Wi&Ze

    • Erlebtes
    • ... ohne "t" in der Mitte = Wilma & Zeppo. ^^

      Gestern wars Kühl.
      Aber heute ist es warm. Schön warm, fast puschelig. Die Winterhandschuhe brauche ich nicht und die Pudelmütze auch nicht. Nur die Fell Bockdecke muss mit, weil, besser iss es. Und Wilma und Zeppo natürlich, die beiden brauchen auch mal wieder Auslauf. Erstmal starte ich gemütlich durchs Dorf, naja, Zeppo ist dagegen. Er wiehert zum Shettie rüber und Hüüühüü zu den andern Pferden. Dann ranzt er Wilma an und versucht, auf ihren Rücken zu klettern.
      Zeppo: Aus. O.K.

      Hinterm Dorf erwartet uns noch eine von den wenigen verbliebenen Stoppel-Koppeln. Wilma hat Lust, zu laufen, wir galoppieren die kurze Seite bis zu den Häusern hinauf. Beide Ponys rennen manierlich nebeneinander. Die lange Gerade auf der Stoppel Koppel hinunter, marschiert Wilma entspannt im Schritt und schnauft ab. Zeppo: Aus. O.k.

      Wir müssen rauf auf die Landesstrasse und an ihr ungefähr 500m entlang. Zeppo hab ich mal einen Bauchdecken Gurt verpasst. Er ist ja schon fast 2 Jahre alt und beim einfachen mitlaufen an der Hand kann er sich nun langsam an Gedöns gewöhnen. Dieser Gurt flutscht nun langsam aber sicher an Zeppos Plautze nach hinten, gen Italen. Weiter geht es, an der Landesstrasse entlang. An einer Feldweg Einmündung krabbele ich runter, vom Bock und befreie Zeppo, das kleine Schmierseifli, von seinem Bauchgurt.

      Dann gehts auf die Piste, Gras-Feldweg, im Galopp. Wilma mag immer noch rennen und so galöppeln wir einen Kilometer in die Walla Pampa. Eigentlich wollt ich durch die Unterführung, aber die ist irgendwie von der anderen Seite mit einem Kipper verstellt. Also geht es rechts herum, den Gras-Hang hinauf, im Schritt. Zeppo kaspert schon wieder rum. Zeppo: Aus. Wo wir nicht unterdurch kommen, müssen wir nun über die Brücke. -Wusch-wusch-, sausen die Töff-Töffs und LKW s unter uns durch und Zeppo staunt Bauklötzer.

      Dann sind wir auch schon drüber und pirschen hinein, in die neue Siedlung. Hinterum, über den Sandweg und dann sind wir schon mitten zwischen Baufahrzeugen und Kipplastern auf dem großen blitzeblanken neuen Rundweg. Die Ponys mögen immer noch traben, wir spazieren an den niegelNagelNeuen Häusern vorbei. Autos überholen uns, LKWs und Zulieferer. Dann schnüren wir in eine Sandpiste und verlassen das Neu-Bau-Viertel.

      Eigentlich könnte ich umkehren, aber irgendwie ist es schön heute und so nehme ich den Klärgrubenweg zum Gewebegebiet. Hinten raus ist zwar ein Poller, mitten auf den Sand-Weg geplatzt, aber über den Fitness-Parkplatz und ein paar Bordsteine weiter, kann ich den Poller schön umgehen. Wir stehen an der Fitness-Parkplatz-Ausfahrt und wollen nach links abbiegen. Rechts sind Aldi, Lidl und Co und ein Busfahrer, der von rechts an unserer Nase vorbeisaust, fährt vor Überraschung fast in den Graben.

      Sowasaberauch. Wir traben auf die Hauptverkehrsstraße, können aber rechts auf den Radweg ausweichen. Is auch besser so, wegen der Nerven vonns de PKW Fahrers. Sooo, nächste Rechts und am Reifenhändler vorbei. Hübsche Autos stehn beim Hyunday. Der Segel Laden ist auch voll, alle wollen nun segeln. Wir nicht, wir kutschieren. Nach reeechts, Wilma. Wilma drück den lütten Suppenkasper in die rechte Richtung und die Straße wird breiter. Hicks.

      Anwälte, Radladen, Küche, Bad, noch mehr Autohändler. Vor dem LKW Umschlagplatz ist eine schöne grüne Wiese und Fahnenmasten. Wir machen ein bisschen Slalom übers Grün (ohne Hasen) und um die Masten herum. Dann kommen BLAUE Steine. Trollgroß, als Seitenbegrenzung für den Schrotthändler. Schöne große Findlinge, blau angemalt. Zeppos Blicke töten die blauen Trolle und dann sind wir auch schon daran vorbei. Hinter uns kommt ein Schrottlaster mit wunderbar gesicherter langer Anhänger-Ladung angerattert, überholt und rattert, Blech scheppernd, weiter. Zeppo versucht, das Blechgescheppere mit seinen Blicken zu töten, versteckt sich dann aber doch lieber hinter Wilma.

      Wir verfolgen den Schepperer im Sauseschritt und biegen dann ab. Wir sind flugs wieder in der Pampa. Dieser Schleichweg führt direkt aus dem Gewerbegebiet ins nächste Dorf und wird wenig befahren. Möwen kreischen, MCDonalds Verpackung und Klopapier raschelt um Ponys Hufe herum. Es ist windstill. Der kalte Ostwind von gestern hat sich gelegt. Ich puhl meine Sonnenbrille aus der Jacke, denn nun ist sie da: Die Sonne. Blink-blink. Jööööh. Nun könnte man schön abhängen und rumschlurfen, aber Zeppo muss erstmal den Streß abbauen. Das geht am Besten an Wilma, und so versucht er in ihren Nacken zu beißen, ein bisschen zu steigen und blödelt rum. Das kann ich leicht unterbinden, Zeppo: Aus, und dann ist sie da: Haha - noch eine Stoppelkoppel.

      Juhuu, genau das richtige. Wilma: Rechts. Wilma sieht es auch gleich und hoppelt auf den Acker, hoppi-galoppi. Zwei Schweife gehen in die Höhe und zwei Ponys marschieren einträchtig mit Volldampf. Staubwolke. Juuhuuuh, dann ist die Koppel auch schon wieder zu Ende, und wir pirschen auf den Asphalt zurück. Manierlich, hab ich gesagt. Tiz-tiz. Klein Kasperkopf kommt so langsam runter und entspannt. Aber nicht lange, ein scheppernder PKW mit Anhänger überholt quietschend und fädelt vor uns rechts in eine Hofeinfahrt. Ein offener Gullideckel gähnt Zeppo an. Ein spitzohriger Dobermann blinzelt schweigsam. Schweinchen grunzen. Ein Teich dümpelt mit renitenten Entchen vor sich hin.

      Dann sind wir mitten im Dorf und müssen noch über eine krumme Piste nach links. Über den Bauernhof, am Güllewagen vorbei, geht Wilma wie geschmiert. Ein Bussard zieht schwerelos über uns in der Sonne seine Kreise und sucht nach Mäusen auf dem Acker. Dann kommen die Wachdienst-Gänse. Zisch-zisch, flatter-flatter, Gnäääck-gnäääck. Zeppo fürchtet sich und will´ma auffm Arm. Kaum sind die Gänse geschafft, blöken die Schafe, zwei Lämmchen trotteln vor sich hin. Dann kommt der krude Senf-Acker. Also, Wilma, nach links und rauf auf den raschelnden Schmull. Und nicht wieder auf einen Hasen treten, hörst du?

