Wiesenschleppe für Pferd

    • Wiesenschleppe für Pferd

      Hallo ich beabsichtige mir eine Wiesenschleppe aus den Dreiecksternen zu bauen. dazu habe ich folgende Frage: kann ich 2 Meter Breite Gewicht 51kg mit einem Pferd (Schwarzwälder, trainiert) über einen längeren Zeitraum nutzen oder ist die Belastung zu hoch? Im Bild ist eine für Schlepperanbau zu sehen ich wollte nur das Netz nutzen-
      :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen

      HeiBo
    • Die Gußsterne sind mördermäßig schwer und auch eine relativ kleine Matte daraus kann man per Hand nicht mehr auf- und abladen.
      Aber warum soll es denn diese schon längst überholte Abschlepperei sein? Heutzutage wird gestriegelt. Die Zinken kann man einzelnd kaufen und sich selbst ein Gestell anfertigen. Mit einstellbarer Höhe über eine verstellbare Achse, wegen des Verschleiß und verschieden weicher Böden, kann man den Striegel hinter dem Pferd herziehen und über den Anpreßdruck auch dem Pferd die Arbeit erleichtern.

      Einfach 'mal im Netz nach Grünlandstriegel — ein bekannter und bewährter Striegelhersteller ist Einböck, und hier der „Grassmanager“ (mit Doppel-S) — suchen und gucken was geht.
    • einen Grünlandstriegel hab ich mir bereits für meinen Einachser gebaut, aber damit krieg ich die ganzen Trittspuren nach diesem verregnetem Jahr 2017 nicht eingeebnet, darum will ich es mit einem Netz versuchen und das Ersatznetz soll wie beschrieben nur 51 kg wiegen bei 2 m breite und 3 Reihen, als nicht so schwer. Der Vorteil ist ich habe eine glatte Seite und eine mit Dornen und es ist beweglich, es werden also nur die Kämme eingeebnet.
      :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen

      HeiBo
    • Gefroren hat es bei uns nicht und noch mehr den Boden verdichten will ich vermeiden. Mir geht's darum die tiefen Trittspuren und die Oberfläche etwas einzuebnen.
      Daggi wie sind die Ergebnisse?wir haben bei uns schweren Boden
      :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen

      HeiBo
    • Wir sind mit der Wiesenschleppe zufrieden, da sie fürs Pferd leicht genug ist.
      Die Wiesenschleppe ist bei und ausreichend zum Belüften der Wiesen und Weiden, bei vielen Maulwurfshaufen haben wir letztes Jahr mit großen Eisenringen abgeschleppt. Leider habe ich kein Bild davon. Die 3 Eisenringe stammen von einem sehr großen vermoderten Krautfass.
      Wenn wir starke Trittschäden haben, wird zuerst mit der Wiesenschleppe gefahren, um die Löcher zu befüllen :) , dann Gras nachgesät und dann wird gewalzt. Das ganze aber erst so im März, wenn die Weide abgetrocknet ist.
      Wir haben keinen schweren Boden.
    • Die Eisenring Variante kenne ich auch,wurde aus alten Eisenreifen von den Holzrädern hergestellt. Funktioniert bei Maulwurf Haufen und gerader Fläche sehr gut, da ich dann wirklich nur den Haufen einebne. Bei welligen Untergrund wird man sich Streifen ziehen, wenn die Reifen schwer sind.
      :thumbsup: Freude ist da, wo auch Pferde sich wohlfühlen

      HeiBo
    • dorina schrieb:

      heißt das du findest die Eisenringe besser wenn es ums breitschleppen von Maulwurfshaufen geht?
      Oder genauer : Wann nutzt ihr die Eisenringe und wann die andere?
      Meine sieht so aus:
      Ja.

