Welche Art Miststreuer anschaffen?

    • Welche Art Miststreuer anschaffen?

      Hallo zusammen,

      für uns steht in den nächsten 1-2 Jahren die Anschaffung eines Miststreuers (ca. 3 m3/85 Bushel) zur Ausbringung von (Wurm-)Kompost bzw. abgelagertem Mist auf dem Plan. Nachdem was ich bisher im Forum gelesen habe, gibt es ja hier einige Leute die solche Geräte im Einsatz haben und mich würden Eure Erfahrungen interessieren.
      Was für Miststreuer habt Ihr und wie sind Eure Meinungen zu Ein- bzw. Zweiachsern und Ihren Vor- und Nachteilen. Insbesondere letzteres wäre für mich wichtig.

      Ursprünglich hatten wir geplant einen Zweiachser (also Selbstfahrer) zu nehmen, da hier kein zusätzlicher Vorderwagen nötig ist und die Pferde direkt angespannt werden können. Neulich meinte aber jemand zu mir das die Bremsen daran nicht so gut seien (wirken auch nur über die Vorderräder) und man für den Aufpreis (von Ein- auf Zweiachser) auch einen einfachen kleinen Vorderwagen bekäme, der besser bremsen würde. Da wir hier im Harz doch immer wieder bergauf und bergab fahren müssen (wenn auch nicht unbedingt beladen), sind Bremsen ein wichtiges Thema. Wie denkt Ihr darüber?

      Zwar haben wir langfristig auch über die Anschaffung eines Vorderwagens nachgedacht aber hier sind wir uns noch nicht ganz im Klaren darüber ob überhaupt und wenn ja, in welcher Ausführung (Bodenantrieb/Motor) solch ein VW in Frage kommt. Diese Entscheidung wird sich hauptsächlich nach der Entwicklung unserer Pferde und natürlich der finanziellen Situation zum gegebenen Zeitpunkt richten. Ein einfacher VW war bisher nie ein Thema.

      Vielen Dank schon mal für Eure Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

      Sonnige Grüße aus dem Harz :-]

      Marcus
    • Die diereckt angespannte Maschinen sind immer leichter und reduzieren das unötige Gewicht. Mein MC Cormick hat hinten die Bremsen und der Johndeere den ich in der Schweiz gesehen habe, hatte auch hinten bremsen. Wie es bei Emanuel seinen ist weis ich grade nicht mehr.
      Ein weiterer Nachteil der angehängten Kombination ist es das sie gerne zum schrägstellen neigen bei Talfahten da das Gewich des beladenen Hängers nicht direckt auf der Vorderachse liegt, wie bei einem diereckt angestannten. Ein weiterer Vorteil der direckt angespannten ist die Achsschenkellenkung, die zb Emanuel seiner und auch der Johndeere hat.

      Also Du erpsarst deinem Pferd 200-300 kg und fährst sicherer mit einem direcktangespannten Miststreuer. Wer in der Ebene arbeitet kauft sich besser die Kombination, da sie biliger ist wen man einen VW eh braucht oder hat. Weil sie weniger Platz wegnimmt wen mann den Streuer nicht braucht.

      PS um einen Vorderwagen kommt man nicht herum eine tolle sache meinen brauche ich minimum einmal in der woche in spitzenzeiten täglich

      LG Manuel
      www.Kochertaler-fuhrhalterei.de
    • Manuel, danke für deine Einschätzung. So ähnlich hatten wir uns das mit der direkten Anspannung auch gedacht und daher diese favorisiert. Wir wurden halt nur stutzig als uns gesagt wurde die Bremse wirkt nur über die Vorderräder und sei nicht so gut. Kennst du vielleicht die Lancaster (85) Miststreuer?

