Langsamer. Kleiner. Gut.

    • Ich meine es ist jedem selbst überlassen ob man zu solchen Veranstaltungen (Holzrückemeisterschaften oder Pflügewettbewerben ) fährt. Eines ist aber klar, man trifft gleich- gesinnte die mit Pferden arbeiten, wo sonst bekommt man diese Gelegenheit ?
      Da fährt man halt zu den Fuhrmannstagen, das ist für mich sowas wie in Ortenberg der Kalte Markt, wo die Pferdeleute sich beim Pferdemarkt treffen, man hat gelegenheit wiedermal den einen oder anderen "Pferdenarr" zu sehen und mit ihm zu plaudern.
      Ob die jenigen bei den Meisterschaften auch zu Hause alles mit den Pferden erledigen das sei dahingestellt. Da besuche ich lieber den Kollegen einige Ortschaften weiter und verabrede mich mit Ihm wenn dieser zB: seinen Acker mit den Pferden pflügt und lasse mir da den letzten Schliff beibringen.


      Gruß
      Jürgen
    • jkoerner schrieb:

      Ein Wiki in dem jeder seine Erfahrungen mit bestimmten Gerätschaften festhalten kann. Z.B. beim Karrenpflug ganz genau beschreiben wo man was schrauben muß um diese und jene Verhaltensweise beim Pflügen zu erreichen. Und wo bekommt man passende Ersatzteile für dieses oder jenes Gerät her.


      Da wäre ich sofort dabei und würde gerne etwas dazu beitragen.

      Gruss E. Schmid
    • Ich habe heute wiedermal Zeit die letzten Beiträge durchzulesen. Danke für die gute Diskussion! Sie regt uns stark zum Nachdenken an, da wir auch oft darüber nachdenken ob es sinnvoll ist Kurse und Seminare in weiterweg gelegenen Städten abzuhalten. Aber wenn dort genug Leute kommen die sich für die Sache interessieren und mit ihren Pferde etwas arbeiten möchten, so finden wir es gut investierte Kilometer. Als wir begonnen habe, gab es diese Möglichkeiten nicht in Österreich noch nicht.

      Am Anfang der Gründung eines pferdegestützten Bauernhofes sind die Pferde meist Luxusgüter die da und dort mal den einen oder anderen Liter Diesel sparen. Wir haben aber eben die Erfahrung gemacht, dass mit jedem Jahr die Ersparnis (Treibstoff) etwas größer geworden ist. Dann kam einmal der Tag an dem wir errechnet haben, dass sich die Pferde selbst rechnen und schon waren wir von Luxuspferd zum Arbeitspferd gekommen. Der Übergang ist schleichend und schön, wenn er bewusst erlebt wird.

      Wir waren zwar, mit unseren Pferden, noch bei keinen Tierschauen oder Pferdemärkten dabei aber so dagegen bin ich auch nicht. Da dort viel Tradition bewahrt und der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird. Ich denke aber, dass dort viel Erhalten geblieben ist, von dem diejenigen, die heute wieder mit Pferden arbeiten, profitieren können und sei es nur, dass die Kaltblutzucht nicht ganz verschwunden ist. Wir sind bisher nur bei traditionellen Festen im Ort mit den Pferden gefahren, Erntekrone,... So haben wir mit einer 30 jährigen Pause die Tradition wieder leben lassen. War schön zu sehen, wie die Augen der Leute leuchteten. Auch wenn es für die Meisten nur ein festhalten an alten Traditionen war haben wir sie dennoch berührt.
    • ich denke die Wettbewerbe ziehen viel "Nicht-Pferde-Publikum" und wecken so Interesse
      in Fortbildungen und Kursen sind meist die eh schon Engagierten, die aber weiterkommen wollen ...
      "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013

      "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016
    • CharlyBonifaz schrieb:

      ich denke die Wettbewerbe ziehen viel "Nicht-Pferde-Publikum" und wecken so Interesse


      Genau, die Fuhrleute sind die Gladiatoren der Neuzeit, eingereiht hinter Formel 1 Piloten und Fußball-Bundesligaspieler ! Bescheren den Veranstalter viele Besucher und werden im Gegensat zu den 2 anderen schlechter noch als Hartz4 Empfänger bezahlt - sie legen noch was dazu, denn die Bratwurst und das Bier machen es nicht wett !


      WIKI:

      Ich mach jetzt mal den Sammer, das hatten wir schon mal und das ging in die Hose ! Aber vielleicht sind heute mehr intelligente und pro Arbeits-Tier eingestelle Menschen im Forum aktiv und es könnte jetzt was werden.

      Aber wir brauchen dazu gar kein Wiki. so könnten unter LW zu jedem Gerät ein Thema eröffnet werden in dem echte und eigene Erfahrungen und Kenntnisse geschrieben werden. Allerdings müssten Diskussionen und Klugscheisserei draussen bleiben, hier müsste uns die Administration unterstützen und solche Beiträge löschen. Wer ein Thma erstellt, sollte es auch ein wenig pflegen und unspassende Beiträge melden und entfernen lassen.
      Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
      Oder mußt Du noch Traktor fahren ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fuhrmann ()

    • Wir sollten die Diskussion hier abtrennen lassen, denn wir spalten gerade einen tollen Beitrag

      Fuhrmann schrieb:

      Aber wir brauchen dazu gar kein Wiki. so könnten unter LW zu jedem Gerät ein Thema eröffnet werden in dem echte und eigene Erfahrungen und Kenntnisse geschrieben werden....

      Jeder Beitrag wird irgendwann zerredet oder schläft ein. Und ist dadurch mehr oder weniger unauffindbar, da man nicht genau weiß über welche Suchbegriffe man Beiträge zu dem Gesuchten findet. Wenn der Beitrag dann über mehrere Seiten geht ist der Informationsgehalt eher fraglich.

      Ein Wiki braucht engagierte Betreuer/Mitmacher und eine festgelegte & klare Struktur.
      Als gutes Beispiel für ein von einer Interessiertenschar gepflegtes Wiki kann ich das wiki.debianforum.de anführen. Dabei geht es um das Debian Betriebssystem, aber der Aufbau ist für mich einfach genial gelöst. Die Diskussion um bestimmte Wiki-Beiträge werden im Forum in einem Beitrag getätigt. Da kann dann jeder seinen Senf dazugeben und um Löschung oder andere Änderungen bitten.

      Ich selbst kämpfe gerade mit meinem Karrenpflug und den höllisch vielen Einstellmöglichkeiten die mir niemand sinnschlüssig nahebringen kann. Alles was ich bislang gehört habe war mehr oder weniger Geschwätz da niemand mehr lebt der sein Leben lang damit gearbeitet hat. Diejenigen die das behaupten haben vielleicht in der Landwirtschaftslehre von 50 Jahren kurz damit gearbeitet, danach aber mit dem Traktor gepflügt. Selbst Leistungspflüger sind manchmal etwas hilflos bei ihren Erklärungsversuchen...

      Außerdem habe ich mehrere Projekte mit alten Geräten am Laufen:
      2 x Niemeyer Vielfachgerät mit Anbauteilen
      1 x McCormick Grasmäher den ich mit Doppelmesser bestücke
      die Amazone Drillkarre wird gerade aus 2 mach 1 zusammengeschraubt (allerdings nicht von mir)
      weitere Anschaffungen sind in Planung

      Das alles in einzelnen Beiträgen zu pflegen ist einfach blöd, weil man sich dann um so etwas

      Fuhrmann schrieb:

      Allerdings müssten Diskussionen und Klugscheisserei draussen bleiben, hier müsste uns die Administration unterstützen und solche Beiträge löschen. Wer ein Thma erstellt, sollte es auch ein wenig pflegen und unspassende Beiträge melden und entfernen lassen.
      kümmern müßte. Dafür habe ich definitiv keine Zeit und Lust. Das widerspräche dann auch dem Sinn und Zweck, nämlich der Zeitersparnis durch das Wissen und die Erfahrung anderer. Zeit die ich dann mit den Pferden verarbeiten kann.

      Bei einem Wiki könnte ich den passenden Geräte-Beitrag um meine gemachten Erfahrungen erweitern. Sofern sie denn nicht schon von anderen gemacht und festgehalten wurden.
    • Ich freue mich auf diese beiden Bücher aufmerksam gemacht worden zu sein! Gut das ich mal wieder hier herein geschaut habe.

      Um nochmal auf das Thema "weniger ist manchmal mehr" zu kommen, das ist für die meisten sicher recht schwierig. Gerade wenn man im Aufbau ist, benötigt man viele Dinge. Hat man das Pferd brauchts Geschirr, dann die Arbeitsgeräte usw. Nicht jeder hat das Glück mit einem guten Handwerker und Tüftler verheiratet zu sein und muß sich dann die Sachen funktionstüchtig erwerben. Oftmals bekommt man das eine oder andere auch gar nicht für wenig Geld.

      Allerdings stecke ich im alltäglichen gern zurück. Man muß keinen Brotbackautomaten haben, wenn man einen Küchenherd mit Backröhre hat. Ich suche immer Geräte die manuell zu betreiben sind und nicht mit Strom. Wir hatten zu Weihnachten vor ein paar Jahren fünf Stunden Stromausfall. Bei uns brutzelte der Braten dank Holzküchenherd, brannte der Weihnachtsbaum - ich habe schon immer echte Kerzen dran usw. im Gegensatz zu den meisten unseren Nachbarn, die fluchten und jammerten...
      Was ich aber immer bemängele, ist das man für Qualität verhältnismäßig viel bezahlt (auch überteuert) und für Schrott wieder gar nichts. Am Ende kauft man immer teuer, wenn man billig wählt - aber nicht immer ist die teure Qualität (nachhaltig erzeugt usw.) finanziell drin.

      Und nun freue ich mich darauf wenn die Bücher beim ortsansäßigen Buchhändler eintreffen ;)
      "Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten" -Katharina von Siena (1347-1380)
    • @jkörner. Natürlich sind meine Pferd Luxusgüter. Ich wohne in einer Mietswohnung, arbeite 100% und die Rösser stehen in Pension bei einem Bauern oder im Reitstall eingestellt. Ich habe momentan die Möglichkeit an meinem Arbeitsort die Pferde im Gemüse einzusetzen. Dazu muss ich verladen. Ich kann nicht abends stundenlang mit Kutsche anreisen, dort Hacken und stundenlang wieder heim. Die Arbeit mit den Pferden in der Landwirtschaft läuft bei mir im Moment über den Terminkalender. Lästig genug, ich hätte es auch gerne anders. Soll ich jetzt damit aufhören? Weil ich keine Landwirtin bin und meine Arbeit somit nie Sinn macht? Ist die Arbeit die ich mit den Pferden mache jetzt weniger wert? Das meine ich jetzt nicht zickig, mich würde eure Meinung dazu interesieren.

      Für unseren ersten Pflügekurs reisten meine Kollegin und ich nach Stuttgart! um Pflüge zu holen. Wir fanden keine Beetpflüge in der Schweiz. Auch der Kursleiter kam von dort. Ich fände es schön wenn ich die Arbeit von meinem Nachbar oder meinen Eltern lernen könnte. Nur hab ich keinen der Ahnung hätte. Bereits die Generation meiner Groseltern hat hier schon mit dem Traktor gearbeitet, die Höfe wo meine Eltern aufgewachsen sind, gibt es nicht mehr.

      Kurse, Shows, usw. Ich bin auch dagegen, dass Kaltblüter immer spektakulärer, schneller und "lauter" vorgestellt werden. Genauso wie ich das Turniergeschehen kritisch beobachte. Dennoch sind wir heuer einige Prüfungen gefahren (völlig sinnfrei) und waren auch über den Winter in der Halle zum Trainieren, weil hier wochenlang kein Anspannen draussen möglich war. Ich helfe mit Wettkämpfe oder Kurse zu organisieren, weil hier die Leute schon seit Generationen von der Pferdearbeit weg sind und keine Ahnung mehr haben, was man heute noch mit Pferden machen kann. Dem einen oder anderen Zuschauer öffnet es die Augen, die meisten schauen, gehen heim und vergessen wieder. Kann man also auch schlecht finden, dass wir überhaupt etwas machen.
      Ich werde immer wieder gefragt, warum die Schweiz im Ausland nicht oft mit Pferden auf Veranstaltungen vertreten ist. (Der EU Bürger vergisst schon mal die aufwändigen Zollformalitäten :D ) Tatsächlich überlegen wir uns zur Zeit eine Teilnahme an der nächsten Pferdestark. Da wir aber nichts besser können als die Teilnehmer die heuer bereits da waren, müssen wir uns das gar nicht mehr überlegen. Es wäre nur zum Spass gewesen.
    • Prinz schrieb:

      Ist die Arbeit die ich mit den Pferden mache jetzt weniger wert?

      Auf keinen Fall. Nur finde ich es kontraproduktiv mit den Pferden in einem für schwere Pferde entsprechend zugkräftigen und damit Sprit saufenden Fahrzeug längere Strecken zurückzulegen um irgendwo zu arbeiten.

      Ich stecke in der umgekehrten Situation. Das jahrelang von immer schwerer werdenden Maschinen bearbeitete EIgenland - es war lange Jahre verpachtet, denn meine Eltern hatten keinen Draht zur Landwirtschaft - muß jetzt mühsam wieder rekultiviert werden. Für meine beiden Pferde und mich ist es manchmal zu schwer und auch sehr eintönig das allein zu bewerkstelligen. Da wäre ein wenig Hilfe aus der näheren Umgebung willlkommen. Nur gibt es in meiner Umgebung niemand der mit Pferden arbeitet. Entweder werden die Kaltblüter nur geritten und gefahren oder die in Frage kommenden Kollegen wohnen zu weit weg.
      Als bei mir im April gepflügt wurde kam einer mit seinen Pferden über 100 km weit angereist. Die Hilfe konnte ich sehr gut gebrauchen, verstehen kann ich so etwas aber nicht.

      Nach meinem Verständnis muß ich viel Geld verdienen um mir ein kräftiges Zugfahrzeug zu leisten. Die Fahrten kosten auch viel Geld. Müßte ich dieses Geld nicht verdienen hätte ich mehr Zeit mit den Pferden vor Ort zu arbeiten oder nur zu faulenzen...
      Damit könnte ich den Betrieb klein halten, denn ich benötige dann nicht so viel Geld.
      Das Zugfahrzeug habe ich arbeitsbedingt (Gartenbau), allerdings habe ich keinen geeigneten Pferdeanhänger für meine beiden Dicken um mit denen z.B. zum Leistungspflügen zu Fahren. Ausleihen geht nicht, da die Mietanhänger nicht die Gewichtsklasse haben und Anhänger kaufen erspare ich mir da ich das Geld dafür lieber in Pferdegeräte investiere. Das heißt, ich beschränke meine Wünsche auf das was ich als das Notwendigste erachte. Allerdings ist dieser Konsumverzicht ein Lernprozeß, den ich nicht immer einfach finde.
    • Ich finde das paßt ganz gut

      Nette Runde und viele Anregungen.

      Ich finde das paßt ganz gut, ich hab es einen Freund, der meint er müßte immer mehr machen und noch größer ,geschenkt und bei ihm in die Milchkammer gehängt, wo er jeden Tag vorbei muß.

      Priester: Warumsitzt Du hier dösend im Sand neben Deinem Boot?

      Fischer: Weil heute die Sonne so schön warm scheint.

