Wi&Ze

    • Erlebtes
    • Feiner Bericht (iwie bin ich nicht fähig Santina zu gucken, schad!), schön dass andere Leut auch gewisse Sorgen mit Hugos haben!! Boah, hat hier 2 Wochen intensives Kennlernen gebraucht, weil der uns ja unbekannt direkt vor die Hufe plumpste (war sich das ungleiche Zwiegespann einig wie selten: Flucht!!). Meine müssen den nah 100% dulden, weil ja zum eventuell kreuzenden 40to-zug eh deutlich unter 1 Meter Abstand ist auf dem engem Weg. mfg Kirsten
    • Hugo´s sind echt ne Pest, also, für die Ponys. Und für die Gänseblümchen.

      Puschelig warm, fast schwül. 26°C und ein laues Lüftchen pustet ab und zu die Fliegen weg. Ich komme an die Koppel, die kleinen Ponys warten schon. Sie standen heute Nacht auf dem Voracker. Zeppo wiehert. Gestern hatte ich die Disteln ab gesenst und rübergekarrt. Die Disteln ham sie sehr schön verputzt, besonders die Blüten sind eine Delikatesse, findet Wilma. Ich lasse die Ponys nun in den Garten laufen, Vegas treibt sie kläffend an. Gähn, irgendwie ist es so warm, soll ich heut noch los zum kutschieren? Uahr, is ja alles so anstrengend. Erstmal verputzen die Ponys eine halbe Stunde den Garten und ich setz mich in die dumpfe Sonne und les noch ein bisschen. Vegas leistet mir dabei hechelnd Gesellschaft. Nur ab und zu muss die Hündin mich verlassen, um bei den Ponys nach dem Rechten zu schauen oder um ein kleines Bad im Planschbecken zu nehmen. Ja-ja, so ein Hundeleben.

      Irgendwie rücken mir die Ponys grad auf die Pelle, sie sind satt. Ich packe den Buggy aus der Plane und sammel die Ponys zusammen. Zeppo meint, aufgeregt mit seinen Vorderhufen herum kaspern zu müssen, den sticht wohl die Distel. Ich ranze ihn an, er ist gleich wieder artig. Wilmas Hufe muss ich noch plan machen, die sind dran. Puh, ist das warm. Die Fliegen surren. Ich schneid ihr die Hufe rund und setz die frisch geölten Hufschuhe drauf. Den letzten Monat sind wir ziemlich viel barhuf kutschiert, doch heute mach ich ne längere Tour und da muss sie ihre Flugpuschen tragen.

      Die ersten 2-3 Kilometer läuft Wilma noch zaghaft und vorsichtig, doch dann startet sie durch. Flugpuschen: Es hat geklingelt. Zeppo kommt kaum noch mit und schlackert mit den Öhrchen. Es ist aber auch drückend. Wir marschieren durch das Waschküchenwetter einen kleinen stickigen, verwachsenen Schleichweg hinauf, an Enten und Gänsen vorbei und an ein paar TraberInnen. Zeppo hat die Huftiere hinterm Gebüsch aber nicht gesehen und bleibt stumm. Die Idylle ist dann bald vorbei, wir klatschen auf die Landesstrasse und in den tosenden Verkehr. Aber am Sonntag ist der noch... naja... der Motorradfahrer muss sich doch unbedingt noch zwischen Ponykutsche und Gegenverkehr quetschen. Waren ja auch noch massige 20cm Platz. Schon Blöd, wenn man als Motorradfahrer das Schrittfahren nicht beherrscht.

      Die entspannte Cabriolette danach winkt lustig. Ich kann nun auf den Radweg wechseln und tu das auch fix. Es geht raus, aus der Zivilisation und rein, in die Stille über endlose Pirschwege. Gepflegte Langeweile. Warmer Asphalt. Kein Verkehr. Tote Hose. Hier komme ich eher nicht so oft hin, weil der Weg so weit und fad ist. Es passiert einfach: Nix. Kilometerlang. AAdW. Schlaf Fad. Die Fliegen summen, eine Pferdebremse surrt, Zeppo buckelt auf der Stelle und wirft die Bremse ab. Gähn, ich bin fast eingepennt, huch, aber da kommt doch noch die links Kurve und dann sind wir auf der Waldpiste. Heide-Sand.

      RockNRollBudderfahrt. Juchu, auf gehts: Wilma prescht über den Sandweg los und Zeppo folgt geschwind. Ein paar Kilometer geht es mit guter Sicht zwischen den Büschen und Bäumen hindurch, geradeaus. Wilma flitzt immer schneller und Zeppo lässt sich nicht lumpen. Hei di ho. Er springt über eine Pfütze, Wilma prescht hindurch. Dann ist auch Zeppo in der Pfütze gelandet, so, aus versehen und auf die Schnelle. Nach ein paar Kilometern durch den Wald werden wir langsamer, Wilma trabt. Jetz müssen wir, mhnmm, ich glaub, nach Links, Ah, da sind ja die Windräder, alles klar. Fix hab ich mich orientiert. Sand, Gras und Pfützen ziehen unter dem Buggy dahin. Wilma hat immer noch Lust zu laufen, wir traben.

      Der schöne Heckwald ist nun zu Ende und wir pirschen wieder auf den Asphalt, aber Wilma hat ja ihre Flugpuschen an und trappelt entspannt weiter, voran - voran. Zeppo is so gestresst, das ihn die 20 Bremsen auf seinem Rücken überhaupt nicht jucken. Der Rückweg ist nicht mehr ganz so fad, es geht durchs Dorf. Hinten raus, bei der Schäferin vorbei, duftet es auf einmal ganz heftig nach Marmorkuchen, mhmmm. Ich kann noch ein paar Graswege einbauen, auch wenn das keine Abkürzungen, sondern Wegverlängerungen sind. Bei den Isländern kann Zeppo dann auch noch eine lustige Arie schmettern.

      Ein Stück weiter, auf dem verwucherten Bahndamm, steht hinter einem wuschigen Busch eine Frau mit Hund am Telefonieren. Gleichzeitig stehen ein paar Remonten unten an der Dammkoppel und schauen schweif-schlagend zu uns herauf. Zeppo schmettert seine Arie zu den Jungpferden hinüber, die sich gewaschen hat und Frau Telefon lässt vor Schreck fast ihr Händy fallen. Grins. Der Jagdhund ist weniger erschrocken, der hat uns schon lange gesehen.