      Momentan brauchen wir noch keinen Vorderwagen. Transportfahrten wie das Fahren von Mist, Baumschnitt o.ä. erledigen wir mit dem Gummiwagen und ansonsten gehen unsere beiden jungen Stuten (4,5 Jahre) nur vor der Kutsche.
      Nächstes Jahr wollen wir sie dann aber mal zum Schwaden vor die Heuma spannen (Direktanspannung). Mal schauen ob und wie das auf den hangigen Flächen klappt. Da wir quer zum Hang arbeiten befürchte ich das die Heuma evtl. etwas abwärts trudelt und mit der Deichsel dem unten gehenden Pferd in die Beine kommt. Zumindest beim Trecker passiert das häufiger, was aber auch an der Geschwindigkeit liegen kann.
      Wie es dann weiter geht und ob wir mit den Pferden noch mehr machen (können), wird sich zeigen.

      LG Marcus
    • Hallo Marcus,

      Mit der Heuma so fahren, das du das Heu talwärts wendest. Dan bitet das Heu Widerstand gegen das Rutschen. Mit den Schwadrechen und Gabelwender hatte ich noch keine Probleme. Die von dier erwähnten Miststreuer hatte ich zwar auch schon mal gesehen aber erinere mich nicht mehr so genau an details.

      LG Manuel
      www.Kochertaler-fuhrhalterei.de
    • Hallo, ich fahre meinen Mist mit einem HISKO Vorderwagen mit Aufbaumotor (18PS) und einem leicht umgebauten JF AV 3 Miststreuer, vorher hab ich mit einem direkt angespannten bodenbetrieben gestreut. Meine Erfahrung ist das der Bodenantrieb mehr Zugkraft benötigt.

      Schöne Grüße Peter

      Kaltbluthof Peter Wolf
    • Vieleicht köntest du deinen Bodengetribenen Miststreuer beschreiben, Marke, Größe Art der Bremsen,Art der Lenkung.
      Vieleicht hätten Markus oder andre an deiem Bodengetribenen Miststreuer Intresse.

      LG Manuel
      www.Kochertaler-fuhrhalterei.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von DoktorBig ()

    • Ich hatte ihn so Gekauftund beim überarbeiten ist mitr auch nichts aufgefallen das das versetzt ist,

      Die Bremse wurde nachträglich von einem Dorfschmied beim Vorbesitzer gemacht. Ein bremshebel hat den mechanismus gestört deshalb habe ich den entfernt. Aber an den Achsen sind extra Bremstromeln für Schleifbänder die sicher auch besser bremsen.

      LG Manuel
      www.Kochertaler-fuhrhalterei.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DoktorBig ()

    • So, hier mal eine Rückmeldung zu diesem Thema.

      Nach einer langen und vergeblichen Suche auf dem Gebrauchtmarkt und reichlichem hin und her Überlegen haben wir uns im Frühjahr entschlossen einen neuen Miststreuer zu kaufen. Wir haben uns für einen Selbstfahrer der Firma Lancaster mit einer Ladekapazität von 85 Bushel (ca. 3 qm) entschieden. Nachstehend ein Bild aus dem Netz zum besseren Verständnis.


      Wer Interesse daran hat, kann den Miststreuer auf der diesjährigen Pferde Stark besichtigen.

      LG Marcus
    • Hallo Florian,
      das sieht doch super aus. Machst du den Streuer ganz voll oder schaffen das dann deine Hafis nicht mehr? Wir haben auch lange überlegt welche Größe wir nehmen und sind nach eingehender Beratung bei 85 Bushel gelandet, da ab dieser Größe drei Walzen verbaut sind.
      Wie viele Walzen hat dein Streuer und wie sieht es mit den Bremsen aus?
      Passt an deinen Streuer eine normale Holzspielwaage?


      LG Marcus
    • Guten Tag,
      in der Regel mache ich voll. Muss überwiegend bergab mit dem Mist oder nahezu eben. Daher keine Pronblem für die Haflinger.
      Bin froh an der Größe, kleiner wäre nichts gewesen.
      Deichsel und Zugpunkt habe ich komplett verändert.
      Die Deichsel ist jetzt fest (Holzdeichsel), so dass die Pferde diese nicht auch noch tragen müssen. Im Original war die Metalldeichsel so schwer, dass sie den Pferden wie Blei am Hals gehangen hat.
      Als Waage habe ich die Manuelsche Schweizer Zugwaage angehängt, kann aber auch eine normale Holzwaage nehmen.
      Bremse hat der Wagen, die ist auch nötig, da es steil bergab geht.

