Entfernung Koppel zum Stall - Häufigkeit des Pferdeeinsatzes

    • Entfernung Koppel zum Stall - Häufigkeit des Pferdeeinsatzes

      Guten Morgen zusammen,

      mich würde mal interessieren wie weit eure Koppel vom Stall entfernt ist bzw. wie lange ihr braucht um eure Pferde nach hause zu holen um sie anspannen zu können. Da die Putz- und Anschirrarbeit bei Stall- und Koppelhaltung annähernd gleich sein dürfte rechne ich sie hier mal nicht dazu. Von der o.g. "Transportzeit" ausgehend wie häufig spannt ihr eure Pferde an? Oder anders gesagt wie lange müssen Arbeiten bei euch dauern damit es sich lohnt die Pferde zu holen?

      Bei uns ist es so das wir zwischen einer 3/4 Stunde und etwas über 1 Stunde brauchen um die Pferde zu Fuß von der Weide zu holen.


      Ein Beispiel:
      Die kleine Wiese hinterm Haus (0,2 - 0,3 ha) muss abgeschleppt werden.
      Reine Arbeitszeit geschätzt ca. 0,5 Stunden.
      Pferde holen geschätzt ca. 0,75 - 1 Stunde
      Putzen und Anschirren (2 Pferde) geschätzt ca. 0,5 - 0,75 Stunden (bei viel Dreck auch mal mehr)


      Das heißt ich brauche mindesten 1,25 Stunden (mit Abschirren und wieder wegbringen sogar 2,25 h) um eine Arbeit von 0,5 Stunden zu machen. Da ich mit den Pferden arbeiten will, mache ich das i.d.R. auch und verzichte bei solchen Arbeiten auf den Trecker. Aber nicht immer reicht auch die Zeit dazu.

      Wie ist das bei Euch?

      VG Marcus
    • Zum absoluten Glück Pony nix Pferd anwesend--->die brauchen nix zu fressen, reicht wenn nachbars seine Pferd füttert... und meine zusehen dürfen!
      Nee, also so wie du rechnest käm ich gar selten zum Fahren/arbeiten, hier sind die Pony stets zu den Nutzzeiten aufgestallt, wenn es eng wird: vorgeputzt, fertig. Koppeln sind in 1-3 km Entfernung dh im Trab nebem dem rad/City roller/Quad usw ~10-15 Minuten reine Fahrzeit mit Aneinanderkopplen usw dauert es morgens und abends schon 30 Minuten bringen/hohlen.....Pony sind idr 12 h drinnen je nach Jahreszeit nachts oder tags. Und bei null menschzeit wird Ausgewildert dh komplett draußen+Einachser/Schleppe draußen. mfg Kirsten
    • Das in Post 1 war nur ein Beispiel um das Ganze zu verdeutlichen. Allerdings habe ich das auch schon gemacht als gerade nichts anderes zu tun war, einfach weil ich gerade Lust dazu hatte. Wir versuchen ansonsten natürlich die "Einsätze" ein bisschen zu planen und je nach Dauer/Kraftbedarf aneinander zu reihen, sodass die Pferde nicht nur für eine halbe Stunde Arbeitseinsatz reingeholt werden müssen. Ggf. bleiben sie dann eben auch mal über Nacht im Stall, wenn man früh los will oder abends keine Lust mehr hat die Pferde wegzubringen, etc..

      Bei uns sind die Pferde das ganze Jahr draußen, im Winter eben nur tagsüber. Letzteres ist auch viel abhängig von Wetter und Futterangebot auf den Weiden. Wir haben noch eine kleine Schafherde die das ganze Jahr draußen bleibt und die geht natürlich vor.

      Die Sachen/Geräte lasse ich nur ungern draußen, da wir nur mobile Koppeln mit E-Zaun haben. Einen Reifen kann ich da sorglos mal in der Koppel lassen aber beispielsweise eine Schleppe nicht. Wenn da mal die Pferde erschrecken und reinpreschen z.B. weil eine Rotte Schweine durch die Koppel saust - nee, das muss ich nicht haben. Gummiwagen o.ä. ist vielleicht was anderes aber da würden sie dann wahrscheinlich auch wieder dran rumknabbern. Außerdem habe ich meine Geräte, soweit möglich, gerne unter Dach. Würde ich sie außerhalb der Koppel liegen/stehen lassen, wären spätestens nach ein paar Tagen zweie da :cursing: . Zudem müsste ich die Geschirre ja auch jedes Mal mit dem Auto oder so zur Koppel fahren. Das mache ich eigentlich nur wenn ich direkt auf der Koppel etwas übe. Ist halt immer ne Zeitfrage.

      VG Marcus
    • Hallo, Marcus,

      ich habe mir erzählen lassen, daß in unserer Gegend die Arbeitspferde den Tag über im Geschirr blieben und keineswegs ein Leben auf der Koppel führen konnten. Dort weideten die Kühe und die Pferde durften lediglich nachweiden. Argument: die haben tagsüber genügend Bewegung und brauchen deshalb keinen Weidegang.

      Auf dem Acker waren die Pferde vormittags bis zum Mittagsläuten - dann gingen Gespannführer mit Pferden nach Hause für eine Stunde Mittagspause und anschließend bis um sechs Uhr wieder auf den Acker. Dann hatten die Pferde Feierabend und wurden ausgeschirrt.

      Auf diese Weise wurden die von Dir geschilderten Probleme umgangen bzw. sie waren nicht existent. Die Arbeitspferde erreichten in der Regel ein Alter von 18 - 20 Jahren und wurden anschließend wegen nachlassender Leistungsfähigkeit geschlachtet.

      Die Ardennerin
    • Hallo Ardennerin,

      ja so ähnlich war das auch bei uns. Meine Großeltern auf beiden Seiten haben früher ja auch mit Pferden in der Landwirtschaft gearbeitet, die Eltern meines Vaters mit schweren Warmblütern und die Eltern meiner Mutter mit Kaltblütern.

      Ich halte im Gegensatz zu meinen Großeltern die Pferde aber nur als Hobby. Neben meiner eigenen "Zeitbegrenzung" (offizielle Arbeit, andere Arbeiten bei denen man die Pferde nicht braucht, Hobbys, etc.) fällt natürlich auch generell viel weniger Arbeit für die Pferde an, sodass sie doch auch einen großen Teil der Zeit auf der Weide verbringen dürfen. Das ist ja auch gut so aber wenn nun die Koppeln nicht gleich hinterm Haus sind, kommt es eben zur oben genannten Zwickmühle. Ich denke so sieht es bei vielen Leuten hier ebenfalls aus. Daher auch meine Frage wie Ihr das hier handhabt.

      VG Marcus
    • Ich habe meine Koppeln zum Teil auch recht weit vom Haus entfernt. Da wir ja hauptsächlich im Gemüse mit Pferd arbeiten und wir da eh zu zweit sind, fährt einer die Geräte und Geschirr zum Acker und ich reite von der Koppel direkt da hin.
      Eben weil meine Pferde hauptsächlich mein Hobby sind arbeiten wir dann auch mal bloß eine halbe Stunde. Schließlich ist der Effekt eben nicht nur das die Arbeit getan ist, sondern auch das das Pferd wieder was getan hat und wenn die Zeit es zuläßt reite ich danach noch ne Runde.
      Zu Hauptarbeitszeiten sind meine Pferde tagsüber auf dem Paddock und Nachts auf der Weide. Damit sie jederzeit greifbar sind.
    • Hallo Marcus,
      ich versuche die Pferde jeden Tag anzuspannen, zumindest sollen sie nicht zwei freie Tage hintereinander haben. Die 2 Hauptweiden (1ha und ~5ha) liegen direkt am Hof, da brauche ich maximal 5 Minuten, um die Pferde reinzuholen. Habe dafür aber auch 5ha Acker eingetauscht, um die 5ha Wiese direkt am Hof zu bekommen…
      Meine weitest entfernte Weide ist 1,3km weit weg, da fahre ich mit dem Fahrrad hin und reite zurück, das andere Pferd mit langem oder kurzem Strick dabei. Grundsätzlich habe ich nur einen Führstrick, egal ob ich 1 oder 3 Pferde hole, und die Pferde mit kurzen (ca. 40cm) Stricken verbunden. Als Karabiner setze ich ausschließlich Bull-Snap-Karabiner ein, keine Panikhaken oder ähnliches.
      Wenn ich eine Arbeit habe, die jetzt erledigt werden muss, dann hole ich die Pferde dazu von der Koppel - egal wie weit sie gerade weg sind. :)