APRI-Kurs Forst I

    • APRI-Kurs Forst I

      Also, wie jeverson in der Rubrik FAHREN versprochen, hier der Bericht zum Holzrückekurs bei Christel Erz:

      Wieder, wie beim Grundkurs auch, recht heterogene Gruppe aus Anfängern und Fortgeschrittenen / Akademikern und Praktikern / Forstunternehmer, Pferdezüchter, Kutschfahrer, Privatwaldbesitzer - also bunt gemischte Truppe von Luxemburg bis Bayern - wurden aber alle sehr gut unter einen Hut gebracht.

      Unglaublich, was für ein vollgepacktes Programm aus Theorie und Praxis in 3 Tagen absolviert wurde - und wiederum mit wie viel Spaß dabei! Es war eine exzellente Betreuung, auf jede Frage wurde eingegangen, und bei der Praxis wurde die Betreuung individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst, mal intensiver mit Anweisungen oder nur begleitend.

      Theorie:
      Materialkunde + Ausrüstung, Funktionsweise der Spielwaage (insbes. für Kutschfahrer), Kalkulationen, Umrechnungen (lfm, Fm, Rm), Lang- und Kurzholz, Arbeitsplanung, Rettungsplan und vieles mehr.

      Ein besonderes Schmankerl: Besuch des Försters im Kurs - und dessen Berichte aus 20 Jahren Forst-Praxis - zwischen Verwaltung, Bürgerbedürfnissen und ökologischem Anspruch.

      Unser Praxisprogramm wurde von Tag 1 zu Tag 3 exponentiell gesteigert - die Grundsätze zur Sicherheit von Mensch und Pferd wurden uns dabei von Anfang an eingehämmert, Leinenführung als A&O, schonendes Anziehen - LANGSAM ! vor allem im 2-er Gespann langsam und gleichmäßig ! - Position des Rückers - permanente Beobachtung des Gespanns - Zugwinkel - Belastungsbeurteilung der Pferde usw. - alle theoretischen Grundsätze wurden geübt, geübt, geübt.

      Der erste Durchlauf wurde von Christel selbst absolviert, dann waren alle Kursteilnehmer mit etlichen Wiederholungen dran - 7 Teilnehmer mit 2 Trainern (Christel, Holger) und 3 Pferden (Domino, Ruby, LeRoy) unterwegs, das war ein sehr gutes Verhältnis für viel Praxis in Kleinstgruppen mit intensiver Betreuung.

      Ablauf:
      Tag 1: Hütchen-Parcours auf Wiese, Einspänner, Zweispänner, Stamm schleppen
      Tag 2: Stangenholz durch vorbereiteten Echt-Parcours im Wald schleppen
      Tag 3: Echtrücken im Wald laut Verabredung mit Förster; 4 / 44er Laubholz war das Maximum; "krönender Abschluss": Baumfällung (Fichte) und Pferd zieht vertikal (in dichter Baumkrone) stehenden Stamm um und in einem Zug raus.

      Geübt wurden typische Herausforderungen / knifflige Situationen im Wald und Besonderheiten, auf die es zu achten gilt wie z.B. unterschiedlich "schnelles" Holz, Bedeutung von Witterungseinflüssen - Wegeplanung und Hindernisumfahrung oder -überwindung usw. Es war permanent hohe Konzentration gefragt - und man hat einen sehr deutlichen Eindruck davon erhalten, welch enorme Leistung von Pferd und Mensch beim stundenlangen Rücken erbracht wird. Respekt!

      Und dickes, dickes Lob für den hervorragend durchgeführten Kurs. Da gehört schon einiges dazu, ein solches Programm anbieten und sicher durchführen zu können - umfangreiches Know-how, enorme Praxiserfahrung und gut ausgebildete, sichere Pferde - Respekt!
      Vielen Dank auch an die geduldigen Pferde, mussten etliche Patzer der Kursteilnehmer aushalten und ausbaden. Danke! :-]

      Impressionen vom Kurs:



































      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • Last mal Lastweg/Kraft mal Kraftweg

      Der Kronrandschutz dient dem Vorbeugen von Kronentritten.Das versetzte Ortscheit dient dem Kraftausgleich bei unterschiedlicher Kontition/Kraft der Pferde.Das schwächere bekommt den längeren Arm an der Waage.das kräftigere den kürzeren.Man hat ja oft junge zu älteren Pferden angespannt um diese anzulernen.

      Gruss von Spyder.
    • Der Linke ist Leroy, ein Azubi, ist drei Jahre alt und muß noch nicht ganz so viel ziehen. Deshalb sitzt er am längeren Hebel :) .
      Gruß, Harald
      Nachtrag, jetzt habe ich mehr Zeit.
      Also, LustundLaune_08, ein sehr guter Bericht und schöne Bilder. Das Ganze macht noch mehr Lust auf die nächsten Kurse, allerdings werde ich die Forst - Kurse nicht mitmachen, da ich das erlernte dann hier nicht anwenden kann :(. Aber Grünlandpflege und Gewerbliches Fahren sind schon meine, und die werde ich bestimmt bei Christel machen :D.
      Gruß, Harald
      Nach dem Misten ist... vor dem Misten :pinch:

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    • Weiterbildung

      Da haben meine Vorredner die Fragen von Pferdig-Philip ja schon beantwortet. Und es ist genauso, wie spyder und jeverson-Harald ausführen...

      #1
      Verkürzung der Anhängung auf eine Position nach innen Richtung Spielwaagen-Mitte: links für LeRoy 60 cm Abstand zur Mitte, rechts für Domino 40 cm. So kann man sich die Hebelwirkung zum Zugausgleich für die Pferde zu Nutze machen: das Pferd beim kürzeren Hebel muss mehr ziehen.

      Einfache, stets gegebene Kontrollmöglichkeit für den Gespannführer: die Spielwaage sollte immer "waagrecht" stehen.

      #4
      Der Kronrand-Schutz ist eine Eigenherstellung aus Leder, er dient der Vermeidung von Kronrand-Verletzungen (z.B. im Unterholz oder durch Selbsttritte).

      Hat mit Material-Vorlieben zu tun (Leder / Kunststoff) und der Einschätzung der Eignung von Springglocken (eher nein).
      Ist der Kronrand erstmal verletzt, fällt - je nach Schwere und Folgeproblemen - u.U. das beste Arbeits-Pferd im Stall für Monate aus.

      jeverson wrote:

      Grünlandpflege
      die werde ich bestimmt bei Christel machen
      Geht mir auch so. Vielleicht treffen wir uns dann ja mal auf der Schwäbischen Alb, wäre nett. :)
      guten Start in die Woche!
      wünscht

      Therese
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • FORST I bei Christel Erz

      Ich war übrigens auch bei dem FORST I Kurs von Christel Erz (3.-5.10.2013) dabei und möchte noch ein ganz großes DANKESCHÖN an Christel und Holger richten. Die BEIDEN haben das echt super gemacht. Ich konnte sehr viel an Informationen mitnehmen, da die Tage durch Theorie und Praxis sehr abwechslungsreich gestaltet waren.

      Die Gruppe war bunt gemischt, was sich auch abends beim gemütlichen beisammen sein positiv auf die Stimmung ausgewirkt hat.

      Übrigens wurde sehr auf GUTES ESSEN geachtet. Na, bei so einer körperlich anstrengenden Arbeit muss man halt auch was anständiges essen. Die Lokalitäten in der Region sind absolut zu empfehlen.

      DANKE Christel und Holger :thumbsup: !

      Bis vielleicht demnächst mal wieder bei FORST II :-]

      Eure Simone