Freuen und Technik .. Luftdruck? / Bremsen ? usw.

    • Hallo Rennsemmel,

      das verzweifeltguckendrumstehenundaufdenretterwarten :rolleyes: geht leider bei Mädels nur bis zu einem bestimmten Alter. Wenn Du mal auf die 50 zugehst, siehst Du dann Zweifel leider wirklich alt aus...

      Liebe Grüße
      Ute
      lg krauti
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      Nimm die Menschen wie sie sind, andere gibt es nicht
    • Du solltest auch mal die Radlager überprüfen. Die Räder dürfen kein oder nur minimales Spiel haben. Dies überprüft man, indem man die Kutsche an der Achse aufbockt und dann das Rad zur Kutsche hin und her bewegt. Dabei darf kein oder nur ganz minimales Spiel zu fühlen sein. Dabei kann man auch gleichzeitig feststellen, ob das Rad sich leicht dreht. Bei zu großem Spiel muss man die Radlager nachstellen.
    • Frauen und Technik

      ... also doch noch mal :D

      Wenn Scheibenbremsen andauernd und immer wieder quitschen, dann ist da mit sicherheit was nicht in Ordnung - von der Einstellung bis hin zum verwendeten Material !
      Da hilft dann auch Bremsenreiniger, Sprühöl oder Kupfer / Silberpaste nicht ... lang. :O

      Ich würde da mal einen Kfz. oder Landmaschinenmechaniker (Autoschrauber oder Bulldogsschlosser) :tongue: bemühen.
      So jemand sollte sich mit Scheibenbremsen allgemein auskennen.

      Da Kutschen neuerer Bauart meist mit Kugellager an Räder / Achsen und Drehkranz ausgestattet sind, befinden sich dort auch meist dementsprechende "Schmiernippel", und diese Lagerungen sollten schon hin und wieder auch mal ein wenig Fett bekommen.

      Da schnell und hochtourig laufende Maschinen in der Regel alle paar Hundert Betriebsstunden abgeschmiert werden sollen, kann man mit dem Fetten der langsam laufenden Kutschenräder dementsprechend sparsamer sein.

      Bei Marathonwagen oder ähnlichen, die ja auch schon mal recht durch der Dreck gezogen werden, und anschließend mit Wasserstrahl oder sogar Hochdruckreiniger gesäubert werden, darf das mit dem Fetten der Lager vielleicht ein bisschen öfter geschehen, am besten nach einer solchen großen Wäsche, um evtl eingedrungenes Wasser in (evtl. nicht mehr dichte) Lager wieder heraus zu drängen.
      Bei allen anderen Kugellagergelagerten Kutschen dürfte 2 - 3 mal nachfetten während der Saison, auch bei regem gebrauch durchaus ausreichend sein.
      Fettpressen und das entsprechende Fett (einfaches Fett für Kugellager ist vollkommen ausreichend) gibt es in Baumärkten, im Kfz. und Landmaschinenhandel, evtl. an Tankstellen (mit Ersatzteil + Zubehörhandel) u.ä.

      Die älteren Kutschen mit > zu Ölenden < Achsschenkeln, Radnaben und Drehkranz brauchen in dieser Hinsicht allerdings viel mehr Aufmerksamkeit !

      Was ich hier jetzt nicht so ganz verstehe - habt ihr bei euren Kutschen (bei neuerer Bauart) keine Papiere mit dabei, die zu Pflege und Wartung etwas auskunft geben ?
      Wäre vielleicht mal eine kurze Kontaktaufnahme mit dem entsprechenden Hersteller sinnvoll ?

      Hmm, - wenn der Drehkranz pendelt, dürfte das eigentlich nicht so sehr an der Fettpresse liegen, wohl eher an der Bauart bzw. Bauweise ?(

      Es gibt aber auch "Drehkranzbremsen" ! :D
      Kaltblutpower.
      Wehe, wenn sie losgelassen
      :D

      > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <

      Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
      (frei nach Gustav Mahler)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hippo-Sohle ()

    • RE: Frauen und Technik

      Original von Hippo-Sohle
      Was ich hier jetzt nicht so ganz verstehe - habt ihr bei euren Kutschen (bei neuerer Bauart) keine Papiere mit dabei, die zu Pflege und Wartung etwas auskunft geben ?


      Nein, leider nicht!

      Meine Kutsche ist 2 Jahre alt, nagelneu gekauft, und ich hatte mich gewundert, dass es keine Pflege/Gebrauchsanleitung gibt.
      Ich bekam nur 2 Döschen Lack mit.
    • Wirklich netter Beitrag, muss laut lachen :P

      Habe meine Kutsche auch nagelneu erst vor 2 Wochen gekriegt. Eine Betriebsanleitung gabs auch nicht, nur ne Rechnung....