      So, nun müssten wir wieder in den Verkehr hinauf, das klappt wie geschmiert. Über den Radweg wollte ich noch ein bischen im Schritt spazieren, aber Wilma und ihre Flugpuschen sind dagegen. So joggen wir durch die laue Luft. Radler sind heut keine Unterwegs, die liegen wohl alle am Pool. Einen kleinen Kilometer noch, dann sind wir wieder an der Koppel. Vegas freut sich und ich schirre aus, lasse Zeppo und Vegas abflitzen und zieh Wilma noch ein paar Eimer Wasser über den Kopf. Dann noch die verschwitzte Pony Geschirr Plaste durch den Hundepool ziehen, abwaschen und ein Tässchen Apfelschorle schlürfen.

      Puh, ist das Warm. Heute Nacht gibds Gewitter.
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      besten Gruß :-]
    • Danke - der Sommer ist noch nicht zu Ende. :D


      Der Pustefix ist heute etwas stürmisch und es ist warm, +21°C, und bedeckt. Ich spanne Wilma ein, Zeppo läuft nebenbei und es geht los. Durchs Dorf ist es noch ein bisschen windgeschützt. Zwischen den Häusern haben wir Mut zur Lücke und zockeln gemütlich auf den Stoppelacker hinauf. Puuh, der Wind ist hart, autsch, ich plünne die Schweißerbrille aus der Bocktasche, so ists schon besser. Piert nicht mehr in den Augen, der Pustefix. Zeppo macht derweilen den Suppenkasper, beißt ins Selett, in die Leine, in die Leinen-Ringe und ich wehre ihn jedes Mal ab und irgendwann kann er sich dann einkriegen. Dann möchte er aber noch mal Hoppi-Galoppi. Wilma geht im Schritt gemütlich über den Acker, und weder Wilma noch ich möchten Hoppi-Galoppi. Somit fliegen Zeppos Hinterhüfchen dann mal flott und zackig in die Höhe, einmal Kapriole? Sehr hübsch.

      Nun scheint er sich aber endgültig eingekriegt zu haben, die ersten Kilometer sind halt viele Eindrücke und so ein lütter Wutz kann sich dann noch nicht recht einordnen. Wilma geht immer noch im Schritt. Wir haben die Stoppelkoppel einmal gemütlich umrundet. Nun geht es auf den Waldweg und weil alle grad so artig sind: Hoppi-Galoppi. Ab geht die Post. Dann ist der Waldweg zu Ende und es geht im Schritt auf den Straßen weiter. Ich brauche keine Bockdecke, dafür ist es zu warm, der Wind geht ordentlich, phhuuiiee, pfeift er um die Ecke und mir fast die Mütze vom Kopf. Wir sind auf der Landesstrasse, die ist grade gesperrt, wird neu geteert und wir sind nicht die ersten Ponys, hier. Da leuchtet der eine oder andere Äppelhaufen auf dem ab-gefreesten Asphalt.

      Wir machen die ganze abgerastpelte L entlang, mitten auf der Straße, dumm-di dumm. Zwei bis drei Autos kommen auch, denn es ist Sonntag und da kann man um die Durchfahrt Verboten Schilder zwecks Abkürzung ja herumfahren. Die Wolken hängen tief über uns, es riecht nach Asphalt. Eine Radlerin kommt von hinten, mit Hund, auch mitten auf dem Weg. Dann können wir zum Seewald abknicken.

      Auf eine Stoppelkoppel. Zeppo ist inzwischen völlig zahm und artig, wir schreiten, traben und galoppieren, gegen den Sturm. Vor den Ausfahrten muss ich aufpassen, die Autos sind heute wegen dem Wind nicht so gut zu hören. Wenn ich mich quer in die Ein-Ausfahrt stelle, kann ich aber ganz gut gucken. Wir machen links herum und da kommt auch schon ein PKW angekullert, alles im Lot. Ansonsten ist nicht viel los, durch die L-Sperrung ist kaum Durchfahrtsverkehr wegen Sackgasse. Hinten gehts über den Spielplatz, ich versuche die Seilbahn mit einer Hand an der Kutsche ein bisschen mit entlang zu ziehen, aber ich krieg sie nicht ganz zu fassen. Na gut, dann schubbs ich eben die Schaukeln an, die wackeln aber eh schon wie blöd im Wind und den Ponys ist das schnuppe.

      Hinter ist noch ein Rapsstoppelacker, den mag Zeppo gar nicht und er tänzelt zwischen den langen harten Stoppel, während Wilma in der Spur stapft. Der Buggy kriegt ne trockene Unterbodenwäsche. Dann können wir noch auf einem Grasweg einen frischen Galopp machen und sind auch bald zu Hause. Es beginnt zu tröpfeln, kaum hab ich die Sachen verstaut, kommt der Regen runter, plitsch-platsch.

      Prost Kääffchen
      besten Gruß :-]

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Igel ()

    • ... und dann kam auch noch der Postillion und brachte Zeppo s Gebissstange mit. Diese musste ich na klar gleich ausprobieren. Lütt Zeppo ist also das erste mal mit einem Fahrkopfstück in der großen weiten Welt unterwegs, mit Blendklappen und Gebissstange (105cm) im Maul. Das Fahrkoppstück hatte ich im Netz ja netterweise gegen Xesars BollerKoppStück bei jemanden eintauschen können, dem sein Koppstück zu Lütt war. Sieltec, Gr.2 hat halbe Blendklappen.

      Bei 15°C, bewölkt, etwas Pustewind und mit Extrapulli waren wir flott unterwegs und Zeppo hatte das Koppstück bald vergessen. Nur Wilma-Beißen und rumkaspern fiel heute die erste halbe Stunde komplett aus. Der Lütte lief mustergültig bei Fuß und war mit seinem Schnulli und der beschränkten Sicht beschäftigt.

      Unterwegs hat uns ein Bambi links überholt.




      Pustewind


      ... und heute Abend iss Grillparty beim Luigi, ich frier jetzt schon.... bibber. :D
      besten Gruß :-]
    • Jepp, Zeppo is 2.
      --

      Ein bisschen Nieselregen bringt mich auf den Gedanken, das ja auch mal wieder Zeit ist, für Zeppo allein unterwegs. Der lütte Tenor ist reif, für einen Spaziergang. Hündin Vegas spaziert vorne weg, Zeppo und ich folgen unauffällig. Die erste Minute muss ich noch meine Oropaxe drinnen lassen, Zeppo singt laut und durchdringend. Wilma antwortet ihm ein bisschen und um die Ecke rum, erwarten uns schon die Nachbars Jährlinge, die singen und hüpfen auch gerne ein Stück mit lang. Wir verlassen den Wieher-Korridor und marschieren gemütlich im Gänsemarsch durchs Dorf hinaus.

