Biete: Restaurierte Kutsche

Kommentare 2

  • Guten Tag, Herr Lange,

    ein schönes Stück ist das - soweit ich das beurteilen kann.

    Ich hatte auch eine Kutsche dieser Bauart und kenne die Bezeichnung "Jagdwagen" oder auch den Begriff "Selbstfahrer" (offenbar, weil es eben keinen Kutschbock vorne gibt, sondern vom hinteren Sitz "selbst gefahren" wird - für die Zügel gibt es auch eine Führung oben an der vorderen Sitzlehne). Der Sitz vorne ist eher eine Notlösung, da einerseits der Blick auf die Pferde und den Verkehr eingeschränkt wäre und auch mit dem Rücken zur Fahrtrichtung nicht wirklich gemütlich ist.

    Wegen der Vermarktung empfehle ich, mal nach Kutschen-Händler zu googeln. Vielleicht funktioniert dieser Link noch

    http://www.kutschen-ricker.de/index.php?aq=knH&idk=381

    Meine Erfahrung aus dem letzten Jahr war, dass Kutschhändler eher auf ihrem Bestand festsaßen, weil der Markt gesättigt war.

    Wünsche Ihnen viel Erfolg!

    Beste Grüße

    Gerhard Schüssler

  • Es sieht nach einem "Parkwagen" aus, also einem von einer Dame (wohl auch vom Herren) gefahrenen Wagen aus.


    Interessant wären die Gravuren auf den Ölkappen, die Auskunft über den Hersteller geben.


    Auskünfte über den Polsterer geben meist handschriftliche Notizen auf den noch nicht gepolsterten Rücklehnen oder, im besten Falle, eine Zeitung innerhalb der Polsterung, die das Datum der Polsterung angibt, was gerne gerade von Polsteren benutzt wurde.


    Also: Räder abmontieren und auf die Punzen auf der Achse schauen. Nicht immer ist der Achsenhersteller identisch mit dem Wagenbauer. Gerade kleinere ländliche Wagner haben sich Achsen und Federn von größeren Firmen liefern lassen.


    Weiter hier hilft ein Mitgliedschaft im Forum "Tradition und Fahrkunst", wo erhebliches Wissen über Wagenbauer, Restaurateure etc. zu finden ist.


    A. Nemitz