      Ich bin daher auch ganz glücklich dass hier mal sowas besprochen wird wo ich doch auch von sowas null Ahnung habe :(

      Dazu kommt bei mir dass ich immer Muffe hab dass mir irgendwer an meiner nagelneuen arschteuren Kutsche was kaputt macht, daher lass ich auch nicht jeden gerne ran.....

      Aber der Tipp ist ja nun doch ganz nett, am Besten mit der Wartung auf die heissen Tage warten und die Kutsche im Minirock putzen und warten, dann kommt garantiert jemand zum helfen :tongue:
    • Krauti,
      das verzweifeltguckendrumstehenundaufdenretterwarten funktioniert auch noch bei älteren Modellen :D

      Habe aber trotzdem noch ne Frage, da mein SB gerade im Urlaub ist, kann man das W40 auch bei quitschenden Trommelbremsen benutzen ?(
    • Jo ....das geht
      ich habe gerade heute an meiner kühnle "flicka" die trommelbremse geölt .
      über das pedal wird eine welle verdreht die in der trommelbremse die bremsbacken an die trommel drückt .
      ich habe also in eine vorgesehene ölbohrung einige tropfen öl gegeben und gut is :D
      Bilder
      • Bremswelle (Large).jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bernd Amend ()

    • Einfach nochmal ´ne Erfahrung zu schmieren und oder nicht :baby:
      Also das mit den Schmiernippeln und der Fettpresse ist bei den Marathons seltener nötig, aber die Einfachen und 0815 Wagen mit offenen Kugellagern sollten schon öfters Fett sehen (So lange Pumpen bis hinten an der Achse sauberes Fett rauskommt) Denn sonst kommt mit der Zeit Schmutz hinein und die Lager leiden. Da ich mit meiner Gig oft im Watt (Salzwasser ui ui ui ui würde Samson sagen) unterwegs bin habe ich mir angewöhnt nach jeder Wattrunde den Wagen abzuschmieren und anschließend gründlich abzuwaschen. Dann nochmal schauen ob beim waschen der Fettpfropf (tolles Wort und garantiert falsch geschrieben) an den Achsen noch vorhanden ist, sonst nachfetten. Denn kaputte Lager können sauteuer sein, zumal die Kugelwiderlager ja Radnabe und Achse sind. Außerdem führt dieses Handeln dazu, daß man und auch frau sich mit den einzelnen Teilen seines Gefährtes genauer beschäftigt. So werden auch Beschädigungen und Haarrisse an Schweißnäten und tragenden Teilen leicher offensichtlich. Ihr würdet euch ja auch nicht in einen Bus setzen der nicht regelmäßig kontrolliert wird (TÜV/DEKRA) ;)
      Noch ein Wor zu den Scheibenbremsen. Da Bremsflüssigkeit die eigenschaft hat die Feuchtigkeit aus der Luft (und der Behälter hat ein Luftloch) aufzunehmen. Sollte man sie regelmäßig (beim PKW alle 2 Jahre) erneuern. Was auf den Scheiben nichts zu suchen hat haben ja viele bereits erwähnt. Bremsenreiniger nimmt man wenn doch Fett auf die Scheibe gekommen ist, oder um den Schutzbelag von neuen Scheiben vor deren Einbau zu entfernen. Gegen die Geräusche hilft außer Bremsen nur den Bremssattel (Da wo die Bremsklötze drinn sind) zu reinigen und die Leichtgängigkeit der Klötze sicherzustelllen. hierzu kann man zwischen Klotz und Sattel einen dünnen Film Kupferpaste (ATU) aufbringen. Das Zeug aber auch nicht auf die Scheibe; oder eben mit Bremsenreiniger dort wieder entfernen :tongue:
      Wenn ihr euch eine fachgerechte Kontrolle nicht zutraut geht zum Fachmann (Sattler/Landmaschinenschlosser/KFZ-Werkstatt

      Denkt drann ein kleiner Schaden an einem entscheidenden Teil (z.B. wann habt Ihr das Letzte mal die Ortscheidstifte geprüft) euer Ausrüstung (Wagen und Geschirr) kann euch, eure Grooms, eure Tiere oder unbeteiligte den Kragen oder schlimmeres Kosten.
      Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische (Karl Valentin). =)
    • Hi,

      ich wollte mich nochmal melden :D

      Mein Männe hat das ganze dann doch mal in die Hand genommen und hat den Wagen mit Fettpresse, Kompressor und so bearbeitet.

      Alles paletti *freu*

      Von den Bremsen haben wir aber die Finger gelassen und ich habe eher den Rat befolgt mal ein paar mal ordentlich die Bremse wieder zu benutzen - auch das hat wunder gewirkt - zwar schleift sie immernoch etwas aber im großen und ganzen ist der Wagen wieder deutlich leichtgängiger geworden ( auch Pferdi hats gefreut und mich erst wenn ich das Ding über den Hof wuppen muß .. ).

      bedanke mich aber das aus der anfänglichen Lachnummer doch noch ein toller Beitrag geworden ist - schätze der ein oder andere wir sicherlich nochmal davon profitieren :]

      Gruß
      Judith
    • Scheibenbremsen und so...

