Wi&Ze

    • Erlebtes
    • Zeppo im Geschirr

      WE & Sonnenschein und kkkalt, 2°C, kein Wind. Für eine lange Tour is mir datt definitiv zu frisch, aber den lütten Mullewapp könnte ich mal mit einspannen. Er kennt soweit alles, bis auf die Steuerung und den Zug. Erstmal die verstaubte 2-spänner-Deichsel vor den Buggy pfriemeln, wie ging dat nochmal? Und wo sind die Krampen. Ein paar Zelt-Heringe tun es auch. So, alles frisch, nun die Ponys einschirren. Der lütte Zeppo kommt zuerst, grob hatte ich das 2-spänner Geschirr schon zurecht gedengelt. Die Fein-Abstimmung zieht sich ein büschen hin. Das Hintergeschirr ist noch zu weit. Ansonsten hat Zeppo dieselbe Größe, wie Wilma, da musste ich nichts ändern.

      Wilma kriegt das Einspänner Geschirr an, was sie sowieso immer trägt, das HG muss nur jetzt in die Ösen. Die Metall-Ösen sind seid 2 Jahren unter den Gurtschonern versenkt, nun bringe ich sie wieder zum Vorschein. Nun noch die Leinen einfädeln, die gelben Karabiner nach außen, ich habs nicht vergessen. Pi mal Daumen sieht es gut aus. Zeppo läuft links, auf der Straßenseite. Das ist für ihn neu, als Handpony lief er immer rechts.

      Nun noch den Buggy hinter schnallen und die dicke Jacke anziehen, Handschuhe an, dann sind wir startbereit. Ich löse die Halfterstricke und Zeppo trippelt gleich eifrig in den Startlöchern. Juch huu, könn´ wir los? Könn wir los? - Von wem kenne ich das nur? Wilma guckt mich unschuldig an und wartet gesittet mit Heiligenschein auf ihren Einsatz. Dabei hält sie Zappel-Zeppo auf seinem Platz und ich kann gemütlich aufsteigen. Wir spazieren im Eierschritt auf die Dorfstraße. Oh, da drückt etwas im Maul. Iiieh, da soll ich lang?/!

      Zeppo findet das verwerflich. Ich bemühe mich um eine kompetente Leinenhaltung und versuche ihn mit meinen alltäglichen Stimmkommandos in seine Spur zu locken. Na, geht doch. Und das ich zwei Rennsemmeln vor dem Buggy hab, wusste ich ja schon vorher. Auf der Koppel ist Zeppo schneller, als Wilma und nun möchte er es hier auch gerne sein. Aber einglich weiß er noch gar nicht, was er will. Wilma macht das schon. Wir spazieren durchs Dortf und runter zum See. Hier is kaum Verkehr und die Strecke ist gut bekannt, wir ham Platz zum Blödeln. Im Trab marschieren die Ponys ein paar Kilometer geradeaus. Ein Auto kommt uns entgegen und wird von den Ponys komplett ignoriert. Es geht weiter, hauptsächlich geradeaus, da kann der Lütte sich an die Lenkung gewöhnen und Wilma kann sich daran gewöhnen, das Zeppo nun direkt neben ihr läuft. Die Feinlenkung kommt dann im Laufe der Zeit.

      Wilma rückt Zeppo immer wieder unauffällig zurecht. Wir schreiten, traben und galoppieren, alles flutscht, ist gut im Fluss. Zeppo hängt ab und zu, dann prescht er wieder vor, vor allem im Galopp schmeißt er sich ins Geschirr und mag das Flitzen sehr. Schritt ist noch nicht so seine Gangart. Anhalten geht einfach, Wilma macht das schon. Eine große Links-Wendung dauert ein bisschen länger, mit Geduld und Spucke geht es gut herum. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir wieder zu Hause, die Ponys sind grad mal warm geworden und könnten noch länger, aber mir wird K-kalt. Wie gewohnt stehen sie ruhig am Anbinder, ich schirre sie aus. Dann gehts für die Ponys noch 2 Stunden zum Grasen auf die Koppel.

      Prost Käffchen
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      besten Gruß :-]
    • Ihr Lieben,

      ich habe bei meinen Fahrten in unbekanntem Gelände mit unbekannten Wagen besonders eines gelernt: nie mehr unreflektiert von meinen Erfahrungen auf andere zu schließen.

      Davon abgesehen: damit Andere lernen können, brauchen sie möglichst konkrete Hinweise, was warum falsch und wie es denn richtig ist, damit mehr entstehen kann als ein Gefühl der Unsicherheit.

