Shetty geht mit Kutsche durch

      • Sehr schön geschrieben. Und ich dachte ich bin schon langsam... Eine Freundin meinte schon das da schon mal was vor gefallen sein muss. Weil sie die vorarbeit so toll gemacht hat und erst in der Deichsel die Probleme anfingen. Ich hatte immer eher Angst das es ihr zu schwer auf dem Rücken ist da sie so zierlich ist. Aber sie wird ja auch geritten, also denke ich da mal um. Lammfell hat sie drunter und das Selett ist mit beweglichen Tragösen also giggeeignet. Mit dem Strick unter dem Bauch verstehe ich nicht, die Tragösen sind doch fest geschnallt am bauchgurt. Die Platzangst und Deichselbewegung sind ihr großes Problem. Ich befolge den Tipp mal mit dem rückwärts treten lassen bzw stehen lassen und den HH Wendungen. Deshalb möchte ich sie auch nicht weggeben zum einfahren. Entweder brechen Sies übers Knie da überall steht Dauer im Schnitt 8 Wochen oder die müssen sie Monate nehmen. Dachte schon das sie evtl erst in einen Zweispänner muss...
    • Pony beim Zwangsscherestehen...unmittelbar nach foto folgte mal wieder die fällige Expolsion, dh Pony bekam hysterischen Anfall und gig fiel mit lautem gepolter auf den Boden, also gig bißle zurück, pony gradrichten und gig wied erüber rücken legen, fertig.

      Die lief mind. halbes jahr als handpony vorn mit und bekam so die Welt gezeigt, Scheu und bauchplatscher am laufend em meter so erschreckend das alles.

      Das schwarze Seil unterm bauch vermindert das Anzenspiel im Tragauge auf 4 cm:

      mfg kirsten
    • Mal abgesehen von den schon gegebenen Tipps finde ich ehrlich gesagt Gig nicht soo geeignet zum einfahren, die Ponys reagieren da schon eher mal unsicher durch die unruhigere Rückenbelastung.
      Ich war die erste Zeit immer ganz froh um einen gescheiten zweiachser, da der irgendwo doch mehr Sicherheit vermittelt , in erster Linie dem Pony
      Der Einachser kam dann erst später dazu, und auf den würde ich auch nie verzichten wollen.

      Eine Schreckschraube habe ich auch, da war einspännig erstmal gar nicht möglich, hat völlig blockiert, der lief dann halt erst zweispännig, mittlerweile völlig problemlos einachsig auch alleine unterwegs. Die Pferde am besten immer da abholen wo sie gerade sind und nicht auf Teufel komm raus weiterfahren, die Probleme manifestieren sich irgendwann und sich dann nicht einfach wieder zu löschen.. So Dinge wie schere tragen hab ich auch eewig geübt, ist zeitaufwändig, wirkt langfristig aber immer.. oder angespannt, stehen gelassen, ausgespannt, einfach nur paar meter gefahren und wieder ausgespannt.. usw, das war bei meinem Hektiker der totalen Stress mit dem anziehen hatte zb gold wert. Jedes pferd tickt halt anders.
    • Ja du könntest recht haben. Also ich werde nochmal beim Schere tragen anfangen mit Strick. Das Ding ist ja das wir mit unendlich viel Geduld versucht haben das Pony im Stand in die Deichsel zu stellen. Erst mit rüber treten und dann rückwärts einparken als das nicht klappte habe ich mich darauf eingelassen, den Gig von oben/hinten hinters Pony zu ziehen, war beides unmöglich die stieg und drehte den Arsch weg usw. Haben wir das ganze aber in Bewegung gemacht also ich ziehe Gig und führe Pony und hab die Deichsel dann mal den Hintern berühren lassen und schwups war sie mal drin dann wieder sofort Deichsel hoch daneben und wieder rein usw gespielt dann hat sie es garnicht richtig mitbekommen und plötzlich war es ihr egal. Also manchmal klappt auch in Bewegung was besser als im Stand... Aber ruhig stehen beim anspannen ist natürlich das Wichtigste mit also weiß ich was ich heute übe. Selbst wenn der Gig ungeeignet ist, muss es ja möglich sein das sie einfach lernt ihn zu ziehen, muss ja nicht zwingend einer drauf sitzen oder ? Klar ist keine Bremse dran aber ein durchgehendes Pony hält man auch nicht mit Bremse oder?
    • Unser Pony bekam bei kauf auf 7 m Nähe kutsch völlige Ausraster....und ohne Nasenbremse wär der Beginn zugefährlich gewesen! ja, mir war ganz wichtig, dass die lernt allein zudulden, ich rehcnete bei der nie mit fahrba rwerden...ist zufallsprodukt gewesen. bei dere ging e snur die extremen Reaktionen zu dämpfen. mfg k<irsten
    • Zu muß nicht zwingend jemand draufistzen:
      Mir ist das Pony ohne mich auf dem Sulky auf der Weide abgegangen. Das war ein einziger Alptraum. Allein mit dem Ding durch sämtliche Zwischenzäune, an etlichen Bäumen hängen geblieben, Sulky mehrfach umgekippt und wieder aufgerichtet, Leine in Speichen gekommen etc.
      Danach wird alles VIEL schwerer...

      Wenn Du nicht drauf sitzt, auf jeden Fall Longe o.ä. Langes in Halfter seitlich eingehängt über Fahrzaum verwenden!
      Ich hatte nur die Leine in der Hand, hinter den Leinenaugen. Da hat man einfach null Einwirkung, kann nur nach hinten ziehen und nicht seitlich = Pony ist definitiv einfach weg!
      Halfter und seitlich was im Ring gibt einem fast immer die Möglichkeit das Geradaus-Festmachen und weg zu unterbinden, in dem man sie auf eine Kreisbahn zieht.

      Schere:
      Irgendwer hatte mir während des Fahrkurses erzählt, daß sie zu Hause auch ein Pony hatten, welches bis heute in keine Schere geht.
      Da geht nur Deichsel, sprich Zweispännig und das Pony ist brav.

      Du könntest auch zwei Besenstiele so kürzen, daß sie vorn und hinten nicht übers Pony überstehen und in Sattellage und auf dem Hintern mit Band verbinden, einfach locker über den Rücken legen.
      Damit sie seitliche Begrenzungen lernt zu akzeptieren.
      Vielleicht legst Du ihr die Stiele erstmal nur zum Füttern auf und nimmst sie danach wieder runter, verlängerst das Ganze nach und nach.
      HIer zahlt sich extrem kleinschrittiges Vorgehen aus!

      (Connemara war 6jährig nur wenige Male unterm Sattel, als sie kaufte. Freundin wollte sich im Roundpen draufsetzen, Pony ließ das nicht zu. Keine Chance! Hab mich dann selbst kurz draufgesetzt, damit sie mit dem "Erfolg" nicht aufhört. Kaum war ich drauf, ging das Rodeo los. Ohne Sattel... Ich blieb oben, aber da immer allein am Stall ohne Helfer mußte ich mir eine gefahrfreie Lösung suchen. Die war: Kistengriffe unters OS-Dach schrauben, Pony Futter drunter stellen, kein Halfter etc. ans Pony, ihr wirklich die Sicherheit geben, Du kannst hierbleiben, wenn Du magst, hier ist es angenehm, aber Du kannst auch jederzeit gehen.
      Während Pony fraß hab ich mich von Werkzeugkoffer aus auf den Rücken geschwungen, festgehalten oben an den Griffen unterm Dach. Wenn sie losgegangen wäre, hätte ich halt da gehangen, mir hätte aber nichts passieren können :)
      War von da an NIE wieder ein Thema. Man merkte ihr das Grübeln an.
      Aber, wie sagte mal jemand so schön?
      "Wenn sie die Freiheit hat zu gehen, hat sie erst Möglichkeit zu bleiben."
      So war es!)

