Wi&Ze

    • Erlebtes
    • Heute ham wir 2°C, Eiswürfelwind und keine Sonne, dafür viele Wolken, grau in grau. Nichts desto trotz müssen die kleinen Flitzer mal umziehen, auf die sandige Sommerweide. Die hat keinen Schlamm. Der letzte Herbst und Winter waren hier sehr schön trocken, im Frühjahr hat es uns nun die Petersilie verregnet. Ich kuller den Buggy aus der Scheune, die Püppis machen sich vom Acker und ziehen nach hinten auf die Hauskoppel weg.

      Ich hätte doch erst die Ponys, und dann den Buggy... egal, hätte... hätte..., ich hab ja Zeit. Mit ein bisschen Flöten kommt Wilma gleich heran, der kleine schwarze Blitz auch, haut dann aber sofort wieder, **haste-watte-kannste**, ab. Der Wind ist ein wunderbarer Starter. Nachbars kaspert grade mit einer Plane auf seiner Sonnen-Terrasse herum, da lohnt sich ein Blitzstart auch immer.

      Ich putze Wilma. Zeppo kommt heran, ich taste mit dem Halfter über seine Nüstern, da is datt Schmierseifli auch schon wieder ab gezwitschert. Na warte. Zwei Versuche hab ich noch, dann wird es mir zu blöd, ich lasse Wilma aus der Koppel raus. Sie spaziert unter die Wäscheleine zum grasen. Unfair. Zeppo brummelt frustriert. Ich halte ihm das Halfter hin, für seine Nüstern, zum reinstecken, aber er verpieselt sich schon wieder und kaspert eine Weile herum. Er rollt mit den Augen, dem Schweif und den Hüfchen.

      Ich geh mal raus, zu Wilma und schau ihr ein bisschen beim Grasen zu. Irgend Einer ist grad nicht amüsiert. Ich spaziere zum Offenstall zurück, und stell mich in den Ständer. Na? Nun? Okay, Zeppo stupst seine Nase in das Halfter und wir spazieren unter die Wäscheleine, zu Wilma. Zeppo kann ich nicht frei laufen lassen, er ist nicht Wilma und würde sofort mal gucken, was Nachbars Schleswiger und Holsteiner so treiben. Zeppo ist ein Freigeist. Also - binde ich ihn an und nun wird er schön gründlich durch geputzt. Das findet er ScheiBe. Überhaupt, Gutschi-Gutschi und Co KG - findet er rund herum total doof. Fass mich nicht an!

      Immerhin ist er schon fast erwachsen, also würklich. Tz-tz. Wilma könnte man stundenlang putzen, Zeppo (noch) nicht. Nun spazieren wir zum Buggy rüber. Zeppo hat feurige Hufe, beim anschirren möchte er falsch herum stehen. Ich rücke und drücke ihn, bis er korrekt an der Wand steht und ich ihn einschirren kann. Den letzten Deichsel-Halter hat er mir geschrottet, nun bin ich mit Gurtband am Start, das sollte er nicht kaputt kriegen.

      So ein lütter Kasperkopf. Dann gehts los, die ersten 10m über die Dorfstraße, hei-di-ho, - Was kostet die Welt - Hier bin ich - Römmtömmtröö - Kopf & Schweif hoch - Brust raus. An der ersten Kurve, er legt sich Gangtechnisch vor den anwesenden Stuten mächtig ins Zeug, springt er dann fix mit einem Hinterbein über den Innenstrang. Ich kullere vorsichtig in die nächste Hofeinfahrt hinein, dann geht es herunter vom Bock, den Zeppo-Huf da wieder raus ziehen, wieder rauf auf den Bock. Der Strang zwischen den Hinterbeinchen hat ihn nicht wirklich gestört... und weiter. Wir marschieren gemütlich zum Dorf hinaus.

      Auf der nächsten langen Geraden fliegt Zeppo super munter vor sich hin, Wilma marschiert flott hinterher, es geht leicht bergab, von hinten kommt der Bus angetuckert, ich blinke links und fädele uns in die nächste Einfahrt mit Schweinestall hinein. Der Bus überholt und wir nehmen die Verfolgung auf. An der Kreuzung hängt uns der Bus ab, wir marschieren 500m über den Radweg an der Bundesstraße entlang, die kleinen Flipper im Schritt, naja, fast. Flitzen macht einfach mehr Spaß. Nun müssen wir rüber, über die B.

      Rundum Blick, dann das Zeichen für einen Blitzstart und Wilma blitzt los. Zeppo kennt das B-Zeichen schon, aber - doch noch nicht so richtig, aber - wer ein Schmierseiflie ist, der flutscht immer hinter Wilma her. Flugs hat er Wilma auch schon wieder überholt.

      Kilometerlang zieht das Moor an uns vorbei, wir sind auf der Piste, wo Wilma letztens die Nette um schmeißen musste. Zu Zweit ist das aber alles gar kein Problem, zu zweit sind sie stärker, als allein, im Einspänner. Denn irgendwer will immer beweisen, das er den Arsch in der Hose hat. Meistens. Wir schreiten und traben, links zieht der Reitplatz mit ein paar auf-galoppierenden Tinkern an uns vorbei, Zeppo wiehert höflich.

      Dann kommt der Sandweg, ich geb das Zeichen und die kleinen Flitzer starten durch, Hoppi-Galoppie. Der Eiswürfelwind pfeift mir um die Ohren und pustet mir die Kapuze vom Kopf. Zeppo läuft heute richtig schön gerade aus. Kein ab-deichseln, Hals-aalen oder Popo-schlängeln, er steht einwandfrei im Fahrtrichtung ohne rum-zu-zackeln. Super. Der Sandweg schlängelt sich dahin und im Trab lasse ich sie auslaufen, es macht *Klirr* und der Karabiner am Aufhalter-Gurtband hat sich in Luft aufgelöst. Weg isser. Ich hab datt Gurtband zwar geschlauft, aber ewig wird es nicht halten, am nächsten Bauhof fahr ich rechts rauf und klettere vom Bock runter.

      Ein paar Quasselstrippen kommen derweil um die Ecken, wir plappern und ich verknote das Gurtband ordentlich. Von den Frauen krieg ich einen Ersatz-Karabiner vom Schlüsselbund angeboten, aber der würde auch nur von 12 bis Mittach halten, deshalb muss ich ablehnen. Danke dafür. Wir gackern noch ein bisschen, Wilma kaut einen Husten-Bonscher, Zeppo mag die Dinger immer noch nicht. Dann schwinge ich mich wieder auf den Buggy Bock und wir marschieren auf die nächste, wunderbare Piste, zu. Die ist mit Gras bewachsen und teilweise Überflutet. Hier können die kleinen Flitzer noch ein paar Kilometer lang unbeschwert Gas geben. Dann gehts weiter, durch den Matsche-Wald. Knöcheltief steht die Matsche Pampe. Fleißig schreiten die Flitzies voran und hindurch. Es geht wieder auf den Asphalt, wir müssen eine Straße überqueren. Kommt nix - und rüber, hinein ins Neu-Baugebiet.

      Hoppla, das Haus ist neu, letztes Jahr stand das noch nicht hier. Ich muss mir einen anderen Weg über die Baupisten und zwischen den Pfützen Seen suchen. Dann kommen wir auf dem Rondell Weg raus. Da hinten ist ein neuer Hirschzaun zu sehen und ich bin natürlich neugierig, was für Lamas denn dort eingezogen sind. Wir kullern mal einen Umweg nach rechts.

      Hinter dem Hirschzaun ist ein Jagdhund und kläfft uns freundlich an. Er hat einen Plastik-Trichter um den Kopf, damit schrabbelt der Hund so lustig über die Drahtmaschen vom Hirschzaun. Wilma guckt sich das neugierig an. Schrabbel-schrabbel, kläff-kläff. Feines Hundi. Wir drehen am Wendehammer um, nun ist Zeppo auf der Schrabbel-Schrabbel-Kläff-Kläff-Seite und findet das... gar... nicht... lustig!

      Er steht, Glotzt, Geht, Steht, Glotzt... jaaa, wirds denn gehn? Wir haben den Zaun geschafft, aber morgen kommen wir bestimmt noch mal wieder, oder übermorgen. Gäähn, prrrhprrrh, mir frieren langsam die Fingerchens in den Winterhandschuhen ab, wird Zeit für Feierabend. Ein paar Kilometer, dann bin ich an der Sommerweide. Wir haben heute eine Milchkannenrunde absolviert, also ~20km. Jojo kommt gleich rausgehoppelt und begrüßt uns, irgendwer hupt, winkt, ich schirre die Ponys vom Buggy los und lasse sie laufen.

      Mhmm, irgendwie, kennen sie das hier ja, aber... schnobernd und sichernd marschieren Wilma und Zeppo über die Sandpiste und klären die Lage. Ich häng noch das Heunetz auf, mach Wasser und Strom-Kontrolle, plünne den Buggy unter seine Plane und dann gehts rein... Prost Käffchen
      :)
      besten Gruß :-]

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    • Der Lütte is genial - die Große ebenfalls. :D

      Flirten mit Nachbars.
      Zeppo hat die alten Nachbars Trakehnerinnen nun so weit, nicht ER wiehert ihnen nach, sondern sie ihm.
      Schlingel, der. Ühühühüüü...


      SONNEEeeeééé´


      Ab, zu Tanke.


      Fast drei Stunden waren wir bummelich bei 6°C und frischem Wind unterwegs.
      Nach den letzten gemächlicheren Kutsch-Touren mit durchweg Schritt-Tempo hab ich mal wieder ein bisschen Gas gegeben, Hoppi Galoppi, einwandfrei.

      Auf den letzten Meter noch einen Bareback-County-Hufschuh verloren.
      Die Scootboots halten sehr gut am Huf, haben aber eine recht dünne Sohle. Mal gucken, wie lange die halten und ob man sie ggf. besohlen kann.
      Ponys sind klasse.

      besten Gruß :-]
    • Nach dem ergiebiegen Regengüssen die letzten Tage scheint die Sonne, juchu, eingespannt. Wilma kommt auf der Koppel gleich angaloppiert und auch Zeppo hat seine Kopf-Scheuheit verloren und lässt sich gerne von der Weide ziehen.

      Heute gibbds mal keine Puschen an, die Hufe sind recht lang geworden und ich will sowieso hauptsächlich Piste fahren. Vielleicht sogar die große Runde, das seh ich dann, wenn ich Unterwegs bin. Die Ponys haben Pfeffer im Popo und Zeppo möchte schon frühzeitig starten. Ich beruhige ihn wieder, lege noch eine Schweigeminute ein, dann sind alle Friedlich und wir kullern vom Hof.

      Die ersten paar Meter im Schritt, das klappt schon, doch dann muss ein bisschen Überschwang abgebaut werden und die nächsten 200 m wird getrippelt. Wir marschieren ins Dorf, rechts, links. Mülltonnen flanieren die Straßen und ich lasse mit dem Peitschenstiel die Deckel klappern. "Hallooo, im Schritt", schon wieder trippeln sie mir davon. Dann haben wir die Tonnenstrecke geschafft und es geht auf die Piste. Immer noch im Schritt, naja, fast.

      Die Sonne kitzelt meine Nase, es sind 11°C, etwas Wind. Heute bin ich das erste Mal mit Sommerhandschuhen unterwegs und nur einer Bockdecke. Hört-hört. Die Ohrenklappen hab ich auch, naja, nicht zu Hause gelassen, aber noch in der Bocktasche verstaut. Ich hab sogar an meine Sonnebrille gedacht, die sitzt auf der Nase.

      Fast Frühling, mhmm, und wie das duftet. Eine Nuance Hühnergülle, würde ich vermuten? Wunderbar. Sogar die Osterglocken strecken schon das eine oder andere goldgelbe Köpfchen raus. Die Vöglein brüllen, drei Bussarde umkreisen, zwei Reiher umkreischen uns, ein Hase hoppelt flott über den Weg und die Raben krächzen. Nur die Gänse sind alle weg. Die ersten Kilometer des grasigen Weges gehen leicht Bergab. Die Ponys haben kaum was zu ziehen und blödeln munter herum. Die Moore kommen Näher und Schlammpfützen garnieren das kurze Grün.

      Zeppo ist ein wunderbarer Seiltänzer, er balanciert gewand zwischen den Pfützen hindurch und patscht auch öfters man aus versehen hinein. Der Modder schlorzt an tiefen Wegkratern um die Pneus. Wir eiern hindurch. Dann türmt sich links vor uns ein Bagger auf dem Wall lautlos vor uns auf, Zeppo kann sich nicht entscheiden, soll er den Bagger im Auge behalten oder die Pfützen? Und schon stiefelt er Zehenhüfig durchs patsche Nass. Naja, so schlimm ist es einglich gar nicht, der Bagger auch nicht.

      Wilma ist das schnuppe, sie legt ab und zu in Richtung Zeppo die Ohren an: Der soll sich doch mal nicht so anstellen - und pflügt entspannnt durch jede Pfütze. Wir sind immer noch im fast Schritt, die erste halbe Stunde ist rum. Wir machen heute mal die große Runde, hab ich grad beschlossen. Am Wasserwerk gehts nach rechts, hier sieht alles gaaaanz anders aus, wie letztes Jahr. Alles Gebüsch ist auf den Stock gesetzt, ich kann fast bis nach Glücksburg gucken und fühle mich, wie der Schimmelreiter auf dem Deich.
      Hei-ho, hei Ho,
      was sind wir doch so froh...
      los gehts. Zu Ende ist die Schleicherei, ich geb den Affen ein bisschen Zucker und sogleich springen sie an und platschen lustig im Trab über die feuchten Wege dahin. Halt, wir kreuzen einen Teerweg, rechts links hören, dann gehts es weiter, im Trab. Plitsch-platsch-Plitsch-Platsch.

      An dem Holzlager, zwischen Trollen und Planen hindurch geht es in den kleinen Wald. Ein Hügelchen rauf, ein Hügelchen runter, ein Hü... nach drei kleinen Erhebungen haben wir den Wald auch schon durchquert. Über eine Biogasanlage, am Silo und Hublader vorbei, schleichen wir uns noch tiefer in die Walla Pampa. Ein paar Spaziergänger genießen die Sonne.
      Und dann kommt die Ebene, die Ponys flitzen los, im Galopp umrunden wir den Pudding, die Piste schlängelt sich kilometerlang zwischen Wasseradern und an Kuh-Sümpfen entlang. Zeppo rennt und Wilma lässt sich nicht lumpen. Etwas aufnehmen, das Gehör nicht vergessen, scharfe Rechtskurve und wieder laufen lassen. Bis zur Au preschen die Flitzer ein paar Kilometer entspannt dahin. Juchuu. An der Au ist eine größere Wanderer und Hunde-Ansammlung.

      Hoolaah, die Püppis machen langsam, erst Trab, dann im Schritt, ein paar Hunde kläffen. Ich halte an und plausche ein bisschen, also, Erziehungs-Technisch ist das ganz gut, aber außer: Schönes Wetter - und - Endlich Sonne - haben wir uns nichts zu erzählen und die nächste Piste lockt ja auch schon wieder. Kilometerlang und Platt wie ne Flunder mäandert der Sandweg dahin. Zeppo hat das Pfützenspringen inzwischen aufgegeben und Wilma platscht im vollen Galopp durchs Nass.

      Nun muss ich wieder Contenance verteilen, es geht in den Verkehr. Zwischen PKW und LKW marschieren die Ponys durchs Nadelöhr in die nächste ruhigere Seitenstraße. Nun kommt nur noch das Baugebiet und auch hier lasse ich mal wieder keine Pfütze aus. MV-Seen-Platte, so schaut die Brache aus, und Zeppo hats aufgegeben, keine nassen Hufe zu bekommen, er stapft hindruch.

      Ponys sind untenrum pitschenass, als ich wieder nach 1,5 Std und bummelich 15 km an der Koppel ankomme. Zum ersten Mal in diesem Jahr gibd es eine gründliche Ponys-Wäsche. Danach fliegt noch das Sieltec in die Fette zum reinigen. Die Ponys panieren sich derweilen im Flöhensand, es gibd noch Abendbrot und dann nach Haus,
      Prost Kaffee.
      besten Gruß :-]
    • Danke dir - gute Fahrt. :)

      Sonntag, 16°C, windig, vierzehn Uhr, sie Sonne sitzt, das Haar brennt. Über Nacht ist die Natur explodiert, :D der Weißdorn blüht in ganzer Pracht, Forsythie, die Kirsche und die Mirabelle machen es ihm nach. An der Koppel sind die Ponys nicht zu sehen, sie haben sich ganz nach hinten verkrümelt. Ich hole die Halfter und taper über den Acker auf der Suche. Pfeifen. Wilma kommt gleich an und will mit und der lütte Zeppo ebenfalls. Das Aufschirren zieht sich heute ein bisschen in die Länge, ich muss noch eine Blendklappe an Zeppos Kopfstück wechseln, die Alte hat er durch gebrochen. Dann noch den Buggy checken, an der Bremse ist eine Kette los und mit ein büschen Draht mach ich sie wieder fest.

      So, wir können. Die Püppis haben auch langsam keine Lust mehr, herum zu stehen. Wir marschieren auf die Straße, die ersten 100m im Schritt. An der ersten Kreuzung halt, dann nach Links und rein, ins Neu-Baugebiet. Hier ist was los, Kinder kullern mit Skateboards, Erwachsene mit Rädern und Mopeds. Die Nächste nach rechts, gehts auf die letzten noch unbebauten Grundstücke. Heute Nacht hatte es geregnet, die nasse Pfützenlandschaft ist wunderbar aufgefüllt, wir cruisen durch die Matschepampe, herum, hindurch und quer rüber, plitsch-platsch, schllorrtz.

      Dann kommt die wenig befahrene Landstraße, also - Halt, gucken und rüber. Es geht ein wenig Bergab, die alte Korn-Stoppelkoppel lädt zum traben ein, Hoppel die Poppel, kantapern die Flitzepons bergab zwischen alten Stoppeln, Mullewapp-Hügeln, Trecker-Fahrspuren und frischem grünen Gras. Zeppo versucht ab und ein einen Happen Gras zu erwischen. Wilma ist das Grünzeug total schnuppe. Am Ausgang steht ein Bagger, wir umrunden ihn, holter-die-Polter, schlingernd im Schritt. Nun gehts quer über den Wanderweg und in den Reiherwald hinein.

      Krähen schimpfen uns aus, die Ponys patschen durch ein paar Pfützen, quer durch den feuchten Wald, schräg über einen Graben und dann auf den moorigen Grasweg hinaus. Schlorz-schlorz, der ist tief, der lehmige Schlamm saugt an den Hufen und Reifen, dann sind wir schräg hindurch geglibbert und immer noch schräg, geht es weiter, an den Fischteichen hinauf. Die Sonne kitzelt meine Nase, die Sonnenbrille sitzt, aber der Wind hat heute ein paar Eiswürfel dabei,brr-brr, und ich meine Ohrenklappen vergessen. So werde ich die Stadtrundfahrt also nicht schaffen, dafür ist es mir noch zu kühl.

      Ein paar asphaltierte Landwege schreiten die Ponys flott dahin, dann gehts wieder auf den Wanderweg, leicht bergauf und hoppi-galoppi spurten die Flitzis einen Kilometer geschmeidig in der Sonne. Ein kurzer Stopp und eine Straße überqueren, dann geht es weiter über dem Grasweg. Zeppo trabt wie ein junger Gott und Wilma ist etwas im Hintertreffen. Sonst war Wilma immer die schnelle Traberin, aber Zeppo kanns noch flotter. Huij, sie fliegen. Am Parkplatz zwischen Troll Findlingen, Bäumen, Rondellen und Flatterbändern mache ich eine kleine Dressureinheit, links, rechts, Achten und Nullen, vorwärts und rückwärts, erst im Schritt, dann im Trab und als wir den Platz nach 10 Minuten verlassen, geht es locker im Galopp hinaus