      Vegas hält den Marschbefehl Voran... nicht immer so ganz durch und umrundet uns auch gerne mal unauffällig und fordert Zeppo hinten herum (wenn ich es nicht sehe, gnhihi), zum rumkaspern auf. An der Brombeerhecke mache ich Station. Zeppo und Vegas kriegen auch ein paar Brombärchis ab. Zeppo ist noch kein Feinschmecker und Vegas schnappt seine runter gekullerten Brombeeren schnell weg. Zeppo knuspert lieber Haselblätter. Sehr schön. Weiter gehts übers platte Land ins nächste Dorf.

      Flatterband markiert links am Wegesrand eine Neusaat vor einem Häuschen. Zeppo hüpfelt aufgeregt hinter mir herum. Der Wind bringt die aufgefädelten, zerschnittenen gelben Säcke zum wackeln. Der Jungkasper bleibt hibbelig in der Spur, Einwandfrei, und Vegas nutzt die Gunst von Zeppos Aufgeregtheit um ihn zu Ärgern. Sie versucht, in seinen Schweif zu beißen. Die beiden Possenspieler. Das Flatterband ist vergessen und das nachfolgende Gitterrost wird erst gar nicht mehr beachtet.

      Zeppo hat dann seine ruhigen fünf Minuten und wir üben ein bisschen links, rechts, zurück und kehrt Marsch. Zeppo ist nicht wirklich motiviert, macht aber brav mit. Dann kriegt er Wind und fängt an zu wiehern und zu hüpfeln. Die Konzentrations-Fähigkeit ist dahin. Fünf Minuten hat er geschafft, das ist gut. Wir spazieren weiter, Gassen, Garagen und Gitter Roste ab. Ein paar gefallene Äpfel laden zum rumkicken ein. Nach erfolgreicher Verfolgung darf Zeppo die Äpfelchen aufessen.

      Nach einer kurzweiligen Stunde sind wir wieder zu Haus und es Regnet auch gar nicht mehr.
      Prost Käffchen & schönen Sonntag.
      besten Gruß :-]

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    • SOMMER - SOMMER - SOMMER

      Na, des wurde doch auch mal Zeit, juchhee, 29°C. Ich kann ohne Bockdecke rumkullern und ohne Pulli und gestern hatte ich knielange Jeans an -törööh- und da hat mich auch gleich eine Bremse ins Schienbein gepiekst = so soll es doch sein, ne=? Die Ponikels waren ein wenig zähflüssig, hatten schon 3 Tage keinen Hafer mehr, tz tz, und ich glaub, Wilma wird der ewigen Stoppelkoppeln auch langsam überdrüssig.

      Im Wald stehen noch lustige Pfützen, der Lütte marschiert immer noch nicht hindurch und versucht, Wilma zur Seite zu drängeln und aus zu hebeln. Das schafft er aber nicht. Wilma stapft einfach weiter und schüttelt die kleine schwarze Nervensäge ab. Sie legt noch nicht mal die Öhrchen an, datt lohnt sich nich´. Hinten aus dem Wald raus, kommt die erste Stoppelkoppel. Wilma trabt locker an, Zeppo macht das Schaukelpferdchen. Vorderbeine hoch, Hinterbeine hoch, Vorderbeine hoch, Schweif hoch, Kopf hoch: Es fehlt nur noch die Wippe. Hüpf - hüpf. Nach 2-3 Metern hat er sich wieder eingekriegt. Die Übersprungs-Kapriolen lassen bei ihm nach.

      Ich umrunde die Stoppelkoppel, im Schritt und Trab. Ich schaffe den Stoppelacker nicht ganz, denn hinten wühlt schon der Bauer, sie wird umgebrochen. Das war wohl das letzte Mal, hier, für uns, dieses Jahr. Dann gehts über eine Graskante, hoppel ho, auf den nächsten Stoppel Acker. Ein kleiner Schlung geht es im Galopp hinunter und auf der anderen Seite gleich wieder das Hügelchen hoch. Die Ponys sind warm, Zeppo hat zum ersten Mal dieses Jahr Schaum an der Hinterhaxe.

      Wir marschieren im Schritt über die Bundestrasse, und du ahnst es nicht - gleich auf den nächsten Stoppelacker hinauf. Sogar noch Jungfräulich ist dieser und un-gegüllt. Im Schritt stapfen die Pons das Hügelchen hinauf. Oben pfeift ein lustiger Wind übers platte Land, ich kann die Arme ausbreiten und mich ein bisschen durchpusten lassen. Den Ponys gefällt es auch.

      Dann kommt die nächste Straßen Querung und eigentlich gehts auf die nächste Stoppelkoppel, aber der Lütte is ja heut dabei, also marschieren wir mal in die Stadt. Erstmal aber noch eine halbe Stund übers platte Land, unendliche Weiten, keine Bremsen. Wenn ich dann vom ländlichen Schleichweg ins Gewerbegebiet einfalle, ist es wie immer: Knall auf Fall. Einen Moment zwitschern noch, naja, im Moment zwitschert irgendwie nix Vögeliges, mhmm, und im nächsten Moment sind wir im Brauseverkehr. LKWs, Pkws, Mopeds. Es ist warm, alle sind lahm arschig, oder bilde ich mir das nur ein? Am Radladen machen wir einen Slalom auf dem Fahnenmast Rasen. Vier Fahnenmaste könnten wir umrunden, aber irgendwie ist es warm und ich schaffe nur 2. Dann gehts weiter durchs Gewerbegebiet, hinten auf den Radweg hinauf und gleich wieder links, in die Einöde.

      Die Autofahrerleins sind heut recht klemmig, ein PKW dümpelt nun schon seid schlappen 5 Minuten hinter mir her und überholt nicht. Naja, wenn er nicht will? Platz genug ist. Ach, der Telefoniert, na dann. Über die Brücke müssen wir noch, Zeppo verfolgt die unter uns durch brausenden Blechkisten mit den Äuglein, dann wird es noch Ein-Ödiger. Auf dem Grasweg gehts in die Wiesenwege. Wir tröppeln herum. Hinten raus ist noch eine Stoppelkoppel und noch eine, wir können einen Jagdgalopp wagen. Dann gehts durch den Wald und auf der letzten Piste galoppiert Wilma entspannt und Zeppo haut seinen besten Stech-Trab raus.

