Fütterung Jungpferd, welches Kraftfutter, welches Mineralfutter?

  • Auf dem Bild steht er im Steilhang. Da ist seine etwas "leere" Oberlinie nicht so gut zu erkennen. Er hat keinen Senkrücken, der ist schnurgerade! Aber an der Oberlinie nimmt er sofort ab, so dass die obere Halslinie, der Rücken und der Popo "hohl" werden, Hüfte und Kreuzbeinwirbel hervortreten. Ich weiß, dass ist auch eine Sache der Rasse, der Muskulatur und damit des Trainings. Aber arbeiten muss und soll er noch nicht. Er nimmt halt dort wirklich ab, dort findet dann ein Abbau, der spärlichen Muskulatur statt, das kann ja nicht in meinem Sinne sein. Das Bäuchlein bleibt. Rippen sind deutlich fühlbar, waren es auch im Winterfell. Klar, Araber und gerade auch die Ägyptischen, sind spätreif. Ich will ihn auf keinen Fall mästen oder überfüttern, aber Heu ad lib. ist dieses Jahr nicht möglich. Da gibt's Stroh und anteilig Heu, ich muss etwas mit Nährwert zufüttern.

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • Es wäre Klasse ein aktuelles Bild zu sehen, damit man es besser einschätzen kann.

    Bei uns bekommen unsere Senioren die gequetschte Gerste, die haben schon keine guten Zähne mehr. Wir mischen sie unter eingeweichte Heucobs, das können sie besser kauen. Sind die Zähne ok? Oft habe die Jungen Pferde mehr Probleme als die Alten.

    Auf jeden Fall ein Mineralfutter, bei den Schmäkern muß man halt probieren welches sie mögen. Da ist der Preis und der Name egal, Hauptsache sie fressen es.


    LG Angelika

    Einmal editiert, zuletzt von butterfly123 ()

  • Heu ad lib. ist dieses Jahr nicht möglich. Da gibt's Stroh und anteilig Heu, ich muss etwas mit Nährwert zufüttern.


    Wenn es Dir um Energiezufuhr geht, könntest Du auch an die Gabe von gutem Öl (Leinöl) denken. Damit umgehst Du ggfs. Probleme einer nicht wünschenswerten Protein- oder Kohlehydrat-Zufuhr.


    Hier gehört Öl zur Ration und ich kann es empfehlen - keine Akzeptanzprobleme, keine Verdauungsprobleme, wenn in Maßen eingesetzt.. Selbstverständlich wirst Du Dich erst einmal mit dem Thema vertraut machen wollen, aber Nachlesen und ggfs. ausprobieren kann nicht schaden.


    Hier die Meinung der FN dazu - s. besonders der letzte Absatz:

    https://www.pferd-aktuell.de/u…g-pferde-richtig-fuettern


    Hier noch eine (auch wirtschaftlich) interessierte Stimme:

    https://www.dr-susanne-weyrauc…el/oele-in-der-fuetterung


    HTH

    Die Ardennerin

  • Ich habe jetzt Reformhafer bestellt, da ist auch ein Anteil Leinöl drinnen. Den werde ich zunächst mischen mit seinem geliebten Bullenmastfutter und etwas Walzhafer. Dann werde ich das Bullenmast ausschleichen und den Reformhafer auf ein nötiges Minimum reduzieren.

    Jetzt trägt das Püppi erstmal Decke. 5Grad und kräftige Regengüsse! Das macht keinem Spargeltarzan Spaß....

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • So, Majestät isst jetzt seinen Hafer, angereichert mit Reformhafer und einem Hauch Biertreber und natürlich die Bullenpellets, bis der Sack leer ist. Nun muss ich nur noch ein Mineralfutter finden, welches dem Herren mundet. Jedenfalls schleudert er inzwischen nicht mehr verärgert den Trog aus der Halterung, wenn ich ihn füttere, er frisst mit Genuss! Es ist also wirklich Gewohnheitssache!