      Es grüßt mit Hü und Hott
      Die Ardennerin
    • Gratuliere! paß bißle auf mit vor/rück bleiben, bei Flitze war es ja so, dass die zb nach Monstersprung im Geschirr über "ibääh" vorn aua meldete = Stand, dann vom HG gezwickt wurd, vorsprintete =aua und sich das dann steigerte. Aber da du die Phase mit den reichlich Welt zeigen ja vorher hattest wird sich das viel eher einschleifen. Mein nächstes eignes Neupony wird auch früh angelernt: ein Flitz, welches erstmal 1-2 Jahre am Grundsatzbenehmen arbeiten musste brauch ich nicht nochmal, wenn es so rum so viel einfacher und unkomlizierter geht!!! Wenn Flitz mir bis ans lebensende nie mehr die Hufe in den bauch haut, dann ist ihre Quote von den ersten 2 Jahren (Ekzemer/Deckenzirkus) immer noch gut gefüllt. mfg Kirsten
    • 30km? er war nicht untrainiert und das Pferd ist ein Lauftier ...
      ... Glaubt nicht mehr an die Vereinten Nationen. Glaubt nicht mehr an die Internationale Gemeinschaft. ... Wenigstens wissen wir, dass wir freie Menschen waren. ... Nein. Diese Welt will keine Freiheit. Diese Freiheit könnte dazu führen, dass die Menschen selbst denken. ... Ich hoffe, dass ihr euch an uns erinnert. @Mr.Alhamdo, Aleppo 13.12.16
    • Unreflektiert? Mhhh...

      Stichwort Epihysenfugenschluß darf man ruhig mal ergooglen.

      Pferde wachsen bis zum 6./7. Lebensjahr und es ist ganz großes Glück für den Menschen, dass sich die E.-Fugen meist schon mit 3,5 Jahren schliessen und man schon leichte Arbeit beginnen darf.

      Mit einem 2jährigen Pony zu beginnen ist schlicht und ergreifend Kinderarbeit.

      Aber mental und psychisch wird es weniger Widerstand leisten können.
      Wenn allein das Rechtfertigung sein darf, sollte man bereits mit dem Fohlen beginnen.

      Ohne Helfer und jedwede "Sicherheitsvorkehrung" am öffentlichen Verkehr teilnehmen.
      Prima. Erklärt das dem Familienvater, dem ein Gespann im Auto steckt, wenn es mal nicht gut ausgeht.

      Nee, sorry Leute. Mein Verständnis von Verantwortung, egal ob für meine Tier oder unbeteiligte Dritte ist ein gänzlich anderes!

      Womit ich wohl nicht allein bin, wie mir einige PNs zu meinem vorigen Post bestätigen...
    • Da Geschriebenes leicht mißverstanden wird:

      polldi, ich habe weder geschrieben noch gemeint, Dein Beitrag sei unreflektiert. Ich habe eine Ergänzung anregen wollen, damit klar wird, was Du meinst. Inzwischen hast Du Dich zum Thema geäußert. Es hat sich damit erledigt.

      Es grüßt mit Hü und Hott
      Die Ardennerin
    • Puh, WiZe, das ist ja zum Glück alles gut gegangen. Trotzdem habe ich auch ganz schön geschwitzt beim Lesen. Ich dachte zunächst, Zeppo soll im Geschirr nebenher laufen wie sonst auch, aber daß er direkt voll eingespannt wird ohne jegliche Zugübungen zuvor - ganz ehrlich, da habe ich geschluckt... Sehe ich das richtig, daß Zeppo erst einmal das Gebiss anhatte und die Lenkung darüber noch gar nicht kennt? Ihn dann beim ersten "richtigen" Anspannen auf die Straßenseite zu packen, wo er sonst immer rechts neben Wilma läuft, ist schon mutig. Du kennst Deine Ponys am Besten, aber ganz alleine ein Pony im öffentlichen Verkehr einfahren ohne einen Beifahrer halte ich für ungleich gefährlicher als auf umzäuntem Gelände. Die erste Fahrt ist nun gut gegangen, vielleicht sollten die nächsten Touren lieber mit Beifahrer sein. Wie alt ist Zeppo denn aktuell? Wenn er noch unter drei ist, reicht es meiner Meinung nach auch aus, wenn er ab und an als Handpferd mitläuft. Das kennt er und die Erfahrung wird er nicht verlieren, auch wenn er dreijährig dann mehr gearbeitet werden kann.

      Es ist immer schwierig, den richtigen Ton im Text herauszulesen. Nichts desto trotz sollte jedem User bewusst sein, daß diese Texte vielleicht auch von Anfängern gelesen werden und ein Nachahmen dieser Einfahrtechnik könnte da gehörig in die Hose gehen. Daher dann vielleicht lieber "schweigen und genießen" ;)
      Suns always shine :)
    • Gehört jetzt nicht unbedingt zum Thema, aber in der heutigen Zeit würd ich immer den Neuling links spannen!! Was passiert bei X, zb LKW Gegenseite beängstigend? Neuling drückt erfahrenes pferd richtung Straßengraben, na und, und vor allen Dingen wie oft und wie lang dauert die Situation? Der Lkw ist schnell weg, aber generell kann der Neuling oben auf der Straßenmitte besser laufen und sich den deutlich gefährlicheren Bürgersteig mit Abstand angucken...es Flitz brauchte 2 Jahre bis Bürgersteig ging (und zwar im Jahr 3 immer noch nicht perfekt) und Schwerverkehr war nach 3 Monaten morgens im hof nachbarlicher Spedition anbinden gegessen+bißle füttern bei laufendem trecker+bißle führen vom Radlader aus....
      Belis Weg wär auch nicht der meine gewesen, aber ihr gibt ja der Erfolg recht, also paßt wohl bei Beli für den Zeppo und nachmachen können Belis Methoden sowieso nur extrem wenig leut, wer von uns bitte kann denn schon dauerhaft zweispännig mit RPs vor einem 1m-Spurbreite-Buggy mit Eigengewicht deutlich <100 kg und ner rudimentären Klotzbremse allein unterwegs sein, wohlgemerkt ebenerdig!??? ich könnt zwar meine mit sowas mal fahren, aber dauerhaft hätt ich da gewiß Sorgen, ich muss hier immer mal wieder Kutschenmix wählen damit das dauerhaft im bremsbaren Rahmen bleibt und ich hab Berg, wenn mir die Pony dumm kommen gibt es irgendwas >12% Langstrecke Schritt aufwärts und fertig. mfg Kirsten
    • Bennyblue schrieb:



      Belis Weg wär auch nicht der meine gewesen, aber ihr gibt ja der Erfolg recht, also paßt wohl bei Beli für den Zeppo und nachmachen können Belis Methoden sowieso nur extrem wenig leut, wer von uns bitte kann denn schon dauerhaft zweispännig mit RPs vor einem 1m-Spurbreite-Buggy mit Eigengewicht deutlich <100 kg und ner rudimentären Klotzbremse allein unterwegs sein, wohlgemerkt ebenerdig!??? ich könnt zwar meine mit sowas mal fahren, aber dauerhaft hätt ich da gewiß Sorgen, ich muss hier immer mal wieder Kutschenmix wählen damit das dauerhaft im bremsbaren Rahmen bleibt und ich hab Berg, wenn mir die Pony dumm kommen gibt es irgendwas >12% Langstrecke Schritt aufwärts und fertig. mfg Kirsten

      Kann ich so nicht stehen lassen. Immer noch -auch- vor dem Hintergrund, daß hier jemand mit wenig Erfahrung solche Posts zum Anlaß des Nachmachens nimmt!

      Das sagt Wikipedia übrigens zu "Der Erfolg gibt recht":
      "Dies ist ein Schema, das oftmals ... ausgenutzt wird, indem sie ihre Ansicht durch den scheinbaren oder tatsächlichen (auf Kosten vorheriger Opfer) Erfolg untermauern wollen.
      Selbst bei ... ist es oft unklar, inwieweit der Erfolg von investierter Arbeit, unbekannten Randbedingungen oder scheinbaren Zufällen abhing."

      Der Erfolg gibt ihr nicht recht. Es ist glücklicherweise gut gegangen. Wie gesagt, mit einem Fohlen wäre es sogar noch einfacher gewesen, zu gleichem Ergebnis zu kommen...

      Fremde, völlig unbeteiligte Dritte zu gefährden ist nicht mehr witzig!

      In all' den Unfall-Threads hier fürchtet man sich immer vor Reaktionen der pöööösen Peta - wirft ihr mit solchen Berichten aber hübsch Futter vor die Füße...
      Wäre hier was passiert, wäre die Liste dessen, was absolut leichtsinnig und vermeidbar gewesen und von Allen natürlich ganz anders gemacht worden wäre: Lang!
    • Vor vielen Jahren hatte ich einen Pferdewirt älteren Semesters aus der Ex-DDR zum Helfen im Stall hier. Meine Hafis waren damals etwa 2 Jahre alt und er wollte sie auf Biegen und Brechen einspannen und einfahren. Wohlgemerkt: 2 Fohlen zusammen und gleich raus auf die Hauptstraße (geht bei mir nicht anders). Mein Argument, das seien doch noch Fohlen, wischte er beiseite und meinte, dass es in dem Alter viel schneller geht, ohne großen Widerstand und danach könnte man sie ja nochmal wegstellen.
      Übrigens: sie wurden mit 4 Jahren angeritten und der Wallach dann auch eingefahren. Ich habe meine Pferde nie vor 4, teilweise erst mit 5 in die Arbeit genommen. Bodenarbeit, Handpferd etc. geht ja auch schon davor und bereitet ein Pferd mental gut auf die zukünftige Arbeit vor.
      Das mal nur zum Alter/Gesundheit des Tieres.

      Wir spannen auch ein bereits gefahrenes neues Pferd nie allein ein, weil man ja nicht weiß, was es vorher erlebt hat. Wir haben da schon die "tollsten" Dinge erlebt. Dadurch dass es gleich auf die Hauptstraße geht, ist zu Anfang jemand am Kopf dabei mit Strick am Halfter, damit man auch schnell eingreifen kann. Nach den ersten Metern ist meist alles gut und dann geht's auch bald raus auf Feldwege, wo meist wenig Verkehr herrscht. Wir spannen anfangs den Neuen meist auf rechts, unser Pferdeprofi ist ein Fels in der Brandung. Es wird aber nach einigen Fahreinheiten bald sowohl die Position als auch der Partner getauscht, damit alle Pferde an allen Positionen in allen Pferdekombinationen laufen können, auch dreispännig.

      Der Zeppo scheint soweit ja eine coole Socke zu sein, aber wenn er rechts gewöhnt ist, hätte ich in die ersten Einheiten auch rechts laufen lassen. Und ans Gebiß und Lenkung gewöhnen kann man doch auch vorab toll vom Boden aus an der Doppellonge oder Langzügelarbeit. Und an die Zugstränge hängen bei der Langzügelarbeit simuliert mal ein bißchen Zug und man kann sofort wieder ablassen, wenn's Pferd nervös wird. So wären einige Vielleichts schon mal ausgeschaltet/abgemildert gewesen.

      Grüße
      Uschi
    • Danke euch.

      Nix Drama Queen, alles Tutti-Pavarotti und entspannt.
      Dann war ich na klar auch Kutschieren. Im trockenen noch angespannt, 7°C, windstill, bedeckt, aber dann ging das Geplätscher los. Nun hatte ich aber schon meinen Bocksitz erklommen, also, ab - 2 Std. durch den Regen gekullert.

      Meine drei Bockdecken haben mich trocken gehalten, es lebe das Fließ. Der Buggy ist Jahres bedingt wieder kräftig schlammig eingesaut. Die Natur ist, bis auf das Geplätscher, still. Ein paar Krähen krächzen.

      Viel Spaß beim Fahren, wünsch ich euch.
      besten Gruß :-]

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Igel ()

    • Danke - du auch. ^^

      Jöööhh - RockNRoll - Budderfahrt... die Sonne knallt vom Himmel, bei 0°C und leichtem Frostie-Wind. Was gibt es denn schöneres, als eine Super-G-Abfahrt oder eine Kutschen fahrt? Leider hab ich keine Sitzheizung, aber - eine Wärmflasche auf dem Schoß unter meinen Bockdecken. Heute ist Wilma dran und die Nette Kutsche. Zeppo schaut uns hinterher, als Wilma mit ihren Flugpuschen durchs Dorf hinaus trabt. Ich muss heute mal wieder mit ihr in die Stadt gondeln. Den ewigen Schlumpf-Schlendrian, übers platte Land zu fahren, durch ein bisschen Verkehrsstress Aktion unterbrechen.

      Wir marschieren gemütlich an der Bundesstraße entlang, über den Radweg. Heute haben die Leute definitiv eine lose Hupe und lose Hände. Es wird gehupt, gegrinst und gewunken. Ich glaube, Wilma grinst auch, oder rollt sie mit den Augen? Bevor ich in den verschachtelten Radweg eine Etage tiefer, einfahre, jodle ich ein bisschen. Nicht, das ich das könnte, aber falls... ein Radfahrer uns entgegen kommen sollte... wäre der gewarnt. Es kommt aber keine, scheint kein Radler-Wetter zu sein, heute.

      Weil es im Tunnel so schön hallt, singe ich gleich noch ein bisschen weiter. Die Nette passt sehr gut durch den Tunnel, die Peitsche berührt nicht die Decke. Dann geht es aus dem dunklen Pipi-Duften-Tunnel hinaus, in die Sonne. Ein Rest Laub leuchtet uns lustig an. Danach erreichen wir bald über die Hauptstraße die Stadtrand-Reitanlage. Viele Reiter sind heute Draußen unterwegs. Auf einer Koppel galoppieren sie um die Wette. Wilma wirft sich ins Zeug und möchte auch mit-galöppeln und ein bisschen Gas geben. Sie ist heute super drauf und hat Lust zu flitzen. "Wilma, benimm dich, wir sind hier auf der Hauptstraße" - "O.K."

      Rechts ist eine Piste, aber wir kommen da nicht hin, die Nette ist zu fett oder die Findlinge stehen zu eng zusammen, irgendeiner hat auf jeden Fall immer Schuld. Also muss ich über den Parkplatz bei der Mukki-Bude rum. Hinten, ums Eck, ist ein Durchschlupf, ein wenig holperig, aber die Nette erklimmt ihn einwandfrei klappernd. Die Nette ist ein bisschen Geräuschvoller, als der Buggy. Ob ich das Holz und Metall-Geklappere noch in den Griff bekomme? Wir werden sehen, sagte die Blinde zur Tauben. Der Autositz ist auf jeden Fall gemütlich, weich und warm, mit einer Sonnenstuhl-Auflage unter meinem Po und der Wärmflasche auf den Knien.

      Die Sonne kitzelt immer noch meine Nase, wir erreichen den Stadt-Kinderspielplatz. Oh, ein Gekreische, alle Kinder fliegen Hoooch... und scheinen heute, Sonntag-Mittag, draußen zu sein. Beim Wippen und Schaukeln kann man wunderbar quietschen und winken. "Da fährt ein Pfährd". Kicher, wink. Ein Poller ist verschoben und ich kann mal in einen Stichweg hinein kullern. Ob ich am Ende wieder hinaus komme? Es kreischt schon wieder hinter einer niedrigen Buchenhecke. "Pferd - Pferd". Wir erobern die Siedlung und umrunden die Häuser. Zwischen Siedlungsweg und Umgehungsstraße ist eine gemähte Brachwiese, hier kann Wilma endlich galöppeln, juchhee. Schnell ist die Piste zu Ende.

      Zwischen Schlagbaum und Graben quetsche ich Wilma durch eine krumme Lücke schnurstracks auf die Umgehungsstraße hinauf. Ein paar PKWs zwitschern an uns vorbei, die Ampel ist Grün und kurz vor der Gelbphase joggt Wilma hinüber. So, für heute ist genug Stadtrundfahrt, die Wärmbuddel wird auch langsam flau und ist in den Fußraum geplummst. Das Beste kommt zum Schluss, mal sehen, ob die Nette hier durch passt. Zwischen dem dicken Findling, halb auf der Böschung geht es ohne Abschabungen auf die Graspiste. Sehr schön. Der Weg mäandert. Rechts, links und ein bisschen hügelig. Wilma joggt. Dann kommst noch ein Graben mit einem dicken Findling als Gegenüber, passt locker. Nun durch einen Hohlweg, durchs Gebüsch im Trab, dann um die Kurve und raus, auf den Sandweg, hoppi-galoppi.

      Wilma gibt noch mal gerne Gas. Dieses Pony ist ne Wucht. Die Piste zieht sich noch ein bisschen länger hin, dann gehts wieder auf dem Teer weiter. Das nächste Dorf kommt in Sicht, dann ziehen wir über Sandpisten in den Wald. Die Sonne scheint immer noch und wir sind bald zu Hause. Zwei Reiterinnen kommen uns entgegen und steigen ab. Wir plappern ein bisschen, die Nette Rückbank wollen sie als Aufsteige-Hilfe aber nicht annehmen. Nun wird es sumpfig, dann noch eine kleine Rennpiste. Nach 2,5 Stunden sind wir daheim. Wilma ist ein bisschen warm geworden, an Brust und Keule und mit Wärmflasche war es gut auszuhalten.

