Qualität des Grundfutters - bitte um landwirtschaftsfachlichen Input

  • Es ist langsam an der Zeit für mich, sicherer in der Beurteilung der Qualität des zuzukaufenden Grundfutters zu werden - Heu und Stroh sind am wichtigsten.

    Vielleicht kann mir die Eine oder der Andere ein paar Tips geben, die mir (und vielleicht auch anderen) weiterhelfen.


    Zum Heu:

    Unabhängig vom Schnittzeitpunkt - der natürlich zu beachten ist, wenn ich bedarfsgerechte Rationen anbieten will:

    Farbe grün, kein oder wenig Staub, Geruch nach Heu, auf keinen Fall muffig, schimmlig, o. ä.

    Halme möglichst lang. Rispen deuten auf ersten Schnitt, weiches Heu ohne Rispen auf zweiten Schnitt. Äste, Verunreinigungen, Giftpflanzen, etc. dürfen nicht vorhanden sein.


    Richtig? Habe ich etwas Wesentliches vergessen?


    Nun bin ich im Detail auf mindestens eine wesentliche Wissenslücke gestoßen - es geht um den Staub.

    Staub hat immer etwas mit Schimmel zu tun, ja? Denke ich richtig, daß es sich dabei um ein lockeres Gemisch von Schimmelpilzen, -sporen und gar -giften handelt, die im Staub zu finden sind? Und: ist der Schimmel im Staub, weil in der Erde (ungefähr das Gleiche wie Staub(?)) nun einmal Schimmel vorkommt und es beim Mähen bzw. Wenden des Grases zu Verunreinigungen des Schnittgutes mit Erde kommt oder rührt der Staub aus einem Schimmelbefall der Gräser (wie gestern von einem Landwirt behauptet) her? Stimmt vielleicht beides? Oder ist noch etwas ganz Anderes richtig?


    Besagter Landwirt meinte, das Elend mit dem verstaubten Heu rühre einzig aus der Borniertheit der Pferdebesitzer, die Heu aus überständigem Gras verlangten und das könne nicht anders als per se schimmelig sein. Würde man Heu zu einem früheren Zeitpunkt werben, gäbe es kein Staubproblem.


    Nun würde ich gern wissen, was richtig ist.


    Im Zuge meiner Suche nach Heulieferanten bin ich auf ein Angebot von Grassamenheu gestoßen. Ich habe mich informiert, festgestellt, daß es sich dabei um ein Nebenprodukt der Grassamengewinnung handelt und einen Nährwert zwischen Heu und Stroh aufweist. Weiter habe ich gefunden, daß dieses Produkt in der diätetischen Ernährung z. B. von Rehepferden seinen Platz findet und eigentlich gut geeignet sein müßte, ein Freizeitkaltblut mit relativ energiearmem Strukturfutter zu versorgen.


    Ehe ich jetzt konkret Lieferanten anspreche - was meint ihr denn hier zur Belastung mit Spritzmittelrückständen?


    Zum Stroh:


    Wie hatten hier ja schon zaghaft angefangen und es stellte sich heraus, daß "normales" Getreide einige Fungizid- und Herbizidbehandlungen etc. erfährt, die möglicherweise zu unerwünschten Rückständen im Stroh führen. Hier und anderen Ortes ist das Problem beschrieben worden, Näheres konnte nicht ausgesagt werden. Es gab eine Empfehlung, möglichst Haferstroh zu verwenden, da beim Haferanbau die Pflanzenschutzmaßnahmen im Vergleich zu anderen Getreiden eher gering ausfallen.


    Möglicherweise könnte der Einsatz von Bio-Stroh ein Ausweg für diejenigen sein, die einen Lieferanten finden.


    Offenbar kommt die Fütterung von Stroh über einen Umweg wieder in Mode. Nicht etwa Stroh unaufbereitet wie es früher üblich war und z. B. ich es füttere. Nein - als Strohhäcksel(!), entstaubt und aufgeschlossen(?). Meine spontane Idee zu diesem Produkt war: hm, als Einstreu ggfs. zu gebrauchen. Richtig oder falsch?

    Die Behauptung ist, daß das Häckseln, also das Zerkleinern der Halme, die Verdaulichkeit fördert. In meiner Unwissenheit fürchte ich aber, daß damit mindestens genauso auch die Kolikgefahr gefördert wird. Und Staub im Stroh? Ich habe noch nie nennenswerte Mengen Staub im Stroh gefunden. Was meint ihr - sollte Stroh eigentlich entstaubt werden?


    Danke im voraus für eure Hilfe.


    Die Ardennerin

  • Besagter Landwirt meinte, das Elend mit dem verstaubten Heu rühre einzig aus der Borniertheit der Pferdebesitzer, die Heu aus überständigem Gras verlangten und das könne nicht anders als per se schimmelig sein. Würde man Heu zu einem früheren Zeitpunkt werben, gäbe es kein Staubproblem.

    Ganz unrecht hat er sicher nicht ;-)

    Überständiges ( nach meiner Definition bereits absterbendes) Gras eignet sich nicht zur Heuwerbung- sehe ich auch so.

    Der Staub hat aber auch andere Ursachen und besteht nicht immer aus Schimmel !

    Ich habe dieses Jahr einen Teil meines Heus von einem anderen Lieferanten bekommen - und das ist sehr staubig, aber nicht schimmlig.

    Dieses Heu ist offensichtlich zu lange getrocknet ( farblos, brüchig) und während der Bearbeitung eingestaubt worden der Staub besteht also aus feinen Heu- und Bodenpartikeln)

    Bei den - eigentlich sehr guten- Rundballen meines anderen Lieferanten findet sich unter der ersten Wicklung dagegen fast immer eine leicht schimmlig-staubige Schicht - eine Erscheinung, die auf schlichter Physik bei seiner Art der Lagerung ( große, gut durchlüftete Halle, aber Ballen relativ eng und hoch gestapelt )beruht und sich deshalb nicht vermeiden lässt:

    Die Restfeuchte im Heu kondensiert knapp unter der Oberfläche und bildet dort ein für Schimmelpilze günstiges Millieu .

    Beiden Staubarten begegne ich auf die gleiche Weise, denn schädlich sind sie in erster Linie für die Lunge:

    Das Heu bei Wind gut aufschütteln und anschließend gegebenenfalls noch mit einer Gießkanne heißen Wassers übergießen: der Dampf bindet die restlichen Staubpartikel.


    Gedanken über Spritzmittelrückstände sind mE nur eine akademische Spielerei ;-)

    Da meine Pferde nicht der Lebensmittelgewinnung dienen und auch eine geringere Lebenserwartung haben als Menschen, halte ich die in den Futtermitteln möglicherweise vorhandenen Rückstandsmengen für unerheblich.

    Man muss sich das Leben auch nicht unnötig schwer machen :*

  • Also der meister, der mein heu preßt, muss obwohl seines Zeichens LU seinen Job in punkto heu noch deutlich besser lernen. Wenn der mit dem großen Krone Schmetterling mäht wird das immer zu tief und gibt viel Erd im Ballen....bin mal gespannt aber mein 1. Quader 2018 ist murks, hoffentlich sind die anderen besser (müssen es sein, da die lose eingebracht wurden von nachbarin mit mini Mähwerk unter den Bäumen geschnitten, mit Hoftruck dort vorgekratzt und erst 2 Monate später durch die press liefen (eh meine liebstes verfahren für gute Qualität). mfg Kirsten

  • Danke im voraus für eure Hilfe.


    Die Ardennerin

    als Antwort auf deinen Schriftsatz könnt man ein ganzes Buch verfassen . Ob es der Leser dann gleich versteht wage ich schwer zu bezweifeln .

    So ein Wissen wächst über Jahre und man lernt nie aus .

    Für meinen Teil wird es keinen Sinn machen hier Einlassungen zu verfassen , es wird alles zerpflückt und am Ende kommt Verklemmtheit und miese Stimmung als Ergebnis raus , das wollen wir alle nicht .


    Für dich in Sachen Heubeurteilung : Du musst lernen selbst deine Sinne zu benutzen . Sowas ist nicht NUR nach Schema F ! Wenn das ein Jahr schimmelig ist weil lange gestanden , dann kann das in einem anderen Jahr grad recht sein . Es gibt so viele Parameter die du als Endverbraucher gar nicht einsehen kannst , weil du es eben nicht selbst produziert hast .

    Es ist schon ein Unterschied ob ein Heu kurz geschnitten, oder kurz geschlagen ist , weil der Werber seinen Job nicht versteht .

    Das Farbmuster in deinem Beitrag ist für mich nicht ganz nachvollziehbar . Aber seis drum , du wirst hier Antworten von Profis bekommen die dir sicher helfen werden, und von den Altvorderen hier abgesegnet sind .


    Gehen wir davon aus dass mein Rauswurf auf Grund friedlicher Diskussionen im HG in Vorbereitung ist ,wünsche ich denen die mich neutral sahen aber nicht den Mut aufbrachten öff Stellung zu nehmen , alles erdenklich Gute !

    Dies wünsche ich noch mehr all denen die mich anfeindeten und schon aus Prinzip gegen mich sind , egal der Richtigkeit der Aussagen . Im Regelfall Leute die die Wahrheit nicht hören wollen oder diese nicht erkennen .

    Nett noch dieser Liker der seine "gefällt mir " nach der täglichen Windrichtung (oder ist es der Sonnenstand ? ) vergibt , fernab des Beitrags . Mögen ihre Kartoffel auch in vergewaltigtem Boden gedeien --weiter so ! Prima ! ... und hoffentlich endlich Freunde die ihnen das auch mal beibringen ! ( Wohl eher in diesem Leben nicht mehr )


    Dann noch an die , die am friedlichen Feuer mit einem Brandbeschleuniger stehen und stets nachlegen damit die Flammen ja kräftig lodern ! Möge Ihnen ihr Gott oder Allah oder was auch immer , die Kraft und die Einsicht geben dass dieser Weg zu noch ,mehr Hass und Missgunst führt . Traurig wenn es nicht mal die Älteren hier in einem langen Leben lernten, und heute eigentlich den jüngeren lehren sollten . Traurig !


    Ich hoffe dass all die Pferde und alle anderen Tiere von solchen Leuten nicht diesen Hass abbekommen , nicht vor anderen und nicht im stillen "Kämmerlein" .


    In allem sind hier regelmäßige Beiträge nicht erwünscht . Ich denke am besten fährt man wenn man nur alle paar Wochen mal einen Zweizeiler (natürlich mit dem Strom ) schreibt und dann sich wieder schlafen legt. Manche liegen auch ganz platt , greifen nur ab , und hetzen aber dann zu gegebener Zeit .



    So long .....

  • Danke für eure Antworten und eure Mühe.


    Tatsächlich bin ich ein bißchen frustriert - ich will ja gerne glauben, daß es langer Erfahrung bedarf, um Heu und Stroh richtig zu beurteilen. Aber es muß doch lernbar sein... wie fange ich denn am besten an? Oder - wenn das besser geht: worauf legt ihr denn wert, wenn ihr kauft?


    Ihr kommt rein, steht vor dem Ballen - und dann?


    Die Ardennerin

  • Ihr kommt rein, steht vor dem Ballen - und dann?

    schau ich meinem Mob zu was er davon hält; die sprechen klare Worte, nein, es deckt sich nicht immer mit meinem ersten Eindruck ...

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)

  • Ihr kommt rein, steht vor dem Ballen - und dann?


    Die Ardennerin


    Dann nehme ich als erstes eine "Nase" - ich rieche mittlerweile Schimmel schon in Konzentrationen, da sagen andere noch: "alles in Ordnung". Dann gibt es noch die Variante "Fermentation", da riecht das Heu dann eher wie Tabak und hat eine bräunliche Konsistenz. Das wird aber teilweise von Pferden recht akzeptabel gefressen.


    Danach ziehe ich aus verschiedenen Lagen ein paar Proben und schaue mir die an. Hier beurteile ich Halmlänge, wie sehr es "bröselt", Anteil an erkennbaren Grasarten, Unkräutern, usw. (Ampferüberschuss erkennt man schon von aussen).


    Verstaubung erkennt man im gewickelten Ballen kaum, das kommt erst zutage, wenn die Umwicklung ab ist. Habe ich bei den gezogenen Proben einen hochen Anteil an kurzen und eher feinen Halmen dabei, kann ich nach meiner Erfahrung mit mehr Staub rechnen.

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • Eigentlich ist ein Futtermittellieferant dazu verpflichtet beste Qualität zu liefern /produzieren.

    Die Realität sieht leider oft anders aus.

    Was Du gekauft hast ,siehst Du ja erst wenn der Ballen / Rolle offen ist .

    Staub kommt nicht unbedingt vom Schimmel ,

    sondern oft durch Dreck .

    Maulwurfshügel ,zu tiefes Mähen und zu tiefes Kratzen beim wenden.