      Wir haben den krummen Acker fast überquert, da kommen die Mädels in Sicht. Zwei Vollblüter und eine Norwegerin marschieren mit uns galoppierend an der Koppelseite entlang und Zeppo versucht, sein Bestes zu geben. Hühü, wackel-wackel, Schweif hoch, Brust raus. Männer. Wilma, was sagst du? Wilma schüttelt nur mit dem Kopf und dann sind wir auch schon am Heckloch. Das Heckloch ist ein Graben, so ungefähr Buggy-Reifen breit.

      Wilma bleibt vor dem Graben stehen und guckt mich an: Bist du sicher? Ja, bin ich, also los. Wilma stapft durch den kleinen Graben, Zeppo springt drüber und der Buggy mit mir obenauf - eiert hinterher. Geschafft. Abschnauben. Die Köpfe gehen runter und nun sind es noch ein paar flockige Kilometer durchs Moor, bis nach Hause. Nach 3,5 Std. sind wir dann wieder da.

      Ponys waren schnell, heute. Wilma entwickelt sich zum Flachland Renner. Zeppo ist mehr der Bergsteiger, wir werden sehen. Ein bisschen Trocken-Brot flutscht in die Blechwanne und wird genüßlich weg-gemümmelt. Noch das Heunetz aufhängen... und dann fix weiter. Ich war viel zu lange unterwegs, aber, was solls?

      Der Rest kann auch mal warten. Man muss auch mal Pirouetten setzen.
      Wo ist die Sonnencreme? :thumbup:

      Prost Kääffchen.
      besten Gruß :-]
    • Danke. :)

      --
      Was gibbds zum Frühstück? ;)
      Wir haben Äntchen und Fasan. Ungeröstet.

      Solo für Wilma ist dran, der Zeppo darf solange am Gummibaum warten. Damit ihm nicht so fad ist, hab ich ne alte Matratze und einen alten Weihnachtsbaum neben ihm platziert. Die Matratze schnorchelt er gleich an. Er hat wohl die vom letzten Jahr schon voll vergessen, ja ja - so sind sie, die kleinen Pubertierenden. Vergesslich. Egal. Wilma und ich müssen nun auch mal los und Hündin Vegas ist heut auch dabei. Wir marschieren erstmal durch die neue Siedlung. Wenn ich Glück habe, komm ich durch.

      Hab ich aber nicht. Kein Glück. Hinten, wo sonst immer ein Schlupfloch war, wird nun gebaut. Das Schlupfloch ist verrammelt, also marschieren wir durch die Siedlung wieder zurück. Fußgängerin mit Hund von rechts, also: Vegas - hopp. Vegas hüpft hinten auf die Plattform und ich halt sie leicht mit einer Hand am Platz fest, während ich mit Wilma einhändig kutschiere. Ja, wir können einhändig und nein, Vegas verträgt sich anfangs nicht mit jedem Hund und wird manschmal pampig. Vor allem Huskys mag sie überhaupt nicht. Hier ham wir aber einen WuschelMix und Vegas lächelt nur Mona-Lisa-lich. Die Frau mit dem Hund kriegt das kichern, als wir vorbei sind und sie Vegas hinten auf der Plattform erblickt. Dann kriegt sie einen Schluckauf. Hicksz. Hihi. Dann muss sie sich ausschütteln, vor Lachen. Die Frau.

      Vegas, du bist heut zum lachen. Das scheint Vegas nix auszumachen. Wir traben und kichern über den Nebenweg zum Park hoch und dann auf den Bahndamm rauf. Der Bahndamm am Dorf ist von Spaziergängern gern bewandert und Vegas bleibt gleich mal oben, während Wilma und ich einhändig Slalom üben. Dann gehts über die Kreuzung und den Bahndamm weiter, in die Walla-Pampa.

      Hier ist kein Gegenverkehr mehr zu erwarten, der Damm ist zu matschig. Vegas marschiert vorweg und jagt gleich zwei Fasane in die Luft. Wilma jagt nur ihre Öhrchen gespitzt in die Luft und wir galöppeln den Matscheweg hinunter. Vegas ist irgendwie weg und ich bin am überlegen... da ist ja noch eine aller-aller-Letzte Maiskoppel hinterm Wald, oder? Jupp. Frisch gegüllt. Nehmen wir die? Okay, Wilma, rauf da. Mhmm, dufte. Landluft.

      Wilma trabt rundherum über den Voracker und Vegas ist auch wieder da und springt gleich mal in einen versteckten Teich hinein. Plitsch-Platsch - Quak-quak. Alle Entchen fliegen hoooooch. Der Teich kommt irgendwie zu früh, denn die dufte Gülle Koppel ist noch nicht zu Ende, und Vegas sieht schon wieder aus, wie Güllepaniert.

      Von hier hat man einen schönen Rundumblick, auf die Auwiesen im Tal und über das weite Land bis zum Wäldchen. Echt dufte. Zwitschernde Lerchen. Blitzende Sonne. Der Raps ist noch nicht gelb. Wir sind fertig, mit Maisstoppel Acker und marschieren wieder auf dem Teer weiter. Nun gehts noch mal nach links, in einen kleinen kurzen Holzweg. Eine Sackgasse. Am Ende muss ich wenden und Hei-die-ho, wieder über die Graspiste zurück brausen. Wilma galöppelt und Vegas flitzt.

      Durch einen feinen schattigen Hohlweg stapfen wir nun, der ist schon abgetrocknet und der Buggy schwankt in den Spurrillen. Hinten am Sendemast stehen drei Kühe auf der Weide. Nanu? Sagt Wilma, wo kommen die denn her? Aber ich bin schon wieder abgelenkt, denn hier ist ja noch eine Stoppelkoppel und diesmal sogar un-ge-güllt. Jippieh. Allerdings nur ne Kleine. Als wir am Koppel-Ende angetrabt kommen, sind die Sonnenbadenden Kühe grad mal aufgestanden und als die Kühe sich faul in unsere Richtung bewegen, sind wir auch schon wieder weg.

      Aber wir kommen ja wieder. Nun gehts noch mal quer durchs Dorf, hinten übern Park mit ein bisschen Slalom und Rückwärts und dann sind wir auch schon wieder an der Koppel. Zeppo glotzt uns groß an. Er hat den Tannenbaum gekickt und zerfleddert. Naja, irgendwas muss Mann ja machen. Ich mach die Vorkoppel zu und lass Zeppo laufen. Vegas sitzt schon im Planschi-Becken und entspannt. Zeppo spaziert auf die noch eingeschirrte Wilma pronto los, und ranzt sie an. Zeppo, aus.
      Er trollt sich und ich schirre Wilma aus.

      Prost Kääffchen.
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      besten Gruß :-]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Igel ()

    • Dummdidumm - endlich Trocken.
      Kaum bin ich an der Koppel angekommen und aus dem Töff-Töff gepurzelt, geht das Flitzen los. Ich plünne den Buggy aus der Persenning, Wilma und Zeppo graben solange den Voracker um. Hei-di-ho. Vorfreude. Einen Aufgalopp mit Scheingefechten nach dem anderen, purzeln die beiden Flitze Ponys die Weide hinauf und wieder runter und wieder rauf. Hündin Vegas heizt fleissig mit ein. Ich hab dann alles sortiert und fange die beiden Flitzies mal ein.

