Gig / Sulky für Shettys / K-Ponys - Erfahrungswerte gesucht

    • Gig / Sulky für Shettys / K-Ponys - Erfahrungswerte gesucht

      Ich habe im Archiv unmengen an Gig und Sulky Beiträgen, auch zum Thema Shetty gefunden.
      Ich hätte gerne eine Diskusionsrunde zu und über alle gängigen Modelle.

      Ich will gerne bei etwas mehr Zeit über die Asia-Eject-Carts berichten, mit denen ich Erfahrungen gemacht habe.
      Es würde mich freuen zu lesen, was ihr mit euren Gigs und Sulkys für Erfahrungen gemacht habt.

      Hat schon jemand Erfahrung mit ELFRASTY gemacht?
      LG Sonja

      Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Opa Moritz ()

    • Ich hatte mir zu DM-Zeiten die zweite Modelreihe der roten Pfiff-Gig gekauft. Mit 30 kg Eigengewicht ein echter Fliegenfranz.
      Bei der Ersten brach die Schere durch, als ich mein Pony das erste Mal anspannte und nur über die Straße auf die andere Seite führte. Es hatte noch nie jemand drin gesessen. Ich hatte sie neu und direkt von Pfiff.
      Das war ein riesen Theater, bis sie reklamiert war! Und ich bekam eine neue geliefert. (Die erste habe ich vom Stellmacher richten lassen, da Pfiff sie nicht zurück wollte.)
      Die Zweite brauchte nach 500 m Feldweg zwei neue Reifen. Ich kaufet für Stück 80 € Freestyle-Räder (die scheinen fast unkaputtbar zu sein).
      Nach etwa einen Jahr klappte sie während der Fahrt einfach zusammen. Sie verbog sich im Fußraum, bis sie auf fast auf dem Boden auflag. Das fast aber nur, weil ich einfach während der Fahrt abstieg. Das ging schneller als anhalten, da das Pony davor gerade erst eingefahren wurde.
      Das krumme Ding wurde aufgeladen und ich fuhr stinksauer zu Pfiff. Die betonten, dass sowas noch nie geschehen wäre. Alle Käufer des Modells wären ja sooo zufrieden. Da hatte ich ihnen noch nicht gesagt, dass ich ja schon einmal Last mit ihrer Gig hatte. Langsam wurde ich etwas gereizter und bot ihnen an mit raus zu kommen um sich die Gig da in Ruhe anzuschauen, oder ich würde sie reinholen und sie würden das Teil nie wieder verkaufen können.
      Man kam mit raus und war über den Anblick sehr verwundert. Sie wurde schnell verladen und abgedeckt. Wenige Wochen später hatte ich sie mit einigen Umbauten wieder. So läuft sie noch heute, aber nicht mehr bei mir. Die Erste gib es auch noch, aber auch nicht mehr bei mir.



      Jahre später bekam ich 2007 die Gig (35 kg) des Versandhauses Krämer incl. Ledergeschirr, Kunststoffsattel, mehrere Shetty-Schabracken und div. anderen Shetty-Zubehör für 300 € geschenkt.



      Alles war top in Schuss und an der Gig eine Bremse nachgerüstet. Sie war fast 3 Jahre alt und häufig genutzt. Ich habe sie weitere 3 fast 4 Jahre gefahren, bis es an einer Bohrung zur Materialermüdung kam und die Schere einseitig brach. Das habe ich reparieren lassen und fahre sie weiter.



      2011 habe ich mir die da neuste Gig (55 kg) von Pfiff angeschaut und gekauft. Sie ist viel stabile, ist um einiges schwerer als die 4 Vorgänger. Der jüngste ungebremste Vorgänger ist bis auf die Höhenverstellung identisch mit der von Krämer.
      Meine jetzige hat Trommelbremsen. Ein ganz neues Bremsgefühl.(Diese haben Polldi und bennyblue gefahren, als sie bei mir waren.)



