Langsamer. Kleiner. Gut.

    • Es sollte vermieden werden ein so brisantes Thema mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten zusammenzustückeln und bei YouTube einzustellen!


      Naja, in den heutigen Nachrichten steht zur x-ten Agrarreform, daß die kleinen und mittleren Betriebe mehr Unterstützung bekommen sollen. Bleibt nur die (sarkastische) Frage „Wie klein ist klein?“. Und wie fällt die Unterstützung aus? Finanziell oder lediglich geistig-moralischer Beistand?

      So lange der „freie“ Welthandel die Preise bestimmt haben die Klein- und Kleinstbauern doch die A-Karte gezogen...
      Und wenn das Freihandelsabkommen mit den USA durchgeführt wird können sogar die Großbetriebe in der Landwirtschaft hier einpacken. Nur noch das Wirtschaften in Nischen wird dann vielleicht noch ein lebensnotwendiges Einkommen errmöglichen. Und wenn die größeren Betriebe den Markt abdecken, der jetzt von den kleinen bedient wird, wo bleiben die dann ab?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jkoerner ()

    • youtube.com/watch?v=80bl-HWkmIc

      Hab ich gerade gefunden, als ich auf Youtube mir die Verlinkung angeschaut habe.

      Ich finde Andreas Popp gut, von dem gibt es noch mehr Videos wo er mal erklärt wo hin die Reise geht.

      Ein alter Bauer hat mir letztens gesagt, wenn die Leute mal Ihre Wohnung, die Nebenkosten und Ihr Essen nicht mehr bezahlen können, die mit dem essen da gibt es ja leider schon einige.

      Dann geht es richtig rund, aber vorher werden es die meisten so lange mitmachen, wie es nur geht und die großen können sich bis dahin noch richtig die Taschen voll machen.

      Es ist ja schon erschreckend, wenn man hört, das es eine in der Geschichte noch nicht da gewesene Katastrophe wäre, wenn Edward Snowden komplett auspackt und alles sagt was er weiß.

      Ich glaube es ist wichtig, sich so gut es geht seine eigene Meinung zu bilden, sich so wenig wie möglich abhängig macht und selbst nachdenk und sich nicht so viel auf diktieren läßt.

      Fakt ist, die kleinen sind mehr als die Großen und hätten die Macht in der Gemeinschaft, denn die Großen brauchen uns, damit Ihr System funktioniert. Siehe ehem. DDR, da haben die Großen auch geglaubt sie hätten die Kleinen ewig im Griff. War Gott sei Dank ein Irrtum und hat bewiesen das alles drin ist. :thumbsup:

      Ich finde es gut das schon viele nachdenken und langsam aber sicher was bewegen es ist halt noch ein weiter Weg. :wacko:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kutscherkurt ()

    • Die Kleinen sind mehr als die Großen

      Kutscherkurt schrieb:

      Fakt ist, die kleinen sind mehr als die Großen und hätten die Macht in der Gemeinschaft
      In der EU geht es in den nächsten Jahren um die Verteilung von 100 Mrd. Euro in die Landwirtschaft - eigentlich muss man sagen UM-Verteilung, denn das Geld wird ja erstmal von den Steuerzahlern eingesammelt.

      Damit nicht alles in den Töpfen der Agrar-/Industrie-Lobby landet, müssen sich die Interessensinhaber der "anderen Seite" solidarisieren, sonst haben sie kein Gewicht.

      Ein Anfang wäre ja mal "meine Landwirtschaft". meine-landwirtschaft.de/

      Pferdebauern und Pferdebauern-in-spe stehen per se für eine nicht industrialisierte, sondern nachhaltige Landwirtschaft. Der entrückte Gigantismus ist mit ihnen gar nicht möglich. Nur müssen sie sich auch in die Politik einmischen und ihren Teil fordern :!:
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • "Weniger ist mehr" - Neues zur Suffizienz-Diskussion

      ... das haben wir hier im Forum doch auch schon diskutiert ... - Was, wenn wirklich eine neue bürgerliche Bewegung entsteht, die größer wird und größer...

      arte.tv/guide/de/048214-000/weniger-ist-mehr
      ARTE, Dienstag, 01. Oktober um 20:15 Uhr; Wiederholungen: Sa, 05.10. um 10:30 Uhr, Fr, 18.10. um 8:55 Uhr:
      "Kann es Wohlstand ohne Wirtschaftswachstum geben? Der Dokumentarfilm sucht nach Lebens- und Wirtschaftsmodellen, die den Weg in die Postwachstumsgesellschaft weisen. Die Filmemacherin Karin de Miguel Wessendorf unternimmt einen Selbstversuch und fragt: "Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?" Auf ihrer Reise durch Europa besucht sie Menschen, Initiativen und Unternehmen, die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge sein kann.