    Heute kommt die Dentistin. Und ein Foto stelle ich diese Tage auch mal ein, ich habe einen Weg gefunden, meinen Computer auszutricksen! Pferdchen sieht jedenfalls gut aus, die Zusatzfütterung schlägt sehr gut an!

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • Kasparow : Beim nächsten Termin planen wir gleich die Entfernung der Wolfszähne mit ein. Er muss dazu sediert werden, beim Haken entfernen sediert sie nicht, ist bisher noch bei keinem meiner Pferde nötig gewesen, die machen das immer alle brav mit. Ich muss gestehen, mit Pferde- Zähnen habe ich mich noch so gar nicht beschäftigt. Da bin ich komplett unbedarft. Ich wusste nicht mal, dass die so einfach vom Dentisten zu entfernen sind. Ich dachte, dazu muss der Tierarzt her und das sei eine große Sache. Ich habe auch immer Wolfszähne und Hengstzähne durcheinander gebracht, bzw. dachte ich mal, dass sei das Gleiche. Erschrreckendes Unwissen, gebe ich zu...!!! Habe ich mich halt noch nie mit beschäftigen müssen, bisher hatte ich ja immer "Gebrauchtpferde" und noch keinen Rohdiamanten.

    Sie meinte, wenn ich sein ganzes Leben ohne Gebiss reiten möchte, dann müssten die nicht raus, aber davon gehe ich mal nicht aus, also müssen sie wohl entfernt werden. Ich habe da echt null Ahnung, nicht einmal Halbwissen.:wacko:

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  • Ich wusste nicht mal, dass die so einfach vom Dentisten zu entfernen sind. Ich dachte, dazu muss der Tierarzt her und das sei eine große Sache.

    Ja, dazu muss der TA her, denn nur der darf sedieren ;-) (Die meisten Dentisten sind selbst keine TAs)


    Wolfszähne können sehr unterschiedlich sein: manche sind sehr klein und stecken nur oberflächlich im Zahnfleisch- die könnte man auch ohne Sedierung "rausschnipsen" - andere sind größer und sogar mit einer Wurzel ausgestattet- nach denen muss man regelrecht graben :pinch:

    Die Beschaffenheit dieser Zähne ist meist erst zu erkennen, wenn man anfängt, sie zu ziehen, deshalb wird in der Regel vorher sediert.

  • Kasparow : Beim nächsten Termin planen wir gleich die Entfernung der Wolfszähne mit ein. Er muss dazu sediert werden,


    Zu deinem Verständnis bei mir /uns / ist der Dentist auch Tierarzt , mit angeschlossener Klinik und Fachabteilung Zahn . Also diesen Dentist ohne TA kenne ich hier nicht . Ich würde einen Wolfszahn IMMER entfernen lassen . Früher oder später macht er doch Probleme , bzw kann Probleme machen , vor allem in Sachen Rittigkeit / Kopfschlagen oder dergl . Und das kommt dann wenn du es gar nicht brauchen kannst ! Des weiteren lassen sich junge Wolfszähne viel leichter ziehen oder nennen wir es besser aushebeln . Kleine Sedierung , etwas Lokalanästhesie und schwupp issa weg . Alte dickere hingegen kann schon deutlich schwierige rwerden .


    Wenn du die nicht siehst , kannst du sie ganz leicht fühlen : Stell dich vor dein Pferd Gesicht an Gesicht --- lege deine beiden Daumen auf die Nase des Pferdes und drücke die Mittelfinger in die Maulspalte , an der Stelle wo sich keine Zähne befinden , bzw hinter dem Hengstzahn . Dann lässt du deine Finger in Richtung erste Prämolaren wandern . Dann fühlst du vor oder auch leicht neben den ersten Prämolaren den kleinen , meist sehr spitzigen Wolfszahn .

    Am Unterkiefer legst du deine Mittelfinger unter das Unterkiefer und drückst die Daumen in die Maulspalte , dann gleiches Vorgehen wie oben .

    Gaaanz einfach , kann man im Vorbeigehen machen , dann weiß man Bescheid .