      Wer sich einen dieser Asia-Eject-Carts (es gibt sie von verschiedenen Firmen) holt, muss sich immer bewusst sein das es eben nur die Qualität von Käfer, Ente oder Trabbi hat. Auf jegliche Art von Sicherheit und Extras wird da verzichtet. Und wenn man ein Model mit schlechtem Material / Verarbeitung erwischt werden sie auch so schon richtig gefährlich.

      Ohne Umbauten wie:
      - Stopper für die



      - Ösen fürs



      - und wenigstens eine *Schleifbremse*





      - meist bessere Bereifung
      kommt man nicht drum rum.

      Die Federung ist mehr was für die Optik, als das sie irgendwas bewirkt.
      Die schmalen Spurbreiten von maximal 85 - 100 cm sind alles andere als Kippstabil.
      Die Öse für das Hintergeschirr und die Stopper für die Tragaugen dürften 15 cm weiter vorne sein.

      Hier kann man die Winkelung der Schere einstellen. Die Docken hab ich abfexen lassen und da sind jetzt Schnellverschlüsse drin.



      Die Pfiff-Gig habe ich auch auf 3spännig aufgerüstet.
      Mit diesen Einsteck-Anbauten


      entsteht dieser Rennwagen.


      Mehr darüber findet ihr hier: Dreispännig fahren
      LG Sonja

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Opa Moritz ()

    • Gute Idee, so kommt das ganze wenigstens mal an eine Stelle im Netz, wo es auch findbar ist! mfg Kirsten

      Hier ein Eigenbau 1999 geschweißt innerhalb eines Nami auf Basis Mofaräder vom Schrott, Baukosten <100,-€, passend für 1,10-1,15 m Stm, Gewicht ~<40 kg, Sitzhöhe 70 cm, intensiv in Benutzung ab Bau ~2-3*/Woche. Das Ding ist unkomfortabel, da ungefedert, aber ansonsten völlig genial und für Mensch von 60-70 kg+1,75 m optimal passend, ich kann die Füße auf das schräge Brett stemmen und den hintern hinten an die Lehne, so dass ich eine sehr stabile Dreipunktstütze bekomme. Spurbreite ist 1,05 m, die Sitzbankbreite ~ 1,20 m. Die Gig hat extrem viel erlebt: Ofahrten, Wanderfahrten, Einfahren, Umzüge....selbstverständlich auch diverse Umschmisse, Unfälle, und? 1*mal mußte die Lehne neu angeschweißt werden, sonst nix!! Grad beim Einfahren ist ja schnelles und störungsfreies Ein/Aussteigen nötig, hier kein Problem, man läßt sich sozusagen vom Radkasten von den füßen hebeln und zieht danach nur noch seine Beine in den Fußraum rüber, ganz toll für Kleinkinder ist der geschlossene Fußraum, der hier extrem vielseitig genutzt wurd, so bis 8jährig fuhren die Kids lieber im Fußraum schlafend/spielend mit.
      Waren jetzt viele Leut zu besuch, auch mit großer Einachsererfahrung,....der überwiegende teil hätte die Maier stehengelassen und den Eigenbau mitgenommen..., wir werden nochmal sowas etwas konstruieren und dabei jedoch für mich einen gefederten Sitz einplanen.


      Scherenlänge 1,75 m, Breite 80 cm hinten, vorne auf 70 verengt, mein Wagkasten hat 1m Länge. Das Anfangs-U hat dementsprechend 2,75 m Seite, 80 verjüngend auf 70 cm breite. Bügelchen für tragauge auf 25 cm, Öse für Hintergeschirr auf 40 cm von vorn.
      Mit der U-Form beginnen, Seitenlänge 2,75 m, Mitte 0,80 m, Querstrebe auf 1,75 m von vorn, danachden seitlichen Bogen von 20 cm Breite an das hintere Stück auf 1 m Länge(oder zwecks metallsparen nur 60 cm) Länge mittig auf dem 1 meter Wagkasten plaziert und so breit wie du für deine Räder brauchst, bei mir ist die Spurbreite 1m. dhBogenbreite oben 20 cm. Wenn Pony in Schere steht, dann sollte sein Sprungelenk bis zum Ortscheit/Wagkastenmetallquerstrebe am besten 40 cm Abstand haben. Brustblatt+Zugstrang sollte möglichst grad laufen. Seit 2014 fahr ich den ausschließlich mit Sieltec-Selett, gefällt Pony und mir deutlich besser als die ungefähr 6 Lederseletts (unterschiedlichster maße/Qualitäten) vorher. Da ich karre im wesentlich zum Einfahren nehm ist die ungebremst, hab aber auch noch nie Bremse vermißt, sonst hätt ich mir Klotzbremse drangebaut, Pony kommen ungebremst alle gut bis sehr gut zurecht. 1. Foto ist bergauf mit 5% aufgenommen, hatte grad nix besseres parat.