      Zu Hause muss ich die Ponys waschen, das tut Not. Wilma kennt das ja schon, für Zeppo ist es das erste Mal Abschwemmen in diesem Jahr und er guckt noch etwas bedröppelt. Beim abwaschen mit den pitsche nassen Handtuch und Eimerchen, merkt er aber sehr bald, wie gut das tut. Dann ist der Schweiß runter und die kleinen P´s kommen auf die Koppel. Zum Wälzen haben sie keine Lust, sie lassen das Wasser lieber so trocknen und sehen aus, wie glänzende Speckschwarten in der Sonne.

      Prost Kaffee.
      besten Gruß :-]
    • Der Morgen fängt super an, ich werde fast von einer Maus erschlagen. Ich marschiere nach dem Ausschlafen, der ersten Hunderunde und dem zweiten Kaffee mal in Richtung Dachboden. Dort macht sich grad eine Mäusefamilie breit, aber sowas von... und ich möchte die Fallen kontrollieren. Drei hab ich schon geschnappt, aber mindestens eine hab ich noch aus den Augenwinkeln wegtrippeln sehen. Ich öffne also die Dachbodentür und da plummst eine Maus herunter. Mir vor die Füße. Irgendwie hat datt Mausetier oben an der Türzarge gehangen. Ich falle fast Rückwärts, rufe nach Vegas, aber bevor die Hündin angeflitzt kommt, ist das flitze Mäuschen schnell im Heizungsraum verschwunden. Tz.tz. Gähn, wird Zeit, für noch einen Kaffee, obwohl ich ja nun wach bin. Und eine Kutschfahrt. Jööööh.

      Das schöne Wetterchen muss man einfach ausnutzen... und den Lütt Zeppo krieg ich heute bestimmt auch eingefangen. Die letzten drei Tage wollte er nix von mir wissen, ich hab ihn nicht zu packen gekriegt - er hat Zahnweh. Nun sind die Ponys seid gestern auffm Voracker verbracht. Dort gibds jede Menge leckere saftig-grüne Brombeerblätter und angeblich soll Weißdorn auch lecker sein?/! Die Begeisterung bei den Ponys scheint eher verhalten. Erst mal einfangen: Ich werfe einen Blick auf die Koppel, nanu? Das Planschbecken ist leer. Irgendwer hat es verschleift. Es muss heute Nacht wirklich etwas warm und langweilig hier gewesen sein. Ich tippe auf spontane Poolparty?/!

      Ich komme mit den Halftern an den Duchlass und die Lütten drängeln sich schon davor herum. Ich will zuerst, nein ich. Hungääär. Wilma springt mir gleich auf den Arm. Bei Zeppo dauert es etwas länger. Ich brauche ein halbes Möhrchen, dann lässt sich Zeppo vorsichtig verhaften. Er hat nämlich grad Zahnfee, also, immer schön sanft mit dem Köpfchen.

      Ich vertäue die Ponys am Haselnuss-Anbinder. Bis jetzt musste die Hasel noch nicht besonders leiden, nur ab und an wurde mal ein Blättchen rausgerupft. Aber heute wird sie gnadenlos verputzt.

      Zeppo scheint einen Anflug von Exzem zu haben, die Mähne ist kraus und knubbelich und der Schweifansatz ist auch zerzaust. Also, erstmal mit der Schere alles weg schnibbeln, was über ist und dann noch glitschig ein-gelen. Der Mähnenkamm und der Schweifansatz sind nun mit Haargel pomadisiert. Aber nur nicht den Kopf anfassen, ein bisschen die schwarze Stirn kraulen. Nun noch Wilma durchbürsten und dann kann es gemütlich los gehen.

      Zeppo ist kreuz brav. Wilma sowies. Die Sonne brennt, aber nicht mehr so doll. 25°C, keine Wölkchen am blitze blauen Himmel und etwas Pustefix weht. Wir veranstalten eine schöne Ausfahrt, ~2,5 Std. flott und gemütlich, über die letzten Stoppelkoppeln und sonstigen Pisten. Es ist herrlich und alle sind friedlich drauf. Nach dem Ausschirren gibds für des Vollplaste-Geschirr ein Bad in der frisch gefüllten Plaste-Plansche und die Ponys kauen ein paar Äpfel und dürfen heut Nacht auf die große Weide, zum vollfressen.

      Mal sehn, ob ich Zeppo morgen zu fassen bekomme. Auf jeden Fall, übermorgen.

      Prost Käffchen.
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      besten Gruß :-]
    • Jöööh, immer noch Sommmer, freu - freu.
      Heute ist die liebe Wilma dran, Buggy ist frisch geschmiert und aufgepumpt, Wilma steht erwartungsfroh in den Startlöchern und dann kann es auch schon los gehen. Zeppo -hüühüüht- uns noch ein wenig hinterher. Ein frischer warmer Wind pustet aus Russland, es sind 24°C und die Sonne ist einwandfrei knallig vorhanden. Bestes Kutschwetter. Ich ziehe mit Wilma in den Verkehr auf die Bundesstraße. Ein paar Kilometer weiter kann ich einen Stichweg nehmen, sehr eng, viele Gänse und schnatternde Wassertiere am Rand und dort ein Hügelchen hinauf kullern. Hier wird es eng, aber mit 5cm am Hinterreifen, komme ich gut durch dat Nadelöhr hindurch. Dann gehts durch die Feriensiedlung.

      Hintenraus geht es im ZickZack einen Schotterweg abschüssig hinunter und wieder auf den Asphalt. Nun kommt noch ein Verkehrsknotenpunkt und dann geht es hinein, ins saftige Grün. Der Wanderweg liegt einsam vor uns. Wilma trapselt, ein Bussard kreist über uns und links plätschert die Au. Jede Menge Eintagsfliegen hängen in den Büschen, genau im Windschatten flirren sie in Wolken-Formation in der Sonne herum. Es geht ein wenig bergauf, der Weg ist krumm und schief. Eine Stockente (Nordik-Wooking) ;) kommt uns entgegen gewandert, wir plauschen ein bisschen und aus den Augenwinkel hab ich noch eine alte Stoppelkoppel erspäht.