      Grüße
      Florian
    • Hallo,

      Deichsel und Zugpunkt werden sicher so ausgesehen haben wie auf meinem Bild, oder?
      Mir macht eher die Deichsellänge Sorgen. Mal schauen ob wir damit aus dem Hof kommen :D . Um die Waage kümmere ich mich wenn der Streuer auf dem Hof steht. Die Aufnahme soll wohl bloß Platz für eine Stärke von ca. 4 cm bieten.

      Generell finde ich das mit der losen Deichsel günstiger - wir haben z.B. unseren Gummiwagen extra von starr auf lose umgerüstet. Vorher bekamen die Pferde bei Bodenwellen, Auffahrten, etc. doch schon richtige "Schläge" von oben bzw. unten. Wie groß die Deichsellast bei uns ist weiß ich nicht - müsste ich mal messen.

      LG Marcus
    • @hafiking. tolles Teil!
      Warum schreibst du, kleiner wäre nichts gewesen?
      Wir haben das Problem, dass wir aus dem Hof eine Steigung so ca. 150m Länge mit teilweise 8% haben.
      Da wir in naher Zukunft mit 2 Haflingern hoffentlich arbeiten können, träumen wir auch von einem Mistbreiter :) .
      Ich hätte bedenken, ob die zwei das den Berg hoch schaffen.
    • Guten Tag Daggi,
      es passt auf einen kleineren Streuer halt weniger drauf. Das Gewicht des Vehikels selber ist durch den Antrieb, die Walzen etc. nicht wesentlich geringer, wenn man auf Ladevolumen verzichtet. Im Zweifelsfall macht man den Streuer eben nicht so voll.
      Bei den ganz kleinen Streuern habe ich mich gefragt, ob Kosten und Nutzen noch im Verhältnis stehen. Um -überspitzt formuliert - vier Schubkarren zu verteilen, bin ich unter Umständen mit einem normalen Wagen und einer Mistgabel schneller.
      Allerdings ist es richtig, dass es für meine Haflinger schwierig ist, den Miststreuer komplett gefüllt mit schwerem Mist über längere Strecke eine Steigung hochzuzerren. Hier habe ich das Glück, dass ich mit dem vollen Wagen nur bergab oder eben fahren muss. Die Steigungen für den vollen Wagen beschränken sich auf kurze Abschnitte.
      Wir haben einen Acker nach einem fiesen Aufstieg. Hier haben wir ausgangs WInter den Schafmist aus dem Stall als Feldmiste aufgeschichtet. Jetzt fahren wir mit dem leern Streuer hoch und verteilen den Mist auf dem Acker. Somit ists auch wieder für die Haflinger leicht machbar und der Schafmist ist auch besser zu streuen.
      Grüße
      Florian
    • hafiking schrieb:



      Wir haben einen Acker nach einem fiesen Aufstieg. Hier haben wir ausgangs WInter den Schafmist aus dem Stall als Feldmiste aufgeschichtet. Jetzt fahren wir mit dem leern Streuer hoch und verteilen den Mist auf dem Acker. Somit ists auch wieder für die Haflinger leicht machbar und der Schafmist ist auch besser zu streuen.
      Grüße
      Florian
      Hallo Florian,
      Danke für deine ausführliche Erklärung.
      Bisher machen wir das mit unserem ganzen Mist so, allerdings mit Bulldog. Die Idee ist irgendwann das wirklich mir den Pferden zu machen.
      Ich denke wir werden den Mist jetzt erstmal auf den Ackerwagen laden und dann, wie es hier auf den Hof üblich war, den Mist vom Wagen runterziehen. Ist momentan die kostengünstigste Variante und dann schaun mer mal.
      Denn mit zwei Haflingern können wir jetzt dann bald auch den Ackerwagen fahren :) . Mit einem gings einfach nicht.