      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Bennyblue ()

    • Vor diesem Wagen wurden bisher Shettys und Shetty-Mixe von 86 - 110 cm gefahren. Wobei der 86er ein kräftiger Typ ist. Die Bilder sind vob 2000 / 2001.



      Damit entstand auch die erste Idee zum Dreispänner. Bitte nicht zu genau hinschauen und überhauptnicht nachmachen. Das war ein echtes Dumm-Dumm-Geschoss.


      Mittlerweile hatte meine Freundin, der er gehört, einen bösen Unfall damit. Der Wagen hat es unbeschadet überstanden, aber er ist nach dem Überschlag der Fahrerin, die auf dem Hintern im Acker saß, von oben auf den Kopf geschlagen. Die Folge war ein Bruch des ersten Halswirbels. Nach nun fast 8 Jahren Fahrpause will sie doch wieder anfangen.
      Ich versuche grade ihr den Wagen *abzuschwatzen*, oder zumindest einen Bauplan davon abzunehmen.
      LG Sonja

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    • Hier Infos zum kleinen blauen Flitzer.
      Der Sulky in Einzelteilen:








      Da ist im Vergleich zu den Asien-Abenteuer-Gigs richtig viel Materieal dran. Das kann locker mit den beiden Gigs oben mithalten.
      Besonders gut finde ich das Stecksysthem für die Londen oder Scherbäume (Uaaaah was war da noch der Unterschied?).
      Wichtig bei einem Neubau wäre auf alle Fälle eine gängige Radgröße zu wählen. Für diese Mopedreifen gibt es keine Speichen mehr. Mein Faradschrauber hat deshalb jetzt extra *Meterware* eingekauft um sie selber zuschneiden zu können. Auch passende Mäntel und Schläuche waren auch nicht so leicht zu bekommen.

      Zusammengebaut sah er dann so aus:






      Technische Daten:


      Spurbreite 108 cm
      Reifengröße 21" :arrow: Das ist einer sehr unglückliche Größe, weil sie einfach nicht gängig ist.

      Draufsicht Schere:
      A = 29,5 cm Scherenspitze bis Tragaugen-Stopper (der ist unter der Schere angebracht / könnte sich bei Schwebeschere als unvorteilhaft erweisen)
      B = 25 cm Tragaugen-Stopper bis Mitte Öse für Scherenriemen
      C = 174 cm Scherenlänge bis Ortscheid (das Ortscheid *hängt* unter dem einzigen 4kant-Rohr)
      D = 45 cm Schmalste Stelle der Schere (direkt vor dem Tragaugen-Stopper)
      E = 60 cm Ortscheid
      F = 55,5 cm Breiteste Stelle der Schere außen gemessen

      Draufsicht "Wagen":

      G = 26,5 cm
      H = 100 cm
      I = 33 cm
      J = 46 cm
      K = 46 cm
      L = 49,5 cm
      M = 15 cm
      N = 20,5 cm

      Ansicht Seite: (Der weiße *Pinn* an der Seite ist die Handbramse für die linke Trommelbremse. Rechts ist der Sulky ungebremst. Ich versteh es nicht, muss man auch nicht verstehen.)