      Die kleinen RennTierchen sind super lustig drauf und erfreuen sich mit mir am Frühling. Hinterm Bauhof lauert uns ein Pfau auf, mit seinem langen Federschweif wuschelt er vor uns herum und die Ponys schlagen ihn in die Flucht, kreischend fliegt er aufs Dach. Wir flitzen ein bisschen, zwei Ponys auf der Nachbarkoppel ziehen mit uns ein Stück den Weg entlang und wiehern. Zeppo wiehert höflich zurück. Ein paar Gärtnerinnen wuseln im Garten, ich mach Pause und wir quatschen ein bisschen. Dann gehst, hei-di-ho, weiter über den Sandweg. Wilmas ScootBoots vorne quietschen, wenn sie nass sind, quietsch-quietsch. Wir ziehen an Tinkern vorbei, noch ein paar Gärtner, *Wink*. Trecker von vorne, es ist Arne *wink* und genau, wie ich es ihm mal irgendwann gesagt hab, lässt er die Luftdruckbremsen *zzzsssccchhh* sausen als er auf unserer Höhe an den Ponys vorbei tuckert. Zeppo zuckt ein bisschen, Wilma kennt datt schon.

      Dann noch ein bisschen im Galopp am Moor über den Sandweg entlang und über die einsamen Landstraßen ins nächste Dorf hinein. Die Basketball Kinder sind sportlich und bolzen am Netz herum *wink*. Am Spielplatz ist kein Schwein, ich erobere einen Schleichweg und umgehe so das Drehkreuz. Von hinten pirsche ich auf den Spielplatz hinauf, stuppse im vorbeifahren die Schaukel an und auch die Wippe. Die Seilbahn will ich mit lang ziehen, aber Zeppo drängelt ab. Ich muss noch ein bisschen herum kurven und bringe dann Wilma in Position. Nun kann Zeppo nicht abdrängen, ich erwische die Seilbahn und ziehe sie ein paar Meter mit lang. Dann muss ich sie sausen lassen, die Ponys gucken rundlich, sind aber händelbar.

      Zwischen Klettergerüst und Wippe spazieren wir wieder durch das Schlupfloch vom Platz. Der Buggy hat ja nur eine Spurbreite von 1m, der passt fast überall durch. Abhängen und entspannen, Wilma schnaubt gründlich und der Wind haut mir ihren feuchten Atem ins Gesicht. Zeppo schnaubt auch gleich mit. Im Schritt marschieren wir aus dem Dorf. Hinterm Schlachter rötelt eine Baumaschine zum Abschied. Arne kommt schon wieder von vorne, hihi, und lässt es zischen, zisch*zisch. Auch Zeppo zuckt kaum noch mit der Wimper. Wir machen nach rechts, eine krumme Piste im Trab, dann ein bisschen im Schritt und halten, an der Bundesstraße.

      Irgendwie ist Stau, die PKWs flitzen vor uns hin-und-her. Dann ist ne Lücke, die Ponys können nun entspannt hinüber. Ich hab zwar ne Peitsche, aber die wird bei den Püppis kaum gebraucht, die hören meist aufs Wort. Im Moment hat sich grade eine Kreuzspinne auf der Peitschen Spitze niedergelassen und hangelt sich putzig abwärts. Gäähn, die Sonne staut sich zwischen den Knicks, hier ist es sehr puschelig warm - schööön. Aber ich muss langsam Heim, der Wind ist mir auf die Dauer zu kkkalt. Noch eine Galopp-Piste, dann über den krummen Stein-Weg.

      Dann noch ein fitzelchen Sandweg im Galopp, schnurstracks am Park vorbei und die letzten Asphalt-Wege bis zur Koppel im Schritt. Naja, fast. Ponys ausschirren, waschen und grasen lassen, Buggy unter die Plane. Dann gehn die Ponikels wieder auf die Steppe. Die Zeit hab ich nicht so genau, ca. 2 Stunden waren wir unterwegs und ~16km.

      Prost Käffchen.
      besten Gruß :-]