Umbau zum Zweispänner

    • Umbau zum Zweispänner

      Hallo ihr Lieben,
      nach 25 Jahren aktivem Reitsport entdecke ich gerade die Liebe zum Fahrsport :)
      Endlich werden unsere Shettys neben dem Job als Kinderponys ordentlich gearbeitet und ausgelastet.
      Allerdings bin ich in dem Gebiet recht unerfahren und lerne gerade mit meinen Jungs.

      Nun folgendes Problem:
      Ich habe eine kleine Kutsche geschenkt bekommen und frage mich, ob man sie erstmal als Zweispänner umrüsten kann. Dann kann ich weiter üben, bis mir meine bezahlbare Traumkutsche über den Weg läuft :D
      Also, an die Profis:
      Kann man so eine Kutsche "einfach umrüsten? ?( ?( ?(
    • Also meine Ponys werden von einer erfahrenenen Ausbilderin eingefahren und ich werde da auch nicht rum experimentieren :S
      Auch die Geschirre werden von ihr angepasst und ne neue (gebrauchte) Kutsche wird auch nur mit ihr zusammen erworben.
      So blauäugig bin ich nicht :D 8o

      Ich werde einfach noch etwas den Markt der Kutschen beobachten und auf etwas nettes hoffen, was nicht 600 km weg steht :thumbup:
    • Soweit okay, deine Kutsche hier hat keinerlei federung und wird also nur begrnezt auf befestigten Wegen nutzbar sein, aber als Anfängerfahrzeug in ebenem Gelände durchaus tauglich, Klotzbremse wenn zwei zb 1,10 m Shetten durchgehen bergab ist bei regenwetter für Frischling unzureichend!

      Die Kutsch auf Zweispänner umzurüsten ist sehr simpel machbar, da du aber dies fragst solltest du dir vorher über ein paar maße klarwerden: gewicht kutsch, Größe/Gewicht Shetten, Höhe Haxe hinten, Länge Pony brust-Hintern+55 cm+nach vorn je nach Nutzungszweck von 10 cm vor brust (Tunier =Tempo+enge kurven) bis 10 cm vor Nasenhöhe Pony (falls du rückwärts richten willst arbeitsmäßig also mehr als 3 tritt). Achsabstand/Gesamtlänge Wagkasten und Spurbeite/Bocksitzhöhe wären noch wichtige Maße. Nur wenn Spurbreite+Sitzhöhe+Gelände eingiermassen zum Gespann passen, macht ne umrüstung auch Sinn.

      mfg Kirsten
    • Ich meinte eigentlich, dass ne Klotzbremse bei entsprechender Witterung nicht in der Lage ist im Berg das Eigengewicht des Wagen zu halten und das unerfahrene Pony mit Aufhalten auf schmierigem Grund überfordert sein könnten. Meine gute Klotzbremse am 130 kg-Großpferdebuggy hat bei Regenwetter nicht ausreichende Bremswirkung schlammig bergab 15% erzielt, meine Pony können aufhalten, aber sonst wär das unschön geendet.

      Man kann Shetten mit einer Bremse das Durchgehen erschweren, genau dies natürlich nicht (also richtiges Durchgehen wegen X, wo alles für längere Zeit unkontrollierbar bleibt), aber letzenendes sinds kleine Tierle mit endlicher Kraft, denen ich sehr wohl das lange unkontrollierte Laufen mit ner vernünftigen Bremse erschweren kann, zb 100 m peesen lassen und ab da dann Bremse unterstützend einsetzen. Klappt niemals beim großen Holzrückepferd, was drauf trainiert wurd Lasten egal welcher Größe zu bewegen, aber Hand aufs Herz welches Shetty wird so ausgebildet??? Meistens werden an 300 kg Shetty mind. 350 kg last eher deutlich mehr gehängt und nun einen berg dazu, komme ich bei dieser Bodennähe mit dem geringen Gripp schnell an Grenzen. Kleine Shetten mit nur 150 kg haben meistens in ihrem Leben schonmal ein no go mit ihren Kräften erlebt.

      Aber dies meinte ich nicht als Hauptbeweggrund, sondern Shettenkutschen sind auch als Zweiachser idr deutlich schmaler (1m-1,15 m) als normale Kutschen (1,25 Sport, 1,40 m Freizeit!) bei oft ungünstig hohem Bocksitz, quadrat ist häufig, also 1,10 m Sitzhöhe. Hier kann und muss ich bei X eine Bremse stabilisierend einsetzen um nicht zu kippen, außerdem haut mir ein Großpferd maximal und seltenst nen 90°-Winkel bei X rein, bei Shetten sind hier größere Winkel mit mehr tempo möglich und vor allen Dingen soo selten die da auch nicht!!!

      mfg Kirsten

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