      O = 36 cm
      P = 37 cm

      Ansicht hinten:

      U = 76 cm
      V = 26 cm
      W =32 cm

      Seitenansicht gesamt:

      1 = /
      2 = /
      3 = 62 cm
      4 = 34 cm (20 cm)
      5 = 57 cm
      6 = 174 cm
      7 + 8 = 62 cm
      9 = /
      10 = /
      11 = /
      12 = /

      Stecksverbindung der Scherbäume:

      Die Bohrung ist Mitte Loch 4,5 cm von *unten*.
      Der Holm hat 18 cmLlänge.

      Der Gertenhalter ist von unten mit einer Unterlegscheibe verschlossen, damit kein Wasser drin stehen bleiben kann.

      Es wurden Rohre in 3 Stärken verwendet:
      1) 3,5 cm
      2) 3 cm
      3) 2 cm
      Es wurde ein 4kant-Rohr von 3 x 3 cm verwendet
      LG Sonja

      Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.
    • Die Technischen Daten der Krämer-Gig:



      Spurbreite 88 cm :arrow: Sehr schmal! Das sollte man nicht übernehmen.
      Reifengröße 20"

      Draufsicht Schere:
      A = 11,5 cm Scherenspitze bis Tragaugen-Stopper
      B = 39 cm Tragaugen-Stopper bis Mitte Öse für Scherenriemen
      C = 122 cm Scherenlänge bis Ortscheid
      D = 44,5 cm Schmalste Stelle der Schere (direkt vor dem Tragaugen-Stopper)
      E = 55 cm Ortscheid
      F = 70 cm Breiteste Stelle der Schere außen gemessen

      Seitenansicht gesamt:

      1 = 29 cm
      2 = 64,5 cm
      3 = 93,5 cm
      4 = 33 cm
      5 = 58 cm bei hinterster Sitzposition
      6 = 122 cm
      7 = 28 cm
      8 = 28 cm
      9 = 50 cm
      10 = 29,5 cm Innenmaß
      11 = 30,5 cm Außenmaß
      12 = 33 cm bis Anfang der Biegung

      Stabilisator der Scherbäume ist eine Sollbruchstelle!


      Es wurden Rohre in 2 Stärken verwendet:
      1) 2,5 cm
      2) 2 cm
      Es wurden 4kant-Rohre von 3,5 x 3,5 cm und 2,5 x 2,5 verwendet.
      LG Sonja

      Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.
    • Technische Daten der trommelgebremsten Pfiff-Gig



      Spurbreite 96 cm :arrow: Ziemlich schmal. Das sollte man nicht übernehmen.
      Reifengröße 20"

      Draufsicht Schere:
      A = 24 cm Scherenspitze bis Tragaugen-Stopper (Das ist eigentlich zu weit hinten. Besser es bei 12 cm.)
      B = 23 cm Tragaugen-Stopper bis Mitte Öse für Scherenriemen
      C = 120 cm Scherenlänge bis Ortscheid (Die ist etwas knapp. 130 cm wären besser.)
      D = 47 cm Schmalste Stelle der Schere (sollte direkt vor dem Tragaugen-Stopper sein)
      E = 55 cm Ortscheid
      F = 70 cm Breiteste Stelle der Schere außen gemessen

      Seitenansicht gesamt:

      1 = 31cm
      2 = 64,5 cm
      3 = 95,5 cm
      4 = 39 cm
      5 = 58 cm bei hinterster Sitzposition
      6 = 120 cm
      7 = 28 cm
      8 = 30,5cm
      9 = 50 cm
      10 = 29,5 cm Innenmaß
      11 = 30,5 cm Außenmaß
      12 = 37 cm bis Anfang der Biegung

      Ob hier Stabilisator und die Höhenverstellung der Scherbäume ist eine Sollbruchstelleist, muss man noch abwarten.

      Die Höhenverstellung ist im Mittleren Loch eingestellt. Sie verfügt über 7 Löcher mit einem Abstand von 2 cm.

      Scherenverlängerung um 35,5 cm:
      43 cm Gesamtlänge
      7,5 cm Einsteckstück
      Bohrung im Einsteckstück bei 5,5 cm Lochmitte
      Sie sollte bei ca. 15 cm noch Stopper für die Tragaugen bekommen.


