Roßtag in Burggen (Sonntag, 10. September 2017)

    Termin
    • Roßtag in Burggen (Sonntag, 10. September 2017)

      Seit über 35 Jahren wird im kleinen Ort Burggen westlich Schongau ein Roßtag durchgeführt. Die ersten 30 Jahre jährlich, seit 2015 bemühen sich die Veranstalter um einen zweijährigen Rythmus. Im Gegensatz zu manch anderem Kutschentreffen wird man hier eingeladen und je nach Eignung bekommt man ein Fuhrwerk oder eine Kutsche zugeteilt. Damit ist eine hohe Authentizität der Gespanne gesichert. die Gespanne kommen aus der Welt der Eleganz, wie z.B. Landauer vom Sattel gefahren, und auch vor allem aus der bäuerlichen Arbeitswelt. Man sieht Heuwagen mit Wiesbaum geladen, Langholzfuhrwerke mit 4-6 Kaltblütern bespannt, sehr alte landwirtschaftliche Maschinen, wie den "Ableger", einen sehr frühen Vorläufer des Mähdreschers, dieser konnte nur die Halme mähen und ablegen; gebunden und aufgestellt werden mussten sie von den Frauen.
      Der Festzug fängt am 10.09.2017 ca. 13.00 Uhr auf der Festwiese am Ortsrand (Richtung Bernbeuren) an und dauert ca. 3-4 Stunden. Schon vorher kann man alle Gespanne genau anschauen und mit den Fuhrleuten sprechen.
      Am Abend vorher (09.09.2017 ab 19.30) ist ein wirklich guter Heimatabend in der zum Bierzelt umfunktionierten Reithalle.
      Informationen: Georg Kirchhofer, 08860-1685
      A. Nemitz
    • wer nicht da war hat zB. versäumt:
      am wichtigsten das Ochsengespann, dieses Jahr bloß eins, schad
      dafür noch eine hübsche Pinzgauerin





      dann natürlich die Nemitzschen Teilnehmer, im Sammelbecken und auf Tour


      Zehnerzug


      Tandem


      die Feuerwehr


      Mistfahren


      Pflugschleife


      Viehtransport


      Torfstechen


      Kartoffeldämpfer



      Deichelbohrer; noch nie gehört? doch, sicher das Resultat schon mal gesehen


      Langholz




      Rottwagen


      Säumer - Gruß an Albert ;)


      Schneepflug - das Teil könnt man einfach zum Pferdeäpfel aufsammeln umbauen
      http://www.spiegel.de/sptv/spiegeltv/tv-doku-ueber-zivilcourage-hinschauen-statt-weglaufen-a-1149258.html

      Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von zeno ()

    • Mit wenigen Ausnahme sehr schöne Bilder und Videos.
      Mir ist die Tendenz zur Zuvielspännerei unverständlich. Warum einen Landauer mit 10 Pferden fahren, wenn doch zwei oder vier vollkommen ausreichen würden? Dafür müssen dann aber mehrere Helfer nebenher laufen. Da fände ich einen ordentlich vom Bock gefahrenen Zwei- oder Vierspänner schöner.

      Bei dem Bild der Schimmel vor dem Omibus stören mich die stramm anstehenden oder sogar durchgefallenen Kandaren und das Pferd das offenbar recht unsanft den Kopf herumgezogen bekommt.
      Der Fahrer entweder mit einem unendlich großem Zwischenstück, oder mit geteilten Leinen. Sicherlich nur eine Momentaufnahme, aber trotzdem nicht so schön.
    • Noch ein paar Bemerkungen zum Rottwagen:

      Das Rottrecht bedeutete, dass ein Kaufmann mit seinen Waren auf einer Rottstrasse ca. 7 Km vor einem Dorf die Fuhrwerke des Dorfes für seine Waren in Anspruch nehmen musste und sie bis ca. 7 Km vor dem nächsten Dorf damit transportieren musste, dann musste er ein Fuhrwerk vom nächsten Dorf nehmen. Nun waren diese Fuhrwerke ja nicht standartisiert, sodass einmal ein einziger Wagen für die Waren genügte, ein andermal vielleicht zwei Wagen genommen werden mussten. Ein überaus unwirtschaftliches Verfahren, das ursprünglich dafür gedacht war, den armen Bergbauern einen kleinen Zusatzverdienst zukommen zu lassen.
      Das hat man dann wohl zu Beginn des 18. Jahrhunderts auch eingesehen und aus der "Rottfuhr" eine "Stracksfuhr" gemacht. Das hieß, der Kaufmann konnte jetzt seine eigenen Fuhrwerke nehmen, doch zahlen musste er weiterhin.

      A. Nemitz
    • Bernstein schrieb:

      Mit wenigen Ausnahme sehr schöne Bilder und Videos.
      Mir ist die Tendenz zur Zuvielspännerei unverständlich. Warum einen Landauer mit 10 Pferden fahren, wenn doch zwei oder vier vollkommen ausreichen würden? Dafür müssen dann aber mehrere Helfer nebenher laufen. Da fände ich einen ordentlich vom Bock gefahrenen Zwei- oder Vierspänner schöner.

      Bei dem Bild der Schimmel vor dem Omibus stören mich die stramm anstehenden oder sogar durchgefallenen Kandaren und das Pferd das offenbar recht unsanft den Kopf herumgezogen bekommt.
      Der Fahrer entweder mit einem unendlich großem Zwischenstück, oder mit geteilten Leinen. Sicherlich nur eine Momentaufnahme, aber trotzdem nicht so schön.

      So sehe ich das auch: Diese Vielspännerei hat weniger mit Stil oder Historie zu tun, eher mit Eitelkeit.

      Zum Schimmelgespann an unserem Omnibus. Vollkommen richtig gesehen, diese Pferde w<ren noch nie in einem Festzug, es war das Gespann eines Bekannten, da mir der eigene Zweispänner für den Omnibus kurzfristig ausgefallen war. Ich war nach dem Festzug und der 5-Tagereise froh, dass das linke Pferd keine ernsthaften Schwierigkeiten gemacht hat.

      A. Nemitz