      Sie warten schon am Gatter und stecken die Köpfe in die Halfter. Endlich wieder mal raus und kutschieren. Wilma kommt an den Kutschenanbinder und Zeppo etwas entfernt an den Baum. Beim Putzen muss ich sie grad etwas trennen, der kleine minderjährige Kasper-Kopf hat einfach zu viel Lötzinn vor. Auch jetzt hampelt er schon wieder fleissig rum und wedelt mit seiner Gardine. Die ist voll verfilzt, also muss ich ihm erstmal die Mähne entfusseln.

      Zwischendurch wird Wilma geputzt und aufgeschirrt. Dann sind wir soweit, die Hunde werden weggesperrt und langsam gondelt Wilma vom Acker auf den Teer hinunter. Die Ponys haben die Öhrchen gespitzt und joggen gemütlich voran. Zeppo braucht n Maulkorb. Der lütte Suppen Kasper beißt überall rein. Oder n Schnuller. Nach meiner Aufforderung hört er zwar auf, aber das hält nie so wirklich lange vor. Kasperl-Kopf. Ich muss lachen. Schon wieder knabbert er an Wilma herum. Wilma zeigt ihm die kalte Schulter.

      Wir marschieren entspannt durch Dorf. An der T-Kreuzung halten und dann links rum. Die Post kommt quer geflitzt und geht dann in die Eisen. Wir überholen und weiter gehts, auf den schnuckeligen Bahndamm. Zwei Kiddis hängen am Gartenzaun:
      Ooch ist der Niiiiedlich - schmacht.
      Niedlich, die Erste. Das die Wilma nicht meinen, kann ich mir schon denken. Zeppo hat heute auch noch Pfütz-o-phobie. Als wenn wir nicht den ganzen Winter Überschwemmungen durch-furtet hätten, alles scheint er vergessen zu haben. Oder es sind Phiranjas drin. Er umrundet jede Pfütze so weit es geht, springt drüber, hüpfelt herum, aber irgendwann kommt er gegen die Übermacht der Pfützen einfach nicht mehr gegenan. Im Schritt marschieren wir und Zeppo muss die ersten Hüfchen hinein setzen, ins Nass. Und wie schön er das kann, Bravo, Kleiner. Irgendwie scheint Wilma als Vorbild doch zu funzen.

      Und Gesprächig ist er heute auch wieder. An der Pferdekoppel ranzt er gleich mal rüber, zu den Braunen und Hüüühüüüht hell und freundlich. Das Schweifchen geht in die Höh und sie antworten ihm. Dann müssen wir durch die Wassermühle.
      Ooch ist der Niiiiedlich - schmacht.
      Niedlich, die Zweite. Schon vier weibliche Fans hat Zeppo heute auf der Liste. Wir marschieren erstmal über den Bahndamm weiter, runter, vom Verkehrsknoten-Punkt und rein, in den Reiher-Weg. Die Sonne scheint, fast. Ein laues Lüftchen riecht nach Frühling. Es wird wieder matschig. Die letzten verregneten Tage sind voll zu sehen. Pitsch-patsch. Voll tief ist der Grasweg und moorig.

      Wir murkeln durchs nächste Dorf. Ein Münchner Töff-Töff kommt von vorne und parkt erstmal ein. Motor aus.
      Ooch ist der Niiiiedlich - schmacht.
      Niedlich, die Dritte. Diesmal eine friedhofsblonde Dame. Wir trabbseln ins Örtchen. Am Muchalla-Haus iss die Hölle los, die Jungs kloppen sich. Oder Skat, wer weiß das schon so genau. Alle Fenster und Türen stehen sperrangelweit auf und es ist ein Klatschen und Gegröhle, das die Wände wackeln. Wie heißt nch dieses bayerische... wenn die sich so auf die Oberschenkel kloppen?/! Zum Glück versteh ich kein Wort. Hinter gehts dann ein Hügelchen hinauf.

      Bei Zeppo ist inzwischen der Akku leer und er schreitet Kreuzbrav voran. Wilma ja sowieso. Hinterm Feuerlöschteich hat Wilma aber plötzlich ein P. Sie windet sich, wie ein Aal und eiert hüpfelnd herum. Nach einer kurzen Ansprache gibt sich das aber wieder und ich kann noch ein bisschen trabbseln und entspannt joggen lassen.

      Nach 2 Std. sind wir wieder an der Koppel, nach einer eher gemütlichen Ausfahrt ohne besonders viel großflächige Geschwindigkeit. Einfach nur schön.
      Prost Kääffchen.
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      besten Gruß :-]
    • Tunnelblick

      Puh, Zeppos Mähne is schon wieder voll filzig, muss ich die nun jeden Tag bürsten? Aber ich bin ja voll schlau und hab dieses mal ne Schere mit gebracht. Und fitze-fatze sind die Wuddel-Locken abgeschnitten. Und weil ich grad so schön dabei bin, kriegt der kleine Sputnik auch gleich noch einen Rundum Prinz-Eisenherz Schnitt. So, hat sich aus-gefilzt. Perfekt. Naja, etwas schief und zackelig.

      Dann sind wir noch durch den Fahrrad-Tunnel. Der führt unter der B hindurch, also, erstmal die Rampe hinunter gondeln und dann tut sich da so ein dunkles 3,5m hohes und rechteckiges Loch in der Wand auf. Und da führt unser Weg hinein. Zeppo kriegt Stiläuglein. Und vor dem Tunnel ist auch noch ein Abwasserkanal, mit 30cm breitem Gitter-Rost quer über den Radweg. O-oh. Auch Wilma mag nicht über den Rost gehen, der ist ihr zu breit. Sie springt lieber, etwas schräg, und so hüpfelt der kleine Sputnik dann gleich hinterher, ins dunkle Loch.

      Radweg Tunnel stinken immer nach Pipi. Isso. Und kaum aus dem Tunnel wieder ins Helle, kommt der zweite Abwasserkanal. Wilmas Hüpfer ist etwas wohldosierter und Zeppo ist auch total entspannt. Naja, er tut wenigstens so.

      Wir sind so 2-3 Stunden in der wunderschönen Fest-Tags Sonne unterwegs. In einem Örtchen krieg ich fast noch ein paar Mitfahrer, die wollten unbedingt mitfahren. Ich kann aber nicht anhalten, von hinten kommt ein Pflug-Trecker und von vorne der silberne Schrotwagen für die Biogas Schweinchen. Der Schrotwagen fährt genau vor uns in unsren Abzweiger hinein, zur Biogas, und ich natürlich hinterher. Los, den jagen wir in die Flucht. Wilma ist gleich dabei und hoppi-galoppi verscheuchen wir den LKW. Zeppo ist daraufhin Stolz, wie Oskar.

      Törööh - Prost Käffchen.
      besten Gruß :-]
    • Sonnenschein und plüschige 25°C warm ist es heute.

      Ich brauche keine Bockdecke und keinen Regenschirm. Aber Sombrero, Sonnenbrille und die Handschuhe sind gut, gegen Sonnenbrand. Ein lustiger Wind aus Süd-Ost schiebt die Insekten von uns weg.

      Heute ist mal wieder Stadtrundfahrt angesagt. Das geht Sonntags immer wunderbar. Wilma hab ich vor den Buggy gespannt. Im Schritt geht es die ersten Kilometer auf der Landstrasse dahin. Dann nimmt Wilma langsam Fahrt auf und beginnt, zu joggen. Wir pirschen uns über die kleinen Straßen und Nebenwege an die Neubausiedlung heran. Die Neubausiedlung ist klasse, es gibt jede Menge Gras- und Wiesenwege, rundherum. Gleich den ersten hinter der Brücke schlage ich ein. An einem Poller in Rot/Weiß quetschen wir uns durch, dann geht es hoppi-galoppi einen geraden Sandweg aufwärts und runter und um die Siedlung herum. Kein Schwein da, alles leer und die Sicht ist weit. Nur ein paar Steintrolle schauen uns zu.