    Zu festes pressen ,zu hohes stapeln der Ballen/ Rollen uvm.

    Äste, Verunreinigungen, Giftpflanzen, etc. dürfen nicht vorhanden sein.

    Schön wärs, bei uns wird JKK oft nicht erkannt und mit reingepresst,

    hier gibt es auch Wiesen die im Herbst wunderschön lila blühen ,

    die werden auch jedes Jahr zu Heu gemacht und verkauft.

    Solange Deine Pferde das Heu fressen und vertragen ist es gut,

    wenn es Probleme gibt ,wirst Du es schwer haben den Lieferanten davon zu überzeugen das sein Heu schuld ist .

    ich will ja gerne glauben, daß es langer Erfahrung bedarf, um Heu und Stroh richtig zu beurteilen

    es bedarf auch langer Erfahrung gutes Heu und Stroh zu produzieren .

    Ich hatte auch schon Heu das alle Kriterien erfüllt hat ,

    super Aussehen, schöne Farbe ,guter Geruch ,griffig usw.

    Bloß meine 2 wollten es nicht fressen .

    Heuer wird das eh alles egal sein,da mancher froh ist überhaupt was für seine Pferde zu haben ,

    das sie den Winter über fressen können .

  • In all den vielen Jahren Heubedarf -Zukauf-Selbsterzeuger habe ich die Erfahrung gemacht ,das langsam produziertes ,bei besten Wetter ,locker gepresst ,von allen Seiten gut belüftet gelagert immer das Beste ist,wenn vor dem Schnitt nicht mit Gülle-Frischmist gedüngt worden ist,sondern mit kompostierten im Spätherbst,nach dem 1. schnitt mit Magnesium-Kali gedüngt wird.

    Die meisten Heuverkäufer versuchen den grössten Schnellproduzierten Kramsch als bestes Pferdeheu an den Mann/Frau zu bringen.Bei den meisten Rundballen ist der innere Kernbereich unbrauchbar,eher zum entsorgen. Es gibt bereits Rundballenpressen mit Weichkernpress -einstellung .Kleinballen kann man leichter kontrollieren durch das Grösse/Gewichtverhältniss.ist ein kleiner ballen zu schwer ,ist er sicher faul.ist ein grosser kleinballen leicht und riecht gut dann ist er in Ordnung.Wer seinen Heubauern in der nähe hat, kann auch sehen wie er die Wiese düngt ,angrenzende Felder spritzt usw..beobachten.

    Seit ich mein Pferdeheu selber mit Kleintraktor -langsam-oder mit den Pferden gemacht habe habe ich Hauptsächlich bestes Heu,weil mir die aufgewendete Zeit dafür es wert waren .

    Die Pferde-Damenwelt wünscht beste Qualität aus rattionell,schnellster modenster Produktion zum selbstverständlichen Billigstpreis bis in das Heulager eingelagert .Bitte kauft euch eine Sense-Gabel -Rechen und macht einmal in eurem Leben euer bestes eigenes Heu.


    Gruss von spyder.

  • Wie spyder schreibt: Mein bestes Heu habe ich selber mit dem Mähbalken frühmorgens geschnitten, an diesem Tag mit der Hand gewendet und abends geschwadet. Dann morgens mit der Hand ausgebreitet und 2x pro Tag mit der Hand gewendet bis es trocken knisternd vom Holzrechen wehen konnte. Das Heu wurde dann lose eingebracht und in einer gut durchlüfteten Scheune gelagert. Damals war ich Studentin und habe Mähen, Wenden und Schwaden für 4 Pferde alleine gemacht. Beim Einbringen und in die Scheune bringen hatte ich Hilfe. Dieses Heu roch wie Tee. Leider war es ein Luxuslebensmittel und für mich nur 2 Jahre machbar.

    Ansonsten nehme ich nach Möglichkeit kleine Ballen. An ihnen sieht man schon beim Kauf, wenn noch Gras im Ballen ist. Wenn ein Ballen schwer ist, mache ich ihn auf. Gras, Erde, Stöcke und tote Mäuse kann ich dann entfernen. Das Heu sollte wirklich wie Heu riechen. Allerdings habe ich einen Vorteil: Ich habe Neurodermitis und eine Anlage für Asthma. Wenn das Heu schlecht ist, fange ich spätestens beim 100. Ballen an zu husten.