      Die Koppel ist recht runkelig, Disteln wuchern. Wilma trabt, dann kommt der Umbruch zum Waldweg hinunter und wir röteln dort hinüber Im Wald kreischen die Reiher über uns in den Bäumen und sind nicht amüsiert. Der Wald wird auch runkeliger, Stubben und harte Krusten, dann gibt es wieder einen Umbruch, hinten raus, auf eine verwachsene Vorkoppel, die als Wanderweg benutzt wird. Links ist der Knick und dahinter eine Kuhweide. Der grasige Weg ist nun zu Ende und es duftet schon nach Corned-Beef. Genau am Weg-Übergang, hinterm Knick, lagern die ca. 20 Jungrinder und wedeln liegend und stehend mit den Schwänzen in der Sonne die Fliegen davon.

      Große Bullen Augen glotzen uns an und Wilma glotzt zurück. Dann gehts etwas schattig ein Hügelchen hinauf, auf eine noch ältere Rapskoppel. Die Stoppel sind steinalt und hart, der Überweg ist krumm und schief. Wilma stapft gemütlich im Schritt über die spröde Wegkrume. Am nächsten Heckloch gehts wieder auf den Asphalt und ein paar Kilometer übers Land. Dann überqueren wir eine Landesstraße und verschwinden in einem Hohlweg. Schattig raschelt das trockene Laub, der Boden ist dunkel und staubig. Hinten raus aus dem Weg, treffe ich einen Radler.
      "Du hast Plattfuß".

      O-oh, hatte ich noch gar nicht gesehen, vor dem Hohlweg war alles noch tutti. Also, erstmal absteigen, Wilma anbinden, datt Pneu-Fix-Spray aus dem Wagenkasten raus-plünnen und den Reifen wieder aufpumpen. Sieht gut aus, Wilma abtüdern und weiter geht es, auf der geteerten Nebenstraße. Wir gondeln ins Dorf, alle sind heute lustig drauf, in der Sonne und winken. Vor Dorf-Brautmoden-Laden hab ich dann wieder den Reifen platt. Also, Wilma an eine dicke Eiche vertäuen und nochmal datt Pneu-Fix einführen.

      So, Reifen ist wieder Tutti, es kann weiter gehen. Wir kullern noch ein bisschen über die Parkplätze beim Amt und der Feuerwehr, rechts - links, Slalom, Rückwärts. Dann gibt es noch einen grasigen Wanderweg mit Achterbahn-Wellen, der Weg schaukelt so schön im Galopp. Nun noch ein paar Kilometer, 2 Dörfer und dann sind wir wieder an der Koppel. Zeppo freut sich schon, die Hunde auch und ich schirre aus.
      Der Reifen ist noch pralle, mal sehn, wie der morgen aussieht,

      Prost Kääffchen.
      besten Gruß :-]
    • -Herbstanfang-

      Mit Zeppoleinchen war ich wandern. Ich habe ihn sogar eingefangen bekommen, seid einer Woche tanzt der kleine Klappskalli mir nun schon auf der Nase herum aber diesmal hab ich vorgesorgt und Toast-Brot dabei. Fies ich bin, ich weiß, aber die Äpfel und Birnen ziehen einfach nicht mehr, davon gibbds noch zu viele. Wilma mümfelt schön das Toastbrot und der lütte Schwatte kriegt erst was, wenn der Dötz im Halfter is. Also, nun die Ponys aus der Einzäumung plünnen und an dem Anbinde-Hasel-Baum vertäuen. Dann mal den Hufkoffer holen, denn die Hufe sind auch mal wieder dran. Bei Zeppo kann ich was runter schneiden, bei Wilma lohnt datt nich´.

      Dann Wilma wieder auf der Weide verstauen und die Oropaxe rein drehen. Hündin Vegas macht die Tete und wir marschieren unter stimmungsvollem Gewieher von Dannen. Kaum sind wir im Dorf, kann ich die Ohren wieder frei machen, Zeppo hat keine Lust mehr, zu Wiehern. Wir marschieren eine Stunde in der Sonne, es ist warm, 24°C, kein Wind und ich bin zu dick angezogen, schwitz-schwitz. Gestern war es kälter. Es ist entspannend, mit Zeppo zu spazieren, er folgt mir auf dem Fuße. Ich lüfte die Mülltonnen am Wegesrand, oder mache mit Zeppo einen Slalom da zwischen hindurch. Ohne umwerfen. Heee, ich hab gesagt, ohne Umwerfen, schmeiss doch nich die leere Tonne um`?/!
      :D
      Dann braust die Hauptverkehrsstraße um uns herum, Trecker, LKWs und PKWs, Moped, Radler und Kinderwägen. Zeppo marschiert entspannt in meinem Kielwasser und hüpfelt ab und zu ein bisschen, Vegas marschiert voran. Es wird ruhiger, Zeppo möchte mit Vegas spielen: Ruten-beißen oder Tipp-Kick. Das möchte ich aber nicht. Wir kommen durch das nächste Dorf und hinterm Busch hüpft auf einmal ein Haflinger vor und auf uns zu. Zeppo wiehert mir gleich schrill -Aua- ins Ohr, nhgn, wo sind meine Oropaxe. Die Shetten, 200m weg, blöken auch gleich im Chor, aber Zeppo antwortet gar nicht mehr. Nanu? Wird er erwachsen=? Dat Ganze scheint ihn nicht weiter an zu schrillen, ich bin ja erstaunt. Wir stapfen weiter, Zeppo wackelt zum Haflinger Tier noch mal mit dem Kopp rüber, aber meine Oropaxe brauche ich nicht mehr.

      Dann geht es noch über einen Verkehrsknoten Punkt und wieder Heimwärts. Nun stöppsel ich doch wieder Oropaxe, denn auf Wilmas rufen muss er natürlich auch antworten, aber nur ein mal. Sehr fein. Wir stapfen an den Anbinder, ich lasse die Hunde, Zeppo und Wilma frei und sense noch eine Schubkarre Himbeerbüsche für heute Nacht.

      Prost Kääffchen
      besten Gruß :-]
    • In MäckPomm hats orndlich gestürmt, an der Ostsee, hier geht es, so la la - ich war gestern mal wieder 2 Stunden/+ kutschieren mit Wilma und dem Pilotfischchen. Zeppo braucht im Moment ein bisschen Kopftraining um die Öhrchen herum. Wenns mit seinen Ekzemer-Öhrchen im Winter besser wird, muss ich da Schritt für Schritt ran. Einfangen ließ er sich auf jeden Fall gut, dann hab ich noch ´Decke´ (2x2m-Bockdecke, grau/braun aus Fellimitat) geübt, erst mal an Wilma, das hat er sich dann angeguckt. Der Sattel kommt auch noch dran... im Winter.