      Bisher lautet das Credo von Wirtschaft und Politik "kein Wohlstand ohne Wachstum". Ein stetiges Wirtschaftswachstum gilt als Garantie für Arbeitsplätze und für die Lebensqualität der Bevölkerung. Wer an dem Wachstumsdogma zweifelt, wird als realitätsfremd belächelt. Doch Wirtschaftskrise und Klimawandel haben diesen Glauben erschüttert. Bevölkerungsexplosion, Energiekrise und Umweltbelastung sind Probleme, die sich nicht länger verdrängen lassen. Immer mehr Menschen gelangen zu der Überzeugung: Grenzenloses Wachstum ist in einer Welt begrenzter Ressourcen nicht möglich.

      Trotz Steigerung des Bruttoinlandsproduktes ist die persönliche Lebenszufriedenheit in den Industrieländern seit den 70er Jahren nicht mehr gewachsen. Kann es also sein, dass die Konsumgesellschaft das Versprechen vom Glück nicht hält? Was braucht man wirklich, um ein gutes Leben zu führen?

      Der demografische Wandel, die begrenzten Ressourcen des Planeten und die aktuellen Wirtschaftskrisen sorgen derzeit ohnehin für eine Wachstumsbremse. Höchste Zeit, umzudenken und den Ausstieg aus dem zerstörerischen Wachstum selbst zu steuern. Eine Bewegung ist entstanden, die nach Alternativen sucht. Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler und Aktivisten arbeiten in Theorie und Praxis am Aufbau einer "Postwachstumsgesellschaft" - einer Gesellschaft, in der ein besseres Leben für Mensch und Umwelt auf lange Sicht möglich sein soll.

      Auf ihrer Reise stellt Karin de Miguel Wessendorf fest, dass die Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil nicht unbedingt Verzicht bedeuten muss, in vielen Fällen ist es sogar ein Gewinn an Lebensqualität." (Hallo, Emanuel :-] !)
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • Es gibt kein unendliches Wachstum

      Andreas Popp, hat schon oft erklärt, daß es unendliches Wachstum nicht gibt, jedem Gärtner ist das klar, aber Leute die Wirtschaft oder ähnliches studiert haben tun sich damit schwer, weil sie etwas anderes gelernt haben. Aber Wachstum ist an die Natur (siehe Pflanzen und Tiere) gebunden und die hat ihre Regeln die" Gott sei Dank, keiner ändern kann" :] Ich kann z.B.nicht das ganze Jahr in meinem Gewächshaus Tomaten und Gurken ernten, habe es aber auch nicht erwartet, weil ich es schon als Kind gesehen habe, das es einfach so ist. :-]
    • Ja habs gesehen. Jedenfalls Teile davon (bin weggepennt :sleeping: ) Konnte die Sendung aber auch nichts dafür. Es war ein ganzer Themenabend. Mir hat die erste Sendung am besten gefallen, da haben sie Beispiele von Leuten gebracht, welche sich einem Teil des Systems entziehen bzw. andere Lösungen leben. Sogar ganze Dörfer die jetzt gemeinschaftlicher Unterwegs sind um zum Bsp. vom Öl unabhängig zu werden. Was bahnbrechend Neues hätte ich jetzt nicht gesehen. Aber eben, siehe oben, vielleicht hab ich genau das verpasst.

      Ich bin diese Woche auch Langsamer und kleiner unterwegs. (Gut fühlt es sich noch nicht an). Mein Auto ist in der Werkstatt und ich hab mein Uralt-Rad hervorgeholt und bin damit unterwegs. (Gibts hier ein Smiley mit Sauerstoffzelt?) Es ist ja nicht so, dass ich für die Arbeit über den Gotthard müsste, aber es fühlt sich so ähnlich an. *jammer* *michmitdemökologischenGedankentröste*
    • Der Film ist gut, und auch über die Mediathek zu sehen ! Es zeigt mit welchem Handeln andere agieren und bestärkt das eigene tun fortzuführen.


      Langsamr - kleiner - gut !

      Das könnte zu einer Bewegung werden. Eine Bewegung zum Pferd ?
      Es deutet sich ja hier schon an, einige sprechen es schon aus, wie z.B. Prinz in ihrem letzten Beitrag.

      Aufkleber und eine Website die darüber informiert.
      eine Facebook seite ?

      Therese, Du bist gefragt !
      Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
      Oder mußt Du noch Traktor fahren ?
    • Mal sehen wie lange das geht bis du da wieder raus kommst. Das Buch zieht dich in seinen Bann und fesselt dich :-]

      Vermelde, dass ich heute mit meinem Rad fast eine zehnköpfige Polizeischüler (Herde?, Horde? Rotte?) über den Haufen gefahren hab, die da im Stockdunkeln völlig unbeleuchtet vor meiner Arbeitsstelle rumlungerten. X(
    • Langsamer. Kleiner. Gut?