      Es wurden Rohre in 2 Stärken verwendet:
      1) 2,5 cm
      2) 2 cm
      Es wurden 4kant-Rohre von 3,5 x 3,5 cm und 3 x 3 verwendet.
      LG Sonja

      Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.
    • Der Sulky hat den Belastungstest nicht bestanden.
      Der gesamte Sitz ist weggebrochen.

      Testfahrt-Bericht:
      Ich habe es geschafft. Ich habe Murmel vor den Sulky gehäkelt. :D
      Es war nicht ganz einfach. Alle Einspännerstänge sind zu kurz. Die aus dem Zweispänner habe ich nicht probiert, weil die mit Kabelbindern gesichert sind. Also habe ich mir mit Heuschnur und Karabinern geholfen.
      Die Scherbäume sind zu dick für die Tragaugen des Geschirrs, das ich für den Sulky nutzen wollte. Ich musste die Dinger erst über die Scheren stopfen und dann den gleitenden Tragriemen wieder dran schnallen. Beim Ausspannen habe ich einfach die Bauchgurte geöfnet und das Pony *rauslaufen* lassen.
      Meine Gurtleinen waren alle sehr knapp bis zu kurz. Aber die blöden Lederleinen, waren perfekt.
      Meine Lieblings-Fahrgerte war auch zu kurz. So ist dann zum ersten Mal meine Fahrpeitsche, die ich seit über 6 Jahren habe, mitgekommen. Sie liegt nicht sooo gut in der Hand. Aber daran werde ich mich schon noch gewöhnen. Oder ich gehe zu den langen Bodenarbeitsgerte vom Pferd über. Die sind ja auch noch da.
      :( Naja, kommt Zeit kommt Rat. Da muss noch so das eine oder andere verändert werden.

      Dann sind wir losgedackelt.
      Völlig neues Sitz- und Fahrgefühl. Aber nicht schlecht. Murmel und ich hatten uns schnell dran gewöhnt.
      Vom Stall weg und erst mal auf den Weg zur Hausrunde. Ob es eine kleine oder große werden würde, wollte ich später entscheiden.
      In der Nähe des Pumpenhäuschens (im Wald) trafen wir auf unseren Jagdaufseher (JA) mit seinem Dackel Franz. Wir haben kurz gequatscht und weiter gings.
      Die Beinfreiheit beträgt nur eine Fingerbreite. Da darf es aber nicht zu abrupten Stops kommen, sonst gibt es ordentliche Blaue Flecken. ;( Ob man das Polstern kann? Rohrisolierung könnte eine gute Idee sein, zumindest wenn Fahrer mit kürzeren Beinen drauf sitzen. Ob es wohl Lanas Wagen wird? Er ist jedenfalls sehr Spurtreu und Kippsicher. :thumbsup:
      Traben und Galoppieren geht. :D Hey, sogar besser als erwartet. Und das, obwohl der Sitz nicht gefedert ist. Wie klasse ist das denn? Yippy!!!
      Ich will auf die große Hausrunde. Murmel nicht. Die Rinderbremsen ärgern ihn. Er bittet die Kurze zu nehmen, ich erlaube es. Er gibt richtig Gas auf dem unbefestigenen Wald weg. :thumbsup: Wir haben richtig Spaß. Das Leben ist so schön :!:
      Ich muss unbedingt Sandra (Kümmel) berichten wie viel Spaß mir der Sulky macht.
      Wir kommen aus dem Wald raus auf die Wiese. Murmel streckt sich und fliegt die Wiese hoch. :cursing: Mit tut der Ar*** weh! Ich sitze auf der Wiese und Murmel steht wie ein Denkmal vor mir. :shock: Die Leinen waren 30 cm länger als ich sie gebraucht hätte. 10 cm habe ich noch in der Hand. Vor mir, zwischen dem Sulky und meinen Beinen liegt der Stiz. 8| Abgebrochen. Mein Steißbein! Mein Rücken! ;( Seit wann liegt die Schädelptatte zwischen den Beinen?
      Irgendwie stehe ich auf. "Steh, Murmel. Steh. Braver Kerl. Good Boy!" Ich lege den Abgebrochenen Sitz auf das Sulkygestell und forder das beste Ponys der Welt auf ganz langsam weiter zu gehen. Oh. :) Die Schädelplatte ist doch noch da wo sie immer war. Der operierte Lendenbereich schmerzt gar nicht. :D Puh! Davor hatten mich die Ärzte am meisten gewahrnt. Ich dürfe ruhig fallen und stürzen. Sogar auf den Kopf. Aber niemals stumpf auf den Hintern! Genau so bin ich aber gelandet! Einer der oberen Brustwirbel zwackt. Der, der sowiso ständig blockiert. Murmel und ich kommen am Ende der Wiese an. Auf der Straße geht es dann zufuß zum Stall zurück. Noch ca. 480 m. Das werde ich schaffen.

      An der Staße steht das Auto vom JA. Ok. Dann kommt der mir bestimmt gleich entgegen.
      Als wenn das nicht reichen würde, kommt da auch noch ein Auto die Staße hoch. Ich habe doch gar keine Leuchtrakete abgeschossen.
      Laufen schmerzt. Und wie!! Es ist eine Bekannte von mir. :D Sie springs sofort aus dem Wagen und will mir helfen. "Nimm Mumel. Lob ihn. Er war soo klasse!" Wärend ich ihr berichte was los ist, lässt das Adrinalin nach. (Tolles Zeug! Sollte man abfüllen und verkaufen.) Mir wird schlecht. Aber nicht so schlecht, dass ich mich übergeben müsste. Leider muss Andrea weg. Mir geht es so weit gut und laufe mit meinen Graufalben weiter Richtung Stall. Da kommt der JA. Er grinst schon vom Weitem. "Na, doch nicht so toll die Kutsche?" "Ne. Sch***e ist sie. Durchgebrochen!" "Ist was passiert?" "Ne. Pony war super vorbildlich. Aber mir tut der Hintern weh." Er guckt mich mit schäg gelegtem Kopf an: " ;) Ist ja auch genug dran, was weh tun kann." "Eckel :!: " Er fragt noch ob er was helfen kann und wir ziehen alle wieder unsere Wege. Laufen geht so. Das Steißbein ist mächtig geprellt. Der Lende geht es noch immer gut. Der Brustwirbel zwackt. Alls Prima. Fahrer sind eben genauso hart wie Reiter. Wir spielen ja auch kein Fußball. Ich rufe Nancy an und klage ihr mein Leid.
      Sie ist soooo verständnisvoll. Danke!

      Wieder am Stall: das Weltbeste Pferd! Er kann zwar nicht wirklich verstehen, warum ich ihn erst noch fotografieren will, wo mir doch sichtbar alles weh tut, aber er macht brav mit.


      Ich spanne ihn aus und lasse alles einfach auf dem Boden liegen und fotografiere erst mal für euch die Bruchstellen.
      Etwas rostig, die Rohre. Na, wenn das mal keine Sollbruchstelle ist.


      Fehler! Großer Fehler, alles auf dem Boden liegen zu lassen. Bücken tut weh. Es reist am Steißbein, als würde das nach hinten gebogen.
      Trotzdem schaffe ish es alles aufzuräumen. Fütter das Heu lose und mache nix sauber. Auch die Weide steck ich nicht weiter.
      Ich fahre mit dem Auto nach Hause. Sitzen tut höllisch weh. Der Feldweg ist eine einzige Qual! Auch der Asphalt ist nicht viel besser. Auaaaaa! Der Bordstein in der Einfahrt ist die Hölle.
      Zuhause ziehe ich mich um. Es geht besser als gedacht. Ich will diesen Bericht schreiben. Alle paar Worte muss ich aufstehen und ein wenig herumlaufen. Nach dem ersten Abschnitt rufe ich Martina an und erhoffe mir von der Krankenschwester ein paar Tips und Mitleid. Pustekuchen! OK, Tips habe ich bekommen. Aber Mitleid? Fehlanzeige! Ausgelacht hat sie mich.
      Fazit: Die Fahrt war richtig g**l! :D :D Zumindest bis ich auf dem Steiß landete. :evil:

