Pferd knabbert an Weidepfählen und zieht sie aus der Erde

    • Pferd knabbert an Weidepfählen und zieht sie aus der Erde

      Hallo zusammen,

      seit einiger Zeit knabbert eine unserer Stuten an den Koppelpfählen (mobiler Kunststoffpfahl) herum. Meist betrifft das den Kopf (das oberes Ende). Dabei brechen oft die kleinen Haken ab, was an sich schon ärgerlich ist. Davon abgesehen zieht sie dabei aber auch häufig den Pfahl aus der Erde, was bei mehreren aufeinander folgenden Pfählen gegebenenfalls einen Ausbruch begünstigt.

      Habt auch Ihr schon solche Probleme gehabt? Wie habt Ihr sie gelöst bzw. welche Erfahrung habt Ihr mit welchen Mitteln gemacht?

      Vielen Dank für Eure Hilfe.

      Grüße aus dem Harz

      Marcus
    • oh das ist übel. Meine haben sich eine zeitlang an den Pfählen versucht zu schubbern. Auch nicht schön. haben sie gelassen nachdem sie mal einen erwischt haben an dem die Litze aufgewickelt war. Vielleicht wäre das eine Idee? Also den Stromdraht an den Pfählen nach oben führen? Ansonsten einschmieren mit Butter oder Senf wäre noch eine Idee.
    • Wir hatten so etwas auch schon vor vielen Jahren. Unser Haflinger hatte auf die Koppelpfähle (aus Holz) aufgesetzt und gekoppt. Wir haben auch einiges versucht, doch letztendlich haben wir die Koppelpfähle ganz kurz über dem Isolator abgesägt. Wir hatten ab da nie wieder Probleme mit wackeligen oder sogar umgedrückten Koppelpfählen.
    • Server,

      Ja, das hatte ich auch mal. Eine Haflingerstute hat bewusst mehrere Plastikstickel in der Reihe rausgezogen und ist dann in der Nacht spazieren gegangen. Bis letztes Jahr hat eine meiner Kaltblutstuten auf odee an den Holzstempen solange herumgebissen, bis sie durch genagt, umgebrochen oder einfach umgefallen sind. Danach konnte dann wieder die Gegend erkundet und die Nachbar-Pferde besucht werden. Natürlich nachts! Das ist immer passiert, wenn das bessere Gras schon abgefressen war.
      In beiden Fällen hab ich es gelöst, in dem ich den Zaun von 1,0 bzw 1,2 m auf dir für Gropferde vorgeschriebene Zaunhöhe von 1,4 m setzte und Holz durch Stahl ersetzte. Seither ist Ruhe.
    • Hallo,

      wir haben Pfähle von ca. 1,4 m über der Erde:
      https://www.weidezaun.info/40x-voss-farming-steigbuegelpfahl-157cm-weiss-aktion.html

      Abgesehen davon das die Ösen noch etwas stabiler sein könnten, ist das die beste Lösung für uns. Wir haben keine Festkoppeln sondern nur mobile Zäune. Bei der Menge an Pfählen die wir manchmal brauchen, wir haben für unsere Schafe und Pferde teilweise 2 - 3 Koppeln gleichzeitig, ist Stahl unbezahlbar.

      Ich hatte das obere Seil bisher immer auf ca. 1,2 m, sodass der obere Teil " angreifbar" war. Inzwischen habe ich es aber ganz nach oben genommen. Bisher ist nichts passiert. Da sie das aber nicht regelmäßig macht, heißt das noch nicht viel. Wir werden sehen.

      Grüße aus dem Harz

      Marcus
    • Im Eseltierforum hatte man die Idee, Holz was die Esel anknabbern mit "Naturlack" zu streichen. Äppel etwas aufweichen, dann aufstreichen.
      Kostet nix und das Material wird an Ort und Stelle geliefert.
      Ich könnte mir vorstellen, daß die Pferde es nach ein paar mal probieren dann aufgeben.
      Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:
    • Also dank Igels tip, gibt es hier auch regelmäßige Anstriche der Lieblingsbäume der Pony mit Wasser/Scheiße-Mix, effizient und billig, schnell. Seit 2 Jahren hat sich husch auf das Entrinden bestimmter Obstbäume spezialisiert und ohne Schutzanstrich sind die Bäume arg belastet. Kunststoffweidepfähle vielleicht in Jauche/scheiße/Hühnergülledip tunken? mfg Kirsten
    • @PrinzB: ich hab auch nur mobile Zäune, da ich viele Mähweiden hab und ich die Zäune im Herbst abbaue, um Wildschäden zu vermeiden. Bei mir bleiben dann in den Ecken die T- Pfosten drin, welche ich benötige, um den Zaun zuspannen, dazwischen setz ich alle 5m die Fiberglas Pfähle.
    • Noro schrieb:

      ich hab auch nur mobile Zäune, da ich viele Mähweiden hab und ich die Zäune im Herbst abbaue, um Wildschäden zu vermeiden. Bei mir bleiben dann in den Ecken die T- Pfosten drin, welche ich benötige, um den Zaun zuspannen, dazwischen setz ich alle 5m die Fiberglas Pfähle.

