größten Probleme beim Einfahren habe und aktut händeringend nach einem Einachser suche .

    Weiterbildung für Fremde offenbar unerwünscht ! Und klar , (hab erst seit gestern Pferde und bin absoluter Neuling ) mir ist völlig neu dass man ein Pferd an was gewöhnen kann , insbesondere an Gräusche , Geschirr und Zug .

    Wenn man denn allezeit der Welt und vielleicht auch noch NUR ein oder zwei Pferde hat , dann kann spielt es keine Rolle ob man zum Einfahren ein oder fünf Jahre braucht . Für meinen Teil zwacke ich jahreszeitlich verschieden die Zeit meist irgendwo ab .

    Und ja ich habe einen m M leichten Trainingswagen der auch einspännig zu fahren ist . Da liegt also nicht das Problem .

    Ich habe meine Frage schon gezielt gestellt und was für den einen optimal ist , muss ja für den anderen nicht unbedingt auch so sein .

    Kaltblüter hab ich auch nicht , wenngleich ich ab und an zu damit umgehe. Meine Pferde sind leicht und m.M nicht die geborenen Zugpferde , für das sind die auch nicht gezüchtet.

    Wenn mir was oder wer sowas von daneben/unwürdig/allwissend ect. ist , dann würde ich halt gar nicht erst antworten , es sei denn es hat sich in der Zwischenzeit etwas gelöst/geändert .


    Mit all meinem Tun was Fahren angeht , brauch ich mich unterm Strich (unterm Strich , verstanden ? ) nicht zu verstecken , was auch reale Fahrkollegen so sehen ! Meine schwächen sind mir bekannt , erwähnt in dem Angriffspost sind sie nicht !!!

  • Ich kenne vier Fahrtrainer, die machen es alle mehr oder weniger unterschiedlich. Und mit Ausnahme einer Person, die sich auf das Einfahren von Shettys spezialisiert hat, fährt davon keiner mit einer Gig. Ich glaube, das Einfahren an der Gig ist eher im Kleinponybereich zu finden. Und da machen es sicher vor allem viele Privat- Ponyhalter, die sich ihr eigenes Pony einfahren, weil man sich ja nicht 3 Wagen in die Ecke stellen kann. (Ich habe meine Shetty Stute vor einem Kettcar "eingefahren". Ich hatte gerade keinen Einspänner).

    Ein Fohlenwagen ist zwar im weitesten Sinne ein "Einfahr- Fahrzeug" (und ein Trainings- Fahrzeug!), aber feines Fahren oder gar Korrektur- Fahren im Sinne der Achenbachschen Fahrlehre ist damit schwierig bis unmöglich. Der Fohlenwagen wird beidhändig gefahren und eine Peitsche wird dort nicht mitgeführt. (Zumindest bei der Vorbereitung für zukünftige Rennpferde, wie die Norweger das machen, weiß ich nicht, pauline ) Die Rennsportler fahren mit Leinen mit Schlaufen an den Enden, bzw. mit Treppenleinen. Die achenbachsche Leinenführung kann man getrost vergessen, weil man den Pferdehintern immer zwischen den Leinen hat.

    Bevor ich mir an deiner Stelle eine Gig mit überdimensionierten Rädern anschaffte, würde ich dann eher einen Buggy nach meinen Vorstellungen bauen lassen, wenn du sowieso neu kaufen willst. Ein grundsolides und stabiles Grundgerüst ohne viel Schnickschnack. Ein Zusatzgewicht kann man immer schnell zuladen.

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • Ich denk auch bei Großpferd ist Einachser in punkto Einfahren "raus", richtig hat der seinen Platz beim K-Pony bis maximal G-Pony, wobei ich Haffi,1,48 m+EInachser schon recht unbequem fand, aber extrem praktisch bei Berg+als Einzelperson.


    Sulky ist ein Fahrzeug für Extremsportler oder für alte Pferd wo jedes Gramm zählt. Im Gegensatz zum reinen Renngebrauch wie Siro schriebt, gibt es heut eine große menge geländetauglicher Sulky, die normale BB-Anspannung haben. Am häufigsten ist Umlenkrollen und durchgehender Zugstrang direkt ans BB. Find ich auch entschieden am praktikabelsten, denn ein Ortscheid kommt bei Sulky+driften schnell an Grenzen.


    Für Großpferd würd ich mir auch am ehesten was Buggyartiges zulegen zum EInfahren (immer vorrausgesetzt, dass das Tier bereits zweispännig 1-2 Jahre unterwegs war, also psychisch zb dem Verkehr gewachsen ist.) Und beim Großpferd braucht man einfach 2 Mann zum EInfahren, weil ich da als kutscher halt nicht bei einem "spinnenden" nervlich grenzwertig belasteten Tier vorhüpfen würd. Und Großpferd meistens deutlich ihre Sorgen melden (ich kann gut sehen, dass da vorn was Zuviel werden wird) und irgendwie anders reagieren mit Beifahrer am kopf frieren die viel eher ein bis X fertig, ein Pony trifft da seine Entscheidung und da ist dann auch mit Beifahrer vorn nix mehr zu wollen, vor allen Dingen de rkomt überhauptnicht nach vorn bei X, weil Pony bereits flüchtet...mfg Kirsten

  • Jaein, soviel WB-Erfahrung hab ich nicht, aber zugstark sinds wohl null? Also ich bin immer einspännig mit 350 kg im berg rumgefahren auf den gedanken, dass das Pferd überlastet sein könnt bin ich nie gekommen (haffi+leichtes KB) meldeten da auch nichts. Nachbars 1,70 m WB meldet aber schon das er 350 kg Kutsch als relativ schwer empfindet??? Okay wird natürlich mit fahren besser bis io, aber das so ein großes Tier sich nicht anstrengen mag "brustaua" anfragt fand ich fazinierend. Andrerseits ist nahcbars zwar seit 4 jahren im geschirr aber definitiv mM nicht eingefahren, da fehlt zb die ganze Schlepparbeit allein im Gelände im berg ausbildungstechnisch (sowas würd ich mir bei Pony nie erlauben, zu dramatisch die Auswirkungen/Quittung seitens Pony).

    mfg Kirsten