      Priester: Statt hier faul rumzulungern, wäre es besser,Du würdest hinausfahren und Fische fangen.

      Fischer: Warum sollte ich mehr Fische fangen?

      Priester: Du könntest mehr damit verdienen.

      Fischer: Warum sollte ich mehr verdienen?

      Priester: Dann könntest Du dir noch ein zweites Boot kaufen ,weitere Fischer anstellen und noch mehr Fische fangen.

      Fischer: Warum sollte ich das Machen?

      Priester: Dann könntest Du noch mehr Geld verdienen.

      Fischer: Was hätte ich davon?

      Priester: Wenn Du fest gearbeitet und gutes Geld verdient hättest, könntest Du es Dir schön machen und Dich ausruhen.

      Fischer: Aber das tue ich ja Gerade!


      Ist angeblich eine keltische Weisheit, also gibt es das Problem mit dem immer mehr schon länger. :-]
    • Ich arbeite ja auch mit meinem Pferd 1x in der Woche in einer Gärtnerei. So mit Terminkalender....
      Natürlich würde ich es gern ausweiten und noch öfter auch bei anderen arbeiten, aber für mich kommen nur Orte in Frage wo ich hinreiten kann.
      Zur Gärtnerei reite ich eine Stunde hin, dann arbeiten wir zw. 2 und 4h und dann reite ich wieder zurück. Geräte und Geschirr sind am Ort.

      Sobald ich mir ein anderes Auto und einen Hänger anschaffen müßte um zum Einsatzort zu fahren käme ich in den Teufelskreis: damit sich das lohnt muss ich dann so viele Stunden arbeiten das ich mir einen Ausfall des Pferdes nicht mehr erlauben kann, also müßte ein 2. Pferd her, das muss dann aber auch ausgelastet sein,.....

      Der einzige Grund warum ich mir Hänger und Zugfahrzeug leihen würde, wäre der Lerneffekt. Manches kann ich mir nicht alleine erarbeiten und jemanden dafür zu bezahlen damit er zu mir kommt ist auch nicht drin. Allerdings habe ich das noch nie gemacht und habe es auch nicht vor.

      Mein Pferd habe ich sowieso. Ob ich damit arbeite oder nicht spielt dabei gar keine Rolle. Das Arbeiten ist für mich ein sehr nützlicher Nebenaspekt. Denn zumindest verdient sich mein Pferd das Heu und die Pacht für die Wiese selber.
      Ich habe ja schon mal 4 Jahre auf einem Hof gelebt der keinen Traktor hatte, sondern die meisten Arbeiten mit Pferden erledigt hat und das ist einfach ein ganz anderes Lebensgefühl.
    • Jetzt können wir hier bald eine Gärtnerkommune aufmachen :-]
      @jkoerner. Ich stimme mit dir überrein und kann deiner Argumentation total folgen. Bei mir ist ja im Moment die Situation so, dass ich eben gar nicht landwirtschaftlich arbeiten könnte ohne Hänger. Im Grunde ist bei mir ja auch das Arbeiten im Feld mit dem Pferd Luxus. Ich kriege das nicht bezahlt. Mein AG ist einfach so "grosszügig" dass ich das in meiner Freizeit machen darf. Aber irgendwie muss ich ja Erfahrung sammeln. Irgendwie muss ich ja meine Pferde an die Arbeit gewöhnen und sie on the Job ausbilden.

      Ich hatte heute übrigens eine Sitzung mit der Biosuisse. Arbeitspferde sind kein Thema. :( Und dank dieser Sitzung auch noch E.Schmid am Abend verpasst. 8o
    • Die Wahlen sind vorüber in Deutschland

      Die Wahlen sind vorüber. Nicht aber die Politik, sie bestimmt den Rahmen für unser Leben - tagtäglich. Und Deutschland hat schwarze Landschaft gewählt:

      Die Bedingungen für die Agrarwirtschaft ---> und damit die landwirtschaftlichen Betriebe ---> und damit die Möglichkeiten für Pferdebauern in
      Deutschland werden nun - und wieder - schwarz dominiert. Wie nah sich aber Agrarpolitik und Agrarindustrie zugewandt sind, kann man folgendem aktuellen Gutachten entnehmen:

      topagrar.com/news/Home-top-New…Agrarpolitik-1248049.html
      Zitat:
      "... dass das personelle Geflecht zwischen Bauernverband, Agrarwirtschaft und –politik so dicht ist, dass es nahezu unauflösbar scheint."