      Prost Käffchen
      besten Gruß :-]
    • Nun hab ich die Außenspiegel an die Nette dran gekriegt, wurde auch mal Zeit.
      Die Muffen von den Radl-Spiegeln passen nicht auf die Rahmenrohre, bzw. der Winkel ist zu kurz, also musste ein Pflaumenbaum-Ast als Verlängerung herhalten.
      LKW-Spiegel wären auch schön, wenn ich denn mal wieder auf den Schrottplatz komme, zum suchen & finden.
      So gehts aber erst mal auch, is nicht schön, aber funktioniert.
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      besten Gruß :-]
    • :D

      --
      Gestern war ich schön kutschieren, mit den beiden Ponyleins, es war sehr lustig, feine Hoppser. +6°C, windstill und bedeckt. Jungspund Zeppo läuft aus versehen auf der rechten Seite, weil ich den Buggy falsch herum aus dem Schuppen raus gekullert hab. Beim aufschirren sollte Zeppo an der Wandseite stehen, das ist einfacher. Und weil nun der lütte Mullewapp rechts läuft, muss ich dann lieber mal in den Wald und über die Einsamen Öd-Pisten = die Verkehrsberuhigte Runde. Die ist natüüürlich total vermatscht, pitsch-patsch.
      :)
      Im Wald fängt sich der Buggy gleich ein paar Äste ein, die verhaken sich in der Hinterachse und schlurfen mit lang. Einen Ast kann ich mit der Pietsch raus polken, aber an den anderen komm ich nicht heran. Zum absteigen müsste ich mich aus meinen 3 Bockdecken raus mummeln, also, lass den Ast schlurren. Die erste halbe Stunde hat Zeppo noch fix Adrenalin und kommt ein- zwei Mal mit dem Poppes hoch, leichte Freudenhüpfer. Das kann man ihm leicht ausreden, er hört gut auf Stimme. Zeppo ist ein flotter Traber, wenn Wilma galoppiert, haut er noch den Stechtrab raus. Dabei war Wilma bis jetze immer die schnelle Traberin.

      Hinten aus dem Wald wieder hinaus, streife ich einen Dorfrand und dann gehts gleich wieder in den nächsten Holper-Weg. Beide Ponys sind lustig drauf, aber nicht verrückt. Wir spazieren gemütlich im Schritt, Trab und Galopp ein paar Kilometer durch die WallaPampa. Hier wird scharf geschossen, ein Matscheklumpen klatscht mir fast auf die Nase. Ein dickes Bambi kommt von rechts aus dem Knick heraus auf den Weg gehüpft und schaut uns neugierig an. Dann hüpft es weiter.

      Wir kullern über den Bach, dann tut sich eine Seenlandschaft auf der Matsche-Piste vor uns auf und Zeppo kriegt das Augen-rollen. Auf Zehen-Hüfchen balanciert er am Rand der Pfützen entlang. Bloß nich rein treten, uuüghsz, patsch, daneben. Wilma beißt Zeppo in den Hals, der soll sich mal benehmen. Zeppo macht auf Unschuld-vom-Lande. Das nächste Hügelchen geht es aufwärts, im Schritt. Wilma zieht und Zeppo knödelt herum, hascht nach grünen Grashälmchen, schnuppert vorwitzig in der Spur, dreht mit den Öhrchen und knödelt mit dem Schweif herum.

      Nun müssen wir noch ein paar Meter über Teer, dann kommt eine verwachsene Korn-Stoppelkoppel. Die Koppel is groß und ne Sackgasse, aber das macht nix. Wir kullern einmal rund herum, zwischen den schmierigen Winterstoppeln, erst noch im Trab, dann im Schritt. Ich fahr ein bisschen 8ten und 9en und lass die Ponys langsam kurven. Die Luft ist herrlich trüb, die Stoppeln rascheln schleimig.

      Dann sind wir wieder auf der Straße. Um den aufgelassenen Schweinestall marschieren wir auf einer Graspiste herum. Hier ist es unheimlich, mit schlappen Planen und hutzeligen Trollen im Gras. Dann gehts heimwärts, eine Stunde reicht... wird auch Zeit, brr-brr.

      Prost Käffchen
      besten Gruß :-]
    • :)

      Immer noch keinen Schnee. Nur Eisregen.

      Buckelig hart ist die Knoppel verfroren. Die Ponys langweilen sich seid 2 Wochen, es ist einfach kein Fahrwetter. Aber - spazieren gehen geht immer. Inzwischen kann ich den kleinen Zeppo auch aus der Koppel holen, ohne das Wilma jankert. Sie bleibt ganz entspannt zu Hause und ist froh, das der lütte Frechdachs mal 2 Stunden weg ist. Am Koppelrand kann sie mit Nachbarshette Hinnerk kommunizieren.