      Die Kutschiererei ist herbstlich genial, die Trägheit des Sommers ist vorüber, es patschen ein paar Regentröpfchen, es ist bedeckt, bei 9°C und der Wind geht kühl herbstlich aus Süd-Ost. Mit dabei sind meine Winter-Bockdecke, Winterjacke, Handschuhe und Pudelmütze. Es ist frisch-kalt, diesen Okt.
      Gleich die ersten 100m weg, vom Start, flitzen die kleinen Rennis los, hei di hooh, mit dem Wind und dem krieselnden Blättern um die Wette. Dann ist der erste lustige Übermut abgebaut und wir tuckern im fleißigen Schritt weiter. Durchs Dorf, über die Wander und Gras-Pisten. Kein Schwein ist unterwegs, die erste Stunde hab ich niemanden getroffen. Auf dem Rückweg durchs Dorf wird es dann etwas lustiger, ich rewische eine Mais-Piste, 2 Laster von Vorne und einer Trecker mit Rundballen auf der Gabel, dazu noch die Rundballenpresse - hinterher. Über den Park möchte ich noch gerne ein bisschen galöppeln, aber der ist ja schon zu - Mist.
      Also noch einen kleinen Galöppel-Schlenker über den Bahndamm eingebaut und dann gemütlich nach Hause tuckern.

      Ponys mögen Wind und flitzen super. Prost Lebkuchen.
      besten Gruß :-]
    • Mireille Mathieu - Adé: Ekzem

      Vor ungefähr ~ 2 Monaten fing es an, Zeppo lässt sich nicht mehr einfangen, iss kiebig, wie ein Sack Flöhe am Hundemors und gar nicht mehr entspannt, gelassen, schmusig und knuddelig. Er scheuert sich die Mähne und den Schweif, naja, erst mal Wurmkur und schmieren. Außerdem isser ja noch jung, und spunkig.
      - -
      Datt schmieren mit glitschig Haargel macht Zeppos Mähnenkam, Schweifrübe und Bauchnaht wieder geschmeidig und gepflegt, Schorf wird weniger. Sooo schlimm ist es mit dem Krabbelzeugs hier ja nun auch nicht, aber ich denke doch, er hat Ekzem. An seine Ohren komme ich nicht ran. Ich fang Pöh-a-Pöh mal an, mich zu informieren.
      - -
      Inzwischen zieh ich ihn jeden Tag in den glitschigen Schmier-Ring. Das Aussacken und anfassen muss er ganz neu wieder lernen, das konnte er ja schon alles. Nun muss ich die ganzen Übungen noch mal gründlich und von Vorn anfangen. Haar-Gel ist ein super Pflege-Schmierzeugs, fettfrei, hält die Fliegen weg. Zeppos Schweif Rübe ist kurz und stoppelig. Die halbe Mähne hab ich runter geschnitten, stoppelkurz = nix mehr Mireh Mattjööh, die musste weg. Der Schopf ist noch ganz gut und ca. 20 cm Mähne steht auch noch halbwegs frisch.
      - -
      Zeppo und das Maßband.

      Heute mal das Maßband mit genommen, er hüpfelt herum, wenn ich datt Maßband rausziehe und wieder reinzischen lasse. Also, muss das Maßband ein bisschen rein und raus zischen, während Wilma lose um uns herum spaziert und ein paar Äpfel mümmelt. Zeppo möchte keinen Apfel-Schnitz, Nein: Er zieht ne Schnuuuute. Dann beißt er doch mäkelig hinein und ich lass datt Maßband mal wieder schnalzen. Nun noch die Rückenlänge ausmessen, 80cm.
      So ein lütter HoppeTutz.
      Dat Maßband is in meiner Jacken-Tasche verschwunden, ich nähere mich kraulend den Mähnenkamm herauf, Zeppos Ohren an. Ich darf vorsichtig auch mit meinen Gel-Fingern seine Ohrenspitzen massieren. Die halbe innere Ohmuschel lässt er mich massieren und machen, dann wird er hibbelig und es ist Schluß. Zeppo kriegt einen halben Maiskolben und ich gele seinen Bauch bis zur Schlauch Region rundherum ein. Die Öhrchen sind Innen ziemlich krustig, schorfig, soweit ich das erfühlen durfte. Am Bauch ist es nur ein bisschen knubbelig.

      Wilma passt immer gut auf ihn auf, owohl sie auch weg spazieren und schönes Gartengrün knabbern könnte. Seit dem Anfang vom Ekzem/kribbel-Zeppo sind die Beiden etwas klebiger geworden, daran muss ich noch arbeiten. Zeppo ist nicht mehr so Kess und Unbedarft. Durch den Leidensdruck hat sich sein Charakter verändert. Die Pupspertät kommt noch dazu...

      .... ob ich Ohrenmützen häkeln kann=?/! :D
      --
      ff
      besten Gruß :-]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Igel ()

    • Joh-jooo, voll fresch, brr brr - gestern wollt ich kutschieren, aber dann war ich doch lieber wandern, mit dem lütten schwatten Zeppo-Pony und Vegas. Yanka durfte zu Hause bleiben. Wir sind 2 Stunden durchs Dorf gestapft, echt erstaunlich, wie viele Leute mich kennen, wo ich noch nich mal den Namen von weiß!/? *wink*... und die lütten Kinners quieken wie die Ferkel, wenn die Zeppo sehen: ****Süüüß-quuiieeek****, ham wir früher auch so rum gequiekt, als wir Lütt waren?
      Kann mich nicht dran erinnern. :)

      Ja ja - es war bedeckt, 7°C und kein Pustefix. Mein Fuß macht grad Arschbombe, der rechte. Nach einer halben Stunde hatte ich mich dann ganz gut eingelaufen, Babyschritte, wie die Kandesbunzlerin immer so schön sagt, es ging besser, ich hab mich eingelaufen. Beim rechten Flunken, das is der Operierte, da hab ich immer datt Gefühl, wie auf dem rohen Knochen zu laufen. Aber, wenn der Fuß jault, hör ich die appe Schulter nich mehr so jaulen, datt hat doch was, oder?

      Der kleine Zeppo is voll Plüschig, erst hab ich ihn noch ein bisschen vermessen, mit dem Maßband, das geschrammel interessiert ihn gar nicht mehr, dann ein bisschen aus-sacken, mit der Leuchtweste und der Klöter-Dose, das hat ihn auch nicht interessiert. Da kann ich also erst mal wieder ein bisschen Pause mit dem Kasperkram machen.

      Mit den Blendklappen auf, sind wir los gestiefelt, für s Körperband um-zuwickeln, war ich heute zu Faul. Gäähn, is nich einglich schon Winterschlaf für Igel? Vegas läuft schön vorneweg und Zeppo hinter mir her. Um-schmeißen mag Zeppo mich gar nicht, er hält einen Fingerbreit Abstand und stapft gemütlich und neugierig vor sich hin, ohne rum-zu-rempeln. Ganz so schmusig wie Wilma-Allein-Unterwegs ist er nicht, aber die Jungs sind da auch anders, als die Mädels, die ham mehr Lötzinn im Kopp. Zwei mal hat er mir die Ohren voll gewiehert, als wir an den Shetten vorbei gestiefelt sind.

      Wir sind ja auch 2 mal an den Shetten vorbei gestiefelt, wir müssen schließlich das ganze Dorf aufrollen, also, jeden Hinterhof abklappern, jede Mülltonne anrempeln und jeden Lukendeckel überklettern. Den Sportplatz haben wir ein bisschen gestreift, da ist zu viel Los, wir gucken vom Rand zu. Ich glaub, es steht 2:0 für Mittelangeln, als wir uns auf den Heimweg machen.

      Vegas findet kullernde Bälle nicht so faszinierend, wenn Zeppo dabei ist. Durchs Dorf gibbds natürlich wieder die üblichen Doofies, die den Motor aufheulen lassen, wenn wir vorbei stapfen. Ja ja, hast n Großen, nnh ganz großen Hau. Über die Hauptstraße is wat los, alle spazieren am Sonntag Nachmittag durch den dumpfen Herbst. Der Tankwart kommt uns auch noch entgegen, winke, jede Menge Hunde und dann spazieren wir wieder raus, aussm Dorf, am Kuhstall vorbei, in die letzten Gerade. Ein Corder Bolli fällt uns an, Vegas blockt ihn ab und der fremde Hund scharwenzelt noch ein bisschen im Schleichgang hinter Zeppo her. Zeppo kratzt datt nich, der ischa Vegas gewöhnt.

      Wilma wiehert und Zeppo macht ganz leise Hühüüü, rennt an mir vorbei, hält aber gleich wieder an und ordnet sich ein. Dann sind wir wieder da und die Ponys grasen im Garten, während ich aufräume. Radfahrer hatten wir heute keine - keinen Einzigen, die Saison is wohl vorbei=? Und wie schauts bei den Freibädern so aus?

      Prost Kaffee
      besten Gruß :-]
    • Die Nette - Probefahrt

      Nette Anzeige, nettes Wägelchen, leicht, ausgemessen, paßt, also gekauft. Ein Straßenwagen. Die Pony Wagonette ist aus Holz mit Rohr-Rahmen und -Schere. Das Holz ist neu, der Rahmen rostfrei, die Schere hat Flugrost. Die Autositzbank ist alt und rund, wie eine Hängematte. Hinten sind 2 Holzbänke. Aber - erst mal den platten Reifen flicken.

      Dann düse ich zur Koppel. Wilma wird vor den Buggy gespannt, Zeppo hat Streß. Hinten auf der Nachbarweide ist gestern Nachbars Pferdeherde eingezogen, mit denen flirtet er zu gerne durch den Knick, und ich hole Wilma weg. Er flitz zu uns, dann haut er wieder mit Hackengas ab, durch den Knick und nach oben zu den Nachbars Pferden. Tadamm, tadamm. Er kann sich nicht entscheiden.

      Ich ziehe mit Wilma vorm Buggy davon, es ist warm 13°C, sonnig und windstill. Das bunte Herbstlaub raschelt. Wilma gondelt gemütlich durchs Dorf voran. Die Sonne kitzelt meine Nase, es ist herrlich. Wir schreiten und traben. Aus dem Moor hinausgeht geht es im Jagdgalopp die Graspiste in Richtung Bundesstrasse, Wilma beißt an und flitzt Haste-Watte-Kannste, juchee. An der B müssen wir warten und noch etwas an ihr entlang, durch die nächsten Dörfer, dann sind wir zu Haus.

      Ich spanne Wilma aus dem Buggy und wechsele den Wagen. Die Nette ziehe ich hinter Wilma heran, die Schere passt. Die Zugstränge sind zu kurz und Ösen für das Hintergeschirr gibt es nicht. Ich verlängere die Stränge um ca. 15cm mit Tampen und auch das HG, dieses befestige ich an den Gabel-Aufhaltern. Passt.

      So, nun kann es los gehen, ich bin gespannt. Auf dem Auto-Sofa hocke ich wie in einer Hängematte, die Federn sind durch und ich kann garantiert nicht hinaus fallen. Wilma stapft gemütlich ins Dorf, ich zerre an der Handbremse, die eine Klotzbremse ist und auch fest gestellt werden kann. Die Bremse rötelt und rappelt und macht ordentlich Krach, funktioniert leicht und hält die Nette gut auf, ohne die Spur zu verziehen.

      Die Fußbremse (Trommelbremse) ist kaputt. Was ich als erstes vermisse, ist der Rückspiegel. Den muss ich fix nachrüsten. Und die Quietsche-Entchen-Hupe fehlt mir auch. Die Hofhunde im Moor fallen sogleich über uns her, ich kann sie gar nicht anquietschen. Aber ich glaube, die Hunde ham uns trotzdem noch lieb. Der schwarze Hackenbeißer begleitet uns wie immer noch ein paar 100m über den Sandweg.

      Am Ende des Sandweges kommt uns ein kesser Shetten-2-Spänner entgegen gekullert, wink. Wilma winkt mit den Öhrchen. Am Bauhof spazieren 3 Pfaue mitten auf der Straße herum. Sie gewähren uns nach ein paar Husch-Husch´s von mit gnädig Durchlass und stolzieren an uns vorbei. Wilma winkt wieder mit den Öhrchen und ich vermisse wieder die Hupe.

      Es zieht sich sich zu, die Sonne verschwindet, ein warmer Pustefix frischt auf und bewirft mich mit Laub. Es sieht nach Regen aus. Die Nette gefällt mir gut, der Holzwagen ist 130 breit, Spurbreite ca. 125cm. Der Sitz ist tiefer, als beim Buggy. Der Fußraum ist optimal groß, ich kann die Füße auf dem Spritzbrett abstützen und auch im Stuhlsitz gut und fest sitzen.