      Prinz schrieb:

      Langsamer und kleiner unterwegs. (Gut fühlt es sich noch nicht an).
      Das kommt. Und zum ökologischen Gedankentrost kommt der gesundheitliche und optische - Cardio Training und Body Shaping - ganz ohne Gym-Bude. Nicht falsch verstehen: nicht, dass Du es nötig hättest, Du nicht, aber man/frau nimmt solche Vorteile doch gerne mit, oder?

      Fuhrmann schrieb:

      Das könnte zu einer Bewegung werden. Eine Bewegung zum Pferd ?
      Super-Idee. Und da müssen wir hin. Die Bewegung muss aus zwei Richtungen gleichzeitig initiiert werden: "von unten" - als Bürgerwille und von Pferdebauern-in-spe, und "von oben", dort, wo die Vorgaben gemacht und das Geld verteilt werden.

      Und stell Dir vor, Emanuel hat Folgendes aus der Schweiz berichtet (darf ich doch erzählen, Emanuel, oder?):
      "Heute hat ein Mann aus der Gegend um Greyerz angerufen, der Brot selber bäckt und Dein Büchlein gekauft hat. Er sucht Getreide (Dinkel und Roggen), das mit Pferdekraft angebaut wurde."

      Also, ist das nicht supertoll - es gibt Verbraucher, die schon so weit in Kreisläufen denken und nach diesen Erkenntnissen handeln wollen.

      Kutscherkurt, Emanuel, Fuhrmann, roper: das sind ja so phantastische links und inputs - vielen, vielen Dank!

      Ich persönlich bin diese Woche mit meiner Vorbereitung auf den March against Monsanto beschäftigt, der am Samstag weltweit und Gottlob auch in München stattfindet. Ich weiss nicht, ob ich zum Exzerpieren komme...

      Prinz, hast Du auch bei den Interview-Aussagen von Prof. Paech gepennt? Dann nochmal reinhören! Er tätigt ja ein paar ganz wesentliche Aussagen. Nur als Beispiel, jetzt in meinen Worten: wenn die Zukunft so und so aussehen soll und kommen wird, dann müssen wir jetzt ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN dafür, damit wir es "dann" können. Ich finde, Du nimmst da schon sehr gute Vorbild-Funktion für uns ein.

      Habt Ihr übrigens gesehen, dass im ARTE-Film bei 01:19 ausgerechnet ein Pferderücker im Wald über die vielen Bildschirme flimmert im Schaufenster des Elektronik-Marktes? Drolliges Detail.

      Als nächstes schau ich mir den Ackerboden-Film im ZDF an.
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • Habt Ihr übrigens gesehen, dass im ARTE-Film bei 01:19 ausgerechnet ein Pferderücker im Wald über die vielen Bildschirme flimmert im Schaufenster des Elektronik-Marktes? Drolliges Detail.


      Jaaaaa, ich fand das super :thumbsup: Das mit dem Üben hab ich auch mitbekommen und finde das einen schönen Gedanken. Genau so fühle ich mich.

      @Emanuel. Super, hoffentlich konnte die Nachfrage von dem Bäcker gedeckt werden.

      Bodyshaping. Schön wärs. Aber die Pumpe scheint zu profitieren :whistling:
    • "Sichere" Methoden

      E. Schmid schrieb:

      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavi…m-auf-dem-Acker
      Kann einen richtig wütend machen: Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit, flächendeckender Glyphosat-Einsatz und Widerstand gegen eine europäische Bodenschutz-Richtlinie seit 2006 von Seiten des Bauernverbands. Derweil Verlust der Bodenfruchtbarkeit und Erosion und Versteppung.

      Die "Schwarze Revolution" mag ja Gutes bewirken, aber dennoch: statt zu schützen werden Heilungsmaßnahmen erforscht und zum Einsatz gebracht. Dabei sagt das deutsche Bodenschutzgesetz ausdrücklich, dass Schädigung VERMIEDEN werden soll. Das ist ein Prophylaxe-Prinzip.

      Und diese Prophylaxe wäre - wie bekannt - der Einsatz von Pferden. :) Zitat aus dem Film: "... dabei konnten die Bauern nicht viel falsch machen." Tja, so war's. Über Jahrhunderte: Boden gesund.

      Das hat sich ja in kürzester Zeit geändert, seit wir - ganz fortschrittlich - Maschinen und Agrochemie benutzen...

      Da hilft nur: umdenken und zu Methoden kommen, bei denen wir nicht viel falsch machen können. ^^

      :!:
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <