Einstreukalk

  • Hallo, @ll,


    vielleicht wohne ich verkehrt, aber ich finde in meiner Umgebung keinen Lieferanten für mikrofein gemahlenen kohlensauren Kalk (Düngekalk; darf auch Einstreukalk sein). Natürlich liegt es auch daran, daß ich 500 kg und keinen Lastzug abnehmen will.


    Sollte hier jemand zufällig eine Idee haben, wo ich (Niederrhein und Umgebung) mit meinem Hängerchen vorfahren kann, melde sie oder er sich doch bitte. Ziel des Ganzen ist, von den hohen Kalkkosten für die Einstreu herunterzukommen - derzeit kostet mich Futterkalk (Kalziumkarbonat, fein vermahlen) fast 28 €/dt. Ich will den Kalkanteil im Winter erhöhen, scheue aber die Kosten.


    Danke.


    Die Ardennerin


    PS. Hat hier jemand so ein Eintreusystem? Milchviehhalter verwenden eine 1:1-Stroh-Kalk-Mischung als Matratze.

  • Ich habe mal von der Einstreu- Methode mit Kompost gehört, wo man dann zwischendurch mal Kalk zugibt, aber nicht in großen Mengen. Rinderhalter verwenden im Stall im Liegebereich oft den Mist aus benachbarten Pferdepensionsbetrieben, die streuen sicher auch Kalk dazu, aber 1:1... ? Und dann noch im trockenen Stroh, dass den Kalk nicht direkt binden kann? Staubt das nicht? Soll nicht so gesund sein, Kalk einzuatmen....

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • Hallo, @shettyfreak:-),


    die Mistmatratzengeschichte kenne ich auch - die könnte ich ja sogar selbst erzeugen, möchte das aber nicht.

    Was ich meine, ist den Tiefstreuboxen aus der Rinderhaltung abgeschaut - da gibt es eine Unterschicht, die aus einem Kalk-Stroh-Gemisch besteht, das angefeuchtet ist und eine Deckschicht aus trockenem Stroh und Kalk. Bei Interesse google mal unter Einstreukalk - es gibt da einen Top-Agrar-Artikel, der die Sache gut erklärt. Wegen meines alten Pferdes dachte ich daran, jetzt ggfs. eine isolierende Matratze zu bauen. Kein Langstroh, sondern Leinstroh hier - deshalb ein Experiment.


    Wichtig ist natürlich, daß man den richtigen Kalk verwendet - CaCO3, bloß keinen Branntkalk! - und daß er in der richtigen Partikelgröße vorliegt. Normaler Düngekalk (0-2) ist viel zu grob.


    Ich streue seit Jahren Kalk ein - zunächst auf Boxenmatten mit einem Gemisch aus Gerstenstrohhäcksel, dann unter Langstroh auf Zement (na, ja!) und jetzt auf Naturboden mit Leinstroh. Es staubt nicht - dafür sind meine Mengen viel zu gering bzw. das Bindungsvermögen des mikrofeinen Kalks zu groß. Bei Gelegenheit schaust Du Dir das an:-)


    Der günstige Effekt ist die Bindung der Feuchtigkeit und das Vermeiden des typischen Boxengeruchs (Ammoniak, etc.). Es geht nicht um Desinfektion, etc. Ich denke immer an die Lungen meiner liegenden Pferde und strenge mich deshalb so an.


    Die Ardennerin

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  • Also mein Pferdsverbrauch an Stalosan liegt bei einem Sack alle 1-2 Jahre, da hab ich mich noch nicht bemüht nach Alternativen zu suchen preislicherseits…...Sack wird eh zusätzlich benutzt zum Abstreuen Kadaverplatte insofern mehr der Vielzwecksack.