      Insofern: Sei erfinderisch :)
    • ich hätte jetzt auch gesagt: Aus Holzstielen einen "Scherenentwurf" basteln. Ggf. noch polstern (Besenstiel in Schwimmnudel mit Loch ziehen oder Schaumstoff-Zeug aus dem Baumarkt) und dann auf den Platz und Trockenübungen: Kurven bis zum Erbrechen.
      An die Schere irgendeinen Widerstand hinten dran machen... auf dem Platz kurven, auf der Straße kurven, auf Schotter kurven... inkl. Kehrtwendung, unebenen Boden, bewusst die Schere hüpfen lassen, alles mögliche und unmögliche.
      Danach dürfte dein Pony für alles gewappnet sein
      Ich habe meine 2 Ponys auch im Einachser eingefahren;uss nicht zwingend ein 4-rädriger Wagen sein...
      Never be afraid to try something new;
      remember: Amateurs built the Ark
      but Professionals built the Titanic...
    • Meine Freibergerstute mußte solange den Reitplatz abziehen, bis ihre Kraft unter Kontrolle war. Nun machen wir das zusätzlich zum Gig fahren mindestens 1mal die Woche und die Reiter haben auch eine Freude über den schönen Platz. Einfach
      2 Autoreifen mit Gitter drauf und alte Kuhketten zur Befestigung. Da kannst du auch mehr Gewicht draufbinden je nach Wunsch.



    • Ich bin auch gerade am Einfahren und habe von Kirsten viele gute Tipps bekommen. U.a. habe ich bis zum Erbrechen geübt, die Hinterhand Schritt für Schritt zu bewegen...immer nur ein Tritt. Ich hab mir zwei Cavalettistangen am Reitplatz so aufgebaut, dass ich ne Schere simulieren konnte und hab da das Pony eingeparkt. Da musste er dann stehen und bekam viel Lob und Karottenstückchen. Mittlerweile war die Gig schon ein paar Mal ran. Anzen nur in die Tragösen gelegt. In den Kurven merke ich schon, dass er da ein bissi den Arsch einkneift, wenn die Schere dann vorne "kommt" da halte ich in genau dieser Stellung an und dann gibts überschwängliches Lob und Leckerli. Da ist er sofort begeistert. Ich hab ihn jetzt auch schon mal hingestellt und bin kurz auf die Gig gestiegen. Im ersten Moment hat er da gekuckt, weil das Gewicht kam. Wieder ganz dolle Lob und abgestiegen. Das will ich jetzt ein paar Mal üben. Und rückwärts die Gig schieben haben wir auch geübt.
      Pony hab ich auch absolut roh gekauft. Geritten wird er auch. Im Gelände ist er brav, auf dem Platz bockt er oft, wenn er keine Lust mehr hat. Platz mag er nur für Bodenspielerei, Gelände gehen liebt er. Er ist auch eher hektisch. Bei ihm hab ich gelernt, genau auf meine Körpersprache zu achten. Wir installieren gerade auch ein "Nothalt" mit Leckerli.

      Polldi, guter Tipp mit der zusätzlichen Longe, das werde ich auch so machen bei den nächsten Versuchen.

      Wenn die Stute sehr hektisch ist, evtl. Mönchspfeffer. Elvis kriegt Tryptophan. Das hilft sehr gut gegen das hibbelige.
    • @butterfly: das hilft aber leider trotzdem nicht gegen die Scherenproblematik...
      Mein Pony war da (zum Glück) ziemlich abgeklärt: 1) nebenher gegangen und dabei selber eine Plastikhindernisstange mitgezogen (inkl. Kurven)
      2) Stangen am Selett eingehängt (so dass sie bei Panik rausrutschen) und das gleiche nochmal.
      3) Stangen hinten mit Seil verbunden, angehoben und Hilfsperson die Stangen nach links und rechts schlenkern lassen.
      Waren 3 Übungseinheiten à 5 Minuten in der engen Halle. (Pony war damals 3 und recht unbedarft; die hat zu dem Zeitpunkt einfach alles über auf unter neben und hinter sich akzeptiert ;) Richtig eingefahren wurde sie jedoch erst später
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    • Wenn die Bodenarbeit zu 100% okay ist, z.B stehen bleiben, Tempowechsel, Durchlässigkeit, usw., dann und nur dann.
      Mit einem Lehrmeister( 100% zuverlässiges Kutschpferd) zweispännig, Lehrmeister Anfangs rechts vor einem vierrädrigem Wagen mit Beifahrer und die ersten ein, zwei Mal mit Führer am Kopf der das Pferd zusätzlich mit einer Longe sichert ruhig im Schritt fahren.
      Hier zählt nicht die Stundenlange Fahrerei, sondern die positiven Erlebnisse, ca.20-30 min. max.45 min.
      Diese Zeitangaben zählen auch für die Bodenarbeit, man sollte erkennen, wann das Pferd genug hat und es nicht überfordern.
      Dieses Training jeden Tag, einen Tag Ruhepause in der Woche und nach einem viertel Jahr, wenn es gut läuft nach ca. acht Wochen sollte eine gute Basis für ein gutes Kutschpferd gelegt sein.
      Der Rest sind Feinheiten die teilweise Jahre brauchen.
      Wenn das alles nicht funktioniert, dann einfach beim Reiten bleiben und nicht das Leben mit so einem Pferd riskieren.
      Ponys gibt es billig.
      Wenn ich hier lese wie manche Jahrelang versuchen versaute Pferde zu retten, und 100 guten keine Chane geben, dann bin ich echt am zweifeln.