      bei unserer stark beanspruchten Winterkoppel benützen wir nur die Schleppe, da würden die Eisenringe die letzten Grashalme rausreißen.
      Bei unsere Heuwiese, die nur im Herbst kurz beweidet wird, benützen wir beides, das Ergebniss ist sehr gut und wir mussten nichts Neues kaufen.
      Ursprünglich wollten wir uns eine „Wiesenhexe“ ( so ähnlich wie @HeiBo) für den Bulldog kaufen. Jetzt können wir das mit Pferd oder Bulldog machen.
    • Guten Tag,
      wir arbeiten ausschließlich mit der Wiesenegge. Dazu haben wir zwei Größen im Einsatz: zwei leichte für Einspänner une eine schwerere für Zweispänner.
      Damit lassen sich die Wühlmaushaufen sehr gut einebnen und der Mist bzw. Kothaufen werden gut verrieben. Verfilzte Bereiche werden damit sehr schön aufgerieben und belüftet. Ein günstiger Nebenerffekt ist, dass die Gräser zur vermehrten Bestockung angeregt werden. Dazu muss man aber noch etwas warten.
      Die Egge eignet sich auch gut zum Antrainieren junger Pferde, da sie immer schön am Boden liegt und nicht wie eine Ackeregge "hüpft".
      Hier ein Bild vom zweispännigen Schleppen im Frühjahr.


      Grüße
      Florian
    • HeiBo schrieb:

      kann ich 2 Meter Breite Gewicht 51kg mit einem Pferd (Schwarzwälder, trainiert) über einen längeren Zeitraum nutzen oder ist die Belastung zu hoch?
      HeiBo, das wirst Du wohl selber erst mal ausprobieren müssen ... !?





      Wieseneggen
      mit 4 Gliederreihen hintereinander

      - W 1

      - Arbeitsbreite 130cm
      - Anzahl der Eggenglieder mit je 3 Doppelzinken = 18 Stück
      - Gewicht mit Zugbalken = 52 Kg
      - für ein Pferd


      - W 2
      - 165 cm
      - 22 Stück

      - 63 Kg
      - für ein Pferd


      mit 5 Gliederreihen hintereinander

      - W 15
      - 130 cm
      - 22 Stück
      - 62 Kg
      - für ein Pferd


      HeiBo schrieb:

      Gefroren hat es bei uns nicht und noch mehr den Boden verdichten will ich vermeiden.
      Früher ... 18xx - 19xx wurden gute Wiesen im Frühjahr - ab dem erstmöglichen, geeigneten Zeitpunkt mit "sehr schweren" Vollkörperwalzen rückverdichtet, wenn sie über Winter hochgefroren waren.
      Solche (Wiesen)-Walzen waren in alter Bauart aus einem starken Holzrahmen, welche durch auflegen zusätzlichen Ballastes weiter beschwert werden konnte, und die Walzenkörper wurden meist aus entsprechenden Eichenstämmen / Hartholz hergestellt.



      Später baute man solche Wiesenwalzen auch aus gehauenen Steinsäulen (recht teuer) oder, dann wesentlich günstiger - aus Beton.
      Solche Walzen waren aber permanent sehr schwer !
      Als es der Stahlindustrie möglich war, konnte man solche "Glattwalzen " aus Stahlblech-Hohlzylindern herstellen, welche dem Bedarf nach im Gewicht durch befüllen mit z.B. Sand oder Wasser den entsprechenden Verhältnissen angepasst werden konnten.

      einspännige Variante


      ein und zweispännige Variante



      dreiteilige, zwei- oder mehrspännige Variante(n) ...


      Auch wenn es diesen Winter hierzulande verbreitet (bisher) zu keinen nennenswerten Frösten gekommen ist, so willst Du ja doch für's kommende Jahr wieder eine möglichst glatte Oberfläche auf deinen Wiesen haben !?

      Eine sonst durchaus brauchbare Wiesenschleppe zum einebnen von Erdhaufen (Maulwurf, Schermaus, ...) wie z.B. die abgebildeter Bauart Arbeitet nur auf glattem, ebenem Untergrund wirklich gut und sauber.



      Schon bei geringen Unebenheiten gehen derartige "Breit - geradelinig" arbeitenden Werkzeuge über diese - oft ohne den gewünschten, ausreichenden Erfolg hinweg ... :(

      Wenn deine Wiesen nur annähernd so aussehen wie die hiesigen, dann wirst Du um's Anwalzen deiner Buckelpisten wohl kaum herum kommen ... :/

      Ich verwende hierzu eine "Cambridge-Walze", da dieser Walzentyp hier überwiegend vorhanden war und am vielseitigsten - ob mit Gespann oder per Schlepper - einsetzbar ist.

      dreiteilige, zwei-oder mehrspännige Variante einer Camebridgewalze


      Man muß allerdings den Arbeitszeitpunkt sehr gut auswählen (können) !

      Der Boden muß allgemein so weit abgetrocknet sein, daß er für Arbeitszwecke stabil genug ist (begehbar / befahrbar), andererseits muß er aber auch noch so gut knetbar sein, daß sich die Bodenunebenheiten wieder gut miteinander verbinden können.


      Etwas später würde ich nach Möglichkeit mit einer speziellen "Wiesenegge" (eher seltener zu finden),

      "Wiesenegge" - System nach Groß & Co. Leipzig




      einer "Netzegge"
      (gibt es durchaus noch hin und wieder zu finden - auch sehr gut einsetzbar im Getreide und bei den Kartoffeln)

      "Schönberger Netzegge"



      oder eben einem, wie oben bereits genannten "Wiesenstriegel"

      Wiesenstriegel


      drüber gehen.

      Bei Bedarf (Stellenweise?) Grassamen aufbringen und diesen durch nochmaliges anwalzen mit dem Boden gut in Verbindung bringen ...
      (und hoffen, daß es dann nicht zu lange trocken bleibt, sondern eher bald wieder wenigstens etwas Regnet ... :huh: )


      Hab ich was wesentliches vergessen ... ?(
      Kaltblutpower.
      Wehe, wenn sie losgelassen
      :D

      > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <

      Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
      (frei nach Gustav Mahler)
    • Dorina, zum einebnen von besagten Erdhäufchen, zum überschleppen von Pferde- oder Rinderdunghaufen oder zum verteilen von aufgebrachtem Mist sind solche, wie oben abgebildete "Ringschleppen" auch leidlich geeignet und weit verbreitet gebräuchlich.

      Bodenunebenheiten, wie z.B. Trittschäden von (schweren) Huftieren, wie sie bei entsprechender "Dauerrregenwetterlage" wie im Herbst / Spätherst 2017 entstehen können (!?) bzw. Fahrspuren von Traktor / Tränkwasserwagen oder anderen, gewachsenen Bodenunebenheiten "kann man mit solchen Werkzeugen nicht einebnen" !

      daggi schrieb:

      ... mit der Cambridgewalze die Wiesen und Weiden walzen.
      ... bisher dachten wir, dass Sie nur auf dem Acker benützt wird.
      Überwiegend ja - da sich diese Bauart mit den abwechselnden, lose laufenden Sternzacken- und Riefenschneidringen - gerade auf bindigeren Böden, zum zerkleinern der Erdschollen und zum aufbrechen einer durch schwere Niederschläge auf frisch geeggtem und eingesätem Ackerboden gut bewährt hat.
      Aber man kann sie deshalb auch genau so gut zum andrücken oder einebnen auf Grünland / Wiesen verwenden - und musste / muß keine zwei Arbeitsgeräte vorhalten, die eh nur wenig(er) im Jahresverlauf zur Arbeit benötigt wurden / werden.
      Kaltblutpower.
      Wehe, wenn sie losgelassen
      :D

      > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <

      Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
      (frei nach Gustav Mahler)