      Wir marschieren weiter, alleine und verlassen, über den Kreisel und holter die polter über den Bordstein auf die Hasenwiese. Die Hasenwiese wird wohl irgendwann mal eine Park-Allee werden, wenn die Bäumchen groß sind. Solange laden sie zum Slalom kutschieren ein. Links-Rechts, einen fallenlassen. Dann kommt die Fußgänger Ampel, aber wir brauchen nicht drücken, sondern quetschen uns einfach so über die L. Dahinter ist die nächste, ältere Stadtrandsiedlung.

      Und drei Poller in Rot/Weiß: Quetsch. Am Friedhof spazieren wir im lauen Lüftchen entlang. Wilma joggt immer noch geschmeidig und so langsam wird ihr Fell unter dem HG nass. Dann ist die alte Siedlung auch schon vorbei und wir platschen in die City. Aber nur, um eine Hauptstraße zu überqueren und in die Krankenhaus Parzelle einzudringen. Am LKH ist auch alles friedlich, der eine oder andere Radfahrer kommt uns quer, ein paar Insassen kichern und winken und so langsam wird der Publikumsverkehr mehr.

      Wilma quert den LKH Parkplatz entspannt, dann rumpel-pumpel, wieder eine Abkürzung über einen Bordstein (Ahoi) und wir sind auf dem Stadtfeld. Das ist fast leer. Kein Peermarkt und auch kein Wochenmarkt, nur Menschen und parkende Autos. Wir ziehen über das Feld, Wilma joggt und schaut sich um. Dann kommt eine Schleich-Straße, mit so silbernen, in den Boden eingelassenen Hubbels. Diese findet Wilma erstaunlich und muss 2 x gucken.

      Quetsch, zwischen Hauswand und Hecke kürzen wir wieder mal ab und sind auf einem Parkplatz. Hot Times, Summer In The City. Die ersten Schaufenster blinzeln uns an und Wilma blinzelt erstaunt zurück. Uff-uff, Wilma wirf erst mal Ballast ab, ein paar Mädels hinter uns kichern. Dann platschen wir zwischen Schlachterei und Reisebüro in die Ladenstraße. Huhu, winke winke. Ich krieg schon bald einen Krampf im Arm. Ein Mädchen möchte Pony streicheln, 2 Jungs möchten Selfie mit Wilma und ein anderes Blag freut sich wie Bolle, das es zum ersten mal im Leben ein Pony streicheln durfte.

      Wilma macht alles cool mit, sie scheint sich über die Aufmerksamkeiten zu freuen und außerdem ist ein Päuschen ja nie nicht schlecht. So, nun aber weiter. Die fast leere Ladenstraße hinauf, an Cafe´s und Eisdielen, kicher, wink, vorbei, irgendeiner singt was vom : "Pferd auffm Flur,..." gehts wieder in den Stadt-Verkehr. Aber nur kurz: Stramm nach links und wir sind im Stadtpark angekommen. Schon wieder kichert ein Busch und hinten auf der Bank unter dem Fahnenmast fällt eine Jugendliche vor lachen fast von der Bank. Durch den Stadtpark joggen wir, mit Ausblick auf die Förde, die Segler kreuzen und die blitzende Sonne blinkt im Ostseewasser.

      Wilma, anhalten. Rund-um-Blick. Genießen. Dann geht es wieder in die Stadt runter. Zwei Autos kommen mir in der engen Stadtgasse entgegen, der eine parkt rückwärts ein, der andere kann nicht weg. Also, murkel ich mit Wilma halbseitig auf die Böschung ins Blumenbeet und wir quetschen uns dran vorbei. So 1m Spurbreite is schon voll fesch. Jetzt wird es ein bisschen hügelich und datt Kopfsteinpflaster erstaunt Wilma. Ein PKW biegt in die Wohnstrasse, parkende Autos, rechts und links, jetzt kann sich nicht mal mehr der Buggy weg quetschen. Die PKW Fahrerin setzt zurück, Danke, wink. Kicher. Wir kutschieren nach Links hoch, auf der Hauptstraße in den Verkehrsfluss. Schon wieder kichern, diesmal aus einem Garten Eckchen. Und irgendeiner schmeißt sich vor Lachen grad mal wieder weg.
      - Wilma, meinen die etwa dich?

      Wir würden gerne nach links runter traben, aber die Piste ist gesperrt. So murkeln wir wieder in die Vororte und lassen den Stadtwald links liegen. An der Ampel ist rot, dann gehts los, ein Auto überholt fix und ich schau mich um, keiner hats gesehen und schon sind wir wieder über den Bürgersteig und Blumenbeet gehoppelt. Abseits des Hauptverkehrs auf Schleichwegen unterwegs. Irgendwas kracht, hinter uns.
      - Wilma, jetzt lassen die Leute wegen dir schon ihre Blumenpötte fallen, tz-tz.

      Ein Vorörtchen schmiegt sich an das nächste, ein Kicher-Park wird umrundet. Dann müssen wir noch kurz auf die Hauptstraßen kreuzen, queren und ampeln. Ein Taxi steht links neben uns und irgendwas kichert da schon wieder. Wilma schaut neugierig ins Rückfenster. Ein paar hundert Meter geht es weiter über die Bundesstraße mit dem Verkehr dahin. Nun noch einmal scharrrrf rechts und dann fallenlassen: Hinein, in den Knick. Jucheé. Wilma, Schritt. Wilma möchte noch nicht schritten. Sie joggt lieber über die Sandpisten.

      Piste rauf, Piste runter, zwischen den Gräben entlang und hoppi-galoppi einen krummen Sandweg ums Eck. Für die Rückfahrt hab ich mir die schönsten Wege aufgespart. Nach dem Verkehrs-Gekicher tut das Vogelgezwitscher mal wieder so richtig gut. Obwohl die Vögelchen gegen den Wind kaum ankommen. Der Wind ist lauter. Wilma wird wieder ein bisschen trocken gefönt. Auf der Waldpiste gibds noch einen Galopp. Dann in den Wald, hier ist es noch ein bisschen matschig und wieder hinaus, im Galopp. Heute waren wir ca. 25km in 2 Std, zwei Bauchplatscher von Wilma und jede Menge Gekicher unterwegs. Nach dem Ausschirren wird Wilma abgeschwemmt, kriegt n Keks, wälzt sich im Sand und trollt sich danach mit Zeppo auf die Wiese.

      Prost Käffchen ^^
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      besten Gruß :-]
    • Gääähn* Igel können immer schlafen. **Gähn, wie kann man nur so Müde sein?**
      aber - jetzt gehts los: Bedeckt, 15°C und kaum Wind. Zeit, fürs kutschieren. Ich spanne die Wilma an und lasse Mirellle Matthieööö, *äh*, Zeppo daneben mitlaufen. Zeppo scheint seinen ärgsten Frühlings-Ranzen überstanden zu haben und Wilma ist wie immer, wunderbar drauf. Die ersten 6 Minuten unterwegs macht Zeppo noch einen mittel-kleinen Aufstand, vor Aufregung. Er hüpfelt hier und wedelt dort und zeigt der Welt, das er unterwegs ist. Feiner Bop. Zeppo-Napoleon hat nun 123cm Stockmass und wird nächsten Monat 2J. 10 cm kleiner & 6 J. jünger, wie Wilma.