  • Nun stellt sich die Frage ,was soll man mit etwas nicht optimaler Qualität machen ,an Sonne hat es nicht gemangelt -Heu vom Vorjahr etwas staubig durch schlechter Belüftung in der Einlagerung-zu nahe beinander usw. mit günstigem Wind durchschütteln-auswaschen-bedämpfen?Habe dieses Jahr sehr schönes gut riechendes zugekauft .Sie fressen lieber Sroh als dieses Heu.Bei genauerer Recherche hat der Bauer im März mit Schweinegülle gedüngt.

  • So langsam wird es interessant: was mache ich denn, wenn die Qualität nicht paßt??? klar wegschmeissen, ist aber in knappen Zeiten nicht so die Option, also wie bekomm ich noch was gerettet?

    Bei mir ist seit 3 Jahren das Problem von zuviel Erdanteil im Heu und teilweis wegen zu engem Pressen Schimmel. ich tue in die Luft schmeissen in der Hoffnung dass die Erdbrocken zuerst unten ankommen und so ich besser die Schimmelklumpen raussammeln kann, danach breite ich das Zeug in einer schrägen mit LKW-plane ausgelegten Rinne aus und übergieße mit kochendem Wasser via Gießkanne also maximal 10l. bei schlechter Qualität rücke ich nach gewisser Abkühlung nun die Rinne zu den Pony, wo die ohne filter selektieren dürfen. Kochendes Wasser senkt die Hustenquote mehr als Salzwasser mM nach. Sowohl Ben (COPD) als auch Flitz (Kehlkopfanomalie) melden zuverlässig auch geringe Verpilzung Heu, komischerweis ist Husch (dämpfig) eher robust, wenn die anschlägt hilft nur sofortiges Ausräumen Krippe, denn wer bereits hgr. geschädigt ist, darf keine weiteren Schaden sich fangen..

    ach so und ich hab immer Top-heu, welches ich mit schlecht verschneide und biete ebenfalls gutes Futterstroh an, was die Pony oft vorziehen und meinen Spezialisten generell weniger Probleme bereitet. Diesen Winter werde ich in ein heu-toy investieren, denn mir gefällt generell diese Netz Fresserei null, obwohl so gut der Dreck sich unten sammelt. Und Qualitätsheu wird direkt als 50/50 Mischung mit gutem WZ-Stroh gegeben werden.

    mfg Kirsten

  • Eigentlich ist ein Futtermittellieferant dazu verpflichtet beste Qualität zu liefern /produzieren.

    Die Realität sieht leider oft anders aus.

    Was Du gekauft hast ,siehst Du ja erst wenn der Ballen / Rolle offen ist .

    Wo steht diese Verpflichtung geschrieben ? Oft wird der Lieferant Händler sein und eben kaufen was er bekommt . Dass die Abgeber ,meist nur das schlechtere verkaufen ist doch auch klar .


    Man kann ja einen Probeballen kaufen , oder vertraglich die Qualität niederschreiben .

    Staub kommt nicht unbedingt vom Schimmel ,

    sondern oft durch Dreck .

    Jedes noch so gute Heu staubt , das liegt an der an der Natur der Sache . Man muss nur schauen warum das Heu staubt . Wer Dreck im Heu hat , der hat seine Maschinen nicht richtig eingestellt .


    Grundsätzlich ist jeder gut beraten sein eigenes Heu zu werben . Auf dem Markt ist oft nur drittklassige Ware .

    Maulwurfshügel ,zu tiefes Mähen und zu tiefes Kratzen beim wenden.

    Zu festes pressen ,zu hohes stapeln der Ballen/ Rollen uvm.

    Bei trokenem Heuwetter sollte der Dreck vom Maulwurfshügel keine Rolle im Heu spielen , den hat der Kreisler längst in die Grasnarbe verworfen .

    Zu tiefes mähen und zu tief eingestellte Kreisler und Schwader sind für Futterverschmutzungen hauptursächlich , das ist richtig .

    Wenn Heu wirklich troken ist , dann wüsste ich nicht was gegen festen pressen sprechen würde , ebenso das hohe Stapeln .

    Klar wer nicht ganz "koscher " einfährt , für den gilt das natürlich schon .

  • In all den vielen Jahren Heubedarf -Zukauf-Selbsterzeuger habe ich die Erfahrung gemacht ,das langsam produziertes ,bei besten Wetter ,locker gepresst ,

    Nix für ungut , aber ich bin auch nicht erst seit gestern dabei . Langsam produziert , wie geht das ? Wenn die sonne zu viel scheint schieben Sie die Wolken vor ?