      Hallo Gardist,

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      Wenn Du längere Gefällstrecken mit einer schweren, vollbesetzten Kutsche fährt, so wird Dir eine Scheibenbremse auf die Dauer auch nicht viel nützen. Diese Bremssysteme sind für schnellaufende Räder mit entsprechender Kühlung durch den Luftstrom ausgelegt. Eine Scheibenbremse an schweren Kutschen hält diesen Belastungen nicht stand, wird überhitzen und ausfallen.
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      Kannst Du das belegen?

      </Klugscheissermodus ein>

      Ich habe vor langer Zeit mal gelernt, das Scheibenbremsen leistungsfaehiger als Trommelbremsen sind, und zwar wegen der groesseren Oberflaeche der Scheibe. Die Bremsen, die ich berechnet habe, waren uebrigens keine Fahrzeugbremsen, sondern Bremsen fuer Aufzugsysteme, die am Antrieb angebaut sind und keine aktive Kuehlung haben.

      Aber um bei Fahrzeugen zu bleiben: Autos fahren mit um Laengen hoeherer Geschwindigkeit als Kutschen und sind aehnlich schwer. (angenommene Kutsche mit 350 kg + 6 Erwachsene á 80 kg = ca 900 kg ) Jedoch ist eine Bremse beim Auto dafuer ausgelegt, es auch unter unguenstigsten Bedingungen von der Endgeschwindigkeit komplett zum Stehen abzubremsen. Wie wir in Physik vor langer Zeit gelernt haben ist die gespeicherte Energie

      1/2 m * v²

      Wenn man sich die Formel ansieht, fliest die Masse linear in die zu absorbierende Energie mit ein, die Geschwindigkeit aber im Quadrat. Soll heissen: Beim Bremsvorgang aus 20 km/h auf 0 entsteht eine gewisse Menge Energie, die die Bremsen absobieren muessen. Wenn das Gefaehrt aus 200 km, d.h. der 10fachen Geschwindigkeit abgebremst werden soll, muss die Bremse dafür das 10 * 10 = 100 fache an Leistung aufnehmen. Mit dieser Ueberlegung kommt man zum Schluss, dass ein Satz Scheibenbremsen im 4er pack dicke reichen, um eine normale Kutsche auch auf ordentlichen und langen Gefaellestrecken sicher zu bremsen, ohne dass eine Ueberhitzung droht.

      </Klugscheissermodus aus>

      <<<
      Warum wohl fahren Profis im Gebirge mit Bremsschuh / Hintergeschirr und rüsten Ihre Kutschen nicht mit Scheibenbremsen aus?
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      Gegen ein Hintergeschirr ist ja ueberhaupt nichts einzuwenden, aber gerade an ordentlichen Gefaellstrecken dankt einem das Pferd sicher, wenn es nicht die ganze Kutsche bremsen muss.



      Aber was ist ein Bremsschuh? Die Holzkloetze an alten Leiterwagen? Das was ich damit gefahren bin, reicht mir ehrlich gesagt...

      Viele Gruesse

      Madras, am Gruebeln, warum hier Scheibenbremsen so verdammt werden...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Madras ()

    • Hallo,

      zum Thema "Frauen und Bremse" sowie "quietschende Scheibenbremse" noch eine kleine Zugabe:
      Bei meinem Einachser fanden wir ganz schnell nach dem Kauf heraus, daß die Scheibenbremsen Geräusche machten, weil sie unfachmännisch montiert waren. Es handelt sich um eine alte Kutsche, an der wohl immer wieder umgebaut wurde und zuletzt eine Bremse nachgerüstet wurde. Beim Anschweißen der Bremsscheiben sind diese zu heiß geworden und haben sich verzogen, so daß auch bei nicht betätigter Bremse immer etwas schleifte. :(
      Nun habe ich das große Glück (?) daß mein kleiner Bruder ein begnadeter Tüftler und Landmaschinenschlossermeister (!) ist. Also den Augenaufschlag geübt, bitte bitte gesagt und die Kutsche in die Scheunenecke geschoben. Warnung aus bitterer Erfahrung: diese Technik "armesFrauchenbrauchtHilfe" funktioniert nicht bei Familienmitgliedern! Seit über einem (1) Jahr steht meine Traumkutsche mit demontierter Bremse in der Ecke, zig Rasenmäher und Traktoren wurden statt dessen repariert. Hätte ich etwas mehr von meinem hart verdienten Geld geopfert, die Kutsche in eine Werkstatt gebracht und den Zorn meines Brüderchens ertragen ("bist du blöd, das hätte ich auch machen können, dann wäre es wenigstens richtig geworden") dann hätte ich vielleicht schon diesen Sommer mit dem Schmuckstück durch die Felder fahren können, anstatt auf eine demontierte Achse zu starren und auf den nächsten Frühling zu warten!

      Schönen Gruß
      schecki