Angepinnt Welche landwirtschaftlichen Arbeiten habt ihr heute mit den Pferden erledigt?

    • Habe am Samstag zum ersten mal in diesem Herbst wieder Holzgerückt, hatte am Sonntag richtigen Muskelkater in den Beinen.
      Kommt wohl vom ungewohnten (Waldstück am Hang, als hoch und runter, sowie den vielen Ästen in dem unaufgeräumten Wald).
      Nun ja ich wollte es ja so.

      Gruß
      Jürgen ;)
    • Hallo

      Ich war gestern mit meinen Mädels Mist fahren (also Mist auf die Miete), bin extra einen Umweg gefahren, damit die Mädels nicht zu kurz kommen. Als wir dann angekommen waren an der Miete, habe ich den Mädels die Abschwitzdecke übergelegt, damit sie nicht so schnell runter kühlen während ich schippe.
      Gestern hatten wir den ganzen Tag nicht weniger als -10°, so dass ich mich auf der Hinfahrt gefreut habe, auf dass Schaufeln um wieder warm zu werden. Natürlich war der Mist zu großen Teilen im Container angefroren.

      Den Rückweg sind wir auch über Umwege gefahren, kurz vor zu Haus stellte ich entsetzt fest, dass mein Baumfällerhemd an mein Gesicht klebte (festgefroren) von der Fahrt im zügigem Trab und dem Rauhreif in der Luft. Der Weg führt am Kocher (Fluß) entlang.

      Daheim vorm Kaminofen bin ich dann aufgetaut.

      LG Manuel
      www.Kochertaler-fuhrhalterei.de
    • @Doktor Big

      WOW!

      Ich bewundere immer wieder solche Leute wie dich, die noch alles mit den Pferden erledigen und das bei den Temperaturen.

      Habt ihr keine landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge, wie z. B. Traktor?

      Ist dir der Umgang mit den Pferden mit in die Wiege gelegt worden?
    • Hallo Hasi

      In der Wiege vielleicht unterbewußt, :D aber wir sind mit dreißig aus der Stadt aufs Land gezogen .
      Bin als Kind schon geritten, Reitunterricht und mit einem Welsh Sulki gefahren. Ich habe als Jugendlicher 16 Pferde täglich gemistet, um einmal in der Woche auf einem total heißen, französischen Galopperhengst reiten zu dürfen, dass war auch die einzigste Bewegung dieses Pferdes. Das täglich einen Eimer Hafer bekam.

      Meine Anweisungen waren in der Box auf zusteigen, einer mußte die Stallgassentür öffnen wenn er davor stand. Dann sollte ich die ersten 2000 Meter nix machen, als draufsitzen bleiben. Danach sei er lammfromm und Anfänger tauglich. Das war mein Lohn führ harte Arbeit. Oft muste ich noch in der stinkenden Legebaterie helfen. Bei der Arbeit hatte ich dann Tränen in den Augen wenn ich alleine war, wegen den Hühnern. Aber das Pferd wars mir Wert und natürlich auch die vielen anderen Pferde.

      Traktor hatten wir am Anfang wo wir noch keine eigenen Pferde hatten. Einen großen Allrader mit Frontlader.
      Als die Pferde das Holz machten stand er nur noch rum, zum Schluß habe ich dann noch Mist mit ihm gefahren, als ich das auch noch mit den Pferden gemacht habe, haben wir ihn verkauft er stand nur noch herum, das tat ihm auch nicht gut.

      LG Manuel
      www.Kochertaler-fuhrhalterei.de
    • DoktorBig schrieb:

      zum Schluß habe ich dann noch Mist mit ihm gefahren, als ich das auch noch mit den Pferden gemacht habe, haben wir ihn verkauft


      Das ist mein Plan für die nahe Zukunft. Manche Leute meinen, dass ich Kühe habe, um einen Grund zu haben, einen Traktor zu besitzen. In Wirklichkeit habe ich den Traktor nur, weil ich Kühe habe und mir 1. teilweise die Zeit fehlt, alles mit den Kühen zu machen und 2. es auch aufwendig ist, die im Sommer, wenn sie Kälber haben, nach Hause zu holen, Kälber in den Stall zu bringen, nur um das Wasserfass zu tauschen. Mit den Ochsen könnte sich das ändern.

      Rh.Dt.KB schrieb:

      Letzten Endes dient die Arbeit der zwei Pferde der Versorgung der zwei Pferde.


      Mir ist durchaus bewusst, dass Du das abwertend meinst. Aber 1. bietet Dr. Big auch noch Fahrten mit den Pferden an, d.h. sie verdienen zusätzlich zu ihrer Versorgungsarbeit noch Geld und 2. finde ich es besser, wenn die Pferde ihre Versorgunsarbeiten selbst leisten als wenn sie nur 'rumstehen und die Arbeiten mit nem Traktor erledigt werden.

