Heupreise 2018-2019

  • Den Norwegern ist es wichtig, in ihrer Lebensmittelproduktion so autark wie möglich zu sein, deshalb haben sie sich vom Weltmarkt " losgelöst".

    Es scheint zu funktionieren: in diesem interessantenBericht von 2009 kann man einige Einblicke in das System finden.

    wobei das mit der Aussage, dass so viele landwirtschaftliche Erzeugnisse importiert werden (müssen), nicht zusammenpasst.....

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • wobei das mit der Aussage, dass so viele landwirtschaftliche Erzeugnisse importiert werden (müssen), nicht zusammenpasst.....

    Ja:tongue:, ich fand diese Formulierung im Bericht auch etwas irritierend:


    "Dennoch ist Norwegen bei den meisten landwirtschaftlichen Produkten Selbstversorger, lediglich
    Getreide, Obst und Gemüse wird importiert."

    "lediglich" ist gut...:/

    Aber man darf natürlich nicht vergessen, dass Norwegen ein wohlhabendes Land ist, dessen Bürger auch gerne vor vielfältig gefüllten Regalen im Supermarkt stehen- mit so "exotischen" Sachen wie Toastbrot, Dosenmais und Weintrauben ...


    " Soweit wie möglich autark" bedeutet unter norwegischen Verhältnissen, dass sie ihren Eigenbedarf an Fleisch , Milch, heimischen Obst und Kartoffeln decken können- dass ist für die landwirtschaflichen Voraussetzungen ( Ackerflächen, Vegetationszeit) dieses Landes schon eine große Leistung!


    Aber mal zurück zum Thema ;-)

    Dass mein kurzer Einwurf zur Heubeschaffung der norwegischen Pferdehalter auf Unglauben trifft, zeigt mir, dass "wir" doch trotz allem recht gut dastehen:

    Von irgendwo wird man noch was bekommen, teurer zwar, aber man muss dafür nicht den halben Kontinent durchqueren...

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  • Aber mal zurück zum Thema ;-)

    Dass mein kurzer Einwurf zur Heubeschaffung der norwegischen Pferdehalter auf Unglauben trifft, zeigt mir, dass "wir" doch trotz allem recht gut dastehen:

    Von irgendwo wird man noch was bekommen, teurer zwar, aber man muss dafür nicht den halben Kontinent durchqueren...

    das ist wohl wahr.

    Sabine M.H.
    Arbeitende Ziegen und Highland Ponies

  • Hoffentlich erleben die keine böse Überraschung, denn Heu in Italien ist nicht das, was wir hier in Deutschland unter Heu verstehen. Allerdings ist Heu in Italien normalerweise sehr günstig und besonders dieses Jahr hatte Italien im Sommer sehr regelmäßig Niederschläge, während es hier extrem trocken war. In Italien gehören viele landwirtschaftliche Flächen Privatleuten. Da die keine richtige Landwirtschaft betreiben oder auf den Flächen Olivenbäume stehen, wird der Aufwuchs einfach ein- bis zweimal gemäht und zu Heu gemacht. Das was da gepresst wird ist kein normales Heu, sondern zumeist irgendwelche Unkräuter mit geringem Grasanteil. Dafür kostet der große Rund oder Quaderballen in Italien aber nur ca. 20,-- bis 30,-- € oder sogar weniger. Quaderballen werden in Italien mit Draht gebunden, was deutlich besser hält als die mit Klappenband hier.

  • Hoffentlich erleben die keine böse Überraschung, denn Heu in Italien ist nicht das, was wir hier in Deutschland unter Heu verstehen.

    Ja, da hat Lawirant völlig recht. In Italien kennt man das Zetteln und Wenden nicht zumindest nicht in dem Umfang wie wir hier. Von unserern vielen Reisen über die Alpen nach Italien und in der Toskana kenne ich das Problem aus eigener Erfahrung. Schon von der Farbe her sind Heu und Stroh oft nicht zu unterscheiden.


    Beide tief gelb.


    A. Nemitz

    A. Nemitz

  • Das klingt wirklich professionell. Habe ich in Italien noch nie gesehen. Das was wir da so zu sehen bekommen ist der reinste Dreck oder aber es ist Luzerne. Der Preis ist ja unerschwinglich.


    Hier rollen fast täglich LKW´s mit Heu aus Polen durch. Derzeitiger Preis ca. 130,-- € pro Rundballen. In den letzten Tagen gab es aber nochmal einen Schnitt Silage ( für Heu hat es nicht mehr gereicht), was die Situation möglicherweise etwas entspannen könnte.

  • Bei uns ist / war es auch sehr trocken, aber einige teils große Wiesen wurden überhaupt nicht gemäht .

    Außerhalb vom Ort oder mit Obstbäumen drauf .

    Da steht noch das alte,hohe trockene Gras,obwohl wir Pferde-und Rinderhalter hier haben .

    Vermutlich weil sonst die Jahre über mit Heuverkauf kaum was zu verdienen war.

  • Hier rollen fast täglich LKW´s mit Heu aus Polen durch. Derzeitiger Preis ca. 130,-- € pro Rundballen.

    Ich dachte, in Polen sein die Wetter-Situation genauso oder noch schlimmer als hier gewesen?!

    Aber ich habe auch von anderen Stellen von diesen Lieferungen gehört- die scheinen also doch (noch) mehr zu haben als sie selbst benötigen ( oder sie bekommen im Ausland mehr Geld und dafür schauen die Einheimischen Verbraucher in die Röhre...)