      So haben das hier auch viele Pferdehalter gemacht, bis einige Pferde ausgebrochen sind und es zu Sach und Personenschäden gekommen ist. Die Versicherung hat die Zahlung wegen Fahrlässigkeit verweigert und das wurde gerichtlich bestätigt. Die Versicherung hat sich auf Richtlinien der FN und des Bundeszentrums für Ernährung berufen ( aid Broschüre "sichere Weidezäune"), nach denen Weiden für Pferde mit Pfosten von min. 9 cm Durchmesser (Holz), 350 - 400cm Pfahlabstand und min. 2-3 Querriegeln bzw. Elektroband eingezäunt werden müssen. Es gibt sogar Urteile, die feste Zäune mit einer Zaunhöhe von 2m für Großpferde fordern (Oberlandesgericht Naumburg).
      Wir nutzen solche mobilen Weidepfähle jetzt nur noch für Portionsweiden innerhalb ordnungsgemäß abgezäunter Weiden.

      Wenn das so weiter geht, dann kann man die ganzen Auflagen bald nicht mehr erfüllen und die Pferdehaltung gleich ganz einstellen.
    • @Bernstein diese Anforderung ist mir neu. Ich hielt vor drei Jahren mal eine Leitlinie in der Hand, die lediglich besagt "doppelt bis dreifach unter Strom und bis auf Widerristhöhe".
      Ich hab alle meine Flächen gepachtet, die Verträge gehen hier in der Region nicht lang, da würde sich der Aufwand von dreifach, fest und mit Querriegel nicht lohnen. Aber auch bri uns die großen Pferdehalter haben lediglich drei Seile gespannt und alle paar Meter einen Stempen....
    • Hier hat sich bis zum Schadensfall auch keiner große Gedanken darum gemacht. Aber es sind wieder mal die berühmten Richtlinien verschiedenster Verbände und Behörden, die im Schadensfall plötzlich auftauchen und auf die die Versicherungen sich dann berufen. Solange nichts passiert ist ja alles gut....
    • Aber halt eben mal wieder nicht auf Ponygröße angepaßt die Richtlinien, meine Spezialisten verlassen das Areal eher unabsichtlich nach unten da bringt es die 2m hohe Umzäunung eher nicht. Wiederristhöhe erscheint mal tauglich zu sein....wobei ich deutlich tiefer zäune: einmal Knie und einmal Mitte Oberschenkel. mfg kirsten
    • Keine Ahnung, ich hatte schon Probleme, die Metallumzäunung für meinen großen Paddock genehmigt zu bekommen. Nachdem meine Pferde mehrere Male des Nächtens unterwegs gewesen waren....Plastikpfosten herausgezogen bzw. umgefahren, habe ich meine eine Weide aufgelöst. Als dann noch Rehe dazu kam, habe ich auf Paddockhaltung umgestellt und füttere ganzjährig Heu. Ich hatte beim LRA nachgefragt wegen einem Holzzaun für meine Weide und da die Mitteilung bekommen, dass der nicht genehmigungsfähig sei. Das Sonderbare ist aber, dass ich jetzt auf der einen ehemaligen Weide einen Reitplatz angelegt habe, den durfte ich wiederum mit Holz einzäunen....
    • Hallo,
      ich hatte mit Rindern Probleme wegen E-zaunposten umdrücken, 150 cm hoch, E-zaunlitze nur 110 cm hoch.
      Ich habe dieses Problem mit einer dritte Litze in höhe der 150 cm gelöst,
      in Nähe der Wasserstelle auch die Litze um die Pfostenspitze mehrmals umwickelt somit unter Strom.
      Seither ist seit mehreren Jahren Ruhe .
      Mit meinen Pferden hatte ich solche Probleme noch Nie.
      Allerdings achte ich immer das der E-zaun Frei von Bewuchs ist (ca 4 - 6 tds Spannung).
      Wichtig auch immer Salzleckstein anbieten.
      MfG