      Als ich für kurze Zeit den Gedanken hatte, die Kühe abzuschaffen und nur noch 2 Ochsen zu halten, fragte mich jemand: "Warum willst du denn 2 Ochsen halten?" "Na, damit ich mit denen den Mist wegfahren kann." "Ja, aber OHNE die Ochsen hättest du den Mist doch gar nicht." "Aber auch keine 2 Ochsen. " ;)
      Es gibt immer Menschen, die diese Handlungsweise nicht verstehen können. Rh.Dt.KB gehört mit Sicherheit dazu.
      :) Kühe sind die besseren Menschen :)
      und ausserdem schmecken sie auch besser!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von kuhtreiber ()

    • Ach Kuhtreiber, wenn Du wüßtest mit welchen brotlosen Künsten ich mir noch so das Leben unnötig schwer mache, neben der Pferdehaltung...
      Ich meinte das eher so, es ist nicht weniger, aber auch nicht mehr. Dazu ein gewisser Gedanke an die Effektivität.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rh.Dt.KB ()

    • Diese Aussage kriege ich auch so oft zu hören - warum bindest du dir die Rinder ans Bein, die bringen doch nix ein ... oder bei den Pferden: die machen doch nur Arbeit. Du kannst ja gar nicht in Urlaub gehen; und das noch neben der Arbeit, für mich wär das nix.

      Einen Landwirt, der damit sein Geld (ohne Zusatzverdienst durch die Subventionen) verdienen müsste, könnte ich verstehen. Für den ist es in erster Linie Broterwerb.

      Mir macht die Arbeit mit den Tieren Spaß und ich würde gerne mein Geld damit verdienen. Aber zum einen ist es sehr hart verdientes Geld und zum anderen habe ich nicht die Voraussetzungen dazu (Gebäude, Flächen, Familie bzw. Know-How-Träger).

      Ich freue mich über mein eigenes Fleisch in der Kühltruhe, darüber, dass anderen das Fleisch schmeckt; dem Anblick der zufriedenen und gesunden Tiere auf den Weiden; bei den Pferden über jeden erfolgreichen Arbeitseinsatz, der mir möglich ist. Das mit dem Pferd rausgezogene Holz aus dem eigenen Wald und die somit warme Stube.

      Am Samstag haben wir wieder das Rinderfutter / Rundballen aus dem Heulager mit dem Schlitten an den Stall gezogen. Danach noch ne schöne Rodelschlittentour durch den verschneiten Pfälzer Wald.

      Für mich ist das Urlaub und das was andere als 'unnötige' Arbeit betrachten ist für mich Erholung oder Fitnesstraining.

      Die Rinderzucht werde ich trotzdem aufgeben müssen, da auf Dauer die Verantwortung für insgesamt 10 Großtiere für einen alleine zu groß ist.

      Ich freue mich auf den nächsten landwirtschaftlichen Einsatz meiner Dicken. Sobald es wieder trocken wird, möchte ich den Ginster auf den Hangweiden mit dem Pferd rausreißen. Für den Traktor ist das Gelände nicht geeignet - außerdem habe ich keinen und müsste jemanden bezahlen. Ein Versuch - angeregt durch den Bericht in der Starken Pferde im letzten Jahr mit der Traubenkirschenrodung. Ich erhoffe mir dadurch, dass das Ginsterwachstum eingedämmt wird.
      Schimmel

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      =) Es sind nicht die großen Erfolge, die viel zählen.
      Es kommt vielmehr darauf an, aus den kleinen viel zu machen ;)
    • Heute

      Daheim nach dem anspannen.


      Angekommen an der Miete, die Mädels haben ein Decke auf bekommen.


      Fertig


      @ Kuhtreiber und Monika danke für die positiven Beiträge und ich wünsche euch weiterhin viel Spaß bei euren Arbeiten. Ich bin mir sicher das ihr eure Vorhaben schafft da ihr die positive geistige wie körperliche Kraft da zu habt. Freue mich schon auf die kommenden Berichte von euren Arbeitseinsätzen.

      LG Manuel
      www.Kochertaler-fuhrhalterei.de
    • Hallo zusammen,
      @Monika: sei unbesorgt da bist Du nicht die einzige die sich sowas anhören muß, wenn ich jede Frage und jede feststellung (und sei sie noch so dumm) während unsrer bauzeit 2009 aufgeschrieben hätte dann könnte ich ein Buch verfassen das so Dick ist wie die Bibel. Fakt ist die Arbeiten die Manuel mit seinen Pferden macht find ich richtig gut, seine Pferde sind gut und sauber gefahren und funktionieren zuverlässig.
      Gruß Marcel
    • Schimmel schrieb:


      Einen Landwirt, der damit sein Geld (ohne Zusatzverdienst durch die Subventionen) verdienen müsste, könnte ich verstehen. .