      Wir machen langsam. Der Üv überholt uns mit dem Rad und Hündin Yanka an der Leine. O-oh, da kriegt aber eine/r Stilaugen. Bzw. Zwei. Dann überholen wir Üv und so geht das noch ein bisschen hin und her, mit plappern, bis er abbiegt und Yanka vom schrecklichen Anblick von Kutsch & Ponys erlöst. Diese kleine Hütehündin wird wohl kein Vietreiber mehr. Wir machen hauptsächlich im Schritt weiter, ein bisschen im Trab.

      In den Örtchen pirsche ich mich an Autos, Trecker, Sandhaufen und Gitterroste heran und lasse Zeppo mitflutschen. Im Moment nerven ihn aber die Mülltonnen, die leer und verlassen überall herum stehen. Ich packe die Leinen mit links, kurve mit den Ponys und dem Buggy scharf an der Tonne vorbei und lass den Deckel hoch klappern. 2-3 mal klappt das, dann hab ich keine Lu st mehr.

      Mit Wilmas Leinen hab ich nicht viel in der Hand, die läuft. Nur der Zeppo verbraucht ab und zu ein bisschen Arm- & Überredungs-Schmalz. Im letzten Dorf auf unserer Reise, hoppeln ein paar kackfreche Blagen hinter dem Jägerzaun auf und ab und kaspern uns an. Winke. Aber, mit Winke werd ich die Lütten Butscher nicht los, uäxzs, die hoppeln flugs über den Jägerzaun (der Strom is wohl kaputt?/!) und galoppieren neben mir auf dem Bürgersteig mit entlang. Na Toll.

      Und reiten wollen die auch noch?/! Nääääe. Hallo, Jungs, sieht das hier nach Reiten aus? - Großes Grübeln. - Äh, ne. Eher anders - Den einen Butscher hab ich inzwischen verloren, den ältesten. Nummer 2 und 3 hütern noch mit lang und wollen nun mit kutschieren. - Können wir da raufklettern und mitfahren? - Grummel, grummel, einglich nicht, so ohne elterliche Erlaubnis. Aber egal, bevor sie von einem Auto platt-gefahren werden...:
      "Könnt ihr denn da überhaupt raufklettern?" - "Ja klaaaaar".
      Naja, so hoch ist die lütte Buggy Ladefläche ja auch nicht. Für 2 kleine Scherzkekse scheint die genau passend. Festhalten. Im Schritt geht es weiter. Und jetze fraach mich nich, nach dem Alter von den Knödels, so 5 und 7? Vielleicht. Auf jeden Fall können sie schon laufen. Und plappern. Sie kauen mir ein Ohr ab, von wegen schneller.

      Das geht nicht, weil mit 3 Personen sind wir ja totaaal überladen. Ne? Und wer macht überhaupt den Blinker? Das machen immer, die, die hinten sitzen, ist doch klar. Diskussionen. Und der Braune ist ja viel schöner und klein Scherzkeks möchte das braune Pony reiten, aber nicht das Schwarze, das ist doof.

      Ob denn die Eltern wohl wissen, was ihre kleinen Scherzkekse so treiben. Ich werf diese Anmerkung mal so in den Raum und schon bricht hinter mir eine rege Diskussion aus. Wer nun was zu welcher Mutter sagen soll, und ob es überhaupt schlau ist, das kutschieren zu Hause zu erwähnen. Ja-ja. So, nun bin ich einmal um den Block gegurkt und wieder am Gartenzaun: Absteigen,

      Auf Wiedersehen. Alle wollen noch mal streichen, erst Wilma, dann Zeppo. Die stehen kreuz brav und gucken sich das an. Und nächste Woche um die selbe Zeit soll ich wiederkommen. Ja klar, mach ich. Püüüh. Und klein Scherzkeks ruft mir noch hinterher, das ich da gar nicht lang fahren kann, da ist Sackgasse. Also, da, wo ich grad rein biege. Ach ne. Winke-winke, na klar kann ich da durch, des passt schon - wie immer. Wir sind ja kein Panzer.

      Aber das verstehen die Kekse noch nicht und ich muss auch sehen, das ich weg komme, weil der älteste Scherzkeks, der uns schon ganz am Anfang verlassen hat, taucht auf einmal ummi Ecke auf. Der will bestimmt kutschieren.

      Wilma: Gas. Wir gasen einwandfrei davon. Hüpfel-di hüpf. Hinten aus dem Wald raus können wir dann noch auf der Piste einen wunderbaren Jagdgalopp hinlegen. Wilma und Zeppo laufen im Gleichklang. Nach der Galloppade sind wir fast zu Hause und Zeppo muss mal Pipi. Ihm drückt die Blase. Ich halte auf dem Rasenstreifen an und er tröpfelt etwas, ist mit den Gedanken aber schon wieder gaaanz wo anders.
      Heute waren wir ca. 15km und fast 2 Std. unterwegs.

      Prost Käffchen
      besten Gruß :-]
    • Und die Sonne scheint wie verrückt. :D

      Heute sind es dann mal 27°C im Schatten, Vollsonne und ein laues Lüftchen weht übers platte Land. Die Sonnenbrille hab ich vergessen und die Handschuhe, aber nicht meinen Tropenhut. Ersatzhandschuhe finde ich dann noch in der Reling Tasche, puh, Glück gehabt. Heute keinen Sonnenbrand auf den Handrücken.

      Zuerst tuckern wir gemütlich ins Moor, Wilma zieht und Zeppo blödelt rum. Ein paar Bremsen umschwirren uns. Die Gärten sind voll, Wochenend und Sonnenschein, es wird gegrillt und geplanscht und gekläfft. Nachdem ich ein paar Dörfer durchquert habe, komm ich ins Reiterhof Gebiet. Der Wald mit den schönen Wegen ist total zugewachsen. Kopf einziehen. Dafür ist es schattig. Zeppo happst ein bisschen an dem Maigrün rum, als er in eine Heckenrose beißt, zieht er ne Flunsch. Ich muss den Kopf einziehen.

      Auf den letzten hundert Metern ist auf einer Seite der Knick runter und ich kann bis auf die Segelschiffe in der Förde gucken. Der Weg ist krass krum, der Buggy schlingert und Wilma drückt Zeppo fast in den Zaun, aber beide sind elastisch. Dann kommt noch ein fettter Weg-Hubbel, der Buggy liegt fast mittig auf und kommt in stramme Schräglage.
      Auf dem Reiterhof ist nicht los, die Sonne flirrt, 2 Koppelponys wiehern uns zu und Zeppo singt lieblich zurück. Dann schließt sich eine herrliche Allee an.

      Wir müssen nun ein bisschen über die Bundesstraße. Alles ist draußen unterwegs, Radfahrer, Autofahrer, Töff-Töffs, Gärtnerinnen und Wäscher. Dann sind wir im Stadtrand Gebiet. Es geht durch den Kreisel mit dem Verkehr und gleich dahinter plummsen wir quer rüber, auf eine Wildwiese. Das Gras steht Wilma bis zur Brust. Zeppo schnappt sich die Grassamen, wo er sie erwischen kann. Lecker. Nun kommt noch ein Kreisel und dahinter ein sandiger Pistenweg.

      Hoppi Galoppi. Wir preschen ein mal rund um die Siedlung, dann noch über die Brücke. Ein paar Dörfer, sonnige Pisten und einen Wald, Alleen, drei Stunden und ca. 30km später sind wir mit dem sagenhaft schönen Wetter entspannt wieder daheim, ich ohne Sonnenbrand.