      So nun viel Spaß beim trainieren und fahren.
      Liebe Grüße :-]
    • So hab sie ebend 30 min mit dem Teil hingestellt, sie hat es zwischendurch einmal verloren und sich natürlich sehr erschrocken. Habe sie neu positioniert und das Teil wieder drauf gelegt was sich wegen des Schrecks als schwierig erwies. Sie schlief zum Schluss fast ein. Hab sie dann los gemacht paar Schritte vor und zurück, das klappt wohl und ne HHwendung ging auch rechts schlechter als links bin nur paar Schritte gewendet weil echt müde erschien vom stehen. ☺️ Das Problem ist ja beim Wenden mit Schere mit Strick auf dem rücken ist das ja kaum realitätsgetreu da sie doch weit raus kann weil die Schere halt nicht fixiert ist aber macht ja nix. Wenn das noch 10 mal gut klappt nehme ich vhl schon das selett
    • Bißle viel Programm für 1 tag, aber hat es Mäusle doch schon nett mitgemacht!! Hier sah das ungefähr so aus den Winter durch: 2-3*/Woche schere stehen, mindestens 1*/Woche Schere parken (also querlaufen, rein/raus -bei Normalpferd mit scheuklappen auch anlernen- usw turnen rund um Kutsch, man zb Schere auch über eine Vorderhandwendung entern oder hinderniss springen quer gehört auch zum Turnunterricht, also Huf für Huf auf kommando quer über zb Stange bewegen), rstl.Tage gab es Boden/langzügel und zwar abfragen Hinterhandwendung auf Punkt und spielerisch Richtungswechsel völlig unvorhersehbar fürs pony. bei dir vielleicht viel mitnehmen draußen als handpferd immer gleichen Weg und da dann baldmöglichst vorrauslaufenlassen am Langen Zügel (geht mit wenig zubehör ganz unkompliziert ist ja kein großpferd). ich hab meistens die Stoppuhr laufen, wenn ich was mit pony mach, da ich ein hysterischer Typ und für mich gefühlte Ewigkeiten in real zb nur 2-3 Minuten sind. Wie gesagt bei uns flog die Schere ewig, aber das Wiederdrauflegen wurd binnen 2-3 monaten immer schneller unkomplizierter. Pony hier musste einen Sommer lang mal 2-3*/Woche maulwurfshügel planieren gehen, da die ein echtes massives Zugproblem hatte, die hat grad zu Anfang gezogen wie Bär, weit weit mehr als gesund fürs pony war, hat ewig leichte schleppe gebraucht bis die kapiert, dass man kraft gemütlich einteilen kann. mfg Kirsten
    • Ja bedenke das das nach dem stehen nur noch wenige Minuten waren. Aber das war natürlich alles nicht neu für sie außer das Stehen. Trotzdem werde ich das noch einige Male machen bevor das Selett ohne bauchgurt drauf kommt. Als Handpferd kann ich sie leider nur am Reitpferd mitnehmen. Aber zum Landschaft erkunden ist das ja genau so gut.