      Gibt es heutzutage noch Haupterwerbslandwirtschaft, die sich ohne Subventionen trägt?
      Auch die Industrie bekommt Subventionen, weshalb wird nur immer auf der Unterstützung für dieLlandwirtschaftsbetriebe rumgehackt?
      Wenn eine große Agrargenossenschaft mit viel Fläche 2 Millionen Euro kriegt,um damit ihre Arbeit aufrechterhalten zu können, was ist das im Vergleich zu so manchem Managergehalt?
    • Nein, die gibt es nicht mehr - leider.

      Deshalb gibt es ihnen aber auch nicht das Recht über die Nebenerwerbsleute herzuziehen und sie schlecht zu machen, bzw. die Sinnhaftigkeit deren Arbeit in Zweifel zu ziehen. Ich muss meine Tierhaltung teurer betreiben als er, weil sie viel aufwändiger ist. Schließlich würde mich die Anschaffung eines Traktors genauso viel kosten wie ihn. Nur mit dem Unterschied, dass der bei ihm ausgelastet ist und leichter finanziert werden kann. Ich muss die Arbeiten von Hand oder - wenn es geht mit dem PFerd bzw. dem Pickup machen. Ich mache es neben meinem eigentlichen Job - ok, das habe ich mir selbst so ausgesucht. Aber jeder sollte den anderen einfach leben lassen.

      Schön wäre, wenn man sich hier zusammentun könnte und der Nebenerwerbler sich mit dem Großen austauschen könnte. Das wird es vermutlich auch geben.

      Bei uns ist es furchtbar schwierig, weil einer das Monopol für eine ganze Region hat und man wirklich Glück haben muss, sich was aufzubauen.

      Ich habe kein Problem damit, das etwas subventioniert wird. Aber prinzipiell fände ich es richtiger, wenn die geleistete Arbeit korrekt bezahlt würde und nicht durch dieses Preisdumping der Discounter immer schlimmer wird. Ich werden nie verstehen, wieso alles immer billiger werden muss, obwohl der Arbeitslohn und die Einsatzpreise steigen. Völlig unlogisch.

      Das war aber nur off-Topic hier. Sorry.
      Schimmel

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      =) Es sind nicht die großen Erfolge, die viel zählen.
      Es kommt vielmehr darauf an, aus den kleinen viel zu machen ;)
    • Schimmel schrieb:



      Bei uns ist es furchtbar schwierig, weil einer das Monopol für eine ganze Region hat und man wirklich Glück haben muss, sich was aufzubauen.
      Das war aber nur off-Topic hier. Sorry.


      Mal aus der Sicht des Haupterwerblers gesehen: Er hat sich etwas aufgebaut, möglicherweise Kredite laufen, ER LEBT DAVON,UND NUR DAVON, das ganze trägt sich gerade so.Er erzeugt Nahrungsmittel für andere. Und nun kommt jemand und möchte gern seine Flächen haben, um darauf seinen Hobbies nachzugehen. Um mal zu probieren, wie das so ist. Um sich vielleicht etwas zu seinem in einem anderen Beruf erwirtschafteten Einkommen dazuzuverdienen. Und um nachher zu merken , es ist nicht so einfach. Neenee, ein gewisser Bestandsschutz muß schon sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rh.Dt.KB ()

    • Ich fahre seit einer Woche den Mist mit dem Schlitten mit den Kühen raus, weil ich mit dem Traktor und dem vollbeladenen Gummiwagen nicht mehr durch die Schneeverwehungen durchkomme, die es bei uns hat. Ist zwar immer nur der Mist eines Tages, aber es bringt uns Dreien täglich eine Stunde Bewegung . ;)
      Bilder
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      :) Kühe sind die besseren Menschen :)
      und ausserdem schmecken sie auch besser!
    • Rh.Dt.KB schrieb:

      Neenee, ein gewisser Bestandsschutz muß schon sein.


      Es gibt keinen Bestandsschutz, ausser man wirtschaftet nur auf eigenen Flächen.
      Hier bei uns ist es so, dass der "Nebenerwerbler" ein Industrieller ist und zudem unser Jagdpächter. Der braucht bei den Pachtpreisen doch nicht auf irgendeine Wirtschaftlichkeit zu achten, zumal er die evtl. anfallenden Wildschäden nicht zu entschädigen braucht; das kann er also auch noch auf die Pacht quasi draufschlagen, die er zu zahlen bereit ist. Und wenn ich aufzählen würde, was der in den letzten Jahren an Fläche gekauft hat! Neenee, einen Bestandsschutz gibt es nicht.
      :) Kühe sind die besseren Menschen :)
      und ausserdem schmecken sie auch besser!
    • kuhtreiber schrieb:

      Ich fahre seit einer Woche den Mist mit dem Schlitten mit den Kühen raus

      Hey Kuhtreiber, schönes Bild !
      Aber-, warst Du bisher nicht eigentlich eher ein Verfechter des deutschen (?) Stirn-Einzejoch's bei der Rinderanspannung ?
      Kaltblutpower.
      Wehe, wenn sie losgelassen
      :D

      > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <

      Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
      (frei nach Gustav Mahler)