      Prost Kääffchen
      besten Gruß :-]
    • Gestern noch kurz Koppelwechsel, also, die Ponns sind wieder auf der Sommerweide und äsen sich rund. Kutschieren war lustig weil, wir haben immer noch SOONNEEE *freu*. Und ein bisschen frischen Gegenwind, also so 25°C im Schatten mit Pustefix der Stärke 5 von vorne, der wunderbar die Schmeißfliegen wegpustet.
      Einwandfrei.

      Napoleon-Schmierseiflie-Zeppo-der-Erste war wieder fleißig am Krähen und sich selbst produzieren. Wilma is da echt sau gut, ~nonnschalonnze, oder wie das heißt. Einmal musste sie quietschen, um ihn endlich mal wieder in den Karton zu bekommen. Das wirkt aber immer. Normal block sie ihn nur mit der Eiskalten Schulter ab und rümpft die Nase.

      Wenn ich aus der Einfahrt raus marschiere, mit den Ponys und Buggy, kommen wir manchmal zuerst an den Schleswigerinnen und Holzbeinerinnen auf der Nachbar Koppel vorbei. Die stehen meistens oben am Hang in der Sonne und wenn die uns sehen, flöten sie gleich los, weil die Fohlen sind ja noch nicht soooo lange abgesetzt. Und dann gibbds einen klasse Aufgalopp, Schweif hoch und ramba zamba preschen sie zu uns an die Straße runter. Wilma mag die auch und guckt neugierig und Zeppo kriegt Brust und Keule raus und flötet in den höchsten Schmalz-Tönen. Wahrscheinlich will er mal Hansi Hinterseer irgendwann ablösen. So ein Erbschleicher.

      Zum Glück kamen da grad von vorne ein Gülle Trumm und von hinten die Hausmeister Pritsche mit Anhänger und Rasenmäher. Wilma bleibt astrein in der Spur, sie weiß ja, was Sache ist und Zeppo bleibt dann auch nix anderes übrig. So - ein-zwei-Jahre noch, dann kann Zeppo das auch alleine, wenn nix dazwischen kommt.

      Prost Kääffchen und gute Fahrt :)
      besten Gruß :-]
    • Puh, endlich mal wieder Sonne. 25°C, frischer Wind aus Ost, haut die Bremsen flott vom Rost. Naja, nicht ganz. Aber mit ein bisschen Oma-Parfüm stehen die Ponys am Anbinder gleich viel entspannter. Himbeer-Blätter sind wie Hafer, die machen lustig und da es die letzten Tage Himbeer-Busch-Brennessel Mix gab, sind die Beiden gut flitzig drauf. Im Gegensatz zum Zeppo kann Wilma sich aber benehmen. Das kleine Flitze-Krokodil happst schon nach der erste Ecke auf der Piste unauffällig in Wilmas Selett.

      In der ersten viertel Stunde jeder Kutschen Runde hat der kleine Klappskalli jede Menge Übersprungs-Handlungen abzubauen, er hüpft hier, wiehert dort und begrüßt munter die lustige weite Welt. Kühe und Ponys kann er dabei aber sehr gut unterscheiden, der hat Argusaugen, der Kleine. Hach, ist das Leben doch lustig. Wir machen über die Rennpiste auf den Bahndamm hinauf. Die Sonne scheint immer noch, Blau ist der Himmel und kleine puttige Sommerwölkchen ziehen schneeweiß dahin. Frau Hase kommt uns in der Treckerspur zwischen den Grashalmen entgegen gehoppelt. Sie hat uns noch nicht gesehen.

      Aber Zeppo hat Frau Hase schon gesehen und stiert sie an. Frau Hase verharrt, wechselt elegant dir Richtung und verschwindet in den langen Gräsern, links des Weges. Hinterher - Zeppo zieht an, aber ich kann ihn wieder beruhigen. Auf Ansprache reagiert er sehr gut, man muss es halt nur dauernd wiederholen, weil er nach 3 Minuten schon wieder alles vergessen hat. Das ischa auch alles so wonnig, hier.

      Oh, Herr Hase kommt hinterher. Kaum das wir 10 m weiter spaziert sind, kommt Herr Hase auf der Spur die Piste hinauf gehoppelt. Schnüff-Schnüff. Der sucht wohl seine Frau. Nun sieht er aber erst mal uns und verschwindet flugs ebenfalls links in die Walachei. Ohne Zeppo, obwohl der schon gerne... Wilma ranzt ihn an: - Nun benimm dich mal. - Okay. -

      Oh, da kommt auch noch der Casanova Hase in der Spur herauf gehoppelt, na hier is was los, ischa wie auffm Bahnhof. Auch er schnuppert Frau Hase hinterher und hüpft geschmeidig in die Binsen. Na, wenn nun noch einer mehr kommt, können sie Doppelkopf spielen. Es kommt aber kein vierter Hase mehr, wir erreichen die Wassermühle.

      Zeppo begrüßte seine Pferdefreunde und singt ein Lied. An der Wassermühle verursachen wir irgendwie einen Stau. Dabei stehen wir nur ganz unschuldig am Rand und wollen auf die Straße rauf. Da aber grad Verkehr ist, müssen wir warten. Ein LKW klotzt erschrocken in die Eisen und ein gegen kommender Pritschenwagen tuckert auch grinsend in den Schleichgang.

      Doch irgendwann ist es dann frei und Wilma marschiert mit dem kleinen Krokodil bei Huf gemütlich auf den Asphalt, über die Au-Brücke und dann wieder rein, auf die Au-Piste. Die Piste ist schön, findet Zeppo, weil es gleich noch mehr Pferde zum jodeln gibt und er jodelt doch so gerne. Wilma rollt nur mit den Öhrchen und wir trappseln über die verwachsene Graspiste. Die Sonne scheint immer noch, ein paar Lerchen zwitschern und wir kommen in die Ebene.

      Hier ist alles flach, Wiesen und Entwässerungsgräben. Der Wind pfeift uns lustig ins Gesicht und tut gut. Heu ham se gemacht, in den Wiesen. Dieses Jahr sogar im Netz. Die alten, rotten Plaste-Silage-Ballen vom letzten Jahr ham se einfach liegen gelassen. Man kann da auch super um die alten Rundballen herum mähen und pressen, wie es scheint. Zwischen den Gräben schwingt sich ein Reiher in die Lüfte und krächzt knarrend davon. An der nächsten Au Brücke müssen wir nach rechts auf der Sandpiste weiter. Zeppo schielt zu den Ammenkühen, hat aber schon gecheckt, das es keine Pfere sind. Hoppi Galoppi.

      Ein Trecker steht in der Einfahrt, kommt aber nicht vor. Na, der parkt wohl nur und ein Sensenmann mäht die Litze frei. Zeppo kriegt Stilaugen. Wir quatschen ein bisschen, das hilft bei Stilaugen und dann geht es hoppi-galoppie weiter, bis zum Asphalt.

      Hier können die Ponys mal wieder abchillen, wollen sie aber nicht. Im Jogg trapseln wir den einsamen Weg entlang. Nichts regt sich in der flirrenden Sonne, nicht mal ein Hase. Wir kommen an dem Kuhstall, Schwalben zwitschern. Zeppo sondiert die Lage. Mhmpfh, nur Kühe. Für die singt er nicht. Wilma ist auch ein bisschen flutschig, ich nehm sie kürzer und wir marschieren ins Örtchen. Über uns schwebt ein Bussard, wir machen wieder in die Pampa und die nächsten Graswege liegen sonnig vor uns. Ein Schwarm Kiebitze kichert über uns hinweg. Die Ponys sind immer noch fit und lustig drauf.