      Der Wind lässt die bunten Blätter um uns herum tanzen, am nächsten Hof ist ein Laub-Puster im Einsatz. Akribisch pustet ein Mann die losen Blätter auf Halde. Ich glaub, mit ner Harke wär ich effektiver. Der E-Puster scheint ziemlich schwach auf der Brust zu sein. Der Mann bemerkt uns gar nicht, Wilma wackelt wieder mit den Öhrchen und wir kullern hinter dem Pusteman ungesehen vorbei.

      Der Holzwagen ist ein leichter Straßenwagen, eine Federung gibt es nicht wirklich. Der Wendekreis ist klein. Wir kullern mit rubbelnder Bremse das nächste Hügelchen langsam hinunter und halten an der Querstraße an. Es ist frei, Wilma marschiert nach links. Sie hat was gehört und wiehert zurück. Wir sind wieder an der Koppel angekommen.

      Wilma und Zeppo knabbern ein paar Äpfel, ich verzurre die Nette unter der Plane. Nicht schlecht, für die erste Tour. Als Straßenwagen ist sie gut geeignet. Nur mein Rücken... autsch. Da muss dringend was auf gepolstert werden. Eine 2-spänner Deichsel brauche ich auch noch, aus Holz, würde passen, vielleicht. Ich hoffe, das kein Regenwasser unter die Plane kriecht, so würde der Autositz wohl zur Badewanne... und verzieh mich. Feines Wägelchen -

      Prost Käffchen
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      besten Gruß :-]
    • So ungefedert wie "die Nette" ist, kann ich auch verstehen, warum der Vorbesitzer sich gefederte Autositze drauf gepackt hat :D Beifahrer auf der Holzbank möchte ich maximal auf plattem Asphalt sein, aber Du bist ja eh ganz oft solo unterwegs, oder? Insgesamt ein wirklich nettes Wägelchen :thumbsup:
      Suns always shine :)
    • Ich hatte erst 2 Beifahrer, die fanden es okay, waren aber nur Kurz mit, 1km, oder*so. Und die Jungs klettern eh ewig rauf und runter. Irgendwie ist die Nette auch gefedert... ?/! - auf der Vorderachse?/!... ich muss da noch mal genauer hin-gucken, so ganz -Brettig- isse nich, im Gelände.
      Der Autositz ist fein, mit einem Oma-Kissen im Rücken, gehts gleich viiel besser. :)
      -->
      Kutschieren mit Wilma und Zeppo. Wilma ist gleich da und will mit, der Zeppo lässt sich mal wieder nich anfassen. Nein, er will nich. Ich habe einen Apfel dabei, Wilma verspeist ihn genüsslich, Zeppo schnuppert nur dran und zieh davon. Bäh, Apfel, willste mich verarschen? Haste kein Toastbrot? - Frechdachs. Ich lass ihn ziehen und verschwinde mit Wilma von der Koppel zum Anbinder. Inzwischen hat Zeppo Heimweh nach Wilma bekommen und es sich überlegt, wiehert herum und guckt mich scheel an. Also - noch einen Versuch. Nun kriege ich ihn entspannt auf gehalftert, na - geht doch und der lütte Mullewapp verputzt auch noch einen Apfelschnitz.

      Die Nette ausplünnen, Plane runter. Oooh, da macht aber einer große Kuller-Äuglen. Wima kennt das Holzwägelchen ja schon. Wilma auf schirren und Zeppo auch, zu Übungszwecken. Er hat mal wieder sämtliche Vor-Übungen vergessen und ziert sich wie Frau Hügenbäcker am Fußabtreter. Aber mit Geduld und Spucke hat er sein Selett drauf. Dann noch die Blendklappen. Und Wilma vors Wägelchen. Und es kann los gehen.

      Es ist 8°C frisch und etwas sonnig, Wind und Wolken. Für eine Milchkannen Runde gehts. Wir zuppeln in die Siedlung, der Wind lässt so einiges Flattern, die Ponys stapfen munter voran. Hinten raus ist eine Bau-Brache, die Nette hat ne gute Kurvenlage und Wasserdicht sind hier auch alle, bis auf Zeppo, der tänzelt auf Hufspitzchen um die Pfützen. Dann gehts auf die verwachsene Korn-Stoppelkoppel mit viel Unkraut. Es geht bergab, die Nette hat eine stabile Kurvenlage, auch bei diesem Geläuf, die Ponys flitzen, dann kommt ein Umbruch, wir gehen im Schritt weiter über den kruden Acker. Es geht raus, auf den Wanderweg und Zeppos Selett verabschiedet sich im Gleichklang mit der Schwerkraft nach unten.

      Wie kriegt man Sieltec auf so glattem Maulwurfs-Fell fest? Nachgurten... wäre natürlich gut gewesen, oder gleich Anti-Rutschmatten?/! Ich zieh dem Zeppo das Selet aus und verstau es im Netten Stauraum. Wilma schaut sich um - biste fertig? Bin ich, wir können weiter trabseln. Dann noch ein bisschen hoppi galoppi die Graspiste hinauf. Wilma haut in die Eisen, eine Haflingerin kommt ums Eck. Auch die Haflingerin geht in die Eisen. Alles steht. Wilma spaziert weiter und die Haflingerin ist auch ne Nette, wink.

      Okay, genug geblödelt, ab ins Dorf. Vom stillen Wanderweg gehts auf Teer und rein in den WE-Trubel. Überall samstägliche Kinder mit lieblichen Stimmen. Ein Trupp Jungs begleitet uns mit den Fahrrädern die Dorfstraße hinauf. Vorm Schlachter gehts rein und Zeppo kann sich mal wieder in der Schaufensterscheibe bewundern - bin ich nich scheeéé. Er ist begeistert. Vorm Brautmodeladen auch. Und vor der Bank. Ich glaub, nun hat Zeppo sich satt gesehen, an seinen Schaufenster-Ebenbild, und wir können langsam Heimwärts. Ein paar Wassertropfen klatschen auf meinen Bock Pelz.

      Wir flitzen noch ein bisschen herum und dann sind wir auch schon wieder an der Weide. Heute nur eine Stunde unterwegs.
      Mit aufschirren - 2 Std. :D

      Prost Käffchen
      besten Gruß :-]