      Geht es also weiter wie bisher? Wachse oder weiche? Geld für die Großen? Wie soll sich da der von der UN und vielen, vielen Verbrauchern geforderte Wandel in der Landwirtschaft - von einer industrialisierten zu einer (klein-)bäuerlichen - vollziehen? Und wo bleibt dann die Unterstützung für die Pferdebauern :?:

      Nachtrag:
      Bildquelle: SZ 24.09.2013
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LustundLaune_08 () aus folgendem Grund: Angabe der Bildquelle: SZ 24.09.2013

    • Prinz schrieb:

      Ich hatte heute übrigens eine Sitzung mit der Biosuisse. Arbeitspferde sind kein Thema. Und dank dieser Sitzung auch noch E.Schmid am Abend verpasst.


      Was für ein Anlass war dies bei der BioSuisse? Habt Ihr das Thema Arbeitspferde konkret angesprochen und wie war die Antwort.
      Ich war an diesem Abend an der Infoveranstaltung zur neu geschaffenen Ausbildung: Eidgenössisch diplomierte/r Gespannfahrer/in. Die Anforderungen, da als Ausbilder mitzuwirken sind sehr hoch und voll aufs Turnierfahren orientiert. Z.B. Vorstellung eines Vierspänners nach Achenbach und im Zweihandsystem bis Klasse M. Zwei Module befassen sich auch mit Arbeitspferden. Ich bin gespannt, wie diese Ausbildung durchgeführt und von den Leuten aufgenommen wird.

      Gruss E. Schmid
    • Lust&Laune
      ziemlich düster, was?

      LustundLaune_08 schrieb:

      Geht es also weiter wie bisher? Wachse oder weiche? Geld für die Großen?
      yep, der Wähler will es ja so; und die Lobbyisten eh

      noch was:
      spiegel.de/netzwelt/netzpoliti…e-regierung-a-924021.html
      Mutti wirds nicht richten und das wird langfristig Auswirkungen auf die Wirtschaft haben
      "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013

      "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016
    • Nicht-Wähler // in der Schweiz geht's voran

      CharlyBonifaz schrieb:

      der Wähler will es ja so
      Und der Nicht-Wähler? Wie hätte der es gewollt? Ein Drama, wenn man annimmt, was die 17 Millionen Nicht-Wähler hätten verändern können mit ihrer Stimme! Aber nun gilt halt: "Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert."

      E. Schmid schrieb:

      Zwei Module befassen sich auch mit Arbeitspferden. Ich bin gespannt, wie diese Ausbildung durchgeführt und von den Leuten aufgenommen wird.
      Das ist ein grandioser Schritt in eine wünschenswerte Zukunft. Wer ist Träger / Durchführender? Hast Du aktiven Anteil daran?

      Viele Grüße an das tolle 3-er Gespann, Ihr seht so super aus!
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • LustundLaune_08 schrieb:

      Wer ist Träger / Durchführender? Hast Du aktiven Anteil daran?


      Unter Pferdeberufe.ch kann man die allg. Informationen einsehen.

      Die 7 Module werden hier: pferdeberufe.ch/wcms/images/co…htung_Fahren_20130630.pdf beschrieben, Modul 6 und 7 befassen sich mit Arbeitspferden, bei diesen Modulen konnte ich bei der Ausarbeitung mithelfen.

      Danke für das Lob zum Bild, es geht wirklich gut mit dem Dreispänner.

      Gruss E. Schmid
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