      Immer, wenn Wilma ein Hügelchen hinauf stapft und dafür den Kopf runter nimmt, nimmt auch Zeppo das Köpfchen runter und tut es ihr gleich. Der schaut sich wirklich alles ab, was sie macht, dabei zieht er doch gar nicht.

      Nach 2 Stunden sind wir wieder daheim. Es ist immer noch Sonnig und die Stare zwitschern. Jetzt noch eine Schubkarre voll Himbeer-Brennessel-Giersch Mix ab-sensen und dann
      Prost Kaffee.
      :)

      besten Gruß :-]

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    • Mhmm, heute soll es kalt und nass werden, naja. Die Ponys sind, seid ich aus dem Urlaub zurück bin, nun 3 Tage wieder auf der Vorkoppel, ohne Dauer-Steppen-Gras und dementsprechend flitzig und gut drauf. Die Rollmöpse machen Diät, di ät ik ok noch. Rollmöpse vor der Kutsche sind einfach zu fad, bhörphsz, sowas von schneckig. Heute sind sie aber nicht mehr Fad. Ich puhle den Buggy aus der Persenning und das Gerenne geht los. Na klar ham sie mich gesehen, ich hab ja gehupt.

      Ich lasse sie auf die große Steppe, da können die Beiden noch ne halbe Stunde mampfen, was sie wollen. Wenn sie Lust haben. Aber Mampfen is total uninteressant. Viel lieber fetzt sich Zeppo grade mit Hündin Vegas und scheucht sie, oder sie ihn, im Affenzahn, kreuz und quer herum, herum, herum, herum, und drüber, und drunter, und durch. Hei der Daus. So langsam wird Wilma von dem Gerenne angesteckt.

      Aufgalopp: Wilma, remmi-demmi, haste watte kannste fetzen sie nun zu dritt ums Eck. Ich hab den Buggy inzwischen ausgeplünnt und den Kram zurecht. So warte ich am Zaun, mit den Halftern, das sich mal ein Pony zu mir herunter bequemt. Aber, nix da, dat Gerenne geht in die 47te Runde. Vegas hat sich inzwischen immer mehr in die Mitte als Longen-Führerin zurück gezogen, hechel-hechel. Die Ponys wetzen im Kreis um die Hündin herum. Seitenwechsel.

      Ich schnippse mal, aber ich bin Luft. Und sowieso zu lahm, so wetzen sie flugs an mir vorbei, die Vorkoppel hinunter und fallen zu Dritt ins Wasser. Durst. Vegas steigt ins Planschbecken und die anderen Beiden teilen sich auf. Einer säuft bei Vegas aus der Plaste, eine säuft aus der Tonne. Und sie wechseln dann auch mal die Quelle. Ja, Wasserqualität ist schwer zu beurteilen. Man muss auch als Pony über all mal dekantieren und seinen Rüssel rein halten. Dann gucken mich 6 Augen an, 2 Schweife und eine Rute gehen in die Höh und datt Gerenne geht in die letzte Runde. Hei-di-ho. Nach 5 Minuten haben sie sich dann ein gekriegt und kommen bei mir vorbei, um sich die Halfter anlegen zu lassen.

      Zuerst der Zeppo, dann Wilma-Feuerschweif. Das putzen gestaltet sich sehr entspannt, kein minderjähriger hampelt herum, alle beide stehen Kreuzbrav und kaum aus der Puste. Bremsen sind auch nicht zu sehen, nicht mal Mücken. Dann kann es los gehen.

      Es hat 23°C, bedeckt und trocken. Mit 2 Pullovern, Bockdecke und Sonnen-Hut ist es gut auszuhalten. Unser Sonntagsausflug ist dran und wenn möglich, mache ich am Sonntag mal was anderes, als normalerweise. Also, erst mal kutschieren wir zum Park, der füllt sich so langsam mit Unternehmungslustigen. Autos, Kinder und Kegel kullern herum. Aber, das kennen wir ja schon. Ein Dorf weiter raus, hinterm Moor, ist die B voll gesperrt. Und wo eine Bundesstraße voll gesperrt ist, gibt es sicherlich was interessantes zu entdecken.

      Zum Beispiel - unendliche Einsamkeit. Wir töffeln in die erste Sackgasse - Durchfahrt verboten: Baustelle. Weiße Plastezäune versperren den Weg und Zeppo sperrt sich auch erst mal sofort und will bei Wilma auffn Arm. Gruselich, diese weißen Baustellen-Steilsprünge. "Aber Zeppo, du musst doch gar nicht springen, wir gehen einfach außen herum, siehst du? Ganz einfach". Okay, er sieht es ein und kaum haben wir die Hürde umrundet, beißt er vor Begeisterung bei Wilma ins Selet.

      Wilma schüttelt die Öhrchen. Die Sonne kommt hervor und blitzt mich strahlend an. So mag ich die Regentage. Wir traben ein paar Kilometer die gesperrte Straße mitten auf dem Weg. Keine Autos. Voll fesch. Dann kommt der nächste weiße Bau-Steilsprung, auch hier fürchtet sich Zeppo noch ein wenig, doch beim dritten Plaste Steilsprung hat er sich dann eingewöhnt. Wir marschieren auf die frische, neue Teerstraße. Pechschwarz. Es riecht nach Rohöl. Diverse Baumaschinen reihen sich links und rechts an den Kanten auf. Zeppo schnuppert und behält die stinkigen Ungetüme gut im Blick.

      Ein Einsiedler Hof liegt links von mir und ich mache da mal rauf. Hier war ich noch nie, denn die B schneidet ihn ab. Eine Mietzekatze huscht uns vor die Füße, ich marschiere um das Gehöft, aber eine weiterführende Straße finde ich nicht und so gondeln wir zurück auf die blitzblanke neue B. Tripp-trapp. Man kann sich im Teer fast spiegeln. In der Weite des Asphalts kann ich wunderbar 8-ten, 9-en und Rückwärts üben. So schön viel Platz. Dann wird es langweilig, Zeppo beschaut sich noch ein letztes Mal die Teermaschinen und wir machen uns vom Acker.

      Da hinten ist noch ein Feldweg. Den geh ich fast nie, der liegt nicht auf meiner Linie. Wo wir schon mal da sind, lotse ich Wilma hinein. Der Buggy bekommt gleich eine Unterboden Trockenwäsche. Die Grashalme auf dem Weg stehen Hüfthoch, die Disteln auch. Wilma findet Disteln unterm Bauch doof und eiert um sie herum. Zeppo weiß noch nicht, was er findet, auf jeden Fall ab und zu einen Grashalm zum mampfen. Ein Bambi mit einem Spieß hopst vor uns aus dem Knick, hoppelt vor uns entlang und verschwindet auf der anderen Seite. Wilma nimmt die Verfolgung auf und Zeppo muss auch mit.

      Das macht der kleine Renner natürlich gerne. Nach ein paar Kilometern wird es immer wilder und mooriger und ich platziere eine Vollwendung. Wilma patscht noch mit dem rechten Vorderhuf erschrocken ins Moor. Dann gehts den wuschigen Weg wieder gemütlich zurück. So, nun noch ein bisschen Kulturschock, rein ins Dorf. Autos Rechts und Autos links. Die Zivilisation hat uns wieder. Zwei Ponys wiehern und Zeppo jodelt in seinem höflichsten Pony-Tönen zurück und zeigt, was er für einen strammen Arsch hat. Die Zaun-Ponys sind begeistert. Glaubt er wenigstens. Dann kutschen wir noch ein paar Kilometer auf alten Wegen und sind nach 2,5 Stunden wieder an der Koppel. Abschirren, Abendbrot sensen und dann:
      Prost Kaffee.
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      besten Gruß :-]

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    • OK, Wilma is schon im Testament vergeben - Zeppo geht noch: Ich setz dich dann in mein Testament mit rein.
      :D



      Zeppo läuft im Moment astrein, ich hab ihn bei jeder Ausfahrt mit dabei. Im Frühjahr war er 1 Mal die Woche mit unterwegs. Das reichte für mich/ihn gut aus. Er hört auf Stimme und winken, ein bisschen Krokodil-Blut hat er noch, aber wenn ich Winke, hört er sofort auf, an Wilma/s Geschirr rum zu nuckeln und er weiß auch gleich, wer gemeint ist.

      Gestern 28°C, schöner Wind und Sonne, hatte ich den kleinen Bauchgurt bei Wilma vergessen. Nun hatte ich noch Ersatz auf dem Wagen mit dabei. Das ich den lütten Bauchgurt vergessen hatte, ist mir aber erst nach 10 km aufgefallen. Immerhin waren sonst alle Strippen dran.

      Im Dorf haben die Ponys sich entspannt, da sind keine kleinen Bremsen unterwegs. Dafür waren die Kinder alle draußen, an KiTa und Vorschule, war das ein Krach.

      Ponyyyyyy - Ffääääääääähreeeeeee - Kuuuutscheeeeee - Guck Maaaaal - Qietsch - Jööh
      Und ich hatte meine Oropaxe nicht dabei. Die Ponikels fanden den Zwergenaufstand ziemlich lustig und grundsätzlich springt ein positiver Eindruck/Ausdruck ganz geschwind auf die 4-Beiner über. Die kleinen 2-Beiner wurden vom Jägerzaun gut auf Abstand gehalten.

      Wir waren 3 Stunden recht flott unterwegs. Danach gabs ne warme Dusche aus m Eimer und Sensengrün.
      Gute Fahrt.
      besten Gruß :-]
    • Heute ist mal 19°C, flotter Pustewind, bewölkt, zwischendurch schöööne Sonne und kein Schauer.
      Wilma ist dran. Einspännig-kutschieren macht sehr, sehr viel Spaß. Ich verschirre Wilma und vertäue Zeppo an seinem Gummibaum. Die Hündchen kriegen auch jede ihren Baum, zum verzurren, dann kann es los gehen. Wilma ist lustig drauf. Ich halte noch mal an und verpasse mir eine Bockdecke, bei dem Pustefix und ohne Sitzheizung tut die Not. Im Park ist Remmi-Demmi. Wir kutschieren durch die Auto Reihen und Besucher, winken. Wilma ist entspannt, rechts vor links und hinten raus. Über den letzten leeren Grasparkplatz, kann sie dann ein bisschen galöppeln.

      Dann geht unter der hölzernen Fußgänger-Brücke durch. In der kleinen Senke schimmert eine große Pfütze, über uns trappseln die Besucher über die Holzbrücke und winken. Dann werden wir untertunnelt. Die Bimmelbahn kommt auch grade an und tuckert mit johlenden Passagieren unter uns hindurch, in den den Tunnel. Wilma schaut übers Brücken Geländer auf den Tut-Zug. Es ist gut was los und Wilma hat viel zu schauen. Ein Pfau spaziert über unseren Fahrweg und flattert auf den Treckerschuppen, um uns genau im Auge zu behalten. Fünfzig Meter weiter ist ein Bauarbeiter mit der Rötelmaschine dabei, den sandigen Nebenweg zu planieren.

      Wo sind meine Oropaxe? So, nun kommt aber gleich das Moor, Ruhe und Entspannung. Keine Bremsen. Wir biegen um die Ecke, da steht eine Tinker-Reiterin vor uns. Der Tinker ist konsterniert, Kutschen sind sooo gruselig. Die Reiterin klettert herunter, wir plauschen ein wenig und der Tinker kriegt sich ein. Ich spaziere weiter über den Sandweg. Können Äste kriechen? Nein. Eine proppere schwarze Ringelnatter schlängelt sich zwischen Wilmas Hufen über den warmen Sandweg. Wilma tritt vorsichtig, ich halte an und das dralle Schlängelchen macht sich hurtig auf den Fluchtweg in die Böschung hinein. Gute Reise.

      Auf den Sandweg trabbseln wir ein bisschen, dann geht es wieder in den Schritt, der Regen hat den Weg arg ausgewaschen. Loch an Loch und hält doch. Der Buggy schleudert hin und her auf der Wogen-Piste. Die Vöglein zwitschern, ein Bussard kreist im Wind über uns (Schlange, pass auf). Ich weiß nicht so recht, wo ich heute hin soll, also biege ich mal rechts ab, da war ich schon lange nicht mehr entlang. Der Seitenstreifen ist frei und frisch gemäht, der Buggy passt wunderbar da drauf, Wilma galöppelt gegen dem Wind.

      Wir mäandern über die Bundesstrasse. Der Ausblick ist ziemlich eingeschränkt, ich muss Wilma quer stellen, um den Verkehr sehen zu können. Dem Gehör nach, ist alles frei, aber da gibt es ja noch diese Elektro-Autos und Rennradler. Okay, Frei. Wir huschen rüber, auf den Radweg.

      Rein ins Dorf: HUGOs erschrecken. Das sind diese Rasenmäher Roboter. Da es sonnig ist, ham die Rasentrolle nun alle Auslauf und Wilma mag diese lautlos hoppelnden Trolle gar nicht so gerne. Huch, da kommt auch schon einer lautlos über das Golfgrün geschlichen. Auch noch in unsere Richtung. Wilma windet sich und drängelt sich. Ich halte sie langsam und in der Spur. In der nächsten Wegmündung machen wir eine Volte und marschieren zurück. Nun ist der HUGO vor uns auf der Flucht - ha! Das mag Wilma, weg mit ihm.

      Fein haste ihn in die Flucht geschlagen, aber es gibt noch mehr HUGOs, die schießen hier grad wie Pilze aus dem Boden. Hinten an der alten Schmiede ist auch noch einer, der schleicht grad unterm Gebüsch entlang, quer zu unserem Fahrweg. Wilma macht Glotzkorken und stakst vorsichtig weiter. Ich mache ein Stückchen weiter mal wieder eine Volte und wir schauen uns den HUGO nochmal gemütlich aus dem Stand an. Dann muss ich weiter, Autos brausen auf und es wird eh langweilig. Wilma hat genug gesehen.

      Es ist immer noch sonnig und ich verlasse das Dorf und wir pirschen ins Moor. Auf der Graspiste galöppelt Wilma entspannt, macht aber einen leicht wuschigen Eindruck. Es waren wohl doch zu viele HUGOs, heute. Da muss sie erst mal drüber schlafen. Nach dem Galopp kommt die Sumpfkuhle, im Moorwald. Die ist im Moment nicht sehr sumpfig. Im Schritt stapft Wilma durch die schwarze Piste, über die Steinkante hinweg und dann wieder rauf auf den Sandweg.

      Jetzt noch ne halbe Stunde nach Hause joggen. Ausschirren und sensen, Hafer, Feierabend.
      Prost Kaffee & schönen Sonntach :thumbsup:
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      besten Gruß :-]

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