Mähwerk

    • Hallo

      Auch ich erfreue mich am Anblick eines modernen Mähwerks für den Pferdezug. Schon vor zwanzig Jahren überlegte ich, wie hervorragend man mit einem Doppelmesserbalken wie z. B. dem von der Firma Busatis mähen könnte.

      Heute gibt es die Möglichkeiten! Aber ausgereift scheinen diese Systeme noch nicht zu sein, meist werden für Schlepper gefertigte Mähwerke an einen Vorderwagen gehängt, welcher wiederum viel Eigengewicht mit sich bringt.

      Deswegen die Frage in die Runde, ist jemandem bekannt, ob irgend wer ernsthafte Pläne hat, ein solches direkt gezogenes Mähwerk (evtl. ohne Aufbaumotor) zu erstellen, oder schon erstellt hat.
      :) Fahren ja: aber mit Verstand :)
    • Es gibt mehrer Leute die Mähwerke auf Doppelmessermähwerk umgerüstet haben.

      Der erste war wohl der Holger Wied, seine Maschine wurde 1999 in Detmold gezeigt.
      Dann war es glaube ich noch der Klaus Strüber vom AK LW, Info über Horsepeter hier im Forum. Der Klaus bietet, so glaube cih zunmindest den Umbau an.
      Dann war noch mal jemand bei der IGZ Vers. in Bad Windsheim, dazu müsste man den Pferdegärtner noch mal fragen.

      Grüße Ralf
      Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
      Oder mußt Du noch Traktor fahren ?
    • Hallo an Alle,
      lt. Info auf der Pferde Stark arbeitet Charlie Pinney gerade an einem neuen Mähwerk.
      Er hatte dort eine Umfrage gestarte, welche Art von Mähwerk gewünscht wäre, war aber über den Ausgang relativ enttäuscht.
      Die Problematik beim Neubau einer ganzen Maschine ist, daß diese wohl relativ teuer werden würde (schätzungsweise mind. ca. 5000 Euro) und dann nur fürs Mähen einsetzbar wäre. Bei diesen Kosten gibt es wohl nicht sehr viele Kunden.
      Aber man kann ja mal eine Diskussion über das ideale Mähwerk starten, wer was und zu welchem Preis kaufen würde (auch die Aufbaumotor-Variante hat Vorteile).
      Grüße an alle

      Teamster
    • Hallo alle zusammen,
      leider haben sich an der Umfrage nur 12-13 Personen beteiligte, ich denke aber auch aus meiner Erfahrung, dass das Ergebnis zumindest für Deutschlang repräsentativ ist.
      Grundsätzlich fällt mir folgendes auf:
      2/3 wollen 2-spännig arbeiten, 1/3 einspännig. 1/3 würde eine Mähbreite von 1,2m reichen, was auch mit Bodenantrieb (85%) möglich wäre. 25% wollen eine Mähbreite von 1,5m, was aber mit 2 Pferden schon kritisch wird, besonders wenn man länger oder im bergigen Gelände arbeiten will, realistischer ist eine Breite für zwei Pferde von ca. 1,35m. Die alten Mähwerke hatten auch selten mehr als 1,3-1,4m. Alle Mähbreiten darüber sind nur mit einem Zusatzantrieb oder eventuell mehr Pferden möglich, wobei 3-spännig mit 1,5-1,6m eventuell machbar wäre.
      Ein Doppelmesser ist eigentlich obligatorisch, 70% wollen einen richtigen Doppelmesserantrieb, 30% Messer-Finger-System, wobei mich interessieren würde, warum des Doppelmesser bevorzugt wird, da das Messer-Fingersystem doch einige Vorteile hat (nur ein Messer zu schärfen, Preis-Leistung).
      54% wollen einen Einachser, was wegen den Abmessungen verständlich ist, ich gebe aber zu bedenken, das hierbei der Geschirrdruck entsprechend hoch ist, und auch schon früher Mähwerke mit Stützrädern ausgeliefert oder nachgerüstet wurden.
      Daß sich die meisten eine möglist billige Maschine wünschen ist verständlich, aber der Preis mit 3000 Euro ist doch wohl etwas nieder, dam man für diesen Preis heute nicht mal eine gute Mähmaschine, welche in weitaus größeren Stückzahlen hergestellt wird, bekommt. Realistisch gesehen müsste ein solches Mähwerk wohl eher 4000-5000 Euro kosten (Besonders mit Doppelmesser), selbst wenn man eine Kleinserie voraussetzt.
      75% wollen mit dem Mähwerk auch andere Maschinen antreiben, was auch bei dem oben genannten Preis verständlich ist. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man hat den Mähbalken fest angebaut, und muß ihn dann auch bei den anderen Arbeiten mitschleppen, oder man kann den Balken abbauen, und hat dann ein – Vorderwagensystem!
      Als Ergebnis möchte ich festhalten:
      Ein bodenangetriebenes Mähwerk würde 4000-5000 Euro kosten und hätte einspännig 1,2 m und zweispännig 1.35m Arbeitsbreite. Für größere Arbeitsbreiten wäre ein Motorantrieb erforderlich. Ein Doppelmesser (verstopfungsfrei) sollte es sein. Einachsig wäre schön, realistischer ist aber wenigsten ein Stützrad (außermittig wg. Schwad) oder eine zweite Achse. Was aber das wirklich interessante ist, ist dass die meisten auch andere Maschinen antreiben wollen, und dass unter diesem Vorbehalt ein durchdachtes, leichtes Vorderwagensystem wahrscheinlich besser und unterm Strich auch günstiger ist.
      Man muß aber auch realistisch sehen, dass man mit dem Bodenantrieb relativ schnell an Grenzen stößt, besonders wenn das Gelände dann auch noch ungünstig ist.
      Bin gespannt auf eure Meinungen.

      Teamster
    • Hallo,

      interesante Diskussion!
      Ich selber würde ein Vorderwagen wie der Pintow oder der MFT kaufen und dazu ein Dreipunkt Mähwerk mit Zapfwelle. Hab so etwas mal auf der Internetseite der I&J (USA) gesehen. Solche Mähwerke wie man laut der Umfrage will, sind glaub so ähnlich wie die von früher und die reichen oftmals ja total für den Klein- oder Hobbybauern.

      LG

      Ska
    • Umbau Mähwerk auf Doppelmesser?

      Hallo es wurde hier berichtet Daß in einer alten Zeitschrift Pferde Stark der Umbau einer Gespannmähmaschine auf Doppelmesser genau beschrieben ist wie kann man an diese drankommen, oder an Kopien der Pläne möchte so was auch bauen. Unkosten werden erstattet.
      So noch zum Thema habe gestern mit einem alten Bauer gesprochen, der hat mir berichtet daß man auf der Gespannmaschine schlafen könnte wenn man zwei Pferde vornedran hat die gut laufen. Dann hat er eine bekommen mit Motor und er sei oft auf der Wiese gestanden und er lief nicht....
    • Der erste Schnitt 2008 ist vorbei...

      Hallo,

      ja, mindestens der erste Schnitt 2008 ist vorbei. Und an diesem interessanten Thema herrscht solche Ruhe ...? Entweder, die Leute welche mit Pferden arbeiten sind schon ausgerüstet oder... man quält sich mit den Fingerbalken.

      @lieber Kutscher, leider gibt es die Ausgabe der Starken Pferde, in welcher der Umbau beschrieben wurde nicht mehr. Ein Vorschlag wäre, unter Deinem tollen Portal (echtes Lob und Kompliment !! immerhin macht das ja auch laufend richtig Arbeit, hier mal mein Dank für Dein Engagement) eine Rubrik zu Geräten (oder habe ich es noch nicht entdeckt?) Ohne anderen Seiten im Netz Konkurrenz machen zu wollen, gehört so etwas eigentlich an diese Stelle. Dann möglichst standardisiert (Vorschlag: generell PDF) und kategorisiert. Ich meine damit jetzt nicht, zB SP Artikel hier zu veröffentlichen, sondern Unterlagen zu allen möglichen Geräten und eben solche Umbaubeschreibungen durch die Ausführenden selbst. Hätte da auch etwas beizusteuern...

      @ ALLE:

      Ich suche ebenfalls den Artikel aus der Starke Pferde Heft 25 Jahrgang 2003 Seiten 13 -15 Wer würde mir als Besitzer dieser Ausgabe besagte Seiten gegen Kostenerstattung kopieren und zusenden??

      Weiter oben wurde gefragt, warum man denn auf Doppelmesser umrüsten will. Vor einiger Zeit sprach ich mit jemandem, der ebenfalls umgerüstet hat. Er bestätigte mir, daß der Zugkraftaufwand beträchtlich abnimmt...!

      Das genau will ich probieren. Ich habe ein gutes Zweispännermähwerk und könnte auch einen Busatis-Balken bekommen. Wie aber kombinert man das am besten? Über Doppelriemen geht sicherlich, aber vielleicht gibt es ja noch andere, schon bewährte Lösungen...

      Viele Grüße

      borstelinus

      :-]
    • Hallo zusammen,

      auch wenn die letzte Antwort schon neun Jahre her ist, möchte ich das Thema noch einmal aufgreifen und auch etwas dazu schreiben.

      Wenn ich frei wählen könnte, würde ich eine direkt gezogene Mähmaschine mit Stützrad und Bodenantrieb bevorzugen, ähnlich denen wie sie von I&J oder Schmitz gebaut werden. Ca. 2 m Arbeitsbreite wären schon nicht schlecht.

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      Wir mähen momentan mit dem Trecker, einem kleinen MF35 mit gerade mal 35 PS und einem 2,1 m Doppelpleuel - Mähwerk von Gaspardo. Da das Mähwerk erst wenige Jahre alt ist, steht eine Neuanschaffung nicht zur Debatte.

      Wenn überhaupt, käme lediglich eine Vorderwagenvariante mit Bodenantrieb in Frage, sofern damit das oben beschriebene Mähwerk betrieben werden kann.

      Arbeitsbreiten von >2 m wurden ja beispielsweise von I&J oder Schmitz schon umgesetzt, allerdings als Doppelmesserbalken.

      Das Mähwerk soll jedoch so wenig wie möglich umgebaut werden, damit ich es notfalls weiterhin am Trecker nutzen kann. Das heißt aber es müsste ein Dreipunkt - Nachläufer oder ein T - förmiger Nachläufer verwendet werden. Letzterer war z.B. von I&J auf der diesjährigen PS zu sehen, wird aber so bzw. so ähnlich auch von mf - tech und Kurt Ohndorfer gebaut. Bei diesem Nachläufer ist das Mähwerk zwischen den beiden Achsen an einem starren Dreipunkt befestigt.

      Da bei diesen Varianten aber das eigentliche Arbeitsgerät auch wieder hinter dem Fahrer ist (ok man kann den Sitz drehen), habe ich das gleiche Problem mit dem ständigem Umdrehen wie beim Trecker.

      Von daher kam mir folgende Idee:
      Viele von euch benutzen ja Vorderwagen in verschiedenen Ausführungen. Wenn man also nun so einen T - förmiger Nachläufer um 180° dreht und vorn anstelle der Deichsel befestigt, so hätte man eine relativ kurze "starr" zusammenhängende Mähmaschine bei der man den Balken immer im Auge hat. Die Achse könnte dabei als Achsschenkellenkung konstruiert werden, das würde Platz und Gewicht sparen. Der VW (egal ob Motor- oder Bodenantrieb) und das Mähwerk müssten dann um die entsprechenden Gelenkwellenanschlüsse erweitert werden, was aber nicht so schwierig sein dürfte.

      Mich würde interessieren was ihr davon haltet.

      Gruß Marcus
    • Es gibt noch so viel guterhaltene Mähwerke von Fahr , Lanz und ,und .
      Die sind leichtzügig , mit wenig Gewicht , Auf den Balken kannst du auch schauen .
      Idee ! könnte man vileicht aus Zwei Balkenmäherbalken einen Verstopfungs feien Messerbalken anbauen ??
      Der auch wenig Kraft braucht , also kein Doppelmesser . ????

      H-G
    • Es gibt so manche Tüftler-Experimentierer im Forum die Fahr-Mähmaschinen mit einen Busatis Fingerlos -Doppelmesser umgebaut haben.
      Bei meinen Rescherschen unter amerikanischen Tüftlern hab ich etwas Interessantes gefunden.Um Verstopfung beim Fingerbalken zu verhindern entfernt man die ersten und letzten Finger am Balken und baut dort 2 Messerplatten als Gegendruck-Schnitt ,also wie Doppelmesser und braucht sonst nix am Fingerbalken ändern. Es ist immer zu bedenken dass, Bodenantrieb doppelt soviel Enrgieaufwand benötigt als ein motoriesierter Vorderwagen mit Gerät ,der eine mehrfache Flächenleistung bietet.Für mich gilt Zugwiederstand +km-bei einen 2 meter Arbeitsgerät sind es 5 km pro Ha-pro Arbeitsgang.


      Gruss Spyder

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von spyder () aus folgendem Grund: korr.

    • @lohmüller

      Kannst du deine Idee mit den zwei Balken bitte etwas genauer erklären.

      lohmüller schrieb:

      Es gibt noch so viel guterhaltene Mähwerke von Fahr , Lanz und ,und.
      Mhm, ich denke das kommt auf die Region an. Ich habe den Eindruck das alte Landtechnik vor allem in den alten Bundesländern angeboten wird. Neben dem Erhaltungszustand spielt natürlich auch der Preis eine große Rolle. Was manche Leute z.B. bei ebay für Preise verlangen ist schon Wahnsinn und dabei sind das meist nicht einmal die gut erhaltenen Stücke. Aber auch die Abholung schlägt leicht mal mit 100 € Spritkosten zu buche, wenn man quer durchs Land muss. Eine Umrüstung auf DM ist sicher auch nicht gerade günstig.

      Der Blick aufs Mähwerk beim Mähen und die Eindrücke der diesjährigen Pferde Stark waren der Auslöser für meine Idee aus Beitrag 7. Dabei bin ich von einem vorhandenen VW mit Zapfwelle und einem vorhandenen Balkenmähwerk ausgegangen.

      @spyder

      Was soll der Finger - gegen - Messer - Tausch bringen? Verstopfen die Mähwerke denn nur an den Enden?


      Trotzdem würde ich gerne wissen was Ihr von meiner Idee haltet.

      LG Marcus
    • @PrinzB!
      Ja genau dort verstopft es am meisten,mittig nur wegen einen Maulwurfshügel.
      Es ist Ratsam mal mit dem Bodenbetrieben Oldi Mähwerk ,Erfahrung zu sammeln was möglich ist und man die Maschiene und Pferde im Griff hat ,den Rest mit Traktor und Heckmähwerk.Keiner ist gezwungen gleich von Anfang an alles mit Pferdekraft zu machen .Angestrebt ist ,optimaler Pferdeeinsatz bei optimaler Flächenleistung und trotzdem soll noch Energie im Tank bleiben,also niemals die Pferde Platt fahren.

      Gruss Spyder
    • @spyder
      danke für die Erklärung. Ich habe noch nie mit einem Pferdemähwerk gearbeitet, daher war mir nicht klar das das Verstopfen vor allem an den Enden stattfindet.

      Alles werden wir sicher auch nie mit den Pferden machen können. Ist letztendlich nicht nur eine Frage des Geldes ( hinsichtlich geeigneter Geräte) sondern vor allem auch der Zeit.
      Neben privaten Kutschfahrten erledigen wir bisher Transportarbeiten (Erde, Mist) und das Wiese Abschleppen. Im Herbst/Winter kommt dann noch das Miststreuen und im nächsten Jahr das Schwaden dazu. Auch das Pflügen wollen wir im Herbst oder Frühjahr noch angehen. Aber immer einen Schritt nach dem anderen.

      LG Marcus