      Hündin Vegas marschiert wie immer, vorneweg. Zeppo ist die ersten 10 Meter flippsig und gespannt auf das, was da kommen mag. Dann marschieren wir stramm zwischen tuckerndem Schulbus und Ziegelwand durch. Er folgt mir brav hinterher und ist im Wandermodus. Kein rumzappeln mehr. Nach dem Schulbus ham wir freien Blick auf die Holsteiner und Schleswiger und Zeppo kann sich präsääntieren:
      Auf Hufspitzen, Bauch rein, Brust raus, Schweif hoch, Hals rund, folgt er mir am durch hängenden Strick und brummelt charmant zu den Stuten rüber. Das laute Singen hat er aufgegeben. Ihm antwortete ja sowieso Keine. Und es war auch übertrieben, das hat er eingesehen. Bis auf die braune Holsteinerin letztes Jahr auf der Sommerweide. Hach, die konnte so schön über den Zaun schmachten, stundenlang. Mit ihm. Und sie hat so schön mit den Wimpern geklimpert. Oder wars n Wallach?

      Wir spazieren weiter durchs Dorf und ich spaziere jeden Gulli und jede Pfütze an, Gitter-Roste, Mülltonnen und andere Engpässe. Zeppo folgt auf dem Fuß, ich würde schätzen, das er zu 99% nun ein fesches reiterloses Military-Pony ist. Zu 100% folgt er mir noch nicht, und für 120% ist er noch zu jung. Weiter gehts, hinaus, aufs Land. Dann nach links auf dem Radweg an der B entlang. Ich trete ein paar Pappbecher und rotte Zaunäpfel mit den Weg entlang, die mag Zeppo nicht, die schmecken ekelig. Iehbäh.
      Der lütte Schwatte ist bis jetze das krüscheste Pony von allen. Nee,- mag ich nicht. - Iieh, sowas soll ich essen? - Uärghsz. Weder Rosenblüten, noch Pfeffermünzbonbons und die Hagebutten hat er auch wieder ausgespuckt. Das Einzigste, wo er wirklich verrückt drauf ist, sind Zwiebeln. Ein Gourmet, eben.

      Wir wandern ins nächste Örtchen und besuchen die Draußen-Kühe, drei Stück Fleckvieh. Die Drei schlummern und wiederkäuen grade auf der Weide und Zeppo hüpfelt schon wieder auf Zehenhüfchen hinter mir her. Er Brummelt aber nicht. Datt lohnt nich. Die Kühe stehen auf und wir marschieren entspannt daran vorbei. Für einen Kuhgalopp ist es zu kühl und zu hart gefroren, glaub ich. Dann gehts über den Gasthof-Parkplatz zwischen den eisigen Rabatten und Kübeln im Slalom hindurch, Vegas spaziert vorweg und fädelt ab und zu mal falsch ein. Das stört Zeppo aber nicht, er folgt mir trotzdem weiter im Kielwasser. Bürgersteig rauf, Bürgersteig runter, dann sind wir am Spielplatz.

      Ich stupse die Wippe an, Zeppo wippelt auch ein bisschen, hinter meinem Rücken hin und her. Der Spielplatz ist ihm noch nicht so wirklich geheuer. An der Seilwinde, Vegas vorweg, Zeppo hinter mir, nehm ich mit rechts den Seil-Sitz-Reifen mit lang und lasse ihn dann los. Er schwingt zurück. Zeppo hat immer noch einen durchhängenden Strick und schwingt auch ein bisschen. Vegas möchte in den Kriech-Tunnel, das kennt sie noch vom Agility und ich schick sie durch die Betonröhre. Dann springt sie rüber und noch ein mal durch. Wir gehen zur Schaukel. Zeppo mag mich zum schaukeln nicht anschubbsen, das muss ich selber machen.

      Vegas muss wieder an die Leine, wir wandern aus dem Dorf hinaus, noch über eine Baustelle. Hier gibbds hüpfsche Pfützen, Zeppo hüpfelt. Dann kommt noch eine theoretische Weg-Verengung: Zwischen Hinkel-Troll-Steinen und Steinpfosten durch einen ca. 30cm breiten Engpass über einen groben Drainage-Gulli, der Plätschern. Zeppo weicht aus und folgt mir nicht, er geht lieber außen rum. Wir spazieren 2 Kilometer weiter, dann gehen wir zurück und beim zweiten Mal schafft er ungeniert den Engpass. Nun wirds langsam Zeit, für nach Hause, es sind 0°C und wenn wir Glück haben, gibbds morgen auch bei uns mal Schnee.
      Dann kann ich endlich mit Wilma Schlitten fahren und wenn der Schnee lange genug liegen bleibt, mit dem lütten Mullewapp auch,

      Prost Käffchen.
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      besten Gruß :-]
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      Frühling ist es noch nicht ganz,
      aber immerhin schaut ein wenig Sonne durch die Wolken und es sind fast 5 Grad Celsius. Ich schirre Wilma vor die Nette, da tauchen so langsam fette schwarze Wolken im Süd-Westen auf. Für eine Milchkannen-Runde wird es wohl noch ausreichen. Hoffe ich. Wilma spaziert munter und aufgeweckt wie immer durchs Dorf. Wir traben durch die Pampa und dann an der Bundesstraße entlang über den Radweg dahin. Mit meinen 2 Bockdecken ist mir puschelig warm.

      Die Auto Sitzbank der Netten ist furzgemütlich. Jetzt müssen wir über die B und dann auf einen sterbens-öden Nebenweg ins Moor. hinein Hier sagen sich Hase und Igel gute Nacht und ein Stückchen weiter sind die Knick-Knacker dabei, die Bäume und Sträucher zu zersägen und schreddern.

      Wir kommen auf die Moorkreuzung zu, im Schritt. Am Rand steht ein Trecker mit Anhänger und davor stapeln sich ein paar große Baumstämme den Wegrand entlang. Die lagen gestern noch nicht da. Und vorgestern auch nicht, Eigentlich lag hier noch nie was, bis auf einen plattgefahrenen Hasen. Wilma ist konsterniert: Baumtrolle. Wilma steht und zackelt ein bisschen auf der Stelle. Sie mag nicht weiter, will umdrehen und bis ich mich entschieden hab, abzusteigen, ist Wilma drei vier Schritte schräg murkelig zurück getreten. Die Nette blockiert, die Schere verkantet und die Nette fällt um. Bumms. Ich rutsche wie auf einer Kinderrutsche Die Sitzbank hinunter und stehe neben der Netten. Na, das ging ja mal fix, Wilma, steh. Inzwischen steht sie ganz ruhig, ich halt sie fest, gehe zum Kopf und verteil erst mal Hustenbonbons.

      Ich schau mir die Bescherung an, die Nette liegt auf der Seite und der Drehkranz ist verdreht. So kann ich sie nicht wieder aufrichten, ich muss Wilma ausspannen. Christian von den Knick Knacker kommt vorbei und fragt, ob er mir helfen kann? Danke dir, aber im Moment nicht, ich muss erst mal Wilma losmachen und die Nette ist leicht wieder aufzurichten. Christian zieht wieder ab, ich mache das Pony los und wir spazieren 6 Meter vor bis zu den Baumtrollen.

      Die sind gar nicht so schlimm, aber, auch Wilma kann sich mal irren. Ich binde Wilma an eine fette tote Eiche und sie knabbert ein bisschen an der Rinde. Dann zurück zur Netten, die Schere grade vor ziehen, eins, zwei, drei, die Nette wieder aufstellen, alles Tutti. Der Spiegel ist verbogen und ein Peitschenhalter ist ab, aber das waren eh nur Provisorien. Ich stecke die Pietsch in den zweiten Peitschenhalter. Dann noch einen Rundumblick, nichts verbogen, der Kutschkasten hat seine Sachen behalten, es ist nichts raus gefallen.

      Ich rolle die Nette zum Pony rüber und schirre Wilma wieder vor. Christian kommt vorbei und wir plappern noch ein bisschen. Ein PKW kreuzt im Schleichschritt und ich folge ihm mit Wilma unauffällig. Wilma läuft entspannt, ca. 2 Kilometer, dann wende ich die Nette, wir machen zurück zu den Baumtrollen. Von hinten sehn die noch harmloser aus. Ja ja. Nach 2 km wird wieder umgedreht und im Schritt kommen wir nun zum dritten Mal an den Baumtrollen vorbei. Wilma guckt schon gar nicht mehr hin.

      Ins Moor geht es dann weiter, über den Feldweg Pfad seh ich noch unsere Schlittenspuren im Modder, von unser ein zigsten Schlittenfahrt diesen Winter. Aber wir hatten ja auch nur einen Tag und wenig Schnee. Ein Stündchen gehts noch über die Dörfer weiter. Die schwarzen Wolken sind bedrohlich ran gerückt, als ich nach 2 Stunden am Stall ankomme. Fix die Nette ins Trockene schieben und Wilma auspacken.

      Einer von ihren neuen TK-Hufschuhen hat hinten eine Concha-Schraube verloren. Der Hufschuh hält trotzdem. Da muss ich mich wohl mal auf die suche nach einer passenden Schraube machen.
      Die Ponys gehn noch eine Stunde zum grasen und ich krieg einen Kaffee.

      Ahoi und gut Holz.
      besten Gruß :-]