      Darauffolgende Diskusion zu Reparatur:

      jeverson schrieb:

      McBarney schrieb:

      Was willst du nun machen? Den Sitz neu dranmachen?
      Hi, dann aber bitte nicht wieder so stumpf anschweißen. Da kann ja nicht halten, die Schweißnähte oben und unten am plattgekloppten Rohr sind, so wie es aussieht nur 1,5 - 2 cm auseinander. Da die Sitzschale (kann ich auf dem Foto nicht so genau erkennen) bestimmt 30 cm von den Schweißnähten entfernt sind, kommt auf die oberste Naht der 15fache Zug des Körpergewichtes drauf. Das wäre bei einem Erwachsenen (60kg+) mindestens 900 Kg (~600N) und da kann bei Geländefahrten und Schlaglöchern auch noch ein Mehrfaches dazukommen.

      Opa Moritz schrieb:

      Er gibt richtig Gas auf dem unbefestigenen Wald weg

      Opa Moritz schrieb:

      Murmel streckt sich und fliegt die Wiese hoch
      war alles bestimmt kein glatter Asphalt... Der Bruch war also vorprogrammiert (hinterher weiß man alles besser), lag also nicht an schlechten Schweißnähten. Wäre der Sitz gefedert gewesen, hätte das ganze besser gehalten. Vielleicht kannst du ein Stück LKW(Blatt)-Feder nehmen und am vorderem Rohr anSCHRAUBEN, und auf dem hinteren, wo es jetzt abgebrochen ist, nur auflegen, bzw. lagern.
      Dann hast du eine Sitzfederung, da kannst du auch den Sitz verschiebbar machen.
      Gruß, Harald
      Danke Harald, das Du mich als Erwachsenen mit 60 kg beschreibst. Das tut soooo gut. Es sind wohl eher 80 kg. :oops: Nein, Du musst mir die Wirkung jetzt nicht vorrechnen! Das will ich gar nicht wissen! Ich bin nur irrsinnig froh, dass ich mit Murmel den Belastungstest gemacht habe und es weder ein anderes Pony und schon 1000mal kein anderer Fahrer war.
      Lanas Komentar war übringens: "Warum hast Du meine Kutsche kaputt gemacht? Das ist gemein. Die will ich doch haben!" Und sie lacht jedesmal, wenn ich mich bewege. Kinder können so böse sein ...

      Nach dem der Schreck durch war und mein Ärger verraucht, habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich den Sulky repaiert bekomme und wie dabei eine neue Sollbruchstelle vermieden wird.
      Das mit der LKW-Blattfeder ist eine tolle Idee. Ich werde Frank sagen es würde wieder mal Zeit ein Federpaket zu zerlegen. (Natürlich nur, wenn er kein kaputtes mehr herumliegen hat.)
      Aber nicht, dass die dann so federt, das man auf einem Katapult sitzt?
      Sitzverstellung über Schraublöcher? Oder hast Du da auch noch eine bessere Idee?

      Der Sitz ist noch nicht repariert. Aber auch das wird noch werden. Irgendwann.
      LG Sonja

      Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Opa Moritz ()

    • Also, ich hatte den blauen Sulky den nun Sonja hat ( ist ein Selbstbau von einer Frau ) , den cavaletti, einen Marathon Wagen und einen Shetty sulky von der Bahn Probe gesessen bzw gefahren....mit Shettys. Die waren nix....
      Dann einen Marathonwagen und eine Wagonette mit Warm und kaltblütern....alle auf ihre Art schön zu fahren....aber ....

      Glücklich mit meinem Rücken bin ich nun mit dem Maier Sulky :love:
      Das ist wirklich fahren wie auf Wolken.

      Ich habe noch einen Selbstbau aus einem Traber Sulky. Mein Opa hat ihn damals umgebaut zu einem Gig. Leider ist es ein recht großer, schwerer Wagen.
      Aber da stecken so viele Erinnerungen drinn, das er bei uns wohnen bleibt. Vllt mal für meinen Dandy <3
      Bild 1-2 : maier Sulky
      Bild 3-4 : Selbstbau
      Bild 5: marathonwagen für Shettys
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      LG
      Sandra & Ponybande :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Krümmel ()

    • Wir fahren seit 2006 ein Hansmeier (also polnisches) Gig.

      Das Gig hat Seriennummer, alle Ersatzteile sind kein Problem und wir hatten damit nie Probleme. Es ist eine Maßanfertigung nach unseren Wünschen mit 23 Zoll Räder und Scheibenbremsen. Ich denke, dass wir es damals auch für Shettygröße bekommen hätten, auch wenn da andere Modelle im Verkauf standen. Wir würden es immer wieder kaufen. Meiergig haben wir schon schon gefahren, kommen für uns preis/ leistungsmässig nicht in Frage und Schlemmergigs sind hier um die Ecke, dass ist ein netter Vereinskollege von uns.
      Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.
    • Maier-Sulky-Bau: Pony-Swinger, 1,40 m Spurbreite, 1,05 m Sitzhöhe, Einzelrad+Sitzfederung, ~100kg, Trommelbremsen, Sitzbankbreite mind. 1,05 m, enzianbau, NP: 2700,00 €
      Diese Kutsche sei eine Maßanfertigung für mich und die Shetten von Maier, München. Zum bestellzeitpunkt war nicht klar, dass es nie wieder Pony >1,20 m hier geben wird, deshalb wurd mit Option auf 1,30 m gekauft. Es ist eine schwere Gig: Mir war nicht klar, dass in diesem fall in Ruhe das Pony mal ~12 kg im Rücken hat, was nur bedingt mit den käuflichen Shetten-Seletts mit Minimalauflagefläche funzt, stark polsternde Selettunterlage ist spästestens bei schwerer Gig Pflicht. Wenn ich also im gelände mal grad nebenherlauf hat Pony diese mind. 12 kg im Kreuz hängen, ebenso bei tempo und unebenem Boden....das Gesamtgewicht interessiert weder mich noch die Shettels bergtechnisch, aber kein Rauf/runterklettern wegen Ponyrückenschonung möglich, hatte ich bei Kauf nicht bedacht!! Die Federung ist absolut klasse, und auch für meine Ansprüche körperlich schwer angeschlagen, genial. Mit der Spurbreite ist die Gig unkippbar, haben meine Pony bereits ausgiebig getestet. Nachteil: Wenn im untersten Stm-bereich gefahren, dann ist der Fahrgastraum riesig, dh bei X rutscht man haltlos drinn rum. Die Trageaugenösen vorn sind knapp bemessen, also ich bekam Tilbury nicht durchgepfriemelt, jedenfalls nicht tgl. Die Qualität der Gig ist sehr gut, der Wiederverkaufswert eher nicht. mfg Kirsten




      Ich fahr die gig im 2. jahr viel zwei/dreispännig ohne besonderen Scherenumbau, dh die Pony sollten dafür sehr gut gefahren sein, dann jedoch machen mit dieser Kutsch Bergtouren richtig Spaß!!! Achenbachleine macht bei der lockeren Anspannung eher keinen Sinn, zweileinig ist viel praktikabler, jedenfalls für mich. Bei dieser Anspannung muss man die Bremsen gut pflegen, mind. 1*/Woche ist Kontrolle angesagt.

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    • Opa Moritz schrieb:

      @ Krümmel, den Eigenbau würde ich auch nicht hergeben. Der ist mal was richtig echtes.
      Was störte am Marathon?

      Krümmel schrieb:

      ...mit Shettys. Die waren nix...
      Wie die Shettys? :P
      Sonja am Marathon bzw Marathon mix laut Hersteller..... störte mich zum einen das er nur eine bremsanlage für vorne hatte und man somit bergab teilweise rutschte und ich konnte leider wie so oft nicht lange gut sitzen....

      Darum hab ich ja ein paar ausprobiert :)

      Die Ponys waren immer Top :)
      LG
      Sandra & Ponybande :)