    Nur mal als Beispiel , das beste Heu wird immer von einer künstlichen Troknung kommen . Dort wird es in einer Nacht getroknet . Jeden Tag wo das Heu länger draußen liegt , verliert es an Inhaltstoffe . Jeden tag länger muss ich es wenden oder andere bearbeiten , was Bröckelverluste und Schmutzeintrag begünstigt . Diese ihre Aussage ist fachlich (sorry ) leider völlig falsch .

    Trokenes Heu ( unter 14 % Feuchte ) kann man fest pressen ohne Bedenken .

    I,von allen Seiten gut belüftet gelagert immer das Beste ist,

    welchen Einfluss hat eine gute Belüftung , auf einen Heustock von mehreren Metern Durchmesser ? oder stapelweise Ballen ? ................... im inneren eher keinen , außen vielleicht ein klein wenig . das ist unwichtig , sorry .

    wenn es natürlich zu nass eingefahren wurde und es nur ein e kleine Menge ist , dann mag die Aussage noch den Rest retten .

    wenn vor dem Schnitt nicht mit Gülle-Frischmist gedüngt worden ist,sondern mit kompostierten im Spätherbst,nach dem 1. schnitt mit Magnesium-Kali gedüngt wird.

    Gülle auf eine kurze Grasnarbe hat keinen Einfluss auf den Geschmack , meine Meinung , eben zu oft praktiziert . . Wenn ich natürlich auf 10 cm Bestand fahre , dann ist das wieder anderes .


    ""Nach dem 1 Schnitt mit magnesium-kali "" . Bitte auch vorher um Entschuldigung ! Es gibt 5 Hauptnährstoffe die sich Stickstoff Phosphor Kali Kalk und Magnesium ( als Kürzel : N , P ; K ; Ca; Mg ) nennen . Alle diese sind wichtig für das Wachstum einer Pflanze , egal ob Biio oder Konvi .

    Möchte jetzt nicht auf alle eingehen (sprengt ) , aber Kali ist im Boden weitgehend unbeweglich und nicht wasserlöslich ( ausser Patentkali , serh teuer , schwer zu bekommen , nur für Spezialkulturen ) , deshalb macht es absolut keinen Sinn , nach dem 1 Schnitt Kali zu streuen und zu glauben das hilft für den nächsten Schnitt .

    Wenn Sie Kali und Magnesium zusammen nennen, dann immer das Kali zuerst, da es an Menge viel mehr braucht als Mg . Bitte sorry , auch diese Aussage ist fachlich völlig falsch .

    Die meisten Heuverkäufer versuchen den grössten Schnellproduzierten Kramsch als bestes Pferdeheu an den Mann/Frau zu bringen.Bei den meisten Rundballen ist der innere Kernbereich unbrauchbar,eher zum entsorgen.

    Ja , scho klar , blos das hat nichts mit schnell zu tun , im Gegenteil , schnell wäre besser wie beschrieben .

    IBei den meisten Rundballen ist der innere Kernbereich unbrauchbar,eher zum entsorgen. Es gibt bereits Rundballenpressen mit Weichkernpress -einstellung .

    Hier müssen Sie unterscheiden vom Bauprinzip der Presse ! Ist es eine Festkammerpresse oder eine variable Bänderpresse auch Riemenpresse genannt. Ihrer Aussage gebe ich Recht , sofern das Heu nicht wirklich unter 14 % Wasser hat und Sie mit einer Bänderpresse pressen lassen . Bei absolut trokener Ware ist das egal .


    Für diese Bänderpresse gibt es eine Weichkernausführung , das ist richtig .


    Eine Festkammerpresse hat immer einen weicheren Kern als eine variable Riemenpresse . Diese Presse ist in meinem Augen nicht mehr zeitgemäß .

    Kleinballen kann man leichter kontrollieren

    Gegen Kleinballen spricht aus Verkäuferseite nur der Preis , den entweder muss ich meine Knochen hinhalten und verschleißen , oder ich muss sehr teure Technik vorhalten . Beides wird von der Abnehmerseite nicht bezahlt .


    Des weiteren findet man dafür keine Helfer mehr

    Wenn das jemand für sich macht ist es ok , alles andere gehört so verboten wie der 50 kg Sack Zement .

    ( Ich habe viele Jahre einen städtischen RV mit fast 100 Pferden mit Heu und Stroh im Winter versorgt , will sagen , ich weiß von was ich schreibe )


    Herr Spyder , auch wenn es für Sie so wirkt , ich möchte Sie damit NICHT angehen . Möchte nur Ihre Aussagen richtig stellen , denn so kann man es schlecht stehen lassen . Die Thematik war jetzt nur gestreift , damit es nicht zu lange wird .

    Außerdem kann ja jeder selbst entscheiden was er glauben möchte .


    Nix für Ungut !

  • Manchmal denke ich, das Du echt glaubst was Du schreibst .

    I

    Aber natürlich glaube ich das was ich schreibe ! Das habe ich gelernt und wohl mehr als reichlich im eigenen wie auch auf fremden Betrieben erfahren ! Auch wenn mir Verarschung vorgeworfen wird , ich wüßte nicht warum ich das tun soll .

    Ich bin ca 15 Jahre mit HD Pressen (kleine Ballen ) im ganzen Umkreis im Lohn gefahren und zwar viel , ganz viel . manchmal von der früh um 10 bis nachts um Zwei ! Tags Grummet und Abends Stroh . Später dann mit Rundballenpressen ( Festkammer ) , auch sehr viel unterwegs gewesen .

    Das ist jetzt nicht unbedingt der Beweiß dass man Bescheid weiß , ich kenne Leute die reiten seit 30 Jahren und könnens immer noch nicht , aber das sollte die Ausnahme sein .


    Außerdem , wie gesagt , man muss es ja nicht annehmen .


    Vielleicht noch soviel : Nicht immer konnte ich alles alleine machen , aber zum Heu wenden und schwaden schaue ich immer dass ich das selbst mache , oder aber wenn das nicht mögl ist , dass ich mit raus fahre und die Maschinen in Arbeitshöhe , ZW Drehzahl und Fahrgeschwindigkeit selbst einstelle und dann erst den Fahrer alleine lasse .


    Diese viele Erzählungen hier von Dreck im Heu und Schimmel , sowas kenne ich kaum .


    Mein Motto :

    Was nicht 100 % einwandfrei ist , fahre ich nicht heim , dann soll es draußemn kaputt gehen , das ist einfacher .


    Trotz Maschinenwerbung und dem schwierigen Jahr heuer , habe ich auch ( nicht nur ) Heu , das mehr aussieht und riecht wie Tee !

    Wer das nicht glaubt kann das gerne kontrollieren .

  • Eigentlich ist ein Futtermittellieferant dazu verpflichtet beste Qualität zu liefern /produzieren.

    Die Realität sieht leider oft anders aus.

    Und wenn er tatsächlich verpflichtet ist :

    Niemand wird doch absichtlich schlechte Ware produzieren ! Jetzt lassen wir zum idealen Schnittzeitpunkt das Wetter für 3 Wochen nicht beständig genug sein um das Heu zu mähen ! Und schon ist die Qualität beim Teufel !


    Gibt natürlich viel mehr Gründe , die meisten liegen jedoch am Wetter und die zweitmeisten an dem dass "man " es nicht besser weiß .


    Deshalb ist diese Aussage sehr theoretisch . Könnte man Heu immer mähen und z B in einer Halle troknen , dann könnte man die Aussage so stehen lassen .

  • Grundsätzlich ist jeder gut beraten sein eigenes Heu zu werben . Auf dem Markt ist oft nur drittklassige Ware .

    Manchmal haben wir uns schon überlegt das Heu zu kaufen, anstatt es selber zu machen,

    da es in manchen Jahren recht günstig angeboten wird.


    Aber wenn wir dann die Qualität sehen, sind wir wieder froh das Heu selber machen zu können. Denn dann haben wir es selber in der Hand wann und wie wir es machen.

    Schon allein die Warterei auf gutes Wetter, bis man Mähen kann. ( Heuer kein Problem).

    Kreuzkraut ausstechen, Maschinen warten usw, macht auch nicht so viel Freude.


    Letztendlich sind wir dann aber doch froh unser Heu selber machen zu können, wir sehen das mittlerweile als Privileg :):).


    Bis jetzt haben wir immer ordentliches Heu eingefahren, Ausschlag gebend ist vielleicht auch, das